Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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Frida schüttelte den Kopf, lächelte dabei aber breit. Sie hatte es aufgegeben, David vom Elend der Unterstadt zu überzeugen. Für ihn bedeutete das alles nur Freiheit, Ungehorsam, kurz alles, was er immer gewollt und nie gehabt hatte. Er summte leise vor sich hin, wie ein glücklicher Junge, der mit dem Stehlen davongekommen ist.

„Falka hat Neuigkeiten für dich“, platzte es unvermittelt aus ihm heraus.

„Ach ja? Was denn?“

„Sie hat eine Idee, wie wir dich auf unsere Hochzeit schleusen können. Wegen meiner Verkleidung, da ist sie heute darauf gekommen. Es geht ja auch umgekehrt, man kann dich ja als Oberstädterin verkleiden!“

Es entstand eine sekundenlange Stille. Das Wort hallte in ihr wider, immer lauter, bis es schrie. Hochzeit, Hochzeit, Hochzeit . Es war als wären die Lampen um sie herum erloschen und die Nacht drang näher. Ein Gefühl, klein, kalt und schmerzhaft in ihrem Magen, dass sie schnell und ohne großes Nachdenken niederzwang.

„Nein“, sagte Frida schließlich. „Es ist nicht dasselbe. In der Oberstadt werden sie wissen wollen, wie mein Name ist und aus welchem Haus ich komme. Ich kann nicht einfach… auftauchen und dann wieder in der Versenkung verschwinden.“

Darauf hatte David nur gewartet. „Daran hat sie auch gedacht. Da du Jon ja nicht mitbringen willst…“

Frida schnaubte.

„Falka hat einen Vetter aus dem Nordland, ein Kaff, das keiner kennt, Landadel, weißt du. Er würde dich als seine Verlobte ausgeben.“

„Nein!“, rief Frida.

David sah verletzt aus und zuckte leicht mit den Schultern. Frida biss sich auf die Zunge. Wie sollte sie das erklären, ohne ihn zu beleidigen?

„Schau, ich würde gern auf eure Hochzeit kommen. Aber wenn ich komme, dann will ich als ich selber kommen. Als das, was ich bin. Frida Iringa, Unterstädterin, Tochter von Jon Iringa, dem Hafenarbeiter. Ich schäme mich nicht dafür, verstehst du? Und ich will, dass sie das sehen und schlucken, diese widerlichen…“

„Warum willst du Jon nicht mitnehmen? Bist du immer noch wütend auf ihn?“, unterbrach sie David. Frida schluckte ärgerlich die Sätze herunter, die ihr im Hals steckten. Hatte er ein Wort von dem verstanden, was sie gerade gesagt hatte?

„Ich bin verdammt wütend auf ihn. Und… Jon würde niemals, nie seinen Fuß in die Oberstadt setzen. Selbst wenn der Aphel austrocknen würde!“

Vor ihnen tauchten die schwarzen, scharfkantigen Silhouetten der Bäume des Unterstadtparks auf, der sich über eine große Fläche entlang des Aphels erstreckte. Den Lärm und die grellen elektrischen Lichter der Unterstadt hinter sich lassend, tauchten sie in das Dunkel ein. Für ein paar Augenblicke blieben sie stehen, um ihre Augen an die nächtliche Finsternis zu gewöhnen. Es war hier deutlich kühler als zwischen den Backsteinhäusern des Hafenviertels. Bis zur Brücke in die Oberstadt war es noch eine halbe Meile. Der Pfad war schmal und schmutzig. Ein Tier huschte an ihnen vorbei und verschwand mit leisem Knacken in dem Unterholz der Bäume. Irgendwo schrie eine Katze.

„Bitte komm, Frida. Wir würden uns freuen“, sagte David leise.

Frida spürte einen scharfen, kurzen Schmerz in ihrer Kehle und schluckte. Es war nicht Recht, dachte sie, dass sie David für den Hass zwischen Lithos Ober- und Unterstadt verantwortlich machte. Er und Falka von Bahlow waren die wenigen, die keinen Unterschied machten, ihre einzigen Freunde jenseits des Flusses. Frida hatte David und Falka im Wanderzirkus kennengelernt, der vor einigen Jahren außerhalb der Stadt aufgebaut worden war. Sie hatten in einem der Zelte Filme gesehen, auf Holzbänken sitzend und der großen Orgel gelauscht, die dazu gespielt hatte. David hatte sie ausgefragt. Ob es ein Lichtspielhaus in der Unterstadt geben würde? Was der Eintritt koste? Ob man als Oberstädter hingehen könnte? Frida war zuerst abweisend und misstrauisch gewesen. Doch genau wie Frida waren David und Falka jeden Tag in dem Zelt mit den Filmen gewesen und immer hatte David sie ausgefragt, bis sie schließlich bereit gewesen war, ihn einmal mit in ein Ladenkino in der Unterstadt zu nehmen. Er war jede Woche wiedergekommen, in absonderlichste Verkleidungen gehüllt und sie wurden Freunde. Doch da gab es noch etwas, ein anderes Gefühl, leise und warm. Frida verdrängte es aus ihrem Verstand, doch es war schwer. Es wurde noch schwerer, seit sie von David und Falkas bevorstehender Hochzeit erfahren hatte. Eine nagende, verzweifelte Sehnsucht, versteckt unter einem Feuerwerk brennender Blitze in ihrer Brust, immer wenn sie David ansah.

„Ich überlege es mir, ja?“, murmelte sie.

David nickte. Schwacher Wind kam auf und ließ die Bäume erzittern. Frida glaubte, aus einiger Entfernung das Rauschen des Aphels zu hören. Endlich nahm Frida auch das betrübliche Dämmergrau des Parks wahr, den unterschwelligen Geruch nach Erde und Laub. Kein Tier war mehr zu hören. Die Stille um sie herum flirrte ihr in den Ohren. Nur ihre eigenen Schritte dröhnten durch die Nacht. Frida fröstelte mit einem Mal und tastete nach dem Messer, das sie immer in der Tasche ihres Mantels versteckt hielt. Fand es nicht. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie zuletzt so unvorsichtig durch die nächtliche Unterstadt gelaufen war. Etwas von Davids Arglosigkeit schien auf sie übergegangen zu sein. Doch es war nicht mehr weit bis zu der Brücke, an der sie David verabschieden wollte.

„Was hast du deinem Vater erzählt, wo du heute bist?“

„Oh, das Übliche. In Falkas Haus.“

„Glaubst du, er findet nie raus, wo du in Wahrheit hingehst?“

David zuckte kurz mit den Schultern.

„Der großartige Adam Rothaar beschäftigt sich nicht mit so profanen Dingen wie seinen Söhnen. Er hat anderes zu tun, weißt du.“

Frida öffnete den Mund, um zu antworten aber die Worte blieben in ihrem Hals stecken. Zwischen den Bäumen erklang ganz nah der erstickte Schrei eines Menschen. Die beide erstarrten.

„Was war das? Da hat doch einer geschrien“, sagte Frida.

„Ja…“

David starrte angestrengt zu den Bäumen links von ihnen. Kein Laut war jetzt mehr zu hören. „Ich schau besser mal nach.“

„Nein, warte.“ Frida packte seinen Ärmel. „Das ist nicht so klug in der Unterstadt. Wer weiß, was da los ist. Wir sollten zusehen, dass wir wegkommen.“

„Ich bin vorbereitet auf die Unterstadt“, sagte David, griff in eine Tasche und zog zu Fridas Erstaunen eine kleine Pistole hervor.

„Bleib hier stehen, ich rufe dich, wenn ich irgendwas sehe. Es ist bestimmt nichts aber zur Sicherheit.“

David verschwand zwischen den Bäumen. Frida hörte, wie er sich durch das Gestrüpp bewegte. Dann war es still. Fehler , dachte Frida mit steigendem Puls, das ist ein Fehler, er hätte nicht alleine gehen sollen. Was hast du dir nur gedacht? Gar nichts hast du gedacht, wie immer, wenn David in der Nähe ist . Sie lief ein paar Schritte auf die Bäume zu, konnte nichts erkennen und blieb an der Stelle stehen, wo David verschwunden war. Der Wind blies wieder genau wie am Morgen, es rauschte in den Wipfeln. Frida fröstelte. Ihr langer Rock flatterte. Der Mond, bleich und sichelförmig, hing vor ihr über dem Pfad. Sie schaute sich um, doch auf dem Weg war niemand zu sehen.

„David?“, rief sie halblaut. Keine Antwort. Mit unsicheren Beinen trat Frida zwischen die Bäume, schob mit der Hand die Zweige zur Seite. Sollte sie hineingehen oder nicht? Sie beugte sich etwas vor. Da konnte sie Stimmen hören, gedämpft, nur Wortfetzen drangen durch das Rauschen. Ein leiser, erstickter Laut in der Nähe ließ sie zusammenfahren. Und dann hörte sie einen Schuss.

„David!“ Frida sprang zwischen die Bäume, stolperte, rannte ein paar Schritte, fiel über eine Wurzel am Boden, griff in das Geäst eines stacheligen Strauches und versuchte auf die Beine zu kommen. Mit der Linken stützte sie sich ab, mit der Rechten suchte sie hektisch nach ihrem Messer. „David!“

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