"Ich werde morgen früh los. Ich werde in ca. 7 Tagen wieder da sein. Die Termine sind in der ganzen Zeit, aber du kannst mich wie gesagt anrufen, wenn es Probleme gibt. Aber ich glaube, du brauchst mich nicht mehr. Du kannst das alles selbst.“ „Danke.“ Sie freute sich sehr über das Lob.
"Gerne. Versuche immer logisch zu denken, und zu schauen, wie du dir die Lösung des Problems vorstellen würdest, wenn du selbst VIP wärst. Spreche mit den VIPs, um sie besser kennen zu lernen, aber ich denke, dass du so clever bist und schnell eine Lösung findest. Hier an Board wird dich jeder unterstützen und wenn du gar keinen Rat weißt, dann hilft dir der Kapitän. Dienstpläne für Mahlzeiten u.ä. sind bereits fertig im PC. Die Planung der Bandauftritte und Termine hat das Management der Band bereits vorgenommen. Die habe ich dir hier ausgedruckt. Es ist abgesprochen, dass bei Verschiebungen entsprechend nach hinten verschoben wird, d.h. sollte irgendwas unvorhergesehenes passieren, verlängert sich quasi die Kreuzfahrt. Alles weitere wird sich ergeben. Du musst nur darauf achten, dass die Bandmitglieder zufrieden sind und sie ihre Zeitpläne einhalten und die Fans nicht zu ihnen auf die Kabine kommen."
"In Ordnung. Das schaffe ich schon. Ansonsten finde ich einen Weg."
"Davon gehe ich aus, deshalb denke ich auch, das du die Richtige dafür bist."„Danke Mr. Muller.“ Soviel Lob in gebündelter Form war ihr schon etwas unangenehm.
Er übergab ihr alle notwendigen Unterlagen und die erforderlichen Schlüssel. “Sarah – Und noch mal: Diese Band ist sehr wichtig für uns. Wenn alles funktioniert, wird es weitere Buchungen in dieser Art geben. Sollte irgendwas sein, bitte melde dich umgehend bei mir. Ich versuche dir dann von Land aus zu helfen. Sollte es zu einem Notfall kommen, dann nimm Kontakt mit dem Kapitän auf. Er wird dann die passende Entscheidung treffen.” Sarah merkte, dass er sich wiederholte. Er wollte auf Nummer sicher gehen. "Mr. Muller, Ich werde klarkommen. Sie können mir vertrauen.“
„Das tue ich."
Sarah wünschte ihm noch einen schönen Abend und morgen eine gute Reise. Dann prüfte sie den VIP-Bereich ein letztes Mal. Sie schaute sich zuerst die Stahltür des VIP-Bereichs noch mal an. Sie kannte die Tür natürlich, aber sie hatte sie noch nicht mit soviel Verantwortung angesehen.
Steve und Brody bauten noch an einer weiteren Trennwand, die auch die Sicht nach draußen versperren sollte.
"Was meinst du Sarah? Bringt das was?!" fragte Steve. "Na klar. Wichtig ist doch, dass man noch mal etwas abschirmen kann. Vielleicht brauchen wir sie gar nicht." Sie nickten. "Ihr zwei seid also meine beiden Bodyguards".
"Ja." "Aber ihr folgt mir nicht auf Schritt und Tritt?" "Eigentlich nicht. Wir bleiben hier an unserer Tür, in unserer Kabine und schauen immer, ob wir die Trennwand einsetzen können", grinste Steve sie an.
Sie lachten beide. Steve war der muskulösere der beiden. Brody war aber der wendigere und konnte schneller laufen. Sie ergänzten sich beide und waren schon seit Jahren die besten Freunde. Sie agierten auch immer zusammen, da sie sich so am besten ergänzten. So wie sie vom Personal gehört hatte, haben sie jeweils die Schwestern geheiratet. Brody hat Steves Schwester geheiratet und Steve hat Brodys Schwester geheiratet. Sie gingen alle auf die gleiche Highschool und Mädels waren ebenfalls zwei Stufen unter Ihnen und befreundet. Immer wenn Sarah die Geschichte vom Personal hörte, wurde ihr Herz weich. Die beiden waren Bodyguards und hatten eine derartige romantische Geschichte, dass rührte sie. Sie mochte die beiden sehr, obwohl sie noch niemals so eng miteinander gearbeitet hatten, wie bei diesem Auftrag.
Sarah sagte: „Lasst uns morgen früh noch mal kurz die Lage besprechen. Wir könnten ja morgen zusammen frühstücken. Was meint ihr?“
Steve und Brody nickten. „Alles klar Chefin. Um 8 Uhr?“ „Ja. Ich gehe die Kabinen noch kurz durch und dann gönne ich mir noch ein wenig Ruhe. Ich denke, dass wird in den nächsten Tagen zu kurz kommen.“ „In Ordnung“, sagte Brody.
Als erstes kontrollierte sie nochmal alle vier VIP-Zimmer und bereinigte die fehlenden Details. Dann holte sie die Spielkonsole hervor. Sie schloss die erforderlichen Kabel an und testete sie. Sie funktionierte wunderbar. Dann legte sie noch, die vom Gast, georderten Spiele hinzu.
Alles war picobello sauber und arrangiert. Sie war zufrieden und ging in ihre neue luxuriöse Einzelkabine und gönnte sich noch ein bisschen Schlaf, denn Sarah vermutete nicht zu Unrecht, dass der Schlaf in den nächsten Tagen tatsächlich viel zu kurz kommen wird. Sie schlief die Nacht unruhig und hatte das Gefühl noch Dinge vergessen zu haben.
Kapitel 3
Der Wecker klingelte, aber sie war eh schon wach gewesen. Sie ging duschen, zog sich Ihre Uniform an und begab sich zu Brody und Steve. „Hey ihr beiden. Na seit ihr bereit für die Mädels?“
Sie lachten. „Ich bin sehr neugierig, was da auf uns zukommen wird. Ich habe gestern Abend noch ein wenig im Internet recherchiert. Sie sind wirklich so eine typische Jungsband, die zwar alle erwachsen geworden sind, aber die Fans sind immer noch hysterisch,“ sagte Steve.
„Na ich habe mal einen Türsteherjob bei einer Konzerthalle gehabt. Das schlimmste waren diese Jungsbands.“ „Das glaube ich gerne.“
„Ich habe gestern Abend noch Bescheid bekommen, dass noch zwei Bodyguards mit dabei sind“, sagte Steve.
„Das ist gut, gerade wenn die Einzelauftritte sind“, sagte Sarah.
Brody stimmte zu. „Also ich starte mal, mit dem wie ich mir das vorgestellt habe“, sagte Sarah. Sie tranken Kaffee und aßen Brötchen während Sarah erläuterte.
„Mir ist es wichtig, dass ihr immer hier oben seit. Da die Fans so schwierig sind, kann es natürlich passieren, dass sie andere Wege finden, um hier herein zu kommen. Der Aufzug oder von außen. Des weiteren kommt einer der Jungs mit Tochter und dessen Freundin. Je nach dem brauchen die beiden auch einen Schutz. Die anderen beiden Bodyguards können das fünfte Appartement nehmen und sie sollen dann lieber die Verantwortung bei den Auftritten übernehmen.“ „Ja eigentlich haben wir auch so gedacht.“
„Ach prima. Ich vertraue euch. Wir schaffen das.“ „Na klar. Boss“, sagte Brody.
Nach dem Sarah noch einmal die Kabinen kontrollierte, prüfte sie noch die Bar und die Funktionalität des Aufzuges. Danach erfrischte sie sich noch mal in Ihrer Kabine und begab sich dann in Richtung des VIP-Schiffs-Eingang. Dieser lag an der hinteren Seite und war nicht der Haupteingang. Sie hörte das Gekreische und Gesinge der Fans, welches lauter wurde, als der erste Wagen vorfuhr. Die Fans grölten die Namen der Bandmitglieder. Sarahs Aufregung stieg. Sie war gespannt auf die Band. Sie hatte leider keine Möglichkeit mehr gehabt, wie Steve und Brody, sich über das Internet vorzubereiten und wusste nicht wer auf sie zukommen würde. Zuerst stiegen zwei Männer aus, die sich ähnlich sahen. Beide hatten die gleiche Statur und braune Haare. Der eine sah gestylter aus, der andere hatte dafür ein Hemd statt ein T-Shirt an. Sarah vermutete, dass dies die beiden Brüder waren.
Sie begrüssten ihr Fans, unterschrieben Karten und T-Shirts. Sie nahmen sich Zeit, bevor Sie mit Ihren Handkoffern in Richtung VIP-Eingang gingen. Sarah nahm sie in Empfang. Sie begrüßte beide herzlich und erfuhr ihre Namen. Tyler und Liam. Sie waren tatsächlich Brüder. Liam war der ältere der beiden. Sarah unterhielt sich kurz mit Ihnen, während sie beide zur Kabine begleitete. Sie smalltalkten über das Schiff, die Kabine, die Fans, die Anreise. Sarah mochte den älteren der beiden Brüder auf Anhieb. Er strahlte und mutmaßte Äusserungen, wie die Kabine aussehen wird. Sie waren beide noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff.
Der jüngere, Tyler, war ein wenig zurückhaltend und redete kaum. Bevor Sarah die Kabinentür aufschloss, sagte sie mehrfach, das sie für sie da ist und das ihre Nummer im Haustelefon gespeichert ist, welches einen gesicherten eigenen Nummernkreis hat. Sie bedankten sich und Sarah verlies die Kabine.
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