Klaus Melcher - Die Frau des Scharfrichters

Здесь есть возможность читать онлайн «Klaus Melcher - Die Frau des Scharfrichters» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Frau des Scharfrichters: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Frau des Scharfrichters»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

1347 in Sülsheim, einer kleinen Stadt in Franken.
Der Scharfrichter Wolfram hat wegen fehlender Hinrichtungen und der wenigen Körperstrafen kaum genug Geld, um zu überleben. Deshalb hat er das Amt des Heymlichkeitenfegers (Kloakenreinigers) übernommen und verkauft zudem selbst gemischte Heilkräuteressenzen und Salben aus Menschenfett.
Eine Änderung seines Lebens bringt erst die Verhaftung Mathildes. Sie hat ihren gewalttätigen Mann vergiftet und erwartet im Kerker ihren Prozess.
Wolfram versorgt sie bis zu ihrem Gerichtsprozess und behandelt aus Mitleid die Wunden der geschundenen Frau und verliebt sich in die junge Frau.
Erwartungsgemäß wird Mathilde zum Tode verurteilt.
Wie es die Vorschrift verlang, bereitet Wolfram gewissenhaft den Scheiterhaufen vor.
Das Volk fiebert dem Fest entgegen.
Da geschieht etwas, womit niemand gerechnet hat.

Die Frau des Scharfrichters — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Frau des Scharfrichters», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Scharfrichter, waltet Eures Amtes!“, befahl er endlich, und die Büttel zogen und stießen Mathilde die wenigen Stufen die Treppe hinauf.

Wieder ging ein Raunen durch die Menge, das in ein hysterisches Kreischen überging, als die Büttel der Frau kreuzweise eine schwere Eisenkette an den Körper legten und sie den Pfahl an ketteten.

„Höher! Höher! Man sieht nichts!“ riefen einige in der Menge, bis der Ruf „Höher! Höher!“ über das ganze Feuerfeld schall.

Jetzt erst schien die Unglückliche sich des vollen Ernstes ihrer Lage bewusst zu sein, denn auf einmal öffnete sie ihren Mund und schrie, dass alle es hören konnten: „Herr! Rette mich!“

Der Scharfrichter war unten geblieben, denn das Gericht hatte der Frau nicht die Gnade gewährt, dass er sie beim Entzünden des Scheiterhaufens tötete.

So abscheulich fand es das Verbrechen, dass die Mörderin eines langen und qualvollen Todes sterben sollte.

Er erwartete die brennende Fackel, die ein dritter Büttel ihm reichte, damit er den Scheiterhaufen an den von ihm vorgesehenen Stellen entzündete.

Als er sie erhalten hatte, hob er sie hoch, dass jeder auf dem weiten Platz sich überzeugen konnte, dass sie tatsächlich brannte, und augenblicklich verstummte die ganze Versammlung.

Wie geschickt würde der Scharfrichter arbeiten? Hatte er das Holz nach allen Regeln der Kunst aufschichten lassen?

Man hörte nur das leise Prasseln der Fackel.

Der Scharfrichter drehte sich zum Scheiterhaufen, und alles hielt den Atem an, selbst die schreienden Kinder waren wie erstarrt.

Gleich würden sie Zeugen dieses faszinierenden Schauspiels werden:

Erst würden nur winzige Nester trockenen Zunders entzündet, brannten schnell auf. Die noch kleinen Flammen leckten nach dem Reisig, er knisterte, und auf einmal stand der Haufen auf ganzer Breite in Flammen. Ein leichter Wind fegte hinein, trieb die Flammen empor.

Und jetzt würde der Höhepunkt kommen.

Die Flammen erreichten die Delinquentin, erfassten ihr Kleid, züngelten an ihm empor. Einen winzigen Augenblick schien sie zu brennen, hörte man sie schreien, sah ihren nackten Körper, der sich vor Schmerzen aufbäumte, dann hatten die Flammen die höheren Scheite erreicht, loderten um sie herum, verhüllten ihren Körper.

Jetzt war sie nicht mehr zu hören, nur noch das Geprassel des Feuers. Als es über ihrem Kopf zusammenschlug, zerbarst das Gerüst und stürzte in die Flammen, über ihm ein Meer von Funken.

Und da geschah das Unerwartete, Unfassbare.

Statt die Fackel an den Zunder zu halten, drehte der Scharfrichter sie um und schlug sie mit aller Kraft auf den Boden, dass sie erlosch und ihre letzen Funken in alle Richtungen stoben.

Immer noch herrschte diese gespannte Stille, und bevor auch nur einer der Anwesenden etwas sagen konnte, rief er laut und klar: „Ich richte diese Delinquentin nicht hin! Ich werde sie heiraten!“

Noch immer regte sich kein Laut. Die Menge stand wie erstarrt da, konnte nicht fassen, was sie soeben gehört hatte.

Erst als der Scharfrichter die Kanzel erstieg und der Delinquentin die Ketten löste, sie vorsichtig die Stufen hinabführte, erst da hörte man erste Laute, bis ein Gemisch von Beifall und Verwünschungen den ganzen Platz erfüllte.

Der Scharfrichter fasste die Delinquentin bei der Hand und führte sie vor die Tribüne mit den Stadtoberen.

„Ihr wollt tatsächlich die hier anwesende, zum Tode durch das Feuer verurteilte Mathilde, ehemals Ehefrau Wolfhards des Schmieds, heiraten?“

Mit lauter, kräftiger Stimme, die keinen Zweifel an seinem unumstößlichen Willen ließ, antwortete er: „Ja, ich werde diese Frau heiraten!“

Nur kurz beriet sich der Bürgermeister mit dem Richter, dann stand er auf, und das Volk verstummte augenblicklich.

„Eure Bitte sei gewährt!“, sagte er ruhig.

Es war ihm noch nie passiert, solange er Bürgermeister war, und auch der Richter hatte es noch nicht erlebt, dass ein Scharfrichter sich weigerte, eine Delinquentin hinzurichten, und sie stattdessen zu heiraten begehrte, aber er hatte dieses Recht, und das hatte man zu respektieren.

Lange stand ein Großteil des Volkes, das der Scharfrichter um sein Vergnügen gebracht hatte, noch auf dem Richtplatz, sah zu, wie der Scheiterhaufen auseinander gezogen wurde, wie auch die Zimmerleute die Kanzel für die Delinquentin abbauten, diskutierte heftig, und einige wagten bereits Wetten, wie lange der Scharfrichter die Ehe mit einer Giftmischerin überleben würde.

Unberührt geleitete der Scharfrichter seine Frau den staubigen Weg zurück, durch das Nicolaitor, ging die wenigen Schritte die Mauergasse entlang und öffnete ihr zum ersten Male ihr neues Heim.

„Ich hoffe“, sagte er, „du bist nicht zu enttäuscht. Sicher kann ich dir nicht so viel bieten, wie dein erster Mann.“

Bisher hatte sie es vermieden, ihren Retter anzusehen, hatte ihren Blick immer auf den Boden gesenkt. Jetzt sah sie ihm direkt in die Augen.

„Warum hast du das gemacht?“, fragte sie. „Du weißt, ich habe meinen Mann vergiftet. Hast du nicht Angst, ich könnte das noch einmal tun?“

Statt einer Antwort nahm er sie in den Arm und führte sie durch das kleine Haus.

An einer Tür ging er vorbei.

„Was ist hier?“

Einen Augenblick zögerte der Scharfrichter, dann öffnete er die Tür und ließ Mathilde eintreten.

Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich ihr.

Der Raum war fast quadratisch, vielleicht sieben Ellen lang. In der Mitte stand ein roher, aber stabiler Holztisch. An den Wänden standen grob gezimmerte Regale mit allerlei Tiegeln und hingen einige Geräte, die Mathilde nicht zuordnen konnte. Lediglich verschiedene Messer und Sägen erkannte sie. Auf einem schmalen Tisch an der Wand befanden sich einige Schüsseln aus gebranntem Ton und größere wannenartige hölzerne Gefäße.

Ratlos sah sie Wolfram an.

„Das ist meine Werkstatt“, erklärte er, „hier mische ich meine Salben. Auch die, mit der ich deine Wunden geheilt habe“, fügte er schnell hinzu, als er sah, wie sie erschrak.

„Darf ich?“, fragte sie und öffnete ein Gefäß.

Es war zur Hälfte gefüllt mit einer weißlichen Masse.

„Ist das Fett?“

Er nickte, nahm ihr den Deckel aus der Hand, verschloss das Gefäß und stellte es an seinen Platz zurück.

„Komm“, forderte er sie auf, „das erkläre ich dir alles später. Für heute hast du genug erlebt.“

Wieder umfasste er vorsichtig ihre Schulter und führte sie in die Küche.

„Bist du hungrig?“

Dankbar sah sie ihn an. Ja, auf einmal hatte sie furchtbaren Hunger. Seit dem Morgen hatte sie nichts mehr gegessen. Bisher hatte sie es nicht gemerkt, doch jetzt, nachdem die Angst von ihr genommen war, biss der Hunger zu wie ein Wolf.

Während er aus einem Bord Brot und ein Stück Speck hervorzauberte und auf den Tisch legte, zusammen mit einem Brett und einem Messer, trat sie auf ihn zu, und als er innehielt, fasste sie ihn bei der Hand und sah ihn liebevoll an.

„Nun sind wir verheiratet und ich weiß nicht einmal deinen Namen.“

„Wolfram“, antwortete er und zog Mathilde an sich.

Das Schlafgemach war der kleinste Raum des Hauses und wurde beherrscht von dem Ehebett. Es war für jemanden von niederem Stand erstaunlich groß und bot Platz für mehr als nur die Eheleute. Ganz offensichtlich hatten hier früher auch die Kinder geschlafen, denn ein weiterer Raum fehlte, wenn man den kleinen Verschlag, der von der Küche abging, nicht als Zimmer bezeichnen wollte.

Von den hohen Füßen wurde ein geräumiger Holzkasten getragen, der mit Gerstenstroh gefüllt war. Abgedeckt war es mit einem groben Betttuch. Auf dem Bett lagen Schaffelle als Decken. An den Längsseiten des Bettes standen Bänke und kleine Truhen, die als Stufen zum Besteigen des Bettes und zur Verwahrung von Bettwäsche und Kleidern dienten.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Frau des Scharfrichters»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Frau des Scharfrichters» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Frau des Scharfrichters»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Frau des Scharfrichters» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x