Sie hatte ein paar Minuten, bis ihr VIP-Telefon klingelte und sie direkt wieder zum Eingang ging. Nun kam das Bandmitlied, Peter, und seine Tochter sowie deren Freundin. Sie hatten bereits die Fans begrüßt. Sarah führte sie zu Ihrem Apartement. Erklärte Ihnen dasselbe, wie den beiden Brüdern, aber hauptsächlich unterhielten sich die beiden Kinder miteinander. Sie schmiedeten schon Pläne. Peter trottete allen hinterher. Er sah sich ein wenig um, wirkte aber sehr müde und Sarah glaubte, dass er die längste Anreise hatte.
Nun musste sie sich beeilen, da die letzten zwei Sänger bereits bei den Fans angekommen waren. Sie hörte die lautstarken Fangesaenge. Sie beeilte sich um zum Eingang zu gelangen.
Die beiden letzten Jungs standen bereits an der Rezeption und warteten auf sie. Sie stellten sich mit Jack und Dean vor. Als sie näher kam, sah sie bereits einen der beiden faszinierend an. "Wow," dachte sie innerlich. Sie musste sich konzentrieren, dann begrüsste sie die beiden: "Herzlich willkommen. Geht es ihnen gut?"
"Bestens, aber bitte lass uns duzen. Ich bin Jack." Er sah ihr direkt in die Augen, währemd er ihr die Hand gab und da passierte es das erste Mal. Der Blick fesselte sie. Er strahlte sie mit den blauesten Augen, die sie nie zuvor gesehen hatte, an. Das war ihr noch nie passiert. Ihr Herz machte einen Sprung und sie war vollkommen irritiert von Ihrer Reaktion.
Sarah verhaspelte sich: "Ja – ähm – ok. Danke Jack", fing sie sich wieder. "Und ich bin Dean", sagte der andere zu ihr.
"Hallo", sagte sie immer noch von Jack fasziniert. Sie war richtig perplex und musste weg schauen. Sie konnte ihm nicht noch mal in die Augen sehen. Sie wusste nicht was gerade passiert war.
Dann erinnerte sie sich, was sie sagen wollte: “Ich bin Sarah. Ich bin für ihr Wohl zuständig. Also wenn sie irgendetwas wünschen, dann bin ich für sie da." Das sagte sie so schnell, das sie sich hierbei nicht verhaspelte, war ihr schleierhaft. Sie atmete kurz durch.
"OK. Super! Aber bitte duze uns. Das Sie ist mir zu förmlich," sagte Dean. "Ja richtig... ähm...Ich bring euch zu den Kabinen," räusperte sie sich.
"Ich bin neugierig auf die Kabinen", sagte Jack. Dean stimmte ihm zu.
"Ich auch. Ich war noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff."
"Wie lange bist du schon hier, Sarah?" fragte Jack.
Sie bekam immer noch kein Wort raus und antwortete kurz und kühl: "Ein paar Monate". "Ohhh—key!" Betonte er seine Antwoert und war überrascht, über Ihre kurze und knappe Antwort. Sie wollte professionell wirken, war aber völlig aus Ihrem Konzept. Sie versuchte sich wieder zusammen zu reißen und Profi zu sein. Sie dachte die erste Herausforderung und fing sich wieder. Sie musste ihre Gedanken später sortieren.
Sie gingen an Steve und Brody vorbei. "Ich hoffe die Kabine gefällt Ihnen... ähm dir Jack... sorry das duzen muss ich erst lernen...," sagte Sarah etwas schüchterner und öffnete Jack die Tür. Sie zeigte ihm das Bad, den Balkon und den Tresor im Schrank. Sie erklärte kurz den Fernseher und zeigte ihm das Telefon und wie sie erreichbar war.
"Ich bin begeistert. Viel mehr Platz als ich gedacht habe und das Bett ist größer, als ich dachte", stellte er überraschend fest. Dann brachte sie Dean zur Kabine. Er freute sich über die Spielkonsole und den coolen Ausblick aufs Meer. Dann fragte er nach dem Essensbereich und Sarah gab ihm die entsprechenden Infos. "Wo sind denn die anderen?"
Sarah erklärte ihm, dass alle nebenan oder gegenüber einquartiert waren. "Danke Sarah."
"Sehr gerne. Kann ich sonst noch etwas tun?"
"Erstmal nicht. Ich melde mich." Sie lächelte ihn an. Sie hatte nicht gedacht, dass die fünf so nett sein konnten. Meist hörte man die merkwürdigsten Geschichten von Künstlern. Sie zog sich aus Deans Zimmer zurück. Dann klopfte sie noch mal bei Jack an und fragte, ob sie noch etwas für ihn tun konnte.
"Oh – Sarah, gut das du kommst. Ich brauche noch den Zeitplan. Zu welchen Zeiten ich proben kann.” "Das habe ich in die Mappe gelegt."
"Wundervoll." Sie sahen sich erneut an und Sarah hatte das Gefühl Schmetterlinge im Bauch zu haben. Sie räusperte sich. "In Ordnung. Wenn du noch etwas benötigst, dann wähl einfach die Kurzwahl." "Das mach ich. Ich muss mich gerade mal ein wenig ausruhen. Der Flug aus Los Angeles war anstrengend." "Oh das glaube ich. Soll ich sie... Äh ... Dich später wecken?" "Sehr gerne." "Telefonisch oder persönlich?"
"Lieber persönlich. Telefone kann ich schon mal überhören, wenn ich tief schlafe." "Alles klar. Ich komme in zwei Stunden wieder."
"Das ist gut. Dankeschön."
Er zog bereits sein T-Shirt aus. Sarah konnte nicht wegsehen. Er hatte einen durchtrainierten Oberkörper. Er drehte sich noch einmal um und sie sahen sich erneut an. Sarah merkte, wie sie erötete: "Ähm, entschuldige ich gehe jetzt." "Danke." Dann drehte sie sich um und ging. Als sie die Tür geschlossen hatte, musste sie erst einmal tief durchatmen.
"Was war das?", flüsterte sie sich selbst zu.
Sie hatte nicht bemerkt, dass jemand auf dem Flur gegenüber stand und sie beobachtete. "Schon ein toller Typ oder?" Sie erschrak und drehte sich um: "Oh Mr...."
"Nenn mich bitte Liam. Alles andere klingt so alt." "Und ich bin Sarah." "Das sagtest du schon", er grinste. Er lies sie auflaufen und das machte sie nervös. Dann lachte er sie aus. "Ich seh es dir an." "OK. OK. Ich gebe es zu. Sein Oberkörper hat mich gerade aus der Fassung gebracht."
Liam lachte. "Kein Problem. Ich sag es niemand und muss sagen, dass sein Oberkörper schon der Knaller ist."
"Na Gott sei dank, steh ich nicht alleine da." Sie grinste ihn an. "Das tust du nicht. Schau dir die Menschenmenge da unten an." "Ach ja? Die stehen alle auf ihn?" "Ja schon... und auf meinen Bruder." "Oha. Was tun die beiden, dass die Mädels so auf sie abfahren." "Sag du es mir, Sarah." "Ich weiß es nicht."
"Ich auch nicht, trotzdem er verheiratet ist. Er braucht nur die ein oder andere Bewegung machen und die Mädels gröhlen." Natürlich hatte sie seine Bemerkung, dass er verheiratet ist, rausgehört, aber sie ging nicht darauf ein und sagte: "Oh. Wirklich? Ist das so?"
"Ja so ist es, aber ich kenne Jack schon seit der Schule und er hat noch nie etwas mit einem Fan angefangen."
"Das habe ich schon öfter gehört, dass das ein Tabuthema in Bands ist."
"Ist es auch. Da muss nur einer, dass an einen anderen Fan weiter erzählen. Schwupps ist die Presse involviert," sagte er abgeneigt.
“Das stimmt. Sorry ich muss noch weiter. Kann ich noch etwas für dich erledigen?" "Das kannst du. Ich habe zwei Anzüge, die gebügelt werden müssen."
"Ich nehme sie direkt mit und lass sie büglen."
"Warte... Ich muss leise sein. Mein Bruder ist erschöpft und schläft." Er holte die Anzüge und schloss die Tür von aussen. "Wann brauchst du sie wieder?" "In zwei Stunden?"
"Ja das passt. Bis später." Sie wollte gehen. "Sarah? Hast du nicht Lust abends ein Glas Wein mit mir zu trinken?" "Ähm. Wir dürfen uns mit Gäste nicht einlassen." "Ach quatsch. So war das nicht gemeint. Ich steh nicht auf Frauen, aber ich rede und unternehme viel mit Ihnen." "Oh ja. OK."
Sie war verblüfft über seine Ehrlichkeit und sein Outing. "Es kommt ein bisschen darauf an, ob ihr mich abends noch benötigt." "Heisst das du stehst uns 24 Stunden am Tag zur Verfügung?" "Theoretisch ja. Aber praktisch passiert das nicht." "Aber ich koennte dich bitten in einer Bar zu sitzen und du setzt einen Brief für mich auf oder ähnliches." "Das könntest du tatsächlich. Aber ich darf nichts trinken." Er lachte: "Ich lass mir was einfallen."
Sie lachte. Er war nett und hatte ein gewissen Witz und Charme, der Sarah gefiel. "Bis später". Liam ging wieder in seine Kabine.
Sarah warf einen kurzen Blick bei Brody und Steve rein. "Alles klar bei euch?" "Ja wir sind startklar." "Es sind jetzt alle in Ihren Kabinen." "Ok. Dann werden wir uns jetzt hier barrikadieren."
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