E.R. Greulich - ... und nicht auf den Knien

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Der Autor dieses Lebensbildes weicht den Problemen der werktätigen Jugend in der Weimarer Republik – heute so aktuell wie damals – nicht aus. Er beschreibt die interessante Kindheit, die bewegte Jugendzeit und die erregenden Geschicke des reifen Artur Becker, der als Interbrigadist für Spaniens Freiheit fiel. Der Tod eines echten Helden
erschüttert uns. Selbstlos ging er mit der Tat voran und opferte sein Leben, das der immer Heitere so liebte. Trotz des tragischen Schlusses wirkt dieses hoffnungs starke Naturell lebensbejahend. In diesem Roman wird ein Schicksal literarisch gestaltet, das es verdient hat, nicht nur in Geschichtsbüchern fortzuleben, sondern vor allem in den Herzen der Menschen unserer Zeit.

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"Sein Sie nicht jeck! Ich hab' doch auch nichts für die hohen Herrschaften übrig. Aber ich kenn' mich darin aus. Solche Kinder sind was Besonderes."

"Wenn mich mein Chef auf die Straße setzt, nützen mir auch zwei Haarwirbel nichts, Frau Schütz."

Die Hebamme wird krötig. "Ach, ihr Männer! Glück heißt doch nicht bloß gut verdienen. Sind Sie über den kleinen Artur nicht glücklich?"

Walter Becker lacht. "Jetzt, wo er da ist, ja. Aber wir hätten nichts dagegen gehabt, wenn der Storch bei uns vorbeigegangen wäre. 'Diesem System keinen Mann und keinen Groschen', hat Bebel gesagt. Er weiß natürlich, dass Bebels berühmter Satz sich nicht auf die Geburtenkontrolle bezieht, aber es macht ihm Spaß, Frau Schütz aufzuziehen.

"Dass ihr Sozialdemokratischen immer politisch werden müsst."

"Wir müssten den Hebammen und Ärzten die Hölle heiß machen, dass sie uns beraten, wie man nicht so viel Kinder kriegt."

Die Schütz lacht laut. "Uns brotlos machen? Da möcht' ich sehen, was ihr sagt, wenn wir dann streiken."

"Seid zufrieden, dass ihr's nicht braucht." Walter Beckers Scherz bekommt einen bitteren Unterton. "Und dann ohne Gewerkschaft. Es ist mit Gewerkschaft schon schwer."

Die Hebamme gibt ihm einen gutmütigen Klaps auf die Schulter. "Wenn irgendwas ist, schicken Sie den Eugen. Und der Zweite - der ist zu Größerem geboren." Mit schwerem Schritt stapft die Frau aus dem Haus.

Walter Becker sinnt kopfschüttelnd ihren Worten nach.

Altweibergeschwätz und Wunderglauben. Von wegen Königskind! Lohnsklave der Mannesmänner und ihresgleichen wird er, genau wie sein Vater, sein Großvater, sein Urgroßvater. Haben vielleicht alle Haarwirbel gehabt, mussten sich trotzdem schinden ums tägliche Brot.

Behutsam geht Walter Becker wieder in die Stube, betrachtet lange den Neugeborenen. Dann erzählt er Luise von der Unterhaltung mit der Hebamme.

"Solche Frauen haben einen Blick dafür", sagt sie.

"Du glaubst am Ende noch diesen Unsinn."Er droht ihr mit dem Finger.

"Hast selbst gesagt, es soll ein guter Junge werden. Warum können gute Menschen kein Glück haben? Es ist schön, an das Glück seiner Kinder zu glauben."

"Sie werden glücklich sein, wenn wir alle glücklicher werden."

Eine Woche später - Luise Becker stand schon wieder auf - kamen Borbachs und Grundewskis, um den Familienzuwachs zu begutachten. Die Frauen brachten Windeln und andere brauchbare Sachen ihrer herangewachsenen Kinder. Alle waren fröhlich wie nach einer bestandenen Prüfung. In jener Abstimmung hatte eine Mehrheit für die Fortsetzung des Streiks gestimmt. Der Unternehmerverband hatte sich zu Verhandlungen bequemen müssen, es war zu einem Kompromiss gekommen, und morgen sollte die Arbeit wieder aufgenommen werden.

Man kam auf die Prophezeiung der Schütz zu sprechen. Borbach lachte -grimmig. "Sie ist 'ne tüchtige Hebamme; aber im Kopf hat sie Kaffeegrund."

Grundewski widersprach. "So unrecht hat sie auf ihre Art nicht. Wenn der Artur groß ist, haben wir den Sozialismus."

"Gigorek wird dann Reichskanzler und du sein Stellvertreter", höhnte Borbach. Er konnte noch immer nicht vergessen, dass Grundewski als Einziger ihrer Werkstatt dem Gewerkschaftssekretär Hilfestellung geleistet hatte.

Der phlegmatische Mittvierziger war dergleichen Anzapfungen gewöhnt. "Überlegt mal: Trotz des Sozialistengesetzes sind unsere Reichstagsmandate von zwölf im Jahre einundachtzig auf vierundzwanzig im Jahre dreiundachtzig gestiegen. Glatt um das Doppelte."

"Rechne so weiter", unterbrach ihn Walter Becker, "dann müssten schon jetzt nur noch Sozialdemokraten im Reichstag sitzen."

Grundewski blieb friedlich. "Ganz so einfach ist es nicht. Aber immerhin, sieben Jahre später hatten wir schon 35 Abgeordnete, jetzt schreiben wir 1905 und lachen über unsere paar Männekens von damals. Einmal kommt's - wir erleben es noch -, dann haben wir die Mehrheit, und dann bestimmen wir, was gemacht wird."

"Das wird 'nen dollen Stuhlmangel geben", sagte Borbach undurchdringlichen Gesichts. Grundewski sah ihn fragend an, und Borbach erklärte: "Dann müssen doch die Unternehmer an die Werkbänke, und wir setzen uns auf ihre Stühle. Nun sind die aber weniger und wir mehr."

Walter Becker rieb sich die Hände über den Spaß und schaute nach den Frauen, die in der Stube beim eifrigen Gespräch über Neugeborene saßen.

Grundewski war ein bisschen beleidigt. "Bist du nun Sozialdemokrat oder nicht?"

Borbach füllte aus der Flasche Schabau, die er mitgebracht hatte, wieder die Gläschen voll. "Allerdings. Ich glaube bloß nicht, dass unsere Stahl- und Kohlefürsten vor Stimmzetteln zu Kreuze kriechen. Die sind nur so lange demokratisch, wie es ihrem Geldsack nicht wehtut."

"Dann willst du Bürgerkrieg?"

"Sowenig wie du. Leider geht es nicht bloß nach uns. Ich bin auch überzeugt, dass wir mal die Mehrheit kriegen. Aber da wirst du staunen, was die Sippschaft dann aufzieht."

"Ihr alten Schwarzseher", schnaufte Grundewski. In einem Zug kippte er seinen Schabau hinunter und räusperte sich genießerisch nach dem scharfen Schnaps.

Ähnlich verliefen ihre Gespräche meist. Sie tranken gemeinsam eins, stritten sich heftig, spielten dann friedlich Skat, trugen sich nichts nach, stritten sich aufs Neue und kamen immer wieder einträchtig zusammen.

Als die Gäste schieden, wurde Grundewski pathetisch: Er legte Walter Becker seine Hand auf die Schulter: "Dein kleiner Artur soll mal 'n großer Mann werden! Im Sozialismus brauchen wir sie."

Fräulein Marein besiegt den gelben Neid

"Und wenn er nicht wieder heruntergefallen ist, so wird er wohl noch oben in der Luft herumschweben", schloss Eugen und klappte das Märchenbuch zu.

"Noch eins", bat Artur.

Der Ältere bekam Stirnfalten und eine zornige Unterlippe. "Ich hab' gesagt eins, und nun geh' ich."

"Da komm' ich mit."

"Wehe!", drohte Eugen. "Wenn ich dir ein Märchen vorlese, kann ich allein gehen, hast du gesagt."

"Du hast das Kürzeste rausgesucht."

"Pah, 'Dreschflegel vom Himmel' ist viel kürzer als 'Der Riese und der Schneider' . "

"Du hast aber die Stelle weggelassen, wo der Riese sagt: ... Geh, kleiner Halunke, und hole mir einen Krug Wasser . "

"Kannst sie auswendig, aber ich soll sie dir vorlesen."

"'Fitchers Vogel' kann ich nicht auswendig. Liest du's vor?"

"Nein!" Eugen schlug mit der Faust auf den Deckel des Märchenbuchs.

"Dann komm' ich mit."

"Du bleibst hier. Knirpse können wir heute nicht brauchen." Eugen war schon aus der Küche, nacheinander knallten zwei Türen. Allein saß Artur und war beleidigt. Da lag das Märchenbuch. Der bunte Einband lockte und die Kränkung war vergessen. Die Prinzessin mit dem goldenen Haar war schöner als Molche und Frösche, die der Bruder fangen ging. Und vielleicht war sie noch wunderbarer, als es selbst Drachen steigen lassen mit Eugen sein konnte. Drachen kamen auch in manchen Märchen vor. Aber böse, die Gift und Schwefel spuckten, nicht so lustige aus Papier, die schon ein Windstoß erzittern ließ. Solch einen bösen Drachen hätte Artur gern einmal gesehen, wenigstens einen kleinen. War da nicht wer? Artur hätte schwören mögen, dass eben etwas hinter den Küchenschrank gehuscht war. Irgendwo wisperte und knisterte es. Ob vielleicht der Drache in der Stube ...? Artur getraute sich kaum zu atmen. Auf Zehenspitzen ging er zur Stubentür, zog leise, leise die Klinke herunter, lugte durch den Spalt. Nichts. Er trat ein, schaute tapfer unter die Betten der Eltern, dann unter das an der anderen Wand stehende Sofa. Nun blieb nur noch die Jungenkammer, in der er mit Eugen schlief. Auch hier schien sich der Drache soeben davongemacht zu haben. Mehr nachdenklich als enttäuscht ging Artur wieder in die Küche. Ein eng begrenztes Reich, die Arbeiterwohnung der Beckers. Für Artur war sie vorerst die Welt. Hier lebte er, hing seinen fantastischen Träumen nach, und da es für die Fantasie keine Grenzen gibt, hatte er sich bisher selten an der Enge der Wirklichkeit gestoßen. Artur überlegte. Der Flur gehörte nicht zur Wohnung, war aber am geheimnisvollsten, mit der schmalen Treppe zu Wiesfleckers hinauf, steil wie die Stiege zum Zauberberg. Oben winkte öfter Frau Wiesflecker und hatte etwas für ihn: eine Lakritzenstange, zwei Stück zu einem Pfennig. Wenn es Mutter sah, sagte sie: "Sie sollen den Bengel nicht verwöhnen, Frau Wiesflecker." Unter der Treppenschräge begann die Kellertreppe. Im Keller war es dunkel und muffig wie in einer Höhle. Drachen wohnen in Höhlen. Siegfried hatte keine Angst gehabt; zum Drachen zu gehen. Doch Siegfried hatte ein Schwert. Artur brauchte ein Schwert. Draußen klappte und schurrte es. Beherzt griff er sich das Küchenbeil vom Herd, schlich zur Tür und klinkte sie mit einem Ruck auf. "Was willst du mit dem Beil, Lümmel?", schrie es aus dem Halbdunkel.

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