Mareike König - WBG Deutsch-Französische Geschichte Bd. VII

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WBG Deutsch-Französische Geschichte Bd. VII: краткое содержание, описание и аннотация

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Zwischen 1870/71 und 1918 spannt sich das Panorama des Bandes. Während Frankreich und das Reich kulturell wie wirtschaftlich kooperierten, konnten die politischen Differenzen nach der französischen Niederlage 1871 nicht überbrückt werden. Diesen oft stark betonten deutsch-französischen Antagonismus will die Darstellung hinterfragen und auch die Verbindungen und den Austausch zwischen beiden Ländern in den Blick rücken. Beide waren in dieser Zeit mit vergleichbaren Herausforderungen der Moderne konfrontiert, auf die sie zum Teil ähnlich, zum Teil unterschiedlich reagierten, und der I. Weltkrieg brachte gemeinsame schmerzliche Erfahrungen. Aber auch die Verschiedenheit der Erlebnisse wie der Interpretation der deutsch-französischen Konflikte links und rechts des Rheins werden deutlich. Schwerpunkte des Bandes sind neben den beiden Kriegen die Besonderheit Elsass-Lothringens als Grenzraum, die Erfahrung mit den Kolonialimperien und der aufkommende Antisemitismus beiderseits des Rheins.

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6.3.4. Die Mehrdeutigkeit von Projekten zum Kennenlernen des Anderen

7. Unter der Ägide von Locarno

7.1. Die Initiativen der Pazifisten: Friede durch die Idee

7.2. Kulturelle Vermittler, deutsch-französische Komitees und Zusammenarbeit von Experten: Frieden durch Handlungen

7.3. Die Aporien des Geistes von Locarno

8. 1918–1932/33 als Epoche

8.1. Deutsch-französisches Verständnis der Zeit: Chronologie und Zeiterfahrung, zeitgenössische und aktuelle Einschätzungen der Epoche

8.2. Die „Brutalisierung“ der Gesellschaften in Frankreich und Deutschland und ihre Rezeption in der Geschichtsschreibung

Zusammenfassung

Deutsch-französische Chronologie 1918–1933

III. Bibliographie 1918–1933

1. Quellen, Dokumentensammlungen und Memoiren

1.1. Dokumenten- und Quellensammlungen

1.2. Zwischen 1918 und 1933 veröffentlichte Werke, Memoiren, Autobiographien und Selbstzeugnisse, Berichte

2. Sekundärliteratur nach Themen geordnet

2.1. Allgemeine Werke und Artikel mit interdisziplinärem und methodologischem Bezug

2.2. Biographische Wörterbücher, Prosopographien und Biographien

2.3. Internationaler Kontext, allgemeine Werke

2.4. Vergleiche, Transfers, Verflechtungen: Methoden und Debatten, Fragen der Geschichtsschreibung und thematische Recherchen

2.5. Deutschland: Allgemeine Geschichte und/oder Weimarer Republik

2.6. Frankreich: Allgemeine Geschichte und/oder französische Zwischenkriegszeit

2.7. Der Erste Weltkrieg, Versailles und die Folgen: Der Krieg nach dem Krieg

2.8. Deutsch-französische Beziehungen und internationale Fragen

2.9. Politische Leben, politische Bewegungen und politische Kulturen in Frankreich und Deutschland

2.10. Besatzung und regionale und die Grenzen betreffende Fragen (Rheinland, Saarland, Ruhrgebiet, Schlesien, Elsass-Lothringen …)

2.11. Wirtschaftliche und soziale Fragen

2.12. Kulturelles und intellektuelles Leben, Transfers, Kenntnis des Nachbarn und Verständigung, europäische Idee

Karte

Register

Einleitung:

Verletzungen und Traumata

Das Jahr 1918 bedeutete nicht für alle das Ende des Krieges. Für ungefähr 1.376.000 junge Franzosen und 2.034.000 junge Deutsche 1endete dieser auf tragische Weise im Schlamm des Artois, Flanderns, Lothringens, der Somme oder in den weiten Ebenen Osteuropas. Darüber hinaus sollte der Konflikt – trotz des Endes der Feindseligkeiten – für eine ganze Reihe von „Heimkehrern“, so nannten sich die Veteranen bisweilen, niemals enden: Hatte Kurt Tucholsky nicht 1925 geschrieben, der Soldat des Ersten Weltkriegs sei an das Leben zurückgegeben worden als „ein Ding, das der ziemlich guten Nachahmung eines Menschen glich“ 2? Parallel dazu hatte der französische Schriftsteller und Soldat Léon Werth von der Hauptfigur seines autobiographischen Kriegsromans gesagt, dass dieser, „vom Krieg befreit, rasch begriffen hatte, dass der Krieg ihn nicht unversehrt an das Leben zurückgegeben hatte“ 3.

Die Kriegsversehrten, die durch Gas Vergifteten, die „Kriegsneurotiker“ (4.266.000 französische und 4 216 058 deutsche Verletzte zwischen 1914 und 1918) wie auch die vergewaltigten Frauen, die durch die langen Perioden der Besatzung misshandelten Zivilisten, die Waisenkinder, all die Trauernden, die Witwen, die Eltern, die ihre Söhne an der Front oder durch die Hungerblockade verloren hatten, sie alle mussten ihre Leben während des Ersten Weltkrieges an ihrem Körper, ihrem Herz und ihrem Geist befestigt tragen. Weiterhin waren Millionen von Kindern und Heranwachsenden während der Kriegsjahre sozialisiert worden, einige von ihnen in den besetzten Gebieten in direktem Kontakt mit einem als grausam und schlecht beschriebenen Feind 4. Die anderen hatten – selbst wenn sie weiter von der Front entfernt waren – eine patriotischere und nationalistischere Erziehung erhalten als je zuvor 5.

Die Zwischenkriegszeit als Versuch der Kriegs- und Traumabewältigung

Um die Anfänge von Weimar besser zu verstehen, hatte der Historiker Peter Gay, Freud-Biograph und Kenner der deutschen Kultur, seit 1968 die Vorstellung des „Geburtstraumas“ der deutschen Republik vorgeschlagen, indem er „die vier ersten Jahre der Republik (betonte), die aus fast ununterbrochenen Krisen bestanden“ und „einem blutigen Bürgerkrieg“ 6. Der Begriff wurde seither auch von anderen Historikern übernommen. Diese resümierend, spricht Jean Solchany in Bezug auf Weimar von einer „außergewöhnlichen Anhäufung von Traumata“ 7.

Während die Historiker jedoch vor allem die Traumata dieser Zeit, die Niederlage und Versailles in den Vordergrund stellen, vergessen sie fast, die große Ursprungskrise zu benennen. Das große Trauma war nicht nur das der Gründung der Republik, es war in erster Linie das des Krieges und des Kriegsausgangs. In dieser Hinsicht war Deutschland kein Sonderfall. Die Problematik betraf jede Bevölkerung, die vom industriellen Töten betroffen war und diesem in weiten Teilen und zu ihrem Unglück zugestimmt hatte, zumindest für eine gewisse Zeit. Die Zivilbevölkerung musste nun nolens volens „im Schatten des Weltkriegs“ 8weiterleben. Selbst ein Richard Bessel, der durchaus Zweifel hinsichtlich der Kriegsauswirkungen hegte und sie dabei nicht immer in sozialer Hinsicht bemaß, schließt sein Werk doch mit der Feststellung ihrer enormen Bedeutung für Deutschland 9. Vielleicht muss man tatsächlich auch an anderer Stelle als in der Gesellschaft und den sozialen Gruppen nach den Auswirkungen des Krieges suchen. Wie dem auch sei, Michael Geyer stellte fest: „In kaum einer anderen Zeit standen Krieg und Tod so sehr im Mittelpunkt wie in der ersten Nachkriegszeit“ 10.

Die Geschichte Frankreichs und Deutschlands im Speziellen und Europas im Allgemeinen in dieser Zeit ist zunächst und vor allem diejenige der Verarbeitung und Bewältigung der individuellen und kollektiven Erfahrungen im Ersten Weltkrieg 11sowie der Verletzungen, die diese sowohl für die Individuen als auch für die Gesellschaften bedeuteten. Man kann daraus freilich nicht schließen, dass all diese unleugbaren Verletzungen und Erfahrungen sich in dauerhaften Traumata niedergeschlagen haben. Noch weniger kann man behaupten, „das“ Trauma als individuelles und persönliches Phänomen könnte im Fall einer großen Anzahl von Traumatisierten in ein „Kollektivtrauma“ mit greifbaren sozialen Folgen münden. Spezialisten zufolge erlebt der Einzelne ein Trauma, wenn er sich in Todesgefahr befindet. Die – meist visuelle – Wahrnehmung ist der Ausgangspunkt für einen psychischen Einbruch, hervorgerufen durch einen „unvorhergesehenen Unfall“, der einen Effekt von „Lähmung“, ein Eintauchen in „das Entsetzen, den Terror“ hervorruft, indem er den Tod und die Zerstörung des Körpers gegenwärtig macht. Der Staat ist nicht mehr in der Lage, einen Diskurs herzustellen, der ausreichend isoliert betrachtet werden und „rechtfertigen (könnte), warum der Einzelne sich dort wiederfand, zu genau jenem Zeitpunkt, als sein Leben verneint wurde, sein Tod vergegenwärtigt“. Anschließend wird die Wiederholung, deren Rhythmus sich nach einer Latenzphase beschleunigt, das bestimmende Symptom der traumatischen Neurose 12. Aber das Trauma drückt sich ebenso oft im Schweigen aus. Der Psychiater Jean-Marc Berthomé erinnert daran, dass es sich jenseits der Erfahrung befindet, dass es a priori nicht „objektiv“ sein kann 13. Für viele Menschen war es deshalb seelisch – wie auch körperlich – unmöglich, den Krieg hinter sich zu lassen.

Auf der Grundlage der Quellen, über die wir verfügen, ist es sehr schwierig, die Anzahl der wirklich Traumatisierten, im exakten Sinn des Wortes, festzustellen. Es ist jedoch unzweifelhaft, dass der Erste Weltkrieg Millionen von Individuen getroffen und diese in jeder Hinsicht „verletzt“ hat. Doch auch wenn die durch den Massenmord verursachten Traumata ihre Wurzeln in der seelischen Struktur haben, stellen sie ebenso einen Untersuchungsgegenstand für den Historiker dar. Michael Geyer hat in dieser Hinsicht auf den unterschiedlichen „Umgang mit dem (Massen)tod“ nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg in Deutschland hingewiesen. Man könnte hier die Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland bezüglich der Art anfügen, wie sie den Krieg hinter sich ließen. Diese Unterschiede machen seiner Meinung nach die Vorstellung von einer einzigartigen psychischen und ahistorischen Antwort auf das Trauma zunichte und eröffnen damit „die Möglichkeit einer historischen Betrachtung dieser Problematik“ 14.

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