Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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Janina Julklapp

Litho

Die Stadt des Falken

Ein Urban-Fantasy-Roman.

Dieses Buch ist allen Menschen gewidmet,

die ein großes Herz und große Träume haben.

Impressum

Texte: Copyright © 2020 Janina Julklapp

Umschlaggestaltung:

Copyright © Janina Julklapp

Photos by Chad Madden, Sander Crombach, Uriel Soberanes, Denise Jans on Unsplash

Verlag: Janina Julklapp

c/o AutorenServices.de

Birkenallee 24

36037 Fulda

Druck: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Berlin

Printed in Germany

Janina Julklapp wurde 1987 geboren und lebt in Nürnberg. Sie studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften, Sozialwissenschaften und Ethik. Nach einem Volontariat in der Pressestelle eines Forschungsinstituts ist sie heute im Marketing tätig. Litho. Die Stadt des Falken ist ihr Debütroman. Mehr zur Autorin unter www.wegemeisterin.deoder auf Instagram unter www.instagram.com/janinajulklapp.

Erster Teil

„Da sitzt die Nacht am Wegesaum,

Und neben ihr stehn Tod und Traum.

Das ist ein Geraune, ein Heimlichtun.

Ein Wind springt hinterm Wald hervor,

Erhascht ein Wort mit halbem Ohr,

Und ängstet feldein auf erschrocknen Schuhn.

Im Sumpfrohr hockt eine graue Gestalt,

Hundert graue Jahre alt,

Eine Frau, eine Hex, eine böse Seel.

Sie hat einen Kessel am Feuer und braut,

Ein Kind, eine Kröte, ein Schattenkraut,

Gestank und Geschwel.

Ein grüner Stern steht grad überm Haus,

Sieht wie ein böses Auge aus,

Und da hinten der Himmel brennt so rot.

Und horch, was war das? Die Uhr blieb stehn.

Wollen wir nicht lieber beten gehn?

Wir haben alle das Beten not.“

(Gustav Falke: Unheimliche Stunde )

Frida Iringa. Über Ursache und Wirkung.

Neunzehn Jahre, bevor diese Geschichte ihren Anfang nimmt, wurde in der freien Stadt Litho das Mädchen Frida geboren. Sie war das einzige Kind der Köchin Agnes und des Hafenarbeiters Jon Iringa. Frida wuchs in der Unterstadt auf und ihre beste Chance auf eine glänzende Zukunft für sie bestand darin, später einmal den Sohn des wohlhabenden Bäckers Erek Kornheber zu heiraten. So drohte Fridas junges Leben schon bald zwischen Getreidemehl und Gärschränken zu versauern. Doch als Frida sprechen und laufen gelernt hatte, wurde ihrer Mutter Agnes Iringa klar, dass daraus nichts werden würde. Mit drei Jahren war es ihr gelungen, in der Bäckerei Kornheber ein Feuer zu legen, welches das Schlafzimmer von Erek Kornheber und seiner Frau in Asche verwandelte. Agnes Iringa kaufte fortan ihr Brot einige Straßen weiter.

Im religiösen Unterricht in der Schule, den ein kleiner Falkenaut mit einem Buckel auf der Nase hielt, lernte Frida das Prinzip von Ursache und Wirkung, was sie tief beeindruckte.

„Alles, was geschieht“, so sagte der Falkenaut, „wurde durch etwas bedingt. Nichts geschieht einfach nur so. Wenn ich eine Kugel anstoße, dann rollt sie. Sie rollt aber niemals von alleine. Und was geschieht, kann man meistens auch voraussagen. Wenn das, dann das. Deshalb gibt es kein Glück, kein Pech, keine Wunder. Dinge geschehen, weil jemand sie angestoßen hat. Dass wir leben, liegt alleine daran, dass der große Dogan, der heilige Himmelsfalke, unsere Existenz angestoßen hat. Ohne ihn wären wir nicht.“

Frida hatte aufmerksam zugehört und war angetan. Diese Ansicht ergab Sinn. Wie oft hatte sie die Erfahrung gemacht, dass Spielzeuge sich nicht selbst aufräumten oder dass Frösche erst dann laut quakend loshüpften, wenn man sie ordentlich piekste. Als Frida eifrig nachfragte, wer oder was dann den großen Dogan angestoßen hatte, damit er losflog und das Leben schuf, bekam Frida die schlimmste Tracht Prügel an die sie sich erinnern konnte. Wenn du die falschen Fragen stellst, dann wirst du bestraft.

Ursache und Wirkung bestimmten Fridas Leben. Es war eine Regel, die alles erklärte. Wenn du nicht in die Schule gehst, dann verprügelt dich der Falkenaut nicht. Wenn du auf der Straße spielst, dann erlebst du was. Wenn du den Nachbarsjungen schlägst, dann wirst du von seinem Bruder härter geschlagen. Wenn du Oberstädter bestiehlst, dann bist du reich und es passiert nichts, weil du schneller laufen kannst und dich besser auskennst als die Stadtwache. Und: Wenn du jemandem sein Haus anzündest, dann will er dich nicht heiraten.

Je mehr Ursachen und Wirkungen sie kannte, desto besser ließ es sich leben. Denn wenn sie einmal gelernt hatte, eine Wirkung vorher zu sehen, konnte sie sich ihr entziehen. Wenn du nicht zur Schule gehst, dann wird Vater böse. Aber wenn du wenigstens so tust als ob du gehst, dann ist er zufrieden. Aber manchmal, da versagte das Prinzip. Halt, nein. Nicht das Prinzip. Manchmal, da versagte Frida. Und das kam so:

Als Frida neun Jahre alt war, gelang es ihr mit zwei anderen Straßenkindern und dem alten Graufell Hasenstab in einen verschlossenen Raum des Varietés in der Oberstadt einzubrechen, in dem der neu erworbene Filmprojektor aufbewahrt wurde. Es fiel ihr gar nicht schwer, herauszufinden wie das Ding funktionierte. Es stellte sich heraus, dass Frida begabt darin war, die Kurbel des Projektors in genau der richtigen Geschwindigkeit zu drehen, so dass die an der Wand flackernden Schattenmenschen sich naturgetreu bewegten. Hasenstab pfiff dazu auf seinem Kamm. Für ein paar Minuten war Frida das glücklichste Kind in Litho. Leider bekamen die Stadtwächter Wind von der Sache und stürmten die Vorstellung. Frida wurde verhaftet und musste drei Tage lang in einer Zelle auf der Wache schmoren, bis ihr Vater herausgefunden hatte, was passiert war. Er kaufte sie für einen Monatslohn wieder frei.

Wenn du einbrichst, dann wirst du verhaftet. Das hatte sie vorher schon gewusst. Aber sie wollte nicht daran denken. Denn hier ging es nicht um Unbedeutendes. Es ging um Filmbilder. Und das war wichtig. Da nahm sie auch mal unangenehme Wirkungen in Kauf. Schon immer erfüllte Frida eine heiße Liebe für alle Arten von bewegten Bildern und seit diesem Tag auch der Hass gegen die Stadtwächter.

Doch da kam der Tag, an dem Fridas beinahe unbeschwertes Leben in der Unterstadt eine Wendung nahm. Das Frühjahr neigte sich dem Ende zu und die Hitze des Sommers legte sich über Litho. Und dann kam der Tag, an dem die unbescholtene Köchin Agnes Iringa, Fridas Mutter, in ihrer Küche ermordet wurde. Solche Dinge geschahen für gewöhnlich in der Unterstadt. Doch bei diesem Mord war das anders. An diesem Tag war Frida in der Schule und Jon Iringa bei der Arbeit im Hafen. Agnes Iringa hatte jemandem die Tür geöffnet, den sie kennen musste. Sie hatte diesen Unbekannten in die Wohnung gebeten, ihm einen Kuchen serviert (man fand zwei Teller auf dem Küchentisch stehen) und war vergiftet worden. Nichts fehlte, kein Schmuck, kein Geld, keine persönlichen Gegenstände. Selbstmord schloss die Stadtwache schnell aus, denn es gab keinen Abschiedsbrief und die Lebensfreude der jungen Frau war in der ganzen Nachbarschaft bekannt. Dazu war ein Gift verwendet worden, das in Litho nicht leicht zu beschaffen war. Rizin stammt aus den Samen des Wunderbaumes, der nur im Südland am Meer wuchs. Es war ein handfester Mord.

Die Stadtwache konnte sich das nicht erklären, denn Agnes Iringa hatte keine Feinde. Jon, so bestätigten dreißig Zeugen, hatte seinen Arbeitsplatz nicht verlassen. Agnes und Jon hatten keine Verwandten in der Stadt. Nachbarn und Freunde waren ratlos. Schließlich gab die Stadtwache nur wenige Tage später auf. Wie sie es immer taten, wenn ein Unterstädter den Tod fand.

Fast eine Woche nach dem Mord wurde die Asche von Agnes Iringa dem Fluss Aphel übergeben. Ein Falkenaut und sein Tempelläufer hielten die kleine Zeremonie ab. Jon und die wenigen Freunde hatten sich schon umgedreht und waren zurück in die Stadt gelaufen. Doch Frida war am Ufer stehen geblieben, nur wenige Schritte von dem Falkenauten entfernt. Sie sah zitternd ihrem Vater nach, der tränenüberströmt wie ein Blinder von zwei Hafenmännern fortgeführt wurde.

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