Karin Spieker - Im Bann der Quelle

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Die magische Quelle sorgt dafür, dass Luise und ihre Freunde alles haben können, was sie sich wünschen. Aber dafür zahlen sie einen hohen Preis: Der Rat von Südental regelt das Leben aller Dorfbewohner. Freundschaften außerhalb Südentals sind streng verboten. Und niemand darf Südental den Rücken kehren. Mysteriöse Todesfälle ereignen sich, wann immer jemand die Regeln der Quelle missachtet. Luise passt sich an – bis ein Neuer an ihre Schule kommt: Leander. Versehentlich liest sie seine Gedanken und auf einmal schlägt ihr Herz Purzelbäume. Sie muss sich entscheiden: zwischen dem Leben, das sie kennt, und ihrer großen Liebe… Luxus oder Freiheit – was würdest du wählen?
(aktualisierte und überarbeitete Neuauflage des Romans «Das Geheimnis der Quelle» von Karin Marold)

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Dieses Gespräch lag nun schon einige Wochen zurück und ich war immer noch keinen Schritt weitergekommen. Nein, ich fand es weiterhin nicht richtig, Menschen zu manipulieren. Ich wollte, dass man mir die Tür aufhielt, weil man mich mochte, vielleicht auch, weil ich nett lächelte oder meinetwegen auch einfach, weil die Sonne schien. Aber sicher nicht, weil ich Macht ausübte.

Schließlich war ich eine ganze Kindheit lang hervorragend mit meinen Mitmenschen zu Recht gekommen – ganz ohne die Gabe. Ich hatte meine Lehrer und Mitschüler immer gemocht und sie hatten mich gemocht.

Ich fand sogar, dass das Leben mit der Gabe komplizierter geworden war. Da Sina im Unterricht ständig in den anderen herumschnüffelte, stieß sie notgedrungen auch auf negative Gedanken über mich und teilte sie mir empört mit.

So wusste ich leider, dass einige Jungs in unserer Klasse mich zu dick fanden. Ich wusste, dass Kim mich für eine elende Streberin hielt, weil ich mich ständig meldete und auch noch richtige Antworten gab. Ich wusste, dass Niklas und Finn darüber spekulierten, ob ich noch ungeküsst wäre. Sofie fand meine Kleidung entsetzlich langweilig. Alina beneidete mich um meine fröhliche Ausstrahlung und hoffte, dass sie irgendwann einmal eine Leiche in meinem Keller ausgraben konnte. Und so weiter und so weiter.

Lauter nichtige, höchst normale Gedanken, von denen ich nie hätte erfahren sollen.

4.

Es war Donnerstag und ich hatte meine „Hausaufgabe“ für den Gemeinschaftskreis schon wieder nicht erledigt. Ich hatte mich die letzten Male gedrückt, als es um die Erfahrungsberichte der Woche ging, es war nahezu sicher, dass ich heute Abend würde berichten müssen.

In der ersten großen Pause standen Sina und ich mit Kim, Johanna und Alina herum, so wie meistens. Die drei waren die einzigen Mädchen in der Klasse, die Sina um sich herum ertragen konnte. Was Alina und Kim betraf, war das kein Wunder: Die beiden waren eher schüchtern und himmelten Sinas überlegene Coolness an. Sina wusste das. Aus erster Hand natürlich, sie hatte in den Gedanken der beiden herumspioniert.

Mit Johanna war es eher das Gegenteil. Sie war sehr selbstbewusst, hatte einen gepiercten Nasenflügel, ein Sonnentattoo auf dem Oberarm, platinblond gebleichte Haare und die schrägsten Klamotten der Stufe. Hier war es Sina, die anhimmelte, und Johanna, die sich darin sonnte.

Insgeheim vermutete ich, dass Sina Johanna nur deshalb so gern mochte, weil es unheimlich schwierig war, in Johannas Gedanken einzudringen. Ich hatte es einmal versucht – natürlich nur wegen einer Hausaufgabe, wir sollten jemanden zum Gähnen bringen. Obwohl ich Johanna angefasst und ihr direkt in die Augen gesehen hatte, hatte ich ihre Gedanken nicht erreichen können.

Sina hatte es schon einmal geschafft, aber selbst sie gab zu, dass Johanna ein hartes Stück Arbeit war. Und sogar für Sina war es unmöglich, Johanna frei, also ohne jede Berührung, zu lenken. Sina und ich vermuteten, dass Johanna ihre Wahrnehmung grundsätzlich stark auf andere Menschen statt nach Innen richtete. Sie wirkte immer sehr wach, fast nervös, und beobachtete ihre Umgebung. Man erwischte sie nie in sich gekehrt in jenem Dämmerzustand, der es uns Gedankenlesern leicht machte.

Ich fand es schon interessant, dass ausgerechnet Johanna – neben mir natürlich - die einzige in der Klasse war, mit der Sina ein wenig befreundet war. Warum gab ihr das eigentlich nicht zu denken?

Ich mochte die meisten meiner Mitschüler, manche vielleicht sogar lieber als Alina, Kim und Johanna. Trotzdem stand ich meist mit Sina in unserem kleinen Trüppchen herum. In gewisser Weise fühlte ich mich am wohlsten dort. An Sinas Seite musste ich mich nicht wie eine Lügnerin fühlen. Und weder Alina und Kim noch Johanna gegenüber hatte ich ein schlechtes Gewissen wegen des großen Geheimnisses, das Sina und ich miteinander herum trugen. Die drei standen mir nicht nah genug, ganz einfach.

Gerade drehte sich das Gespräch um ein Video, das Alina irrsinnig lustig fand. Alina schien ganze Nachmittage lang lustige Videos zu sehen. Diesmal war es irgendetwas mit einem Spanisch sprechenden Hund, keine Ahnung, worum es genau ging, ich hörte nur mit einem Ohr zu. „Das müsst ihr euch rein tun! Das ist so geil, wie der abgeht!“, hörte ich sie sagen.

Kim bekam plötzlich einen glasigen Blick und bellte zwei Mal. Alle lachten und Sina lachte aus ihren eigenen Gründen am lautesten.

Ich warf ihr einen strafenden Blick zu. Immer und immer wieder tat sie so etwas! Und zuckte nicht einmal mit der Wimper dabei.

Heute Abend im Gemeinschaftskreis würde sie darüber sicher nicht sprechen, den Erwachsenen gegenüber gab sie sich gern ganz angepasst und zahm. Aber wenn die Clique sich das nächste Mal traf, würde sie mit ihren Heldentaten prahlen.

Ich seufzte. Sinas Aktion hatte mich daran erinnert, dass ich meine Hausaufgaben immer noch nicht erledigt hatte. Und allmählich lief mir die Zeit davon. Warum also nicht jetzt mein Glück versuchen? Ich sah mich auf dem Schulhof um. Nun gut. Wer stand ungefähr zehn Meter von mir entfernt? Da, ein paar Fünftklässler. Ach nein, die waren zu lebhaft, auf die Distanz würde ich es nie schaffen, einen von ihnen zu knacken. Rechts von mir standen einige Mädchen aus unserer Klasse, aber in deren Köpfe mochte ich nicht steigen.

Ich drehte mich suchend um. Ah – eine Gruppe von Elftklässlern. Das war besser. Vier Jungs standen im Kreis herum und unterhielten sich. Ein fünfter, den ich noch nie bewusst gesehen hatte, ließ den Blick gelangweilt über den Schulhof schweifen. Perfekt. Er war geistesabwesend, was ihn zum idealen Opfer machte. Vielleicht redeten die anderen auch gerade über lustige Videos und spanische Hunde. Vielleicht war er auch neu an unserer Schule und hatte noch nicht so recht Anschluss gefunden. Ich lächelte und fühlte mich irgendwie solidarisch mit ihm.

Verstohlen beobachtete ich ihn durch ein paar Haarsträhnen hindurch.

Der Typ war süß, keine Frage. Er trug die Uniform der meisten Jungs – lockere Jeans, graues T-Shirt, Turnschuhe. Groß war er – mit Sicherheit größer als ich! – und schlank. Ein bisschen schlaksig sogar. Er sah älter aus als die anderen – vielleicht lag das daran, dass er sehr dunkle, fast schon schwarze Haare hatte und sein Bartschatten deutlich schimmerte. Vielleicht lag es auch an seinen dunklen Augen, die ein wenig umschattet waren und seinem Gesicht etwas Melancholisches verliehen. Er sah sehr ernst und erwachsen aus. Oder wenigstens wie jemand, der schon einiges erlebt hat.

Plötzlich verspürte ich ein aufgeregtes Kribbeln bei dem Gedanken, dass ich schon bald wissen würde, was in diesem Kopf vor sich ging.

Ich durfte ihn doch lesen, oder? Nein, korrigierte ich mich, ich musste ihn sogar lesen. Was ich im Begriff war zu tun, hatte nichts mit Neugier auf einen Fremden zu tun, es war schlicht und einfach eine Hausaufgabe. Kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben.

Außerdem würde ich meine Aufgabe schnell erledigen, versprach ich mir. Rein, Blick lenken, raus. Keine Schnüffelei. Ich würde mich nicht in Sinas Niederungen begeben.

Der Dunkelhaarige starrte auf einen Punkt, der ein gutes Stück neben unserer kleinen Gruppe lag. Ich holte tief Luft. Also dann. Attacke. Gleich würde ich ihn dazu bringen, mir in die Augen zu sehen. Seltsamerweise beschlich mich nicht die übliche Panik, obwohl mein Herz bis zum Hals klopfte. Aber es war eher, nun, aufgeregte Vorfreude, die mich befiel, als säße ich in einer Achterbahn, die kurz vor dem Start war.

Ich senkte den Kopf und ließ meine Haare nach vorn fallen, so dass mein Gesicht einigermaßen bedeckt war. Durch den Haarvorhang hindurch sah ich mein Opfer an und blendete nach und nach alle Geräusche um mich herum aus, bis ich das Gefühl hatte, dass das Gesicht des Dunkelhaarigen und ich allein auf der Welt waren. Langsam baute ich Druck auf so wie ich es gelernt hatte. Und zog an. Und zog an.

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