Andreas Pfister - Matura für alle

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Es gibt drei Maturitäten in der Schweiz: die gymnasiale Maturität, die Berufs- und die Fachmaturität. Künftig sollen alle Jugendlichen eine dieser drei Maturitäten erlangen. Der Autor und Bildungsexperte Andreas Pfister fordert in seinem Debattenbuch eine 'Matur für alle'. Die Schweiz ist eine Bildungsnation, wir sind auf dem Weg zu einer Wissensgesellschaft. Digitalisierung, Automatisierung, Spezialisierung verändern den Arbeitsmarkt: Gefragt sind höhere Qualifikationen. Das ist eine Chance für unsere Kinder und Jugendlichen. Die vorgeschlagene Bildungsoffensive hebt sie auf ein neues Niveau. Sie stärkt sowohl die Lehre durch den Ausbau der Berufsmaturität als auch den akademischen Weg durch eine höhere gymnasiale Maturitätsquote. Die von Pfister vorgeschlagene allgemeine Maturitätspflicht erfasst alle, auch jene, die sich bisher selbst von Bildung ausgeschlossen haben – so wie einst der Geissenpeter. Um sie bemüht sich dieses Buch ganz besonders, denn Bildung ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben.

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Der einst revolutionäre Diskurs von der Gleichwertigkeit ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Er bestimmt das Sprechen über Bildung und Arbeit. Das macht es schwierig für Bildungsferne, sich zu wehren. Wen sollen sie denn angreifen? Es sind alle so nett. 4

KLASSENWECHSEL

Die Sensibilität für Klassenunterschiede ist zweifellos höher für jene, welche in ihrem Leben die soziale Klasse gewechselt haben. Es kommt nicht von ungefähr, dass es heute die Bildungsaufsteiger aus den neunziger Jahren sind, die sich besonders resolut für die Bildung ihrer Kinder einsetzen. Was man sich erkämpft hat, will man weitergeben. Das betrifft nicht, wie oft unterstellt wird, in erster Linie den Status. Es ist die Welt des Geistes und der Bildung selbst, die man den Kindern eröffnen möchte.

Auf den Begriff der Bildungsferne zu verzichten, kann Privilegierten nur recht sein. Doch es zählen Taten, nicht Worte. Fakten, nicht Sonntagspredigten. Und die Fakten sind eindeutig: Trotz aller Lobeshymnen auf die Berufslehre nimmt der Run aufs Gymnasium von Jahr zu Jahr zu. Es möchten viel mehr Kinder hin, als gegenwärtig aufgenommen werden.

Wenn hier also weiterhin der Begriff Bildungsferne verwendet wird, dann nicht aus fehlendem Respekt. Im Gegenteil: Respekt vor den Arbeitern und dem Handwerk drückt sich aus in einer klaren Sprache. Immerhin geht es um bildungsferne Kinder. Die werden zum Opfer einer unheiligen Allianz zwischen Bildungsnahen und Bildungsfernen. Wenn die Kinder beide Seiten gegen sich haben, sowohl die Selektion als auch die Bildungsskepsis, dann sind sie chancenlos. Denn auf diese Weise kann man Bildungsferne besonders wirkungsvoll verdrängen: Man appelliert an ihre eigenen Werte. Man schürt ihre latente Bildungsfeindlichkeit, man bestätigt sie im Glauben, dass sie Bildung gar nicht brauchen. Man klopft ihnen gönnerhaft auf die Schulter und versichert ihnen ihren Wert als Mensch, den sie auch ohne Bildung haben. Man lobt den Wert ihrer Arbeit, ohne sie entsprechend zu bezahlen. So schlägt man Bildungsferne mit ihren eigenen Waffen.

Wer Bildungsferne so einzunehmen versteht, den werden sie lieben und an der Urne auch wählen. So funktioniert Populismus. Anstatt eine echte Chance zum sozialen Aufstieg zu schaffen, bestätigt man den sozial Schwachen, dass sie schon recht sind, wie sie sind. Dass sie überhaupt nicht aufsteigen müssen. Dass höhere Bildung gar nicht erstrebenswert sei. Oder allenfalls später nachgeholt werden könne. Dass die da oben sowieso nur arrogante Säcke seien voller Bildungsdünkel. Mit diesem Diskurs lassen sich wunderbar die bestehenden sozialen Verhältnisse zementieren. Und zwar so, dass diejenigen, die sich unten befinden, die soziale Pyramide willfährig und stolz mittragen. Denn sie sind ja nicht unten.

FERNE DER BILDUNGSNAHEN

Die Bildungsreformer sind nicht die Ersten, die mit missionarischem Eifer ausziehen, nur um bitter enttäuscht zu werden von der Verstocktheit der Ungläubigen. Die Bildungsfernen pfeifen auf die angebliche Chance. Die ganze Begrifflichkeit ist für sie verkehrt. Sie sind überhaupt nicht fern, von was auch? Ihnen fehlt nichts. Die so genannte Chance ist für sie ein Irrweg, die angebliche Aufstiegsmöglichkeit bloss eine Entfremdung und Entfernung vom Zentrum, in dem sie sich längst befinden: in der Natur, in Verbindung mit dem Boden, dem Wetter, dem Körper. Dem echten Leben halt. Weshalb sollten sie weg von da? Um abgehoben in irgendeinem Elfenbeinturm die Verbindung zu verlieren zu allem? Eine Ferne sehen die so genannten Bildungsfernen nicht bei sich, sondern wenn schon bei den Studierten. Die haben sich entfernt – nicht sie. Die Bildungsfernen stellen die Hierarchie auf den Kopf: Sie nennen den Professor Brotfresser. Die Bürolisten haben zwei linke Hände, die Lehrer am Morgen recht und am Nachmittag frei. Die Studierten kann man zu nichts gebrauchen, wenn sie von der Uni kommen. Die Beamten in Brüssel haben keine Ahnung. Die Städter wissen nicht, wie eine Kuh aussieht. Und jetzt sollten sie ihre Kinder an diese absurde Welt angeblich höherer Bildung verlieren? So weit kommt’s noch!

Wie fern Bildung in solchen Milieus tatsächlich ist, wird oft unterschätzt. Man meint, die Chance müsste eigentlich genügen. Die Bildungsfernen bräuchten sie ja nur zu ergreifen. Es gibt eine Kluft zwischen theoretisch gerechtem Bildungssystem und faktisch ungerechter Reproduktion gesellschaftlicher Klassen. 5Dass man studieren könnte, weiss man als Bildungsferner theoretisch schon. Aber man will eben nicht. Und damit bleibt die soziale Aufstiegschance ungenutzt.

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