Janina Julklapp - Litho

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Litho, die geheimnisvolle, umtriebige Stadt in der Mitte des Inselkontinents Asthenos wird von zwei Morden und der Droge Splitterlauf erschüttert. Selbst die Falkenauten, die vom Tempel aus über die Stadt wachen, sind machtlos. Steckt längst vergessen geglaubte Hexerei dahinter?
Aki, genannt Wegemeistersohn, stolpert als nordländischer Flüchtling in das Gewirr aus Intrigen und Verrat. Auch das Leben der rebellischen Filmliebhaberin Frida Iringa gerät nach dem Attentat auf ihren Freund aus den Fugen. Die Wege von Aki und Frida kreuzen sich an unvermuteter Stelle. Gemeinsam verfolgen sie eine Spur, die weit in die düstere Vergangenheit des Kontinents reicht.

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Er sah zu, wie sie mit gedämpfter Stimme Worte wechselten. Dann hob der seltsame Helle die Hand zum Abschied, drehte sich um und verschwand. Der Andere verharrte einen Augenblick und wandte sich um. Er kam Aki entgegen.

„Raik!“, sagte Aki als der Mann ihn erreicht hatte. Der Angesprochene grinste müde. Er überragte Aki um gut zwei Kopflängen.

„Tut mir leid, hat länger gedauert. Hunger?“

Er kramte in seinen Hosentaschen, ohne Aki dabei anzusehen.

„Was denkst du denn? Warte schon eine Ewigkeit auf dich. Wer war dieser Kerl?“

Aki zögerte und runzelte die Stirn. „Sag mal, geht’s dir… bist du in Ordnung?“

Aki sah Raik an. Seit ihrem letzten Treffen vor wenigen Tagen hatte er sich vollkommen verändert. Die Wangen waren eingefallen und fettige Strähnen seines hellblonden, langen Haares umrahmten die blutroten Augen. Die Lippen waren spröde, fast blutig. Er sah aus als hätte er seitdem weder gegessen oder getrunken, noch geschlafen. Raik murmelte undeutlich, zog ein handgroßes Stück Brot aus seiner Tasche und hielt es Aki hin. Er sah, dass Raik trotz der Hitze Handschuhe trug.

„Hör mal, ich habe endlich gute Nachrichten für dich…“

Unruhig trat Raik von einem Fuß auf den anderen. Dann unterbrach er sich wieder. „Nimm das Brot.“

Aki griff gehorsam nach dem Stück und biss in die harte Rinde.

„Du wirst die Stadt verlassen.“

Vor Überraschung verschluckte Aki ein zu großes Stück. Tränenden Auges würgte er es hinunter. „Was… meinst du?“

„Ich meine…“, fuhr Raik leise fort, „du gehst fort von hier. Heute Nacht.“

„Was? Aber wieso? Warum heute?“, stammelte Aki.

Raik verzerrte sein Gesicht zu einem schiefen Lächeln.

„Die Scheiße ist vorbei. Ich habe jemanden gefunden, der uns hilft. Weißt du, was das bedeutet? Wir können wieder nach Hause. Nicht sofort aber bald. Uns wird alles vergeben, wenn ich… Wenn ich meine Aufgabe richtig mache.“

Raiks Stimme brach und Aki sah die Hoffnung in seinem ausgezehrten Gesicht. Nach Hause… zurück nach Jordengard, zurück ins Nordland. Nichts hatte Aki sich mehr gewünscht, seit dem Tag als sie geflohen waren, seit dem Augenblick als er Litho zum ersten Mal betreten hatte, die gelobte Stadt, die wahre Hölle. Aber, das war ihnen beiden immer klar gewesen, einen Weg zurück gab es nicht.

„Das geht nicht. Die stecken uns sofort ins Gefängnis oder hängen uns… Bist du verrückt geworden?“

Raik straffte die hängenden Schultern. „Nein. Das werden sie nicht, wenn… Wenn ich alles richtig mach. Vertraust du mir, Aki?“

Aki starrte ihn an. „Klar. Habe ich immer. Trotzdem… was sollst du machen? Und für wen? Kann mir nicht vorstellen, dass jemand uns helfen kann. Keiner hilft… Mördern.“

Raik war bei den Worten blass geworden und Aki wurde bewusst, dass keiner von ihnen es jemals so direkt ausgesprochen hatte. Beide waren verstummt. Das laute Stimmengewirr des Straßenlokals drang zu ihnen herüber und erinnerte Aki daran, dass er noch immer auf offener Straße stand, dass es gefährlich war, hier zu sein, zu reden, zu existieren. Bevor er Raik daran erinnern konnte, hatte der wieder zu sprechen begonnen.

„Es gibt jemanden, der uns hilft. Frag nicht weiter nach, das ist meine Sache. Ich hol uns da raus, hörst du? Geh jetzt heim, pack dein Zeug und warte. Heut Nacht holen sie dich ab und bringen dich erstmal aufs Land, in den Süden. Du bleibst da, bis ich nachkomme. Und dann gehen wir nach Hause. Das ist der Pakt.“

„Verflucht, Raik, was für ‘n Pakt, mit wem? Wer sind die?“

Raik zuckte abwehrend mit den Schultern. „Habe doch gesagt, frag mich nicht. Brauchst du nicht zu wissen.“

Aki spürte, wie Wut in ihm zu kochen begann. „Ich habe aber ein Recht das zu wissen. Du hast denen gesagt wo sie mich finden können! Was ist, wenn das eine Falle ist? Wenn das Kopfgeldjäger sind?“

Raik spuckte auf den Boden. „Ich bin nicht bescheuert. Die haben mir zweifelsfrei bewiesen, dass sie’s ernst meinen. Und jetzt geh packen.“

Ohne ihn noch einmal anzusehen, drehte Raik sich auf dem Absatz um, ging die Straße hinunter und ließ einen verwirrten und wütenden Aki zurück. Er starrte seinem Freund nach bis er in der Menge verschwunden war.

Aki betrat das Lagerhaus als die Turmuhr neun Uhr schlug. Draußen war es dunkel geworden. Auch in dem Schutt und Dreck des verlassenen Hauses war es düster. Er stieg die bedenklich knarrenden Stufen in den obersten Stock hinauf. Dort, wo einst Waren vom Hafen gelagert wurden, waren nur noch leere Kisten und Staub. Seine einzigen Mitbewohner hatten für gewöhnlich vier Beine oder sechs oder acht, er war sich nicht sicher. Nahe an den Fenstern stand ein kaputtes, kleines und unlackiertes Ruderboot. Dogan weiß wer es dort abgestellt hatte. Darin lagen schmutzige Decken und ein Kissen, aus Gewand und Stroh genäht. Aki ließ sich auf das Holz fallen. Er streifte sein schweißdurchtränktes Hemd über den Kopf und warf es über das Ruder, welches noch an der Seite des Bootes hing. Als Kind hatte er davon geträumt, eines Tages wie ein wahrer Wegemeister in einem Boot beerdigt und dem weiten Ozean und Dogan, dem großen Falken, Herr des Himmels, übergeben zu werden. Nicht als Untergetauchter in einem Kaputten zu schlafen, dass im obersten Stockwerk eines Lagerhauses ruhte. Im Grunde, dachte er, war in seinem Leben gar nichts so gekommen, wie er sich als Kind erträumt hatte. Und schuld daran war nur er selbst, er allein. Nur wegen Diamanten.

Pack dein Zeug , hatte Raik gesagt und Aki sah nach einem schäbigen Beutel, der in einer Ecke lag. Viel gab es nicht zu packen. Müde blieb er auf seinem Bett sitzen und legte den Kopf in seine Hände. Er konnte nicht begreifen, was geschehen war. Raik hatte jemanden gefunden, der ihnen helfen konnte nach Hause zurückzukehren! Der Wahnsinn hatte ein Ende, das Verstecken, Lügen, Hungern. Sie würden diese Stadt verlassen. Oder? Das glorreiche Litho, die goldene Stadt der Freiheit, wo alle Sünden vergessen sind, sagen die Idioten. Diese Stadt war nichts weiter als der nächste Alptraum, aus dem Aki nicht aufwachen konnte. Graufelle nannten sie Menschen wie ihn. Pack dein Zeug . Draußen dröhnte ein Automobil vorbei und seine Scheinwerfer warfen bizarre Schatten an die leere Wand. Es konnte alles gut werden. Zumindest glaubte Raik das. Aber Aki dachte das nicht. ‚Alles wird gut‘ spielte für ihn etwa in der gleichen Liga wie ‚Abrakadabra‘. Welchen Pakt hat Raik geschlossen? Und vor allem, mit wem?

Er fröstelte. Nicht weil es kühl geworden wäre, sondern weil sich ein dünner, eiskalter Schweißfilm über seinen Rücken gelegt hatte. Die Vorstellung, diesen engen Schuppen endlich zu verlassen in dem er die letzten Wochen fast ununterbrochen eingesperrt war, ließ sein Herz schneller schlagen. Die fremden Krankheiten der Stadt hatten ihn lange Zeit niedergerungen. Das Fieber, der Husten, der Schmerz hatten ihn ausgezehrt und mit Schatten im Geist gestraft. Seit der ersten Nacht, die er hier verbrachte, träumte er von Wäldern und Schnee. Aber er hatte ein schlechtes Gefühl. Manche Dinge können nicht mehr gut werden. Anders würde mir reichen.

„Hier sitzen, warten, keine Ahnung auf wen und Dogan weiß wohin gebracht werden…“, sagte Aki laut. „Es ist nicht richtig.“

Er rappelte sich auf, trat an das Fenster und sah auf die Straße hinunter. Es war still draußen, selten lief ein Mensch vorbei. Langsam und bedächtig seilte sich eine dicke, kastenförmige Spinne neben Aki auf dem Fenstersims ab. „N‘ schönen Abend Kollege“, murmelte Aki und beobachtete, wie die Spinne in einem Loch verschwand. Raik hatte schrecklich ausgesehen. Aki hatte ihn nie vorher so gesehen, dabei kannte er ihn schon sein Leben lang. Raik war seine Familie geworden, vor langer Zeit. Die Einzige, die er hatte. Raik war einige Jahre älter als er und hatte sich um ihn gekümmert und ihn großgezogen, seit… seit dem Tag. Und es machte ihm Angst, wie er ausgesehen hatte. Andererseits war Raik in all den Wochen noch nie so sicher gewesen, so überzeugt davon, dass es einen Weg für sie gab alles ungeschehen zu machen. Mochten die Menschen in Jordengard ihn für einen Mörder halten, Aki wusste es besser. Einmal, weil er an diesem Tag dabei gewesen war, weil er sah, was wirklich geschehen ist. Und er wusste, dass Raik nie Böses gewollt hatte. Hatte er jetzt einen Weg zurück für sie gefunden? Aki konnte sich nicht vorstellen, was das für ein Weg sein sollte. Aber egal was es war, Aki würde Raik folgen. Auch in den Tod, wenn es das war. So wie er es immer getan hatte. Seit dem Tag, an dem sich die Bäume geneigt hatten. Ein hartes, entschlossenes Grinsen legte sich auf seine Lippen. Er zerrte eine klapprige Kiste vor das Fenster, setzte sich und starrte hinaus. Wann würden sie kommen?

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