E.R. Greulich - Der anonyme Brief

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In diesem Roman hat E.R. Greulich das ereignisreiche Jahr 1913 im Leben Karl Liebknechts gestaltet. Durch sorgfältige Studien brachte der Autor auch wenig Bekanntes ans Licht und zeichnete einprägsame Charakterbilder.
Als er von Budapest zurückkehrt, findet er unter der eingegangenen Post einen umfangreichen Brief. Der Absender ist unleserlich, und das stimmt skeptisch. Anonyme Briefe bedeuten meist Klatsch und Tratsch. Aber dann liest er den Inhalt mit wachsender Erregung. Er ruft seine Frau: Schau dir das an, Sophie. Hier wird Krupp Spionage vorgeworfen, Bestechung von Beamten der Militärverwaltung. Wenn das stimmt, es wäre Dynamit inter den Sesseln einiger Herren!
Sophie warnt: Vorsicht, Karl! Womöglich will der Gegner dich in eine Falle locken. Du mußt sorgfältig prüfen, ob das Material echt ist.

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Die Mienen der Anwesenden entspannten sich. Zwar war noch nicht allen klar, wohin Scheidemann mit seinem überraschenden Manöver zielte, doch es war nicht das erste Mal, dass er die Fraktion aus einem Dilemma hinauslavierte. Zudem waren sie nach der Aufregung abgespannt, des Streits müde, wollten nach Hause. Das Ende der Beratung war in Sicht, und das verdankten sie Scheidemann. Molkenbuhr sprach es aus, nachdem er tief Luft geholt hatte. "Zugegeben, Genossen, so kann man es auch sehen. Wir haben uns nie geweigert, neuen, besseren Einsichten zu folgen. Ich denke in eurem Sinne zu sprechen, wenn ich Genossen Scheidemann für seine Ausführungen danke und dem Genossen Liebknecht empfehle, so zu verfahren, wie eben vorgeschlagen. Noch Wortmeldungen? - Nicht? - Ich danke. - Die Beratung ist geschlossen."

Einzeln, zu zweit, in kleinen Gruppen verließen die Fraktionsmitglieder das Zimmer. Einige der besten Freunde Scheidemanns blieben und drängten sich um den "Retter aus der Krise". Ein wenig eitel, ein wenig selbstgefällig, doch beides verdeckt durch freundschaftlichen Charme, sah er einen nach dem andern an. "Ihr erwartet das Geheimnis meiner Stellungnahme entschleiert. Da gibt's kein Geheimnis. Es ist, wie ich sagte: Ist das Material wertlos, dann ist es blöd, sich für nichts gegen Liebknecht zu exponieren - sein Anhang in der Partei ist unbestritten. Ist es echt, wäre es noch dümmer, dem Kriegsminister die unangenehme Arbeit abzunehmen. Mag der sich damit befassen, ob dem Material ein Begräbnis erster oder zweiter Klasse zuteilwird."

Zustimmendes Augurenlächeln in der kleinen Runde.

Zum Schluss waren nur noch Noske und Scheidemann im Zimmer. Noske malte Merkzeichen neben die Zahlenkolonnen einer hektografierten Etatsliste. Er sah nicht auf vom Papier, als er ohne Erregung sagte: "Zum Schluss kommt es auf das Gleiche hinaus, was ich vorgeschlagen habe: Papierkorb."

Scheidemann stand am Tisch, die Arme verschränkt. "Aber wie es da hineingelangt, bester Gustav, das ist das Entscheidende."

"Ich hasse Umwege."

"Das Leben besteht aus Umwegen."

"Immer dieses Verkleistern, diese Tricks."

Scheidemann entnahm seinem Zigarrenetui eine Importe. Während er sorgsam die Spitze kappte, das Streichholz entzündete, die ersten Züge des aromatischen Dufts in die Luft blies, merkte man ihm an, dass er diese Handlung mit Genuss zelebrierte. "Honig ums Maul schmeckt süß. Die Leute mögen nun einmal das Bittere nicht."

Noske hatte die Liste durchgearbeitet. Ohne Hast schob er den Hefter in die Aktenmappe, legte beide Hände darauf wie auf ein Brevier. "Hier ist meine Arbeit. Das zählt. Ich habe nicht nötig, sie mit Zuckerguss zu glasieren."

"Dein Hochmut hat dir schon manchen Kummer gemacht, Gustav. Man muss nicht dauernd den Atlas spielen, als trüge man alle Last allein. Andere arbeiten auch. Es kommt eben darauf an, wie eines Mannes Arbeit eingeschätzt wird."

Noske lenkte ein. Er wusste gut, dass Scheidemann wieder einmal mit elegantem Damast überdeckte, was er an Zwist auf den Tisch der Fraktion gelegt hatte. "Du bist eben glücklicher veranlagt als ich."

Scheidemann blieb großzügig. Er war schon froh, dass der Störrische ihn nicht mit polternden Vorwürfen überhäufte, er sei ihm in den Rücken gefallen. "Natürlich, den Seinen gibt's der Herr im Schlaf."

Noske bemühte sich um ein versöhnliches Lächeln, es wirkte beinahe wie eine Grimasse. "Lass es gut sein, Philipp, wir beide sind zu alt, um uns noch zu ändern."

Sie gingen zur Reichstagsgarderobe und ließen sich in die Wintermäntel helfen. Der Garderobier sah den beiden nach, als sie sich plaudernd entfernten. Er winkte seinem Kollegen und witzelte hinter vorgehaltener Hand: "Von hinten sieht et aus, als jingen dort Herr Jutsbesitzer und sein Inspektor."

Liebknecht und Ledebour gehörten zu den Ersten, die nach der Beratung das Reichstagsgebäude verlassen hatten. Sie standen in der Nähe der Auffahrt. "Wat sagste nu, Ackermann?", scherzte Ledebour.

Liebknecht schaute nachdenklich hinüber zum winteröden Tiergarten. "Ehrlich gestanden, diese plötzliche Parade kam selbst mir überraschend."

Ein wenig belustigt, ein wenig angewidert, lachte Ledebour sein warmherziges, leicht heiseres Lachen. "Fuchs Philipp steckt sie alle in die Tasche."

"Er hat schon öfter den Retter der Fraktion gespielt. Diesmal dürfte ihm der Ruhm teurer kommen, als er in seinem großen Augenblick überschauen konnte."

Ledebour sah Liebknecht fragend an, und der erläuterte: "Der gute Philipp konnte nicht wissen, dass ich inzwischen die neunzigprozentige Sicherheit für die Echtheit des Materials habe."

Ledebour verbarg seine Freude nicht. "Dann war die ärgerliche Auseinandersetzung nicht umsonst."

"Ich werde ein Kurzprotokoll anfertigen und es morgen Molkenbuhr zur Unterschrift vorlegen. Damit haben wir sie festgenagelt, wenn es ernst wird, vor allem den Schlauberger Scheidemann. Mit seinem Dafür im Rücken kämpft sich die Sache leichter im Reichstag durch, als wenn wir einen Zweifrontenkrieg führen müssten."

"Kompliment, Genosse Liebknecht. Scheidemanns trickreiche Taktik für uns umzumünzen, gelingt uns leider selten."

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