E.R. Greulich - ... und nicht auf den Knien

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Der Autor dieses Lebensbildes weicht den Problemen der werktätigen Jugend in der Weimarer Republik – heute so aktuell wie damals – nicht aus. Er beschreibt die interessante Kindheit, die bewegte Jugendzeit und die erregenden Geschicke des reifen Artur Becker, der als Interbrigadist für Spaniens Freiheit fiel. Der Tod eines echten Helden
erschüttert uns. Selbstlos ging er mit der Tat voran und opferte sein Leben, das der immer Heitere so liebte. Trotz des tragischen Schlusses wirkt dieses hoffnungs starke Naturell lebensbejahend. In diesem Roman wird ein Schicksal literarisch gestaltet, das es verdient hat, nicht nur in Geschichtsbüchern fortzuleben, sondern vor allem in den Herzen der Menschen unserer Zeit.

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Artur war bestürzt. Sie hat ja recht, fand er, aber darüber habe ich nicht nachgedacht.

Fräulein Marein wandte sich an die Gruppe der Sünder: "Setzt euch. Solltet ihr weiter so dumm sein zu glauben, man besitze, was man nicht erarbeitet hat, dann müsste ich mit euren Eltern sprechen."

Die Ermahnten waren beschämt. Durch besonderen Eifer wollten sie die Schande wettmachen. Auch Artur versuchte es, doch es gelang ihm nicht. In seinem Kopf wimmelten zu viel Gedanken. Die Lehrerin spürte es. Um ihm Zeit zu lassen, bezog sie ihn kaum in den Unterricht ein.

Sie mag mich nicht mehr, fürchtete er. Sie hatte damals Wort gehalten, ihm Schreiben und Lesen beigebracht. Sie hatte das sogar beim Kaspar versucht, der weder das eine noch das andere hatte lernen wollen. Und wenn es Schüler gab, die noch nicht richtig lesen und schreiben konnten, war es wirklich nicht ihre Schuld. Nie hatte er daran gedacht, dass er die Freundschaft der Lehrerin verlieren könnte. Jetzt sah es so aus, und es war das erste richtige Unglück in seiner bisherigen Schulzeit.

Als endlich, endlich an diesem Tag die Schule aus war, trottete Artur grübelnd seines Wegs inmitten der krakeelenden Klassenkameraden. Dass die es so leichtnehmen konnten. Ja, er war der Hauptschuldige, er hatte fast die halbe Klasse abschreiben lassen. Aber nicht er war faul gewesen, sondern die Abschreiber. Gewiss war es den meisten kalt den Rücken hinabgelaufen bei der Verwarnung durch Fräulein Marein. Doch sie hatten es wieder abgeschüttelt wie junge Hunde das Wasser. Das Schlimmste auf der Welt war doch Dummsein. Alle hänselten sie die Dummen, niemand nahm sie ernst, jeder machte mit ihnen, was er wollte. Das hatte ihm der Vater immer wieder gesagt, und in zwei Jahren Schule hatte er es selbst oft genug erlebt.

Erika löste sich aus dem Schwarm der Mädchen und ging eine Weile still neben Artur her. Er tat als merke er es nicht, doch es gefiel ihm. Erika wartete darauf, dass er das erste Wort spreche.

Aber Artur war zu beschäftigt mit seinem Kummer. Es genügte ihm, hoffen zu dürfen, dass ein Mitschuldiger ihn verstand.

Endlich stieß sie hervor: "Fräulein Marein immer mit ihren - ihren Reden. Mach dir nichts draus."

"Ach du", sagte Artur enttäuscht.

Erika blieb beleidigt stehen. "Die - die hat vielleicht mehr abgeschrieben als wir, wo sie noch in die Schule ging."

In Artur stieg Zorn hoch. "Du bist ... Das ist gemein! Fräulein Marein hat bestimmt nie abgeschrieben."

"Woher weißt du 'n das so genau?" Erikas Stimme war spitz. "Alles wird sie dir auch nicht auf die Nase binden."

"Sie hat es gar nicht nötig gehabt abzuschreiben."

"Die war ebenso schlau wie du, was?"

Brüsk wandte sich Artur von ihr ab und trabte in eine Nebenstraße hinein. Bei der nächsten Gehässigkeit hätte er sie ohrfeigen müssen.

Über übliche Jungenraufereien sah Vater nachsichtig hinweg, aber Mädchen zu schlagen hielt er für schäbig. Überhaupt vergreife man sich nicht an Schwächeren, war einer seiner Grundsätze.

Wie eine Last warf Artur die Schulmappe von dem einen Arm in den anderen. Die Riemen waren angeblich kaputtgegangen, in Wahrheit abgeschnitten worden. Nach so langer Schulzeit trug man den Ranzen nicht mehr brav auf dem Rücken. Es baumelte auch kein Schwamm mehr heraus. Schließlich schrieb man nicht mehr auf der Schiefertafel. Die wartete schon darauf, von der Schwester Hedwig benutzt zu werden.

Bedrückt schlurfte Artur heute in die Wohnung. "Hast wohl einen Tadel bekommen?", fragte die Mutter halb scherzend. Der für seine Kümmernis viel zu leichte Ton ließ Artur nur verschlossen den Kopf schütteln. Mutter war die beste Frau der Welt, aber sie hatte immer zu schnell Redensarten zur Hand wie die Heilzwiebel, wenn er mit Schrunden oder Wunden vom Spiel kam. Mutter wusch, buk, kochte - nicht selten sein Lieblingsessen Makkaroni -, sie hielt die Wohnung blitzblank und half zuverdienen als Wasch- oder Putzfrau. Wahrscheinlich würde Mutter das alles gar nicht schaffen, wenn sie die Dinge wie Vater stets im Kopf um und um wenden würde. Deshalb nahm sie auch die Wehwehs der Kinder leichter. "Bis du heiratest, ist das längst vergessen." Mit dieser Zauberformel verscheuchte sie Kinderbetrübnis. Doch es gab Dinge, die man nie vergaß. Über die musste man mit Vater reden.

Artur war es gewohnt, den Vater nur sonntags am Tage zu sehen, sonst des Abends. Manchmal wurde er enttäuscht. Er schlief schon, wenn Vater von einer Gewerkschaftsversammlung kam oder vom Zahlabend des sozialdemokratischen Wahlvereins. Um so mehr freute sich Artur auf die Sonntage.

An diesem Abend wartete Artur besonders erregt. Trotzdem geduldete er sich, bis der Vater nach dem gemeinsamen Abendbrot zur Zeitung gegriffen, eine Weile gelesen hatte und nun kurz vor dem Einnicken war. Jetzt ging Artur zu ihm, nahm des Vaters Arm und legte seine Wange dagegen. Walter Becker schreckte ein wenig verlegen hoch und fuhr seinem Zweiten über den Schopf. "Was gibt's?"

"Du, Papa, als du noch - wie du erst so groß warst wie ich, wollten sie da auch immer-von dir abschreiben?"

Der Vater schüttelte den Schlaf ab und fragte ein wenig verwundert: "Wieso? - Wahrscheinlich. – Die Faulen werden ja nicht alle."

"Und du hast sie nicht abschreiben lassen?"

Der Vater wurde hellhörig. "Erzähl mal der Reihe nach: Was war los?"

Artur berichtete, dann sah er den Vater erwartungsvoll an. Der strich sich nachdenklich die stopplige Wange. "Bei uns war mal so was Ähnliches. Da hat's Dresche gegeben, immer von oben runter. Fräulein Marein macht's besser."

"Auch wenn sie nicht mehr mit mir spricht?"

Der Vater verkniff sich ein Schmunzeln. "Bist doch der Hauptangeklagte."

"Wenn sie nichts mehr von mir wissen will, gehe ich nicht mehr in die Schule."

"Na, na."

"Aber Kaspar und Bruno kamen nicht mit und die Mutze auch nicht. Die ist immer so käsig und müde, weil sie helfen muss Zeitungen austragen. Das weiß doch Fräulein Marein auch. Manchmal gibt sie ihr Frühstücksbrot der Mutze."

"Und der dicke Alois, der Bäckerjunge, der Mutze gut und gern jeden Tag 'ne Schrippe zustecken könnte? Warum hast du das verwöhnte Muttersöhnchen auch abschreiben lassen?"

"Der hat gesagt, alle haben das gleiche Recht. Wenn ich Mutze und Kaspar abschreiben lasse, muss ich den anderen auch das Heft geben."

Walter Becker lachte zornig. "Der hat das Zeug zum Großkapitalisten. Was ihm in den Kram passt, nennt er Gerechtigkeit. Damit hast du dich hereinlegen lassen."

"Das letzte Mal", schwor Artur. "Jetzt kriegen bloß noch Mutze und Kaspar mein ..."

"Abschreiben gibt's nicht mehr, für keinen." Vater sagte es so entschlossen, dass Artur erschrocken in das fahle Gesicht mit den feinen Furchen und dem struppigen Schnurrbart blickte.

"Mutze bleibt diesmal bestimmt sitzen, wenn ich ihr nicht helfe", prophezeite Artur.

"Abschreiben lassen ist auch für Mutze keine Hilfe", beharrte der Vater. Als er die verzweifelte Miene Arturs sah, suchte er nach einem guten Beispiel. Beim Nachdenken rieb er sich die behaarte Brust unter dem verwaschenen Leinen des Feierabendhemds. "Pass Obacht. Neben mir stellen sie einen jungen Kollegen hin, der in seinen vier Jahren Lehrzeit mehr Botenjunge als Feilenhauerlehrling war. Er kommt und kommt nicht auf seinen Akkord. Soll ich nun seine Arbeit mitmachen?"

Artur hob mal die eine, mal die andere Schulter. Dann sagte-er vorsichtig; "Da würdest du doch weniger verdienen."

Der Vater verstopfte ihm das Schlupfloch. "Das auch. Aber darum geht es nicht. Wie kann ich dem Kollegen wirklich helfen? Überlege mal!"

Arturs Jungenhirn dachte an vieles. Dem Vater dauerte es zu lange. Deshalb fuhr er fort: "Da guckt man, was er falsch macht, und zeigt ihm, wie's richtig gemacht wird. So lange, bis er's kapiert. Und wenn er was von Dank brabbelt, gibt man ihm 'nen Aufnahmeschein für die Gewerkschaft. Hier, mein Junge, danke es der, die hat uns zum gegenseitigen Helfen erzogen."

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