E.R. Greulich - ... und nicht auf den Knien

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Der Autor dieses Lebensbildes weicht den Problemen der werktätigen Jugend in der Weimarer Republik – heute so aktuell wie damals – nicht aus. Er beschreibt die interessante Kindheit, die bewegte Jugendzeit und die erregenden Geschicke des reifen Artur Becker, der als Interbrigadist für Spaniens Freiheit fiel. Der Tod eines echten Helden
erschüttert uns. Selbstlos ging er mit der Tat voran und opferte sein Leben, das der immer Heitere so liebte. Trotz des tragischen Schlusses wirkt dieses hoffnungs starke Naturell lebensbejahend. In diesem Roman wird ein Schicksal literarisch gestaltet, das es verdient hat, nicht nur in Geschichtsbüchern fortzuleben, sondern vor allem in den Herzen der Menschen unserer Zeit.

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Gigorek benutzte das Ungeschick Beckers zu einem Seitenhieb. "Die Unternehmer sind leider nicht von Pappe wie der Mond da. Den kannst du mit einem Boxhieb zu Boden bringen, Kollege Becker, aber nicht den Arbeitgeberverband. Gegen den müssen wir schon ein bisschen den Kopf gebrauchen." Mehrere lachten, einige beklatschten Gigoreks Worte. Das stachelte die Wut des stämmigen Feilenhauers noch an. Borbach wollte ihn wieder auf den Stuhl ziehen, doch Becker stieß dessen Hand von seiner abgewetzten Joppe und rief: "Ein Bebelbart genügt nicht, man muss auch handeln wie Bebel!"

Gigorek antwortete lächelnd: "Was hat mein Bart mit euerm Streik zu tun?" Er zupfte die untadelige Künstlerkrawatte zurecht und sagte würdevoll: "Hier ist keine Wahlversammlung, wir beraten über den Streik."

In der Versammlung erhob sich Widerspruch. Borbach nutzte die Stimmung und fragte laut: "Bist du etwa gegen Bebel, Gigorek?"

"Natürlich nicht, Kollege." Der Verbandssekretär hob beschwörend die Hände. "Ich schätze Bebel wie keinen andern, nicht zuletzt deswegen, weil er durchaus zu unterscheiden weiß zwischen Gewerkschaft und Partei. Die Unternehmer kann man mit politischer Agitation nicht aus dem Sattel heben. Hier im Bergischen Land ist es eine ganz besondere Sorte. Mindestens so hart wie ihre Remscheider Stahlwaren."

"Darum gehören sie zum Teufel wie der ganze Plunder hier!" Ein hünenhafter junger Rohrzieher war aufgestanden. Ohne den Arm besonders recken zu müssen, zupfte er an einer Schnur über sich, und alle Pappmascheefratzen begannen wieder zu hüpfen.

Diesmal bemühte sich Gigorek nicht, geistreich zu entgegnen. Seine dunklen Augen in dem ebenmäßigen Gesicht blickten tadelnd auf den jugendlichen Spaßmacher. Hart klopfte er mit den Knöcheln auf die abgescheuerte Tischplatte. "Bitte mehr Ernst, Kollegen! Wir stehen die zweite Woche im Streik. Keinem geht es rosig. Wer etwas zur Sache zu sagen hat, soll es tun. Andernfalls schlage ich vor, wir stimmen ab, ob wir den Streik fortsetzen oder ..."

"Wir brauchen keine Abstimmung, sondern Maßnahmen, den Streik zu gewinnen!" Becker war diesmal sitzen geblieben.

Borbach unterstützte ihn. "Dazu ein Vorschlag: Gigorek wird von uns beauftragt ..."

"Warum so undemokratisch?", unterbrach ihn Grundewski. "Unser Sekretär hat eine Abstimmung vorgeschlagen, das ist genau nach Verbandsstatut. Erheben sich Gegenstimmen, müssen wir erst mal darüber abstimmen. Ich stelle den Geschäftsordnungsantrag."

Walter Becker reckte heftig den Arm zur Wortmeldung, als ihn jemand am Ärmel zupfte. Unwirsch wandte er sich um und sah in die aufgerissenen Augen Eugens, seines Erstgeborenen. "Sollst nach Hause kommen, wir haben 'n Kind gekriegt."

Die Kollegen um Walter Becker schmunzelten; Anteilnahme und gutmütiger Spott waren in ihren Zurufen. "Trab los, Walter, gib ihm den Vatersegen", sagte Borbach.

Den impulsiven Feilenhauer bewegten widersprechende Gefühle. Nun also doch schon, dachte er, kaum hatten wir uns vom "blinden Alarm" der Vorwehen erholt und gehofft, erst nach dem Streik ...

Vor den anstürmenden Sorgen flackerte die Freude in ihm nur wie ein bescheidenes Flämmchen.

"Nu komm, Papa", drängte Eugen.

Walter Becker zog ihn neben sich auf eine Ecke des Stuhls. "Gleich, bloß noch die Abstimmung."

Der Appell Grundewskis hatte Erfolg. Die Mehrzahl entschied sich für den Vorschlag Gigoreks, über Fortsetzung oder Abbruch des Streiks geheim abzustimmen.

Flüsternd tauschte Walter Becker mit dem Genossen Borbach noch einige Worte, dann ging er mit seinem Jungen leise aus dem Saal. "Hoffentlich ist alles gut gegangen", murmelte er draußen vor sich hin, das Kind an seiner Hand vergessend. Altklug sah der Kleine zu ihm auf. "Frau Schütz sagt, der Storch hat nicht doll gebissen, Muttel kann zufrieden sein."

Sie kommen in den Remscheider Stadtteil Reinshagen. Dort steht in der Tiroler Straße 13 das Häuschen. Wie meist im Bergischen Land, sind die Wände mit Schieferschindeln gedeckt. Es ist eher ein Dorf- als ein Stadthaus. Schon einmal zog es Walter Becker so heftig dorthin wie jetzt. Damals kam man von der Arbeit, nicht von einer Streikversammlung. Als der Eugen geboren wurde. Er lächelt vor sich hin. Komisch, wie in einer Posse: beide Jungen auf den gleichen Tag geboren. Den 12. Mai wird er nicht vergessen.

Der Kleine kann kaum noch Schritt halten, trippelt tapfer, heftig atmend. Kurz entschlossen nimmt ihn der Vater unter den Arm wie ein Bündel, läuft die letzten hundert Schritte im Dauerlauf. Hei, das ist ein Spaß für den Jungen. Fast so schön wie huckepack.

Im Flur begrüßt Becker die Nachbarin, Frau Wiesflecker. Beruhigend nickt sie dem Mann zu, verschwindet geschäftig in der Stube. In der Küche hantiert Frau Schütz, die Hebamme. Den Gruß Beckers überhört sie, stemmt die Hände in die Hüften. "Das ist mir 'n Vater! Arbeitet nicht, aber lässt die Frau in der schweren Stunde allein."

Walter Becker wischt die schweißige Stirn, schaut der rotgesichtigen Frau pfiffig ins Gesicht. "Sie sind doch zufrieden, wenn die Väter Ihnen dabei nicht im Wege stehen."

Die Schütz ist nicht gleich zu besänftigen. "Und wo sind wenigstens 'n paar Blumen?"

Ablenkend fragt der junge Vater: "Kann man mal erfahren, was es ist?"

Jetzt strahlt die Frau, die manchem Jammerwurm in den Proletarierbezirken ans Licht der Welt geholfen hat. "Ein prächtiger Junge. Sechs Pfund."

"Darf man ...?" Erwartungsvoll weist Walter Becker zur Stubentür.

"Gehn Sie schon! Aber manierlich, keine Aufregung."

Behutsam öffnet er die Tür. Mit blassem Gesicht lächelt ihm Luise zu. Aus dem Bündel neben ihr schaut ein winziges dunkelrotes Gesicht, das Köpfchen voller Wuschelhaare. Frau Wiesflecker legt den Finger auf den Mund, verschwindet dann. Walter Becker lässt sich auf dem Bettrand nieder, nimmt die Hände seiner Frau.

Schwach, doch voller Zärtlichkeit sagt sie: "Ein wunderschönes Kind. Artur soll es heißen".

Walter Becker nickt. Wenn es Luise wünscht, mag es der Name sein. Nun haben wir zwei Jungen, denkt er, und das mitten im Streik.

"Wie sieht's aus?", fragt Luise leise, als habe sie seinen Gedanken erraten.

"Wir werden's schon schaffen." Sacht streicht er ihr über die Stirn. "Mach dir jetzt darum keine Gedanken. Dass ihr beide gesund bleibt, ist die Hauptsache."

Sie sprechen von ihren Hoffnungen, nicht von den Sorgen. Als sich Walter Becker erhebt, schaut er Kind und Mutter liebevoll an. "Es soll ein guter Junge werden." Leise schließt er die Tür hinter sich.

Im Korridor hört er aus der Küche Eugens Fragen. Nachbarin und Hebamme haben Mühe, die Wissbegierde des Jungen abzulenken. Warum der Storch nicht lieber durch die Fenster komme? Ob sich das Brüderchen bei der Reise durch den Schornstein nicht wehgetan habe? Sein Verstand wehrt sich gegen den Humbug, denkt Walter Becker, es ist an der Zeit, unsern Kindern Vernünftigeres über die Menschwerdung zu erzählen. Er tritt in die Küche und sagt dem Sohn, er solle Blumen von Frau Grundewski holen für die Mutter. Frau Wiesflecker geht mit dem Kleinen hinaus. Die Hebamme packt ihre Tasche.

Walter Becker kramt im Küchenschrank nach der Dose mit dem Spargeld.

"Nun", fragt die Schütz, "habe ich zu viel versprochen?"

"Ein fein' Bengelchen. Frau Schütz. - Was kriegen Sie?"

"Wie immer, zehn Mark. Aber lassen Sie jetzt, Becker. Bezahlen Sie's nach dem Streik. - Und was sagen Sie zu seinen Haaren?"

"Rabenschwarz. Und viel dichter als damals beim Eugen." "Haben Sie den Wirbel gesehen?"

Walter Becker gesteht, dass er so genau den Sprössling noch nicht besichtigt habe.

Die Schütz wird ernst, beinah geheimnisvoll. "Das kommt bei tausend Kindern bloß einmal vor. Königskinder nenne ich die."

Walter Beckers Augenbrauen heben sich. "Dann ist er also in der falschen Gegend abgeliefert worden?"

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