Paul Tobias Dahlmann - Die Partie der Sterne

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In dieser Geschichte wird ein reales Schachspiel zwischen zwei deutschen Großmeistern zu einer Schlacht zwischen Weltraumflotten. Sie tobt zwischen Weiß und Schwarz, Präsident und Kaiser, klassischer Hard-SF und Science-Fantasy. Die Spielsteine sind Raumschiffe, und der Preis ist das Universum. Die Partie der Sterne ist ein Kampf um das Wesen der Realität.

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„Wir beschäftigen uns immer dann mit etwas, wenn es nötig wird.“ Der Dachs bleckte die Zähne. „Wenige unserer Wissenschaftler kümmern sich um so einen abgehobenen Unsinn wie soziale Dimensionen. Aber einige tun es eben doch. An so einer Stelle erweist es sich oft als günstig, noch eine Speise mehr vorbereitet zu haben.“

„Zur Sache!“

„Zur Sache.“ Der Dachs pfiff durch die Zähne. „In der Sache sind Sie hier auf einer konservativen Welt. Das gibt uns Vertragssicherheit. Auf der anderen Seite sind Sie liberal. Das gibt uns Handlungsmöglichkeiten. Der liberale Konservatismus ist das perfekte System für unsere Art von Freihandel. Ob Sie darüber hinaus einen weißen Eisblock verehren oder einen blauen Himmel, kann uns völlig egal sein. Entscheidend ist, dass Sie letztlich an dem Erhalt um des Erhalts Willen arbeiten. Die Fremden werden das ändern wollen.“

Donald Whitey wusste, dass manche seiner Priester hier der Philosophie der Wall-Union widersprochen hätten. Er selbst widersprach nicht. Als Realist versuchte er stets, das Beste für sich selbst aus einer Situation herauszuholen. Dazu waren konservative Strukturen und Ansichten sehr hilfreich.

Was er noch nicht verstand, war aber die Idee eines Gegenteils dazu. „Ja, das stimmt ja alles“, meinte er darum. Seine Hand wanderte an die Geschlechtsteile seines Nebenmannes und drückte zu, so dass dieser aufjaulte. „Aber andere als konservative Strukturen müssten doch irgendwann in sich zusammenfallen. Sonst sind sie nicht stabil. Andernfalls kommt es nur zu unnötigen Kämpfen und Revolutionen. Davon unabhängig ist innere Freiheit. Die betrifft jeden Einzelnen. Der kann sich innerhalb des Systems aussuchen, was er will. Dadurch entstehen Ideen und Gedanken. Durch die wird jede Entwicklung überhaupt erst möglich. Wie sollen diese Fremden denn bitte Sternenschiffe bauen können, wenn sie nicht auch selbst liberal innerhalb eines konservativen Systems arbeiten?“

„Das ist genau die Gefahr!“ Der Dachs sprang auf, zunehmend erregt. Hierin war seine Gestik menschlich. Während er sich an der Tischkante festkrallte, stieß er hervor: „Jene fremde Welt ist fast spiegelbildlich gegenteilig zu der Ihren hier, aber versetzt. Sie ist nicht einfach irgendwie chaotisch anders.“

„Aber das Gegenteil zum Konservatismus...“, setzte Donald Whitey an.

„Nein!“, rief der Dachs. „Das Gegenteil ist eben nicht einfach Anarchismus oder Infantilismus. Das Gegenteil zum Konservatismus ist der Feudalismus.“

„So einen Blödsinn verstehe ich nicht. Monarchien sind doch extrem konservativ.“ Präsident Whitey schnaubte.

Der Dachs spuckte sich auf die Fellhände, und fuhr mit ihnen über sein Revers. Dadurch tanzten seine Körperhaare förmlich. „Monarchien sind oft konservativ, ja. Aber echte Feudalherrschaften sind keine echten Monarchien. Sie haben nur meist einen monarchistischen Überbau, ebenso wie ihr Konservatismus hier einen demokratischen Überbau hat. Aber bei Ihnen hier reagiert ja auch nicht der einzelne Mann auf der Straße, egal, was Sie ihm erzählen mögen. In Feudalstaaten herrscht die adelige Gesinnung, nicht der König als Person.“

„Haben wir hier nicht auch eine Art Adel des Geldes?“

„Ja, das ist der Punkt!“, brüllte der Gesandte der Wall-Union. Alles an ihm sträubte sich und spannte sich an. Seine Stimme fiel in Tonlagen, welche die Menschen nicht hören konnten. „Geldadel entwickelt sich aus dem Individuum. Er braucht Liberalismus, um zur Macht zu kommen. Dabei nutzt er vorhandene Strukturen in einem konservativen System. Dieses ist ausgelegt auf die Möglichkeiten des Einzelnen, innerhalb von Vorgaben aufzusteigen. Es erhält sich selbst. Der Bürger darin folgt Notwendigkeiten und Vorgaben.

Aristokratischer Adel funktioniert genau anders herum. Zwar kann beides auf seine Art erblich sein. Aber die Vorgaben der Adelsstruktur bestimmen die Persönlichkeit. Jene folgt einem fiktiven Wertemuster, das sich ausbreitet, anstatt den eigenen Bedürfnissen.“

„Theoretiker wie Sie lasse ich normalerweile aufknüpfen“, meinte Donald Whitey trocken. „Seien Sie froh, dass Sie aus einem anderen Sonnensystem kommen.“

Wiederum schob der Dachs die unteren Zähne vor. „Sie wissen nun also, warum wir über Ihr exaktes Gegenteil reden?“

„In kleinen Teilen“, murrte der Präsident unzufrieden. „Ich verstehe immer noch nicht, wie Ihr kruder Feudalstaat Sternenschiffe bauen kann. Dazu braucht es doch Liberalismus, um die Leute zum Handeln zu bewegen. Sie handeln doch gar nicht wirklich für sich selbst ansonsten.“

„Darüber haben wir lange nachgedacht.“ Der Dachs zitterte mit den Ohren. „Wir glauben mittlerweile, dass dieses fremde Gesellschaftssystem aus sich selbst heraus sehr kreativ sein muss. Das könnte sich gegen Sie und uns wenden. Wie das geht, wüssten wir selbst gerne. Deshalb sind wir unsicher. Trotzdem ist Ihre weiße Welt hier die gegensätzlichste, die wir finden konnten.“

„Sie wollen also, dass wir einen Kampf für Sie führen? Und als Grund führen Sie wüste Theorien an.“ Donald Whitey spuckte Tabaksaft in einen bereitstehenden Napf neben sich. „Wir sind angeschlagen. Alles, was Sie bieten, sind vage Phrasen von künftigem Handel.“

„Nein!“ Die Zähne des Dachses blitzten abermals hell, und nun wurden Verzierungen darin erkennbar. Kleine Strasssteine waren zwischen sie eingelassen worden. „Ich biete Ihnen das Leben. Ich biete Ihnen Ihre eigene Existenz. Bei zwei so gegensätzlichen Kulturen wie hier wird sich letztlich immer eine der beiden durchsetzen. Und ich würde es gerne sehen, wenn das Ihre wäre.“

Der Dachs blickte der Reihe nach zu jedem der anwesenden Menschen. Einige waren bleich, andere zögerten, weitere folgten seiner Logik.

„Was soll der Grund sein, dass wir gerade jetzt für Sie kämpfen sollen?“, meldete sich Admiral Alexander Game schließlich zu Wort. Gleichzeitig warf er einen Würfel. „Warum hat das Ganze nicht noch Zeit?“

„Das ist ein weiterer Punkt, diese Zeit“, meinte der Gesandte der Wall-Union wieder ruhiger. „Wir haben scheinbar endlos viel davon. Die Dinge entwickeln sich ja sonst nur in der Geschwindigkeit, die dem Geschäft zuträglich ist, also praktisch gar keiner. Echte Entwicklungen werden beschränkt, und den Leuten nur vorgetäuscht. Sonst würde ja die Verlässlichkeit der konservativen Berechnungen abnehmen. Bei den Fremden ist das anscheinend anders. Entwicklung scheint bei ihnen wegen der Kreativität ein Selbstzweck zu sein.“

„Dann besteht die Gefahr, dass sie uns technisch überholen könnten?“ Miss Bunnydollar war aufgesprungen und präsentierte den anwesenden Herren ihren überbetonten Ausschnitt. Ihre seitlich abstehenden, aufgesetzten Hasenohren wackelten.

„Diese Gefahr besteht seit dem ersten Tag, an dem die Fremden keinen Kontakt mehr zu uns hatten“, keifte der Dachs zurück. „So, jetzt merken Sie also auch einmal etwas?! Die soziale und logische Entwicklung hat die Fremden Sonnensysteme ansteuern lassen, die den gleichen Stand hatten, wie sie selbst. Aber ihre Heimat entwickelt sich mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit als unsere. Wenn wir nicht Alles verlieren wollen, dann müssen wir also sofort alle Geheimtechnologien anwenden, die wir haben. Hier und jetzt müssen wir kämpfen. Nur dann haben wir eine Chance gegen sie.“

„Dieser Teil leuchtet mir leider ein.“ Donald Whitey ließ sich demonstrativ von einer seiner Leibwachen dessen Revolver aushändigen. Er zielte willkürlich in verschiedene Richtungen im Raum. Dann knallte es. Der Globus einer grünen Erde zersprang in seine Einzelteile. „Also wir hier auf der weißen Welt? Weil unser System besser ist als das ihre, und die anderen Welten in der Nähe weniger weit entwickelt sind? Warum sollen wir uns eigentlich keine Unterstützung holen? Hier stehen immerhin etliche große Planeten gegen einen einzelnen kleinen.“

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