Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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Zwei Stunden bis Mitternacht. Aki saß am Fenster und starrte hinaus. Der kalte Schweiß auf seinem nackten Rücken war verschwunden und hatte sich wieder in eine drückende, lähmende Hitze verwandelt. Die abgestandene Luft in dem Haus war unerträglich. Er griff nach den Hebeln des Fensters und öffnete es. Sofort schwebte ein feiner Nieselregen aus abgeblätterter Farbe und Mauerwerk auf den Boden. Die trockene Nachtluft strömte herein und Aki sog sie gierig ein. Überrascht bemerkte er, dass seine Hände zitterten.

„Du kommst raus hier“, knurrte er. „Weg. Denk dran.“

Nein, er würde hier nichts vermissen. Gar nichts. Außer… Seine Augen wanderten zu dem Wohnblock gegenüber dem Lagerhaus. Die Fassade badete in trostlosem Grau. Aki beugte sich ein wenig hinaus. Es roch nach Staub und Teer und er erinnerte sich an die Sommer in Jordengard, an Bäume und Erde. Die Erinnerung war blass, wie ein Traum, den er beinahe vergessen hatte.

Das Haus gegenüber lag im Dunkeln. Aki starrte hinüber zu den Fenstern, die auf derselben Höhe lagen wie seine. Einmal über die Straße, hinter diesen Fenstern, war das Einzige was er vermissen würde. Denn dort lebte das Mädchen mit den Locken. Fast jede Nacht hatte er sie durch die Fenster gesehen, die er in diesem Haus gefangen war. Sie lief umher, aufrecht und stolz, die Lippen stumm bewegend, die Fäuste geballt, eine große, schlanke Gestalt im grauen Rock. Eine elektrische Lampe warf glänzende Muster auf ihr schwarzes Lockenhaar und ihr Gesicht, in dem er Züge von Wut und Entschlossenheit auszumachen glaubte. Und dann, wenn sie die Vorhänge schloss, ihr Schatten, der in der Dunkelheit verschwand. Aki konnte schwören, dass er einmal sah wie sie in ihren Kleiderschrank stieg, von innen die Schranktür schloss und nicht mehr herauskam. Stundenlang hatte er auf seinem Stuhl gesessen und darauf gewartet, dass die Schranktür sich wieder öffnen würde. Doch er war eingeschlafen. Nach dem Aufwachen beobachtete er den Sonnenaufgang. Er beschloss, dass er sich alles nur eingebildet hatte. Das Mädchen war immer allein, niemals hatte er einen Besucher in ihrer Kammer beobachtet. Und er hatte sie weinen sehen, den Kopf auf die verschränkten Arme gelegt, mit bebenden Schultern. Und dann stand sie auf und drehte sich zu dem Kleiderschrank. Ihre Schultern strafften sich. Sie stand hochaufgerichtet, den Kopf und das Kinn angriffslustig erhoben, wie eine Galionsfigur auf einem der Fischerboote. Oder wie eine der alten nordländischen Dogan-Priesterinnen mit den großen schwarzen Falkenmasken, die er aus Kinderbüchern kannte. Sie wischte sich unwirsch die Tränen vom Gesicht. Aki stockte jedes Mal der Atem und er ertappte sich dabei, wie er die Hand zum Fenstergriff erhoben hatte.

War diese düstere Kammer ihr Zuhause? Was versteckte sie in ihrem Schrank? Und was brachte sie so zum Weinen? Sie schlich sich in Akis Träume und tanzte zwischen Gedankenfetzen als Falkenkönigin mit einer Maske vor dem Kleiderschrank, der eine magische Tür war, die ihn direkt nach Jordengard führte. Er fragte sich, ob sie wie er sei. Ein Graufell, eine Ausgestoßene. Doch wollte er sich nichts vormachen. Fast alle Graufelle besaßen keine feste Bleibe, sondern lebten auf der Straße, in den Gärten der Stadt, unter den Häusern oder in den weitverzweigten Tunneln der Unterstadt. Doch heute gab es noch andere Arten von Graufellen. Oder man hatte keinen besseren Namen für sie gefunden. Diese Leute waren nicht unbedingt arm. Sie kamen aus dem Nord- oder Südland und sie waren allein, sie verbargen sich vor den Menschen in der Stadt wie ein Graufell sich unter Eselsfell verbarg, um unsichtbar zu sein. Wer sie waren und warum sie das taten, das wusste Aki nicht. Vielleicht waren Ketzer darunter oder Verbrecher wie er selbst. Ja, er und Raik hatten Glück gehabt. Einen Lagerhausbesitzer zu treffen, der keine Fragen stellt. Raik hatte ihn gefunden, in einer der Kneipen am Pier und ihm beim Kartenspiel ausgenommen. Als Schuldausgleich bekamen sie einen Schlüssel zum Lagerhaus. Und so hatte er das Falkenmädchen mit den Locken finden können. Obwohl sie kein Graufell war lebte sie so. Wie er. Menschen haben einen untrüglichen Instinkt, wenn es darum geht, ihresgleichen zu finden. Und Aki war in dieser Disziplin besser als die meisten, auch wenn er davon nichts wusste. Aber es gab viele Dinge, von denen er zu diesem Zeitpunkt nichts wusste. Das Mädchen war ihm vertraut. Er kannte ihren Namen nicht und er war nie auf den Gedanken gekommen, ihn herauszufinden. Das war auch nicht wichtig, darum ging es nicht. Egal wer sie war, sie war da. Sie war für ihn das Wichtigste in dieser Stadt. Aber heute , dachte Aki, ist sie fort . Ihre Fenster blieben dunkel. Was für eine beschissene Nacht . Er kauerte sich auf dem Stuhl zusammen und schloss die Augen. Die stickige Hitze drückte auf seine Lider. Was für eine verflucht beschissene Nacht…

Schwach drangen Geräusche an Akis Ohr. Er war in einen tiefen Schlaf gesunken. Licht von einem Automobil streifte sein Gesicht. Jemand kam die Treppe herauf. Es dauerte einige Sekunden bis er bei Sinnen war und sich erinnerte. Ein Knarren ließ ihn aufspringen und der Stuhl fiel polternd zu Boden.

„Jetzt“, dachte Aki. „Sie sind da.“

Geräusche kamen näher und näher, dann waren sie da, verstummten für einen Augenblick und Aki sah eine große Ratte, die ihn böse anfunkelte. Er lehnte sich an die raue Wand. Seine Muskeln hatten sich verkrampft und taten ihm weh.

„Was ist los?“, dachte Aki. „Kein Grund, panisch zu werden.“

Aber er blieb unruhig bei dem Gedanken an die, die kommen würden. Wäre Aki älter und erfahrener gewesen, so hätte er begriffen, dass seine Unruhe eine warnende Stimme war auf die zu hören seine Vorfahren gelernt hatten. Denn Aki war kein geringerer als der Sohn eines Wegemeisters aus Jordengard, der vor den Kriegen die Grenze zum Truwenwald bewacht hatte. Ihre Aufgabe war es, Menschen sicher durch die verzweigten Wege des Truwenwaldes zu führen. Die Wegemeister gab es schon seit Menschengedenken. Der Vater lehrte den Sohn und ihre Sippe zeichnete sich durch eine Eigenschaft aus, die im Volksmund Auge des Wegemeisters genannt wurde. Nach dem Verbot der Magie ging diese Rede nur unter vorgehaltener Hand, was so viel bedeutete wie: „Noch nie zuvor hat man so gerne und so viel davon gesprochen“. Es hieß, ein Wegemeister sehe die Gefahr schon lange bevor sie für das Auge sichtbar war. Während der gewöhnliche Mann unbeschwert an seinem Kamin sitzt und das Nachtmahl verzehrt, sagten sie, wohlwissend, dass alle Türen abgeschlossen, alles Eigentum und Vieh gesichert war, stand der Wegemeister mit der Waffe im Anschlag im Hof, weil seine Sinne vom Dieb schon wussten, bevor der sich auf den Weg gemacht hatte. Sei es eine Wahrnehmung, eine Ahnung von Verborgenen genannt, ein Instinkt für Gefahren, wie man es sonst nur annähernd bei Tieren kannte. Das Wort Magie auszusprechen wagte heute aber keiner mehr. Es hieß, die ständige Nähe zum verfluchten und von Wesen heimgesuchten Truwenwald hätte den Wegemeistern von Jordengard und Liliengard (und all den anderen Waldranddörfern) diese Fähigkeit aufgezwungen. Wie schwarze Tinte, die auf die Hand und den Hemdsärmel abfärbt und nicht mehr herausgewaschen werden kann. Der Beruf des Wegemeisters war seit den Diamantenkriegen abgeschafft worden. Akis Vater war gestorben (um präzise zu sein: er war gestorben worden, doch davon später), bevor er seinem Sohn lehren konnte, das Erbe des Wegemeisters zu gebrauchen. So hatte Aki keine Möglichkeit, zu verstehen, was seine Unruhe zu bedeuten hatte.

Aus der Ferne hörte er eine Glocke schlagen. Es war weit nach Mitternacht. Unten auf der Straße war immer noch nichts zu sehen, keine verdächtigen Menschen, kein Automobil oder eine Kutsche, gar nichts. Er fragte sich mittlerweile, ob überhaupt jemand kommen würde.

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