Hartmut Witt - Geschichten vom Bau
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Hm, da ich Vorstellungsschwierigkeiten hatte, wie ich das angehen sollte, fragte ich Konrad: „Sag mal, wie muss ich denn die Schrägen da oben konstruieren?“
Die Antwort von Konrad: „Des woiß I doch it, überleg Dir ebbes!“
Da wusste ich Bescheid!
Ich hatte mir etwas überlegt und es ging. Aber da ich eine freche Klappe hatte, foppte ich fortan Konrad: „Brauchst Du Rat, frag nicht Konrad, da gibt´s kon Rat vu Konrad!“
Konrad war es auch, der mich als Lehrling gleich in die Rolle des Kappo (Vorarbeiter) schubste. Der Alt-Geselle der Zimmerei war in der Meisterschule und der Hackordnung nach war jetzt Konrad an der Reihe, Kappo zu sein und beim Abbinden eines Daches den Aufriss zu machen. Der Dachstuhl war allerdings etwas komplizierter. Er hatte Kehlen und Walme, bei denen man schiften musste. Was sagt Konrad zum Meister, als der ihm die Aufgabe übergeben wollte?
„Ah wa, des isch mir zu kompliziert! Lass des doch den Hartmut machen, der ma so komplizierts Zeig!“ Da hatte ich meine erste richtige Könnensprobe und zum Glück passte alles.
Trotzdem wollte mich der Meister in der Ausbildungszeit betrügen und mich nach zwei Jahren - wie ursprünglich bei entsprechenden Leistungen vereinbart - nicht zur Prüfung zulassen, denn ein Auszubildender ist günstiger als ein Geselle. Ich habe ihn vor versammelter Mannschaft zur Rede gestellt. So bloßgestellt gab er schließlich kleinlaut nach, und ich dankte es ihm mit dem besten Abschluss eines Gesellen in seiner Betriebsgeschichte der Zimmerei. Nur mochte er mich deswegen gar nicht mehr, und nahm nun jede Gelegenheit wahr, mich runterzuputzen.
Ah und ja, noch eine Geschichte zu Konrad: Konrad war ein rechter Leichtfuß, ziemlich leichtsinnig, und gab einmal eine sehenswerte Vorführung an einen Lehrling über Sicherheit.
Er legte mit dem Lehrling als Laufweg einen Dielenbelag über eine Balkenlage und erklärte ihm, was eine „Mausefalle“ ist.
Zum Verständnis sei hinzugefügt, dass er damit meinte, wenn das Ende der Dielen nicht auf einem Balken aufliegt, sondern mit einem großen Überstand, dass die Diele, wenn man über das Ende läuft, herunter schnappt und der verdammten Schwerkraft zur Folge den Läufer unsanft eine Etage nach unten befördert.
Aber wie sah denn die Einweisung von Konrad aus?
Er legte eine Diele in Mausefallen-Manier über die Balkenlage, lief auf das Ende der Diele zu, begann hüpfend zu wippen und rief dem Lehrling zu: “Lueg her, des isch a Mausefalle!“
Nur hüpfte Konrad ein bissle zu fest und stürzte donnernd und spektakulär ab. Dumm nur, das er sich dabei einen Fuß brach. Doch die Show war eindrucksvoll und einprägsam!
Raben-Horscht der Drecksack
Es begegneten mir in meiner Laufbahn immer wieder „Feinde“, so auch hier. Raben-Horscht hatte in derselben Zimmerei gearbeitet wie ich bei meiner Schnupperzeit beim Waldorfschulbau. Nur hatten wir einen komplett unterschiedlichen Eindruck aus der Zeit mitgenommen. Mir waren die Anthro-Burgen sympathisch und ich mochte die dazugehörigen Anhänger der Theorien von Rudolf Steiner. Toll fand ich die Mittagstische, bei denen die Betreiber biologische Mahlzeiten, meist fleischfrei, anboten.
Anders die typischen Bauarbeiter, die oft lautstark meckerten und nach einem „Fetze Floisch“ oder einem Schnitzel riefen!
Raben-Horscht war da ein proletenhafter Vertreter des klassischen Typs, obgleich kein Schwabe und sprachlich mit mir mehr verwandt als der Rest der Zimmerei-Truppe. Aber die Anthros hasste er zutiefst, „Körnerfresser“ schimpfte er sie.
Als wir zu meinem Vergnügen ein Holzhaus für das entsprechende Klientel bauten, nahm er jede Gelegenheit wahr, um irgendwelche Bosheiten zu verrichten und stiftete auch den einen oder anderen Lehrling dazu an: Sie urinierten in die Sandschüttung der Holzbalkendecke, versteckten Heuler (leere Bierflaschen in der Konstruktion, damit der darüberstreichende Wind heulende Geräusche erzeugt), Essensreste und allerhand anderen Unrat. Ich hatte „Kriegszustand“ und kämpfte gegen diese Unsitten an, weshalb mich Raben-Horscht ebenso zu hassen begann.
Raben-Horscht war zudem Kleptomane. Er klaute alles, was für ihn irgendwie wert hatte. Er bestahl selbst Kollegen und keine Baustelle war vor seinen Diebeszügen sicher. Und das war auch sein Ende in dieser Zimmerei, als er ausgerechnet vor meinen Augen an einer Baustelle abräumte.
Spaßvogel Ernscht und die Alkohol-Katastrophe
Mit einem Kollegen hatte ich dagegen richtig Spaß. Ernscht war eigentlich Schäfer und hatte den Job irgendwann zum Zimmerei-Helfer gewechselt. Sein Humor gefiel mir. Er war feinfühlig, zurückhaltend, nie beleidigend, hatte einige Lebensweisheit und war eine Frohnatur.
Er erzählte mir von einem trinkfesten Pfarrer, dessen Trinkspruch mir aus satirischen Gesichtspunkten äußerst gut gefiel: „Der Feind muss vernichtet werden!“
Ja, ich hatte als Alkohol-Gegner einen schweren Stand in dieser Zimmerei. Die Richtfeste waren kräftige Besäufnisse. Und wenn ein Bauherr fragte, was er uns zu trinken anbieten könne, und ich mich vorsichtig meldete, dass ich Mineralwasser bevorzugen würde, wurde ich von den Kollegen niedergebrüllt: „Du wirscht doch a Bier saufe kenne!“
Die Stimmung zwischen mir und dem Meister war auf einem Tiefpunkt. Wir hatten mit viel Gift das Haus des Meisters erweitert und am selben Abend noch war das Richtfest im Haus des Meisters, als mir Ernscht von dem Pfarrer erzählte.
Ja, und danach waren Betriebsferien, also ein perfekter Zeitpunkt, um ausgelassen zu feiern.
Es kam schlimm, ich als „Alkohol-Feind“ vertrug ja schon mal gar nichts.
Beim ersten Bier, das mir eingeschenkt wurde, rief mir Ernscht augenzwinkernd zu: „Hartmut, der Feind muss vernichtet werden!“ Tja, da war es passiert. Ein seltsamer Ehrgeiz in mir erwachte mitzumachen. Ich stieg voll darauf ein und unterhielt die ganze Mannschaft, die bei den nie zur Neige gehenden Getränken den Trinkspruch immer lauter brüllte. Kaum hatte ich mein Glas leer, war es schon wieder von einem aufmerksamen Kollegen gefüllt worden. Sie machten sich ihren Spaß, mich abzufüllen!
Irgendwann verlor ich die Besinnung. Ich erwachte hart am Mittag des nächsten Tages auf dem Boden der Küche in meiner Wohnung und hatte die Hosen voll! Boah, wie peinlich. Ich hatte keine Ahnung, wie ich hergekommen war. Das letzte, was ich wusste, war, dass ich beim Prosten mit den Kollegen ein paar Gläser zertrümmert hatte!
Eine dunkle Vorahnung trieb mich ans Telefon und ich rief Ernscht an: „Ernscht, ich hatte einen Filmriss, habe ich irgendwas angestellt?“
Ernscht antwortete: „Ah wa, do sind halt ein paar Gläsle kaputt gange!“
Das beruhigte mich erst einmal, daran konnte ich mich ja erinnern.
Schlimmere Nachricht kam, als ich den Schwiegersohn des Meisters und meinen Nachbar traf.
„Hartmut, Du hascht des große Wohnzimmerfenschter in der neuen Wohnung mit einem Schnaps-Stamperl zerdeppert, als Du mit dem Trinkspruch ‚Der Feind muss vernichtet werden!‘ den Kopf des Meisters knapp verfehlt hast!“
Da fiel mir das Herz erst mal in die Hose. Ich war total geschockt. Letztlich entschied ich mich, sofort zum Meister zu fahren, um mich zu entschuldigen.
Der meinte ganz trocken: „Ah wa, it schlimm, warscht halt bsoffe!“
Aber natürlich wusste er den Bruch der Scheibe gewinnbringend zu nutzen und machte einen Big Deal aus der Reparatur.
Schwierige Kundschaft
Irgendwann erkannte der Meister meine Fähigkeiten. Er schickte mich immer zu den schwierigsten Kunden, da er gemerkt hatte, dass ich immer einen Weg fand, um diese zufrieden zu stellen.
Ein Bäuerle war besonders schlimm. Er wollte mithelfen und schickte schon einige Gesellen von der Baustelle weg, weil die seiner Meinung nicht genug zulangten. Er forderte vom Meister einen „schaffigen“ Mann.
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