„Hattest du mit diesem Jack etwas intimes?“ „Irgendwie schon.“ „Aber war nicht seine Frau hier.“ „Ja war sie.“ „Sarah... du Luder...“, flapste er mit ihr. „Es hat mich einfach erwischt. Ich habe derartiges noch nie getan.“ „Bitte sag mir nicht, dass du dich verliebt hast.“ „Leider Gottes - ja.“ „Oh nein, das ist sowieso zum Scheitern verurteilt. Du bist Inventar dieses Schiffes. Niemals funktioniert das, wenn ihr euch hier kennengelernt habt.“ „Wie meinst du das?“ „Er war in einer Art Urlaubsmodus. Es war keine alltägliche Situation und glaub mir du warst nur sein Betthäschen.“ „Das glaube ich nicht. Er hat gesagt, dass er mich liebt.“ „Er hält dich nur warm.“ „Hm. Meinst du?“ „Klar.“
„Naja er ist verheiratet und obwohl er sagte, dass ich auf ihn warten soll und er sich trennen wollte.“ „Glaubst du wirklich daran, nach 4 Tagen Kreuzfahrt?“ „Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht, dass er mich angelogen hat.“ „Das ist eine Masche.“ „Warum glaubst du das? Hast du schon derartige Erfahrungen.“ „Ja leider schon alles erlebt.“ „Verstehe. Das was ich dir gerade erzählt habe, darf aber niemals diesen Raum verlassen,“ bat Sarah Brian um Stillschweigen. „Ich bin verschwiegen.“
„Sehr gut. Ich hab dich übrigens vorgeschlagen für das Event nächsten Monat mit den Rockerfans.“ „Oh, wofür?“ „Ich brauche Unterstützung. Es sind mehrere Bands, die betreut werden müssen und ich schaffe nicht alles. Ich dachte du könntest alles was mit Mahlzeiten usw. zu tun hat übernehmen.“ „Ähm – ja sehr gerne, aber Herr Muller wird noch auf dich zukommen.“ „Klasse, das ist doch was.“ „Ja so langsam zahlen sich unsere Ausbildungen aus.“ Er lachte und sie stießen mit der Bierflasche an. Danach verabschiedete sich von Brian und ging in ihre Kabine, die zum Glück eine Einzelkabine geblieben ist.
Sie schrieb Jack eine SMS über ihren Tag und wie seiner aussehen würde. Er schrieb direkt zurück und das er auf den Weg zu einer neuen Tour war und alles mega stressig wäre. Er sich aber bald meldete. Sie ließ ihn in Ruhe und schrieb nicht weiter. Nach sieben Tagen hatte sie nichts von ihm gehört und auch Dean hatte sich noch nicht gemeldet. Sarah hatte ebenfalls viel zu tun und war manche Abende sehr müde, um noch irgendwelche privaten Dinge zu unternehmen.
Kurz bevor die Rockerkreuzfahrt begann, hatte sie einen freien Abend auf dem Festland und rief Jacks Handy an. Sie hörte direkt den Absagetext, so dass sein Handy ausgeschaltet sein musste. Dann rief sie Dean an. Er ging auch ans Telefon: “Hey. Hier ist Sarah. Was macht ihr?“ „Hi. Lange nichts voneinander gehört. Wir sind gerade in Kanada und das Netz ist sehr schlecht hier.“ Sie sprachen über dies und das und er sagte er meldet sich bald wieder bei ihr.
Als sie wieder auf Schiff ging, begann bereits die Einschiffung für die viertägige Rockerkreuzfahrt. Sarah war sehr gespannt, wie es ablaufen würde. Sie sah direkt, dass die Fans meist in schwarz und Leder eingekleidet waren. Es waren auch viele Frauen dabei, die teilweise sehr bunt frisiert waren. „Interessantes Publikum“, wendete sie sich an Brian. Brian hatte gerade alle Hände zu tun, um das erste Abendessen zu arrangieren. Es gab zwei Lounges zum Essen und Trinken und beide mussten gleichwertig bestückt sein. Sarah hatte alle Zimmer kontrolliert und gerade ein wenig Leerlauf bis sich die ersten Bands angekündigt hatten. Sie setzte sich einen Moment und checkte die Pläne im Laptop. Dabei trank sie einen Kaffee, den sie sich in der Maschine gemacht hatte.
Sie checkte auch ihre E-Mails und hatte eine Nachricht von Dean. Anbei hatte er ein paar Fotos beigefügt, vom gestrigen Auftritt. Sie sah sich die Bilder an und stellte fest, dass Jack sehr schlecht aussah. Er wirkte sehr blass und traurig. Sie machte sich Sorgen. Auch das er sie nicht kontaktierte. Sie fragte sich nun, ob Brian neulich nicht recht hatte. Hatte er eine Masche mit ihr abgezogen. Die Tränen stiegen in ihr auf. Brian kam um die Ecke gestürzt und sah sie: „Hey Süsse, alles ok?“ „Ich denke schon.“ Dann klappte sie den Laptop zu. Er sah sie skeptisch an. Daraufhin klingelte das Telefon. Man teilte ihr mit, dass der erste Bus da sei.
Die Einschiffung der Bands verlief großartig. Die Rocker waren sehr freundlich und hilfsbereit. Sarah zeigte allen ihre Quartiere und sie bedankten sich. Vor dem ersten Konzert sollte noch ein kleiner Imbiss stattfinden und danach ein Art Kapitänsdinner in den beiden Lounges. Viele Bandmitglieder hatten ihre Frauen dabei. Insgesamt wurden 15 Kabinen besetzt. Sarah gab allen ihre Kurzwahl Telefonnummer und Brians um Essen und Getränke zu ordern.
Nachdem das erste Konzert beendet wurde, versammelten sich alle in den Lounges und Brian hatte jede Menge zu tun. Er hatte noch pro Lounge zwei Kellner ordern können. Sarah machte Smalltalk mit den Bands. Sie repräsentierte das Schiff bis der Kapitän sich kurz in den Lounges zu den Bands gesellte. Die Fans feierten noch nach den Auftritten auf dem Lidodeck und die Bands verabschiedeten sich nach und nach und gingen auf Ihre Kabinen. Sarah konnte ebenfalls schlafen gehen. Brian musste noch die Gläser säubern und aufräumen.
Sarah fiel in ihr Bett und schlief durch bis zum nächsten Morgen. Die nächsten Tage verliefen ähnlich. Sie sorgte für das Wohlbefinden der Rocker und Brian für das leibliche Wohl. Sarah sprintete von einem Zimmer zum nächsten und bald kannte sie auch alle Vornamen von den Bandmitgliedern. Alle wollten mit Vornamen angesprochen werden. Es gab zwei Brüder, die in ihrem Alter waren. Sie waren tätowiert und muskulös. Immer wenn sie sich auf dem Flur begegneten, lächelten sie. Sie mochte beide. Der eine hieß Finn und der andere Sam. Sie fand Finn am interessantesten. Er strahlte etwas starkes, geheimnisvolles aus. Beide waren noch nicht so lange im Geschäft, wie sie sagten, aber auf der Bühne rockten sie die Fans genauso, wie die älteren Rocker, mit viel mehr Erfahrung. Sie animierten das Publikum und Sarah sah ihnen gerne zu.
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