„Es gibt da noch einen Rollstuhlfahrer, der mitgekommen ist, da seine Frau ein Fan von euch ist und er nicht alleine zu Hause bleiben wollte...“ „Das finde ich auch ein schöne Sache... er fühlt sich hier wahrscheinlich ziemlich überflüssig,“ stellte Dean fest. „Das stimmt. Vielleicht könnt ihr ihn von euch und eurer Musik überzeugen“, sie lachte. „Das finde ich grandios. Kümmerst du dich um die Einladungen?“ „Selbstverständlich.“
Sarah hatte ein paar Anrufe getätigt und die Fans waren eingeladen worden inkl. des kleinen Snacks im Vorhinein.
Kapitel 8
Während die Jungs in ihren Kabinen waren, half sie dem Catering für das Buffet und sortierte die Bar-Utensilien. Brian half ihr. Sie unterhielten sich über den Tag und über diverse Kollegen. Jack kam herein geschlendert und fragte Sarah: „Hast du kurz Zeit. Ich brauche noch gebügelte Sachen.“ „Klar kein Problem. Bring sie doch her, dann kümmere ich mich direkt darum.“ „Ich habe sie in meiner Kabine.“ „Alles klar. Ich komme kurz mit.“ Er ging vor und sie ging hinterher. Er öffnete seine Kabine und zog sie hinein. Dann küsste er sie leidenschaftlich. „Das brauchte ich jetzt.“ Sie entzog sich seiner Umklammerung. „Was ist? Habe ich was falsch gemacht?“ „Jack bitte... Ich bin im Dienst. Das weißt du. Nur in meiner Kabine...“ Er nickte brav. „Sorry, aber Liam ahnt bereits etwas und ich kann meinen Job nicht verlieren, wenn es raus kommt und du....du hast Familie.“ „Ja“, sagte er traurig, „aber ich halte es nicht aus, wenn ich weiß, dass du in meiner Nähe bist und ich dich nicht küssen und anfassen darf.“ Sie lachte. „Das ist süß, aber wir müssen unbedingt aufpassen.“
Es klopfte. Jack öffnete direkt. Es war natürlich Liam. „Oh – ich sehe etwas was ich nicht sehen darf.“ „Doch das darfst du sehen“, sagte Jack schnell, “ich gebe Sarah nur gerade meine Sachen für heute Abend zum Bügeln.“ „Ah ja – Ich glaube dir kein Wort, aber wenn du meinst.“ Sarah hielt sich zurück und sagte nichts. „Ich habe auch noch welche. Nimmst du meine auch mit?“ „Klar.“ Jack gab Sarah seinen Anzug. Dann folgte sie Liam und er gab ihr auch seine Sachen.
Sie brachte alles direkt in die Bügelstation. Sie suchte sich ein Zimmermädchen und verabredete, dass sie die Sachen in einer halben Stunde wieder abholte. Währenddessen ging sie in ihre Kabine und erfrischte sich. Als sie sich kurz aufs Bett setzte, merkte sie, dass sie sehr müde war. Sie legte sich in die Kissen und konnte Jacks Parfum noch riechen. Ihr ging wieder die letzte Nacht durch den Kopf. Sie hatte noch keine Zeit über alles richtig nachzudenken, was passiert war. Sie hatte jede Menge Fragen an sich selbst und wusste noch keine Antworten darauf. Sie fragte sich, wohin das mit ihm führen sollte. Sie wusste, dass er Familie hatte. Sie wusste, dass er niemals seine Frau für sie verlassen würde. Sie war in seinen Augen wahrscheinlich nur ein Sexobjekt, aber auch er war für sie extrem anziehend. Sie hatte keine Ahnung was er empfand.
Er hatte ihr gesagt, dass er die Nacht toll fand, aber sagte er das allen Frauen? Hatte er das schon mal getan? Ist es ein Masche oder echt? Diese unglaubliche Leidenschaft, die sie übermannt hatte, war einzigartig und es war auf jeden Fall echt gewesen von beiden Seiten. Sie hatte schon Sex gehabt, aber sie hatte diese Einigkeit, die sie beide hatten, noch nie gespürt. Sie wollte mehr von ihm.
Und sie hatte Fragen über Fragen. Genauso war ihr auch nicht klar, wie er generell über die Zukunft nachdachte. Gab es überhaupt eine Zukunft? Was würde in zwei Tagen sein? Was würde sein, wenn er das Schiff verließ? War sie möglicherweise auch nur eine seiner Beschäftigungen? Sie spürte, dass zwischen Ihnen eine Art Magie bestand, aber sie könnte es niemals in Worte fassen. War es möglicherweise nur der Sex und Spaß oder doch mehr? Vor allem nach so kurzer Kennenlernzeit. Irgendetwas war mit Ihr passiert in der letzten Nacht.
Sie wusste, dass sie irgendwann Antworten auf ihre Fragen hatte, aber nicht mehr heute. Heute genoss sie die Zeit. Sie wollte nicht an später denken. Sie durften sich nur nicht erwischen lassen. Es klopfte an ihrer Tür. Es war die gebügelte Wäsche. Das Zimmermädchen war gerade auf dem Weg und wollte es ihr direkt geben. Sarah war es recht, so musste sie nicht noch mal eine Etage tiefer.
Sarah begab sich mit den gebügelten Sachen direkt zu den Jungs. Tyler und Jack waren bereits beim Soundcheck und die anderen drei inkl. der Kids waren im Restaurant. Es hatte sich zu einem Aufenthaltsraum entpuppt, da trotz VIP, die Kabinen doch etwas klein waren. Ab und zu ging einer der Jungs auf den Balkon, zeigte sich den Fans und jubelte gemeinsam mit Ihnen. Sie heizten den Fans ordentlich ein.
Nachdem die Snacks serviert wurden, kamen auch die beiden eingeladenen Fans mit den Bodyguards. Die Jungs begrüßten das Mädchen und den Rollstuhlfahrer mit seiner Frau. Sie sprachen über das Schiff und lernten sich ein wenig kennen.
Sarahs Telefon klingelte und Jack war dran: “Sarah, könntest du kurz kommen? Ich bin noch in der Jazzbar.“ „Sicher. Ist alles in Ordnung?“ „Nein nicht ganz. Ich wollte andere Songs heute Abend singen und die Jungs von der Band benötigen die Noten.“ „Ach verstehe, dann müssen wir die Ausdrucken. Hast du die Noten auf einem Stick?“ „Ja.“ „Alles klar, dann hole ich schnell den Laptop und dann können wir es an der Rezeption drucken lassen. Gib mir 15 Minuten.“ „Bis gleich.“
Sarah sprintete in Ihre Kabine und schnappte sich den Laptop, dann ging sie auf den direkten Weg in die Jazzbar. Sie nahm Jacks USB-Stick und druckte die Noten mehrfach aus, die am Drucker der Rezeption herauskamen. Die sie gleich holen wollte. Während sie druckte, stand er neben ihr. Er war ihr so nahe, dass sie seinen Körper spüren konnte. Flüsternd sagte sie: „Ähm... könntest du ein wenig Abstand halten?“ Er kicherte: „Mach ich dich nervös?“ „Sehr sogar....“. Er streichelte ihren Handrücken, als sie die Maus bewegte. „Das hast du alles geplant oder?“ grinste sie ihn verschmitzt an. Er lachte: „Selbstverständlich.“
Sie holte die Ausdrucke von der Rezeption, versuchte sich wieder etwas herunter zu kühlen und übergab den Stapel Jack und der Band. „Brauchst du mich dann noch?“ „Ja“, sah er ihr in die Augen „aber jetzt kannst du erst mal gehen, wenn du willst.“ Er schaute sie verschwörerisch an. „Na warte...“ drohte sie ihm liebevoll. Sie flirteten miteinander und es machte Sarah absolut an. Am liebsten hätte sie ihn jetzt sofort an die Wand gedrückt und geküsst. Dann war Jack wieder ganz Profi und sprach mit der Band.
Sie ergriff die Flucht, bevor sie einen Fehler machte. Zu aller erst ging sie erneut in Ihre Kabine. Sie musste kurz Luft schnappen. Als sie die Tür schloss, atmete sie tief durch. Sie musste aufpassen. Sie durfte sich keinen Fehler leisten.
Es klopfte und sie öffnete. Jack stand vor ihrer Tür und sah sie sexhungrig an, als wenn er sie verfolgt hatte. Er stürmte herein, knallte die Tür zu und küsste sie. Dann rissen sie sich erneut die Kleider vom Leib. Sarah war so erregt, dass er sie direkt auf ihrem Schreibtisch nahm.
Nachdem sie beide befriedigt waren, sagte er: “Wow, das war erlösend. Den ganzen Tag hatte ich diese Fantasie und ich musste aufpassen, dass man es mir nicht ansah, wenn unsere Blicke sich getroffen hatten.“ „Echt?“ „Ja du bist so perfekt,“ schmeichelte er ihr und küsste ihr Gesicht. „Ich genieße auch jeden Augenblick.“ „Das ist wunderbar.“ Sie sah ungern auf die Uhr: “Du musst los. In einer halben Stunde ist dein Auftritt.“ „Ich weiß und ich darf nicht zu spät kommen. Ich mach mich nur schnell noch mal frisch.“ Er ging in ihr Bad und kurze Zeit später, kam er perfekt gestylt und erfrischt aus dem Bad.
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