Paul Tobias Dahlmann - Die Partie der Sterne
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Ein leises „Warum?“ stand aus vielerlei Richtungen im Raum.
Der Dämon war nicht in Verlegenheit, weiter zu geifern: „Wer ist nicht Tyrann in seiner eigenen Welt? Man muss die Wege zu gehen wissen, wohin auch immer sie führen. Was hier klar wird, ist der Antrieb der Dinge. Die Wall-Union treibt Präsidenten vor sich her. Unter jenen wählt sie immer den, der ihnen die größten Aussichten zu haben scheint. Das sind die Regeln der universalen Mechanik. So war bisher ihre Denkweise. Sie hat noch nie selbst gekämpft, damit sie Unschuld vorgeben kann.“
Rall Schorrdas legte eine Pause ein, und genoss die Berührungen seiner Dienerinnen und Gespielinnen. Sein Körper bebte, als er zu der anderen Seite des aufziehenden Kampfes kam: „Ein Tyrann würde viel eher selbst handeln, wo die Umstände es erfordern. In diesem Fall allerdings schien das Quellkaiserreich gefordert. Ich kenne es und finde es lustig. Außerdem finde ich es albern, wie lange ihr gebraucht habt, um auf die genauen Kontrahenten dieser Partie um die Realität zu kommen.“
Rall Schorrdas überlegte, wie er die Dinge in seinem Sinne verändern konnte. Als Dämon war er nicht daran gebunden, Böses zu tun. Es machte ihm nur Spaß, mit Klischees zu spielen. Er versuchte zu polarisieren, indem er provozierte. Dazu gab er seinen Zuhöhrern eine Melodie und einen Text ein, die sie kleiner als ihn selbst zeigen sollte.
Dies ist keine echte Welt.
Dies ist nur ein ferner Alp.
Dies ist nur ein böser Traum.
Dieses Leben ist nur halb.
Dies ist Tod im Weltenraum.
Dies ist, was die Angst erhält.
Zuschauer Nummer 13
Figuren werden gezogen. Die Welt ist bunt. Jemand zögert. Weiß gewinnt.
„Was ist Realität?“, klang dumpf eine freudlose Stimme.
Sie kam aus den Tiefen eines Berges. Sie war nun erst durch den zynischen Sang des Dämons erwacht. Tatsächlich befand sie selbst sich in den Ländern jenseits des Meeres, nicht allzu weit vom Quellkaiserreich entfernt. Sonst schlief sie in Agonie und verharrte in lichtlosem Schweigen. Farben waren für sie nur Erinnerung. Die Geräusche kamen nun immer näher zu ihr, und so entschloss sie sich endlich zu einer Reaktion.
„Ist Realität ein sozialer Zustand oder ein physikalischer? Ich denke, auch darum wird hier gekämpft, denn beides bedingt sich gegenseitig.“ Die Stimme klang traurig. Sie gehörte einer versteinerten Meerfrau, einer Aquatin und Nixe. Sie hatte einst angefangen, steinernde Tränen zu weinen, und war dadurch auch selbst zu Stein geworden. Ein Berg war über die Jahrmillionen um sie herum angewachsen.
Höhlen und Gänge führten hinein in den Berg, und so nahmen manche Anwohner ihre Existenz in verschiedener Weise wahr. Die Meerfrau selbst war eingeschlossen, denn der Berg würde nicht aufhören zu wachsen, oder gar abgetragen werden können, ehe sie nicht aufhörte, zu weinen. So nahmen auch Schweigen, Enge und Kälte zu.
Dennoch konnte sie klagen: „Die Wall-Union bestimmt die Realität des größten Teils des Universums. Wen kümmert es, wenn ein Tyrann oder ein Kaiser auf einem einzelnen Kontinent einer einzelnen Welt sich ihr entgegenstellen? Wieso sollte das den Gang der Dinge beeinflussen? Nennt es von mir aus Vektoren oder Hyperströme. Es ist der Lauf der Welt. Jener ist, wie er ist.“
Zuschauer Nummer 14
Gedanken sind Entscheidungen. Die Welt ist bunt. Jemand zögert. Schwarz gewinnt.
„Und er ist stets neu und verändert sich selbst.“
Der Sprecher war das verwunschene Kind, welches ein Stück östlich des Berges aus Steintränen lebte. Sein goldenes Volk blühte heute, liebte, spielte. Das verwunschene Kind war glücklich. Langsam erwachten auch andere Wesen in seiner Nähe, denn das Gespräch war sichtlich in Richtung ihrer Augen und Ohren gewandert.
„Einst war es der Tyrann, der auch meine Realität änderte“, erzählte das verwunschene Kind. „Es war in Teilen seine Absicht, und es war richtig so. Denn das Gute muss manchmal enden, damit das Bessere triumphieren kann. Und was das Bessere ist, das sieht oft nur ein Böser wirklich. Eine lange Nadel kann einen Wal töten. Der Tyrann kann die Sterne am Himmel verlöschen lassen. Er will nämlich, dass sie leuchten.“
Der Blick des verwunschenen Kindes ging in die Runde, und sah Blüten aus Gedichten. Es suchte nach weiteren Hinweisen darauf, wie die Welt sich entwickeln könnte.
Zuschauer Nummer 15
Figuren werden gezogen. Die Welt ist bunt. Jemand handelt. Weiß gewinnt.
„Das ist eine Aussage, wie ich sie von dir erwartet hatte. Lojal bis in den Tod“, meldete sich eine andere nahe Stimme.
Sie sprach nicht wirklich. Ihre Wörter und Sätze flogen durch den Raum und formten sich auf eine geschriebene Weise aus, sobald sie erkennbar wurden. Niemand wunderte sich, dass ausgerechnet diese Quelle ausgerechnet das meinte.
Man argwöhnte ohnehin an vielen Orten in ihrer Umgebung, dass sie auf das Wirken des Tyrannen selbst zurückginge. Weiter entfernte Zuhörer spürten die Grundstimmung. Die meisten folgten ihr.
Worte erschienen und vergingen. Andere verschwanden, wo die Stimme nah war. Das war ihr Wesen. Sie gehörte zu der Autografie, einem mittelgroßen magischen Buch, das in den Hallen von Bann lagerte. Doch selbst die blinden Bibliothekare hüteten es in einer tiefen und abgeschiedenen Höhle, um seine Macht zu beschneiden.
Es gibt in vielen Welten magische Bücher. Die meisten schreiben sich mehrfach selbst und erzählen eine Geschichte dabei. Manchmal ziehen sie ihre Leser physisch in solche Geschichten, oder sie tauschen ihn aus gegen Wesenheiten aus ihrer Handlung. Nichts dergleichen lag im Interesse der Autografie.
Die Autografie tauschte sich mit anderen Büchern in ihrem Umfeld aus. Sie stahl ihnen Wörter und Textpassagen und krickelte in ihnen herum. Manchmal schien sie sich auf diese Weise vermehren zu wollen, anderes diente vielleicht dem Erkenntnisgewinn. Die Autografie war ein wachsendes Buch. Sie hatte immer so viele Seiten, wie sie gerade brauchte.
Die Autografie kümmerte sich kein Stück darum, ob sie gerade Leser hatte. Sie änderte sich und schrieb sich um nach eigenem Gutdünken. Sie kümmerte sich auch nicht darum, was andere Bücher oder Leute wollten. Sie veränderte Zeilen vor ihren Augen, wie sie gerade Lust hatte.
Solange sie nur von Romanen und Kochbüchern umgeben war, war sie höchstens ärgerlich. Aber die Autografie änderte auch Sachtexte. An den Tatsachen selbst änderte das nichts, wohl aber an der Wahrnehmung derselben. Das konnte weitreichende Folgen haben. Die Nähe der Autografie konnte Kriege auslösen und Ehen arrangieren.
Aus Sicherheitsgründen hatte man sie daher an einen abgeschiedenen Ort verbannt.
Nun fand die Autografie eine Gelegenheit, an Wänden Inschriften zu hinterlassen: „Es ist ja nicht so, dass ich persönlich nicht für den Tyrannen wäre. Er steht von mir aus gesehen hinter dem Kaiser. Doch es bleibt zu beachten: Umgekehrt muss dann die Wall-Union einen Präsidenten vor sich her schieben. Wahrscheinlich ist es einer, den wir aus einem schlechten Propagandamärchen kennen. Ich tippe auf einen Egomanen mit Schmalztolle. Seien wir gespannt!“
Zuschauer Nummer 16
Gedanken sind Entscheidungen. Die Welt ist bunt. Jemand handelt. Schwarz gewinnt.
„Gespannt ist der falsche Ausdruck“, sagte der lachende Tanz, als er die Inschriften las. „Hoffnungsvoll sollten wir sein, dass die Welt unsere Schritte trägt.“
Auch dies waren keine Worte im engeren Sinne. Es waren Ausdrücke. Einst war ein Tanz erdacht worden, der so komplex gewesen war, dass er zu denken begonnen hatte. All seine Drehungen und Verbeugungen und Pirouetten waren Kommunikation. Der Tanz sprach, veränderte und erweiterte sich.
Stets wurde er irgendwo getanzt, denn er war beliebt. Die Tänzer merkten kaum, was sie wirklich taten. Der Tanz bestimmte ihre Bewegungen, Rhytmen und Bedeutungen weit mehr, als sie selber es taten.
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