Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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Endlich ratterte der Projektor los. Eine Gruppe von Männern schrie vor Freude über so viel Licht auf und begann mit einem Kartenspiel. Frida blickte sich nervös um. Wo war David?

Plötzlich griff jemand nach ihrem Arm.

„Ich würde sagen, wenn sogar du mich nicht erkennst ist meine Verkleidung diesmal wirklich gut“, murmelte er.

„David, du siehst absolut dämlich aus!“

Der junge Mann trug den braunen Mantel eines Arbeiters, der mit Flicken an den unmöglichsten Stellen übersäht war. Das blasse Gesicht war mit Ruß beschmiert und die Hände steckten in an den Fingern angeschnittenen Handschuhen. Er fühlte sich offenbar geschmeichelt und lächelte breit.

„Falka hat mir geholfen, sie hat die Kleidung ein bisschen… bearbeitet.“

„Grandios“, flüstere Frida amüsiert.

„Super oder?“

„Außer einer riecht an dir und jetzt halt bloß den Mund!“

Nervös warf Frida Seitenblicke nach links und rechts, doch der allgemeine Lärm hatte ihr Gespräch verschluckt, niemand lauschte.

„Oh, schon klar“, knurrte David und ließ sich auf den Klappstuhl zurückgleiten.

Davids Stirn war in Falten gelegt und Frida betrachtete ihn nachdenklich. Er war besser verkleidet als das letzte Mal, vielleicht zu übertrieben. Außerdem kam es Frida so vor als ob die Verkleidung keinen Zweck hätte, würde nur einmal jemand genau hinsehen und Davids blasses, schön geschnittenes Gesicht und die weichen, viel zu sauberen Hände wahrnehmen. Er roch nach Seife. Er konnte es nicht verbergen, dass er aus der Oberstadt kam.

„Sie würden mir nichts tun“, kam es jetzt erbittert von seinen Lippen.

„Doch, sie würden dich verprügeln und ausrauben und danach nackt in den Aphel werfen“, zischte Frida.

David lachte. „Die Stadtwache würde mich schon rausziehen.“

„Ja, nachdem sie dich ausgelacht haben, dass du arrogant genug bist in die Unterstadt zu gehen.“

„Pfff…“, machte David. Frida verstummte.

Auf der Leinwand flimmerte ein schlechtes Schwarzweiß-Bild hin und her. Frida wusste, dass es ihre Idee gewesen war David in die Unterstadt zu schmuggeln. Er kam wegen des Lichtspielhauses, wegen der billigen und anspruchslosen Filme, die es in der Oberstadt nicht gab. Er kam wegen seiner Liebe zu den laufenden Bildern. Der besten Erfindung des letzten Jahrzehnts, wie Frida dachte. Das Einzige, was sie beide wirklich gemeinsam hatten.

Das Bild an der Leinwand nahm endlich Gestalt an. Frida lehnte sich zurück, das Kurbeln und Knattern des Projektors im Ohr. In weißer Schrift auf schwarzem Grund, von weißen Linien eingerahmt, erschien das Wort WOCHENSCHAU.

„Ah…“, hörte sie David dicht hinter sich flüstern, seinen warmen Atem am Hals spürend. „Was hat die Oberstadt diese Woche verbrochen?“

DREI-STÄDTE-TREFFEN IN LITHO, leuchtete es auf, gefolgt von Aufnahmen drei großzügig lächelnder und sich die Hände schüttelnder Männer in teuren Anzügen.

„Horcht“, krächzte die Stimme der Witwe Graav durch den Raum. „Da sieht ma‘ jetz‘ die drei Präsidenten vo‘ Asthenos. Unsern aus Litho, den Nordländer aus Kaon und den Südländer aus Pion, na ja die ham was Politisches besproch‘n. Sehn aber alle recht zufrieden aus, denk‘ ich, nä.“

„Weiber ham doch keine Ahnung von sowas!“, dröhnte es hinter Frida und laute Buhrufe drangen von der anderen Seite der Leinwand.

ABENDESSEN MIT WICHTIGEN PERSÖNLICHKEITEN DER STADT, dieselben drei Männer zwischen einem fetten Schnurrbärtigen und einer schönen Frau, die eine lange dünne Zigarette rauchte.

„HORCHT! Na und da seh‘n wir jetzt nen Haufen wichtiger Oberstädter beim Vollstopf‘n. Die Frau ist auch Witwe, glaub‘ ich“, fügte sie mit einem Anflug von Interesse hinzu. Einige Leute johlten.

„Die würd ich schon nehmen!“, brüllte ein Kartenspieler.

STADTWACHE BIRGT TOTEN AUS DEM APHEL, flimmerte es über die Leinwand.

„Ja und da seh‘ ma‘ jetzt die Stadtwache, da zieh‘n se einen aus dem Aphel, der ist ersoffen worden. Auf dem Zettel da steht, das war ein Falkenaut mit dem Namen Ferrana, na ja, das glaub‘ ich aber nicht.“

Frida spürte, wie David hinter ihr scharf die Luft ausstieß.

MANN WIRD VERMISST. Die Aufnahme einer unscharfen Fotografie ruckelte an der Leinwand auf und ab. Es zeigte einen blassen, glatzköpfigen Mann mit ausdruckslosem Gesicht, das über und über mit Tätowierungen bedeckt war.

„So, der Mann da wird von der Stadtwache gesucht, warum weiß keiner aber es soll auch ein Falkenaut sein, haha, na wer’s glaubt. Wenn den einer gesehen hat, soll er das“, sie stolperte kurz über das komplizierte Wort, „ mitteilen .“

KUH VON AUTOMOBIL ÜBERFAHREN hieß es. Die Witwe Graav holte tief Luft. Frida wandte sich zu David um, der beunruhigt auf die Leinwand starrte.

„Was hältst du davon? Glaubst du das mit den Falkenauten?“, flüsterte Frida.

David antwortete nicht sofort, sondern betrachtete seine Hände.

„Zufällig weiß ich, dass der Tempelherr seit einigen Tagen nicht mehr in Litho ist. Wer weiß, vielleicht hat ein Falkenaut die Gelegenheit genutzt.“

„Für was, für Mord?“

David sah unbehaglich drein. „Mord gibt es in den Tempeln eigentlich nicht. Vielleicht war es ein Unfall, ein Streit, irgendwas Persönliches. Ich glaube“, fuhr er etwas lauter fort, „da ist sowieso nichts dran. Es waren bestimmt beides keine Falkenauten.“

Frida drehte sich auf ihrem Sitz wieder um. Sie konnte es auch nicht glauben. Falkenauten wurden heutzutage einfach nicht mehr ermordet, sondern bestochen. Die Zeiten gezielter Tötung, wie im Diamantenkrieg üblich, waren vorbei. Heute lebten sie in modernen, zivilisierten Zeiten.

FRÄULEIN MARIAS ZAUBERSCHUH – EIN FILM VON FRIDOLIN FRIEDHEIM erschien. Gleichzeitig begannen die Musiker wild drauflos zu spielen. In dieser Sekunde fiel Frida ein, was sie vor wenigen Minuten zu David gesagt hatte: Sie würden dich verprügeln und ausrauben und danach nackt in den Aphel werfen. Sie bereute, daran gedacht zu haben. Aber es war das, was die Menschen hier tun würden. War der Falkenaut von Unterstädtern getötet worden?

Vorsichtig schlug Frida den schweren Vorhang zurück, der den Vorführraum von der Straße trennte. Kalte, klare Luft streifte ihr Gesicht und sie trat auf den staubigen Schotter. David war direkt hinter ihr. Eine Gruppe kleiner Jungen stürmte schüchtern auf sie zu.

„Frollein Frida, können wir Ihre Karten haben?“, fragte der Älteste von ihnen atemlos. Frida zog die beiden roten Zettel hervor und drückte sie ihm in die schmutzigen Finger. „Zeit ist keine mehr drauf, sie haben uns schon rausgerufen“, warnte Frida.

„Macht nix“, sagte der Junge, strahlte dabei und winkte einen schwarzhaarigen Kleinen herbei, der ein Stück Kohle aus den Hosentaschen zog und eifrig die Nummern der Zettel bearbeitete. Frida zog David weiter, der den Jungen fasziniert zugesehen hatte.

„Warum tun sie das? Können sie nicht einfach durch den Vorhang und sich drinnen irgendwo verstecken? Sieht doch keiner!“

„Pah… Canan sieht alles und kennt jeden dieser Bengel beim Namen und beim Haus, darauf kannst du dich verlassen.“

Behutsam schüttelte David ihren festen Griff um sein Handgelenk ab und ging schweigend neben ihr her. Der Schotter knirschte leise unter seinen Schuhen. Sie gingen an den hohen, schmalen Häusern der Arbeiter vorbei, an den Backsteinhäusern der Händler und Nachtabsteigen, an betrunkenen Unterstädtern, die die Straßen zur Stube gemacht hatten und Graufellen, deren Blicke ihnen misstrauisch folgten. An jeder Ecke stapelte sich Müll und altes Gerümpel, es roch nach Urin, Fisch und Moder, der den Kanaldeckeln entstieg. David atmete tief ein. „Es ist großartig! Du hast Glück, dass du hier lebst. Hier ist man so frei.“

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