Hannes Wildecker - Niemand schweigt für immer

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Der Fund eines Skeletts im Forstenauer Hochmoor bringt die Ermittler
Overbeck und Leni auf den Plan, denn der Schädel des Toten weist
erhebliche Verletzungen auf.
Als sich herausstellt, dass es sich bei dem Toten um einen ehemaligen
Lehrer aus der Gemeinde handelt, der vor 60 Jahren spurlos verschwunden
war, strömt den Ermittlern Ablehnung und Gegenwehr entgegen.
Der Suizid eines ehemaligen Schülers, ein versuchter Mord an einem weiteren
Klassenkameraden und die Entführung Lenis führen die Ermittler in einen Sumpf
von Misshandlung und Gewalt der Nachkriegsjahre

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„Tierknochen“, bemerkte er desinteressiert und zog den Kragen seiner wasserdichten Jägerjacke enger um seinen Hals. Von der Krempe seines grünen Jägerhutes, die sich vom Grün des mittleren Kopfteils mit einem helleren Farbton unterschied, lief ein kleines Rinnsal Wasser vor ihm zu Boden. Kresser ging in die Hocke und griff nach einem dürren Birkenzweig, von jenen Bäumen, die hier wuchsen und auf deren Existenz er stolz war. Die Moorbirken. Seine Moorbirken.

Er dachte mit Schrecken daran, dass man hier vor langer Zeit mit Fichten aufgeforstet hatte, ein Fehltritt sondergleichen, wie er es jedem, der mit ihm über die Botanik des Hochmoors diskutierte, vorwurfsvoll mitteilte. Doch bereits 1998 hatte man unter seiner Leitung das ganze Nadelholz entfernt und den Neubewuchs mit der Pflanzung von 800 Moorbirken beschleunigt.

Damals, im 18. Jahrhundert, hatte man zur Entwässerung des Quellmoors umfangreiche Grabensysteme angelegt, deren Entwässerungsgräben immer noch deutlich zu erkennen waren und die ihm immer wieder Arbeit bereiteten. Denn sie brachten mit ihrem Wasser Geäst und Moos bis zu dem Wehr am Weg und verstopften den Weiterfluss. Es würde eine der nächsten Arbeiten sein, diese Gräben für den Wasserablauf wieder funktionstüchtig zu machen.

Mit dem Zweig hob Kresser den vermeintlichen Tierknochen um einige Zentimeter an, um ihn schließlich aus dem Erdreich zu lösen. Die Form des kleinen Knochens ließ ihn nachdenklich werden und er beugte seinen Oberkörper vor, um ihn einer genaueren Betrachtung zu unterziehen.

Das ist kein Tierknochen, dachte er. Nein die Form passte nicht zu einem Tier. Für ihn als Förster und Jäger war die Anatomie von Tieren, insbesondere von Waldtieren das kleine Einmaleins der Jägerei.

„Das hier ist kein Tierknochen“, wandte er sich zu den Waldarbeitern und scharrte mit dem Stock die Erde um den Knochen beiseite. Ein weiterer Knochen kam zum Vorschein und dann noch einer. Kresser schreckte zurück. Das, was er dann sah, war ein Etwas, überzogen mit einer lederartigen Haut.

„Das ist eine Hand … verdammt, eine menschliche Hand. Nein, bleibt, wo Ihr seid. Wir dürfen keinen Fehler machen“, mahnte er die Männer, die nach seiner Bemerkung sofort herantreten und einen Blick auf den Fund werfen wollten.

„Vielleicht ist es ein Soldat aus dem letzten Krieg. Vielleicht aber auch nicht.“ Kresser nestelte sein Handy aus der Seitentasche seiner grünen Dienstjacke. „Ich werde die Polizei verständigen. Wenn es tatsächlich Menschenknochen sind, und danach sieht es aus, ist ein Verbrechen zumindest nicht auszuschließen.“

2. Kapitel

Der Regen klopfte gegen die Scheiben des Büros in der fünften Etage des Trierer Polizeipräsidiums, als begehre er Einlass in die warmen, nach altem Papier riechenden Räume. Der Oktober brachte in diesem Jahr neben dem Regen ungewöhnlich viel Kälte ins Land und es versprach, ein früher und strenger Winter zu werden. Auch der Wind hatte zugenommen und durch die undichten Fenster des in Würden gealterten Büroblocks zwängte sich der Wind hier und da mit einem leisen Pfeif-Geräusch in das Innere. Der Blick über die Stadt war vom Nebel, der nach einem heftigen Regenguss aufstieg, getrübt, und auch der dahinfließende Verkehr auf den Straßen hielt sich heute in Grenzen.

Die Tür zum Büro von Overbeck und Leni Schiffmann war weit geöffnet, ein leiser kalter Zug streifte von den Fensterfugen her durch den Raum.

Das Telefon schrillte mehrmals und verstummte schließlich. Dann näherten sich Schritte von draußen und schließlich stand die schlanke Gestalt von Peter Krauss im Türrahmen, mit Falten auf der Stirn des haarlosen Kopfes und einem durch den Raum schweifenden Blick voller Unverständnis.

Krauss war Kriminaloberrat und Leiter der Kriminalinspektion, dem das Kommissariat angehörte, in dem Leni und Overbeck ihren Dienst verrichteten, wobei Overbeck dessen Leitung als Hauptkommissar innehatte.

Krauss‘ Streben galt eher der pedantischen Perfektion, als dass er Verständnis für die sich ihm bietende Situation, nämlich der Leere des Raumes und des Fehlens seiner beiden Kollegen, hätte aufbringen können. Dieses penible Bild erfüllte er auch mit seiner Kleidung, die eher in ein Modemagazin als in eine Kriminaldienststelle gehört hätte. Ein dunkelblauer Anzug schmückte die schlanke Statur und die Krawatte, die er, wie alle seine Kleidung, nicht in den billigsten Läden kaufte, stach dezent von seinem blassblauen Hemd ab.

Krauss durchmaß den Raum mit großen Schritten und blieb schließlich kopfschüttelnd vor der mannshohen ledernen Trainings-Puppe stehen, die Overbeck inzwischen auf einem federnd gelagerten massiven Unterbau befestigt hatte. Overbeck war Kampfsportler und das Menschen ähnliche Ungetüm bot seinem Eigentümer die Möglichkeit zu kurzen Trainingseinheiten, wenn aus dienstlichen Gründen nach Feierabend kaum die Möglichkeit in seinem Dojo dafür bestand.

Krauss hatte kein Verständnis dafür, dass Overbeck die Dienststelle für seine sportlichen Aktivitäten zweckentfremdete und ab und zu eine Salve mit Händen und Füßen auf das menschenähnliche Gebilde abfeuerte. Er wusste, dass der blondgezopfte Kriminalbeamte in seiner Freizeit den verschiedensten Kampfsportarten nachging. Aber was hatte das bitteschön in dieser Dienststelle verloren?

Dass er, Krauss, seinen Unmut darüber bereits des Öfteren mit Nachdruck geäußert hatte, schien Overbeck nur am Rande zu interessieren. Obwohl er erst einige Monate unter seiner Leitung Dienst verrichte, verfolgte er stets eine klare Linie, was Krauss imponierte, wie er des Öfteren für sich feststellte. Aber manchmal musste man sich doch an die Gepflogenheiten halten. Was sollten den die Menschen denken, die in diesem Büro als Zeugen oder gar als Beschuldigte ein- und ausgingen?

„Ich halte mich fit für den Dienst“, pflegte Overbeck nur kurz anzumerken, wenn er wieder einmal mit Gewalt gegen die Puppe vorging. Danach schien für ihn das Thema erledigt.

Meist verließ Krauss dann schnaubend das Büro, um dann später in einem Vieraugengespräch mit Overbeck einen sportlichen Verzicht herbeizuführen. Doch die Puppe blieb weiterhin an ihrem Platz und niemand wusste, was hinter der verschlossenen Tür in Krauss‘ Büro gesprochen worden war.

Krauss wandte seinen Blick von dem ledernen Monstrum und drehte sich drehte sich kopfschüttelnd ab, just in dem Moment, als Leni und Overbeck das Büro betraten. Sein aufgestauter Ärger wurde im selben Moment in eine andere Bahn gelenkt.

„Wie darf ich das verstehen, meine Herrschaften …?“, setzte er an, verstummte sogleich jedoch wieder, als er die betretenen Mienen der beiden wahrnahm.

„Was ist geschehen?“, wechselte er Tonart und Mimik und schloss unbewusst den oberen Knopf des Sakkos, als habe er einen offiziellen Auftrag zu erledigen.

Overbeck entledigte sich seiner gefütterten Windjacke und warf sie über die Lehne eines Stuhls, während Leni sich mit ihrer regennassen Jacke auf ihren Stuhl fallen ließ und den Kopf in ihre Hände stützte.

„Was ist los?“, versuchte es Krauss noch einmal stirnrunzelnd und mit ratlos hochgezogenen Schultern und sah Overbeck mit vorgeschobenem Kopf fragend an. Der strich sich durch die nassen blonden Haare, löste seine zum Pferdeschwanz gebundenen Haare und schüttelte sie aus. Dann befestigte er den dehnbaren Stoffring wieder und ließ das gebundene blonde Haarbüschel nach hinten fallen. Er sah erst Krauss an, dann zu Leni. Leise sagte er: „Er ist wieder draußen.“

„Wer ist wieder draußen? Mensch, Overbeck, reden Sie! Was ist passiert?“

„Sie waren damals noch nicht hier auf der Dienststelle“, begann Overbeck zögernd mit Blick auf Leni, die nun langsam den Kopf wieder anhob und ausdruckslos in den Raum schaute. Ihr Gesicht schien all die femininen Gesichtszüge, die ihr die anerkennenden Blicke der Kollegen sicherten, verloren zu haben. Kantig und eingefallen schienen die Wangen und um die Augen lagen dunkle Schatten.

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