Janina Julklapp - Litho

Здесь есть возможность читать онлайн «Janina Julklapp - Litho» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Litho: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Litho»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

Litho — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Litho», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Geht heim“, zischte sie. „Ihr habt keine Ahnung, worauf ihr euch einlasst. Jetzt haut schon ab, los!“

Die Jungen sahen beunruhigt aus und begannen, mit den Füßen zu scharren. Leo blieb wie festgefroren stehen und starrte Frida an. Er rezitierte, leise und nachdrücklich:

„Du weißt, wie das jetzt läuft, Frida. Neuntes Gesetz der freien Stadt Litho: Alle Formen der Zauberei, Magie, Wahrsagerei, Astrologie, Alchemie und sonstiger Ketzerei sind in ihrer Ausübung verboten. Der Besitz, die Anfertigung oder Verbreitung von Büchern, Schriften oder Artefakten der Zauberei, Magie, Wahrsagerei, Astrologie, Alchemie oder sonstiger Ketzerei ist verboten. Verstöße gegen diese Verbote werden mit einer Anklage wegen Ketzerei verfolgt und bestraft. Ferner…“

„Ja, schon gut, schon gut, halt endlich die Klappe!“, fauchte Frida.

„Siehst du“, er triumphierte. „Wir wissen genau, worauf wir uns einlassen.“

Frida wurde wütend und konnte ihre Stimme nur mit Mühe ruhig halten. „Nein. Nein Leo, du hast keine Ahnung, ihr habt keine Ahnung! Ihr seid bescheuert, dass ihr hergekommen seid.“

Die Idee der Jungs war im Ansatz gut, das wusste Frida. Die Lithoaner – wie auch alle anderen Menschen in allen anderen Ländern und Zeitaltern – hatten ein festes Bild davon, wie ein Ketzer aussah und dem entsprachen diese Jungen nicht. Wenn es eine möglichst ungefährliche Art und Weise gab, ketzerische Schriften zu verteilen, dann diese. Aber Frida wollte es alleine tun. Sie wollte nicht, dass die Jungen wegen ihr in Gefahr gerieten.

Leo warf den Kopf zur Seite und begann, freudlos zu lachen. „Eher bist du die, die keine Ahnung hat!“

Die Augen des Jungen brannten hell. Er sah auf einmal schrecklich aus, wie ein Tier. Seine Stimme wurde schneidend. „Vor einem Monat haben sie meinen Vater verhaftet, weil er die Tempelsteuer nicht bezahlt hat. Er konnte nicht zahlen und jetzt ist er weg, im Gefängnis. Meine Mutter und meine Schwester verrecken bald vor Hunger, verstehst du? Ich habe gestern meine Mutter gesehen, wie sie in den Abfällen der Nachbarn nach irgendwas zu Essen gesucht hat.“

Leo knirschte mit den Zähnen, schloss die Augen und atmete schwer.

„Weil mein Vater die Tempelsteuer nicht bezahlt hat, Frida, kapierst du das? Weil er den Falkenauten nicht noch mehr Geld in den Arsch geschoben hat, deswegen sperren sie ihn ein und meine Familie verhungert!“

Er ballte die Fäuste so, dass die Adern hervortraten. Er schlug einem Jungen neben ihm gegen die Schulter. „Sein Vater hier hat die Arbeit verloren, weil er gesagt hat, sein Falkenaut wäre ein Schwachkopf.“

Leo wies auf einen blassen Jungen, der zuhinterst stand.

„Seine Mutter ist seit einem halben Jahr verschwunden, die Stadtwächter haben sie verschleppt und weggesperrt, weil sie Horoskope geschrieben hat.“

Leos Stimme zitterte und er sah Frida lange und verzweifelt an. „Kapierst du’s, Frida Iringa?“

Schweigend taxierte Frida die Jungen. Die kleine Gruppe stand dicht aneinander gedrängt in dem kühlen, stillen Treppenhaus und sie alle sahen Frida an als ob sie die Lösung hätte, ein Heilmittel für alles, was passiert ist. Sie fühlte die Wut, genau dieselbe Wut, die seit zehn Jahren auch durch ihre Adern floss.

„Ich weiß, Leo. Ich weiß das. Aber für ein paar Flugblätter dürft ihr euer Leben nicht riskieren“, murmelte sie.

„Wir wollen was tun“, sagte Leo heftig. „Irgendwas anderes als rumzusitzen und zuzusehen. Und du riskierst es auch. Du weißt es doch.“

Da verstand Frida. Sie konnte sie nicht nach Hause schicken. Das war jetzt nicht mehr allein ihr Protest. Das ging alle an. Es wurde schlimmer mit den Falkenauten. Die Priester des Dogan schöpften den Armen das Geld ab und ihre Religion hatte zu viel Einfluss auf die Stadtwache. Die Jungen hatten genau wie sie ein Recht darauf sich zu wehren. Wer leidet, will und muss zurückschlagen. Sie nickte und zuckte mit den Schultern als würde sie sagen: Wenn’s sein muss . Leo entspannte sich und die Jungen atmeten erleichtert auf.

„Wie heißt das Flugblatt?“, fragte Leo.

Frida klopfte leicht auf ihre Tasche. „Die Schlafenden erwachen.“

Die Jungen grinsten. „Passt gut zur Uhrzeit!“, rief Leo.

Wenige Minuten später lief die kleine Gruppe verstohlen an den schäbigen Häusern der Hafenarbeiter vorbei, in Richtung des großen Handelsplatzes vor Govina in der Unterstadt. Frida ging voran, die Jungen liefen hinter ihr her und flüsterten leise miteinander. Frida war in Gedanken versunken. Sie wollte kämpfen, sich wehren gegen das Leid, das die Gesetze über die Unterstädter brachten. Sie wusste nur nicht, ob sie es richtig machte. Es war einfach, in einem Kleiderschrank zu sitzen und Worte hinzuschreiben. Aber es war etwas völlig anderes, auf der Straße zu sein und das Elend zu erleben, so wie Leo und seine Freunde. Sie hatte Glück, die Mutter hatte ihr Hausrat und Schmuck vermacht. Sie konnte sorgenfrei leben und schlug sich als Aushilfe in der Bibliothek durch, um die Kammer und Essen zu zahlen. Sie konnte sich ganz den Büchern und der Suche nach Antworten widmen. Wie konnte den Falkenauten die Macht genommen werden? Warum musste ihre Mutter sterben? Eine ewige Suche. Sie fühlte eine Leere, die schwer zu füllen war. Besonders wenn sie allein in ihrer Wohnung saß und draußen die Nacht aufzog. Irgendetwas fehlte. Sie konnte nicht sagen was es war. War es ihre Mutter, die fehlte? Der Glaube, wie die Falkenauten sicher sagen würden? Sie wusste es nicht. Aber sie ahnte, dass es etwas anderes sein musste. Diese Stadt war das ewig Gleiche und das Leben war das ewig Gleiche. Und das Gefühl hörte nur dann auf, wenn sie in den Schrank stieg und Worte hinschrieb.

Sie wollte den Unterstädtern helfen. Aber was sollte sie tun? Was konnte sie tun, ohne jemanden in Gefahr zu bringen? Die Dinge mussten sich ändern.

Dinge geschehen, weil jemand sie angestoßen hat. Und ich will diejenige sein, die die Dinge anstößt.

Die Stadt Litho war von Anfang an geteilt gewesen. Die Menschen der Oberstadt hatten keine Probleme mit den Falkenauten oder mit dem Dogan. Sie konnten alle Steuern zahlen, sie konnten jeden Tag in den Tempel laufen und großzügig spenden. Und wenn sie die Gesetze brachen, dann gab es genug Schweigegeld, das fließen konnte oder andere Druckmittel.

Im Stadtrat saßen nur Oberstädter, die keine Ahnung hatten wie das Leben südlich des Flusses Aphels war. Warum sollten sie Gesetze ändern, die funktionierten?

Der Himmel war bereits mehr grau als schwarz. Bald würde die Sonne aufgehen. Vor Frida und ihren Gefährten tauchte der große Handelsplatz auf. Er war menschenleer. Die Läden der Fenster rund herum waren fest geschlossen. In dem großen neuen Kaufhaus, das an den Handelsplatz angrenzte, waren einige Fenster von elektrischen Lampen erhellt. Oben auf dem Flachdach dampften zwei Schornsteine. Frida steuerte genau darauf zu. Als sie vor der verriegelten Doppeltür des Kaufhauses standen, blieb sie stehen.

„Fangen wir an!“, sagte sie.

Als die Sonne die Berge Perihel im Osten erklommen hatte und Litho mit sanft sommerlichem Licht überflutete, erwachte auf dem großen Handelsplatz in Litho-Unterstadt das Leben. Heute ging der Wind und kleine Wolkenfetzen jagten über die Menschen hinweg. Pferdewagen fuhren vor und es wurden Tische ausgeladen, Körbe voller Obst, Gemüse, Flechtwerk und handgenähter Kleidung. Die Bauern aus den Dörfern vor Litho stritten um Standplätze, Wagenvorfahrt und die Größe der Kartoffeln. Graufelle, die Bettler der Stadt, tauchten auf, suchten sich die besten freien Flächen neben den Ständen, legten ihre Decken hin und machten sich zum Betteln bereit. Ein Trupp schmutziger Straßenkinder wurde zum Klauen ausgeschickt. Leute jammerten über die Fischhändler, die ihre Beute in der aufgehenden Sonne zerlegten und einen schrecklichen Gestank verbreiteten. Manchmal kam ein Windstoß, der eine mühsam errichtete Überdachung weit davontrug und schreiende Händler liefen hinterdrein, um sie wieder einzufangen. Es war wie immer.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Litho»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Litho» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Janina Hoffmann - Ingas Spiel
Janina Hoffmann
Janina Nikoleiski - Direkt vor deiner Tür
Janina Nikoleiski
Janina Hoffmann - Ingas Verbrechen
Janina Hoffmann
Janina Hoffmann - Ingas Irrwege
Janina Hoffmann
Janina Hoffmann - Sie war meine Königin
Janina Hoffmann
Janina Hoffmann - Stille im Zimmer nebenan
Janina Hoffmann
Jean-Noel Liaut - Andy Warhol
Jean-Noel Liaut
Janina Fialkowska - A Note In Time
Janina Fialkowska
Janina Falk - Erlebte Wunder
Janina Falk
Janina Temmen - Best of Interior 2020
Janina Temmen
Отзывы о книге «Litho»

Обсуждение, отзывы о книге «Litho» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x