E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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"Die Sowjetunion ist unser Halt. Wäre sie nicht, wären wir einsame, hoffnungslose Ameisen."

"Weil wir mehr sein müssen als ungefährliche Ameisen, sollten sie es uns nicht so schwer machen."

"Schwerer als neunzehnhundertdreiunddreißig konnte es die deutsche Arbeiterklasse der Sowjetunion nie machen."

"Leider wahr. Aber was nützt es uns jetzt, Anton?" Jule wurde eindringlich. "Wir müssen jetzt und hier kämpfen. Geht das mit Soldaten, die an der Notwendigkeit des Kampfes zweifeln?"

"Es wird öfter Entscheidungen geben, die zuerst nicht verstanden werden. Der Weg zum Kommunismus ist keine glatte Einbahnstraße. In normalen Zeiten kann man über solche Entscheidungen vorher diskutieren. Verlass dich darauf, Genosse Stalin und alle seine Mitarbeiter werden es getan haben. Und wir müssen verbreiten, welche Gründe die Sowjetunion hatte, den Nichtangriffspakt abzuschließen."

"Die Gründe, ja. Fang mal an." Jule schaute erwartungsvoll auf den Jüngeren.

Anton angelte umständlich eine Zigarette aus der Schachtel, angestrengt überlegend. "Realität ist ein ständig die Sowjetunion bedrohendes Hitlerdeutschland."

"Stimmt."

"Realität ist, dass die Westmächte Hitler einen Raub nach dem andern überlassen haben, in der Hoffnung, dass er ihnen dafür die Sowjetunion vom Halse schafft."

"Richtig."

"Aber jetzt sind sie die Gelackmeierten."

Jule kraulte sich die grauen Haare. "Trotzdem höre ich sie schon kreischen: Stalin Arm in Arm mit Hitler!"

"Die kreischen schon, solange die Sowjetunion existiert, Hitlers Kriegsmaschine den Weg verlegt zu haben, ist mehr wert."

"Wenn Hitler sich an den Vertrag hält."

"Wahrscheinlich, dass er ihn irgendwann bricht. Aber es geht um Zeitgewinn, deshalb wird mir immer klarer, dass Lenins Wort selten mehr Berechtigung gehabt hat als jetzt: 'Wer - wen?' Und bis jetzt war die Sowjetdiplomatie immer den andern überlegen."

"Weil wir die Wahrheit auf unserer Seite haben."

"Außerdem die bessere Methode. Wir können historisch denken."

"Wenn's man bloß auch diesmal gut geht."

"Mit tausend Wenns im Rucksack ist schlecht marschieren", spottete Anton gutmütig.

Jule war beleidigt. "Ich hab' die kleinen Wenns gemeint. In Dingen der Weltpolitik muss eine solche Frage mal erlaubt sein."

Anton sann vor sich hin. "Wenn die Genossen drüben solch einen Entschluss gefasst haben", sagte er, "dann gibt's da noch mehr Gründe." Er sah Jule plötzlich an. "Hast du Radio?"

Jule schüttelte den Kopf.

"Meine Schwester hat einen guten Apparat. Aber Moskau bei ihr hören - unmöglich", sagte Anton. Plötzlich standen ihm die Widrigkeiten seines Wohnens vor Augen.

Jule räusperte sich. "Es gibt schon noch Leute, die einen anständigen Kasten haben."

"Welche Möglichkeiten hast du?"

"Mehrere. Ich habe Fühlung mit einigen alten Genossen. Und die haben wiederum Kontakte mit anderen. Da muss was zu machen sein."

"Und wie arbeitet ihr?"

"Austausch von Nachrichten, Sammlungen für Verhaftete, Diskussionen auf Fahrten, Skatabenden, echten und angeblichen Familienfesten. Aber Material von draußen haben wir schon lange nicht mehr. Seitdem sind auch Aktionen von uns spärlich geworden. Sicher gibt's auch gut funktionierende Einheiten. Aber in meinem Umkreis nur mehr oder weniger isolierte Debattiergrüppchen. Die bestehenden Kontakte sind meist sogenannte menschliche, gerade ausreichend, dass einer nicht versackt. Es fehlt überall die zielklare Leitung."

"Eine straffe Parteiorganisation mit zentraler Leitung ist unerlässlich", sagte Anton mit kaum unterdrückter Ungeduld. "Aber jetzt muss ein Flugblatt raus über unsre Stellung zum Nichtangriffspakt. Habt ihr einen Abziehapparat?"

"Mal ja - mal nein."

"Was heißt das?"

"Du weißt, dass so ein Ding bei unverdächtigen Leuten stehen muss. Die sind nun sehr ängstlich. Grundsätzlich geht's immer erst nicht. Dann ermüdendes Tauziehen, und endlich lassen wir' s, weil die Situation überholt ist."

Überlegend nagte Anton an der Unterlippe, dann schlug er vor: "Du beschaffst die Nachrichten und Kommentare des Moskauer Senders über den Nichtangriffspakt. Am Sonntag machen wir eine Fahrt nach Grünau - vielleicht kannst du noch einen Genossen mitbringen - und entwerfen draußen das Flugblatt. Diesmal müsst ihr schaffen, es sofort abzuziehen. Später versuchen wir ein besseres Versteck zu finden."

"Angenommen", bestätigte Jule trocken, "sagen wir um achte vom Schlesischen Bahnhof, im letzten Wagen des Grünauer Zuges."

"Nun zu uns", fuhr Anton sachlich fort, "du gehst wirklich zum Arzt und besorgst dir ein Attest für den Führerschein. Das ist ein gutes Alibi. Nächstes Mal bringe ich dir die Adresse einer Fahrschule. Je vielseitiger einer von uns ist, desto besser. So oft es geht, nehme ich dich mit, fahren üben. Das ist eine gute Deckung für unsere Arbeit."

Sie zahlten und gingen. Als sie sich trennten, sagte Jule: "Alles klar." Ihm war jetzt wohler als beim Herweg.

In Anton war Ungeduld. Klar sah er den Weg. Innere Sicherheit war Voraussetzung für jede illegale Arbeit. Ein halbes Lebensalter Erziehung durch die Partei hatten ihn, Jule und die vielen jetzt Unsichtbaren mit dem unerschütterlichen Vertrauen in den Sieg des Sozialismus erfüllt. Der Sache so fest verbunden, gab es für sie kein Zurück mehr zum bürgerlichen "Leben genießen". Und so blieb nur das andere: Widerstand gegen die Barbarei, sich aufrichten, die Stirn gegen den Himmel recken. Und wenn man dafür sterben musste? Sterben ist schwer, verrecken ist unwürdig. Je weniger sich aufrichteten, desto mehr würden verrecken. Darum Mut einflößen denen, die sich noch duckten vor der Brutalität. Die Partei musste ihnen Kraft geben.

Voller Erwartung machte sich Anton am Sonntagmorgen auf den Weg. Als er in den Grünauer Zug stieg, sah er Jule in Begleitung eines blassgesichtigen jungen Mannes. Sie begrüßten sich aber erst in Grünau auf dem Weg zur Fähre, mit der sie sich nach Marienlust übersetzen ließen, um auf die Müggelberge zu kraxeln. Von der Landungsstelle ergoss sich der Strom der Ausflügler in den Wald und verlor sich. Bald stapften die drei mutterseelenallein einen sanft ansteigenden Waldweg hinauf.

"Helmut ist Setzer", leitete Jule das Gespräch ein. "Erzähl mal ein bisschen, wie es im Betrieb aussieht, Helmut."

Helmut hielt den Blick am Boden. Er mochte etwa fünf Jahre jünger sein als Anton, trug aber die Schultern leicht gebeugt. Wenn er nicht sprach, waren seine blutlosen Lippen fest zusammengepresst, die intelligenten Augen hinter der Brille schauten prüfend.

"Was ist da viel zu erzählen", begann er fast unwillig, "es ist doch alles zum Kotzen. Der DAF-Vertrauensmann war früher im Gutenbergbund, der gelben Gewerkschaft. Diese Bruchköppe hat 'n anständiger Buchdrucker nicht mit dem Hintern angeguckt. Und der damals für unseren Verband kassiert hat, kassiert jetzt für die Arbeitsfront. Der Alte war früher streng unpolitisch. Siebenunddreißig nimmt er Witterung, wird Pg und steigt bei einer Kontingentierungsstelle ein. Seitdem drucken wir hunderterlei Formulare. Der Alte hat noch den zweiten Stock dazugemietet und neue Maschinen aufgestellt. Es ist ihm nie besser gegangen als unter den Nazis. Seit Januar ist Hitlers Arbeitszeitverordnung in Kraft. Achtstundentag, aber wenn der Herr Chef es wünscht, musst du auch zwölf Stunden raxen. Überstundenverweigerung wird von Staats wegen bestraft. In den zwei Jahren trägt die Madam den dritten Pelzmantel. Der Alte fuhr erst einen Opel Olympia, dann den Kapitän, und jetzt fährt er schon den Admiral. Dafür steht er auch morgens am Eingang und kontrolliert, ob ja alle schön das Händchen heben beim Hitlergruß. Den kleineren Teil erfüllt's mit Wonne, die andern meckern heimlich, heben aber treu die Flosse."

"Bis auf einen", sagte Anton, "du hebst sie nicht."

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