Antje Babendererde - Starlight Blues

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Adam Cameron ist Journalist und Privatdetektiv in Seattle – ein indianischer Privatdetektiv. Als Dreijähriger wurde er von einem weißen Ehepaar adoptiert, das ihm seine Herkunft vorenthielt und das Wissen darum mit ins Grab nahm. Als ihn in seinem Büro ein Telefonanruf aus Winnipeg erreicht, ist er wie elektrisiert: Der Nachname des Anrufers ist Blueboy, und das ist auch Adams indianischer Name.
Robert Blueboy bittet ihn herauszufinden, warum sein siebzehnjähriger Bruder Daniel vor zehn Jahren den Kältetod sterben musste. Daniel war aus einer Besserungsanstalt abgehauen und ein paar Tage später fand man ihn außerhalb der Stadt: leicht bekleidet im Schnee, war er jämmerlich erfroren. Alles deutete auf einen tragischen Unglücksfall hin. Doch warum trug der tote Junge nur einen Schuh?
Obwohl Adam für Kanada keine Lizenz als Privatdetektiv besitzt und noch dazu eine unerklärliche Schnee- und Kältephobie hat, fliegt er im Januar nach Winterpeg, wie die Winnipegger ihre Stadt nennen.
Bei seinen Recherchen trifft er auf übellaunige Polizisten, einen kurzsichtigen Pathologen und eine Mauer des Schweigens.
Plötzlich befindet er sich selbst in größter Gefahr und will nur noch eins: zurück. Doch dafür ist es längst zu spät …

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Wenn ich nur an die Kälte dachte, zog sich mein Magen zusammen und ein Frösteln kroch über meinen Rücken. Ich fragte mich, wie lange es dauert, bis einen gesunden jungen Mann bei Temperaturen von -28 °C der Tod ereilt. Dauert es Minuten? Stunden? Was mochte Daniel Blueboy gedacht haben, in der Zeit, bis sein Hirn ihm Streiche spielte, weil die Blutzirkulation langsamer wurde?

Ich wusste, dass Menschen, die den Kältetod sterben, in den letzten Momenten ihres Lebens oft eine brennende Hitze spüren. War Daniel Blueboy mit einem Gefühl von Wärme erfroren? Hatte er gewusst, dass er sterben würde?

Die Möglichkeit, dass Daniel seinen Tod selbst verschuldet hatte, dass er betrunken in den Schnee gefallen und an Unterkühlung gestorben war, musste ich in Betracht ziehen, aber aus irgendeinem Grund glaubte ich nicht daran. Das hatte etwas mit schlechten Erfahrungen zu tun, was unnatürliche Todesursachen bei Ureinwohnern anging. Die Polizei schenkte toten Indianern noch weniger Beachtung als lebenden, ob in den USA oder in Kanada, da gab es keinen Unterschied.

Allerdings waren die Dinge hier in Kanada vor über 500 Jahren etwas anders gelaufen als in Amerika. Als die ersten Europäer in den kanadischen Wäldern auftauchten, wurde ihnen sehr schnell klar, dass sie ohne Hilfe der Ureinwohner nicht überleben konnten. Aber sie waren auf die kostbaren Pelze aus, eine ihrer Haupteinnahmequellen in dieser Zeit. Otter- und Biberpelze waren als Kopfbedeckung in Europa sehr begehrt. Die Männer handelten die Pelze von den Indianern ein und verkauften sie mit gutem Gewinn an die Hudson Bay Company weiter. Um in den endlosen Wäldern jagen und Fallen stellen zu können, taten sie sich mit indianischen Frauen zusammen, die ihnen mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten das Überleben sicherten. Einwintern nannte man das damals. Zahllose Mischlinge, Métis genannt, gingen aus diesen Verbindungen hervor.

Im 19. Jahrhundert änderte sich die Hutmode in Europa und der Pelzhandel brach zusammen. Engländer und Franzosen benutzen ihre indianischen Verbündeten jedoch weiterhin im Kampf um die koloniale Vormachtstellung.

In Kanada waren es jedoch weniger die Kriege, sondern vor allem die von den Weißen aus Europa eingeschleppten Krankheiten, die ganze Indianerdörfer auslöschten.

Später übernahm Kanada die „Indianerpolitik“ der USA: Indianerkinder wurden aus ihren Familien gerissen und in katholische Internatsschulen gesteckt, fernab von ihren Heimatdörfern. Viele Kinder wurden aus fadenscheinigen Gründen ihren indianischen Eltern weggenommen und von weißen Familien adoptiert.

Solche wie ich.

Nur, dass ich nicht sicher sein konnte, meinen Eltern tatsächlich weggenommen worden zu sein. Ich war 1969 geboren und zwar hier, in Manitoba. Das war auch schon alles, was ich über meine Herkunft wusste.

Damals wurde von den kanadischen Behörden noch ein Assimilationsprogramm praktiziert, das sich „Sixties Scoop“ nannte. Indianische Kinder aus problematischen Verhältnissen wurden aus ihren Familien entfernt und bevorzugt an weiße Mittelklassefamilien zur Adoption freigegeben. Das änderte sich erst mit dem Indian Welfare Act von 1978, der sicherstellen sollte, dass Indianerkinder nicht mehr aus dem Zuständigkeitsbereich des Stammes entfernt werden durften.

Meine Adoption hatte 1972 stattgefunden und somit war beides möglich. Margret und Carl Cameron, die beiden Menschen, die ich jahrelang für meine Eltern gehalten und geliebt hatte, waren möglicherweise in ihrem Wunsch Gutes tun zu wollen, so weit gegangen, dass sie mich aus meiner Familie gerissen hatten, nur weil es da vielleicht „problematische Verhältnisse“ gab. Oder meine Mutter hatte mich freiwillig weggeben. Ein paar Mal schon war mir der Verdacht gekommen, meine Adoptiveltern könnten mich gekauft haben und hatten deshalb nicht gewollt, dass ich etwas über meine wahre Herkunft erfuhr.

Ganz allmählich glitten meine Gedanken hinüber in das Reich der Träume. Es war nicht Daniel Blueboy, der leicht bekleidet durch eine klirrend kalte Nacht wankte, sondern ein anderer Junge, mit demselben Nachnamen.

Ich sah mich, ohne zu wissen, wer ich wirklich war. Ich wusste nur, dass ich furchtbar fror und nichts dagegen tun konnte. Denn alles, was ich am Leib trug, waren dünne Jeans und ein T-Shirt. Ich wollte um Hilfe rufen, aber aus meinem aufgerissenen Mund kamen bloß weiße Wolken und kein Laut. Es war still, sehr still, nur der Schnee knirschte unter meinen Füßen, die in Sommerschuhen steckten.

Dann sah ich sie – meine Mutter. Die richtige. Ich konnte ihr Gesicht nur undeutlich erkennen, aber ich wusste, dass sie es war. Sie stand vor mir auf dem Weg, eingehüllt in eine dicke warme Decke mit indianischen Mustern. Sie öffnete die Decke und ihre Arme, damit ich zu ihr käme.

In diesem Augenblick spürte ich die Eiseskälte an meinen Füßen und begann zu rennen. Ich lief, bis ich hörte, dass jemand dicht hinter mir war. Im Laufen drehte ich mich um und sah eine baumgroße Gestalt, die mich verfolgte. Sie war behaart, nicht menschlich. Der Windigo, der Kannibale mit dem Eisherzen, war mir auf den Fersen. Er streckte seinen behaarten Arm aus und griff nach mir. Seine Berührung war wie ein Stromstoß. Grelle Blitze zuckten in meinem Kopf und mein Körper krampfte sich zusammen. Ich schrie – und mein Schrei weckte mich.

Schweißgebadet saß ich im Bett und rang nach Atem. Zuerst wusste ich nicht, wo ich war und tastete blind nach dem Lichtschalter. Als das Licht der Nachttischlampe den Windigo vertrieb und Spiderman an der Wand über meinem Bett erschien, wurde mir einiges klarer. Ich versuchte, die Traumbilder abzuschütteln und hoffte, dass ich Robert nicht geweckt hatte mit meinem Schrei. Was sollte ich ihm sagen? Dass ich meine Mutter gesehen hatte und von einem behaarten Unhold mit einem Eisherzen verfolgt worden war?

Es blieb still im Haus. Erleichtert ließ ich mich auf das Bett zurückfallen und versuchte, wieder einzuschlafen.

Das Dröhnen eines Schneepfluges weckte mich am Morgen. Kurz darauf hörte ich, wie jemand Schnee schaufelte. Ich stand auf und sah aus dem Fenster. Es war Robert, der seine Einfahrt von den Schneemassen befreite.

Als ich aus der Dusche kam, lockte mich der Duft von Kaffee und gebratenem Speck in die Küche. Robert stand mit einer Gabel in der Hand am Herd und wendete Speckstreifen in der Pfanne.

„Ist gleich fertig“, sagte er und schlug die Eier am Pfannenrand auf.

Dass er sich um mich kümmerte, wusste ich zu schätzen. Ich schenkte mir Kaffee in eine Tasse, setzte mich und sah zu, wie er Eier und Speck verrührte. „Ich muss Ihnen noch etwas sagen, Robert.“

Blueboy schwieg. Schließlich stellte er die Pfanne mit dem Rührei auf den Tisch und blickte mich mit gerunzelter Stirn an. Ich sah, dass er Angst hatte. Er fürchtete, ich könnte einen Rückzieher machen, jetzt, wo ich all diese Dinge über Daniel und über seine eigene, quälende Schuld wusste.

„Hier in Kanada gilt meine Lizenz als Privatdetektiv nicht.“

Robert zog einen Stuhl unter dem Tisch hervor und setzte sich. Beim Schneeschaufeln war er ins Schwitzen gekommen und ein paar Haarsträhnen klebten feucht an seiner Stirn. „Aber das wussten Sie doch schon, bevor Sie hierher kamen?“

„Ja, natürlich.“ Ich schaufelte mir Speck und Eier auf meinen Teller. „Offiziell darf ich zwar nicht ermitteln, aber ich werde es trotzdem tun.“

Er musterte mich eindringlich, nickte und fragte nicht, warum ich diese Entscheidung getroffen hatte.

„Sollte mir etwas zustoßen oder ich im Gefängnis landen, dann rufen Sie bitte diese Nummer hier an.“ Ich gab ihm die Nummer von Alice. „Sie ist meine Schwester und weiß, was sie zu tun hat. Meine Frau würde sich nur unnötig aufregen.“

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