E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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FINDEN UND VERLIEREN

Unablässig horchte Anton unter den Kunden Höhlers herum und entdeckte die für ihn ideale Firma. Ihr Inhaber, Herr Sendler, trug das Parteiabzeichen immer schön sichtbar, aber er hasste die Nazis. Vor dreiunddreißig hatte er nie einer Partei angehört, sich aber immer für einen Demokraten gehalten. Später sollte Anton erleben, dass das, was der Mann von sich nur sehr ungefähr glaubte, präzise stimmte. Drei Wagen seines Unternehmens hatte er bei Höhler zu stehen, und Anton bediente ihn besonders akkurat, nachdem er an manchem scheinbar leichthin gesagten Wort erfühlt hatte, wie Sendler wirklich dachte. Sehr bald hatten sie kurze Unterhaltungen in jener zeitgemäßen Sprache, die dem Wissenden alles sagte, aber zu keiner Belastung ausgereicht hätte. Hauptsächlich für sich privat benutzte Herr Sendler den Ford. Den Horch vermietete er für Überlandfahrten, und der Framo war begehrtes Aushilfsgefährt für eilige Transporte. Fahrer des Letzteren zu werden, betrachtete Anton als die Gelegenheit.

Nachdem er mit Herrn Sendler bekannt genug war, machte er eine entsprechende Andeutung. "Hm", sagte der mittelgroße Mann mit der Hornbrille und sog überlegend an der Zigarre, "Sie sind zuverlässig. Aber einer Sympathie zuliebe kann ich keinen Fahrer auf die Straße setzen."

"Nein, so nicht", bekräftigte Anton. "Ich wollte Ihnen nur für den Notfall andeuten ... "

"Schade", unterbrach Herr Sendler, "dass mein Laden keinen Privatchauffeur trägt, sonst würde ich Sie sofort für den Ford einstellen. Es ist immer gut, einen Menschen um sich zu haben ... "

"... der nicht quatscht", vollendete Anton.

"Und einen, der weiß, was uns nicht guttut." Ehe Sendler einstieg, murmelte er wie im Selbstgespräch: "Neue Wagen sind jetzt rar, unsere Führung scheint allerhand vorzuhaben."

Aus dem heruntergekurbelten Fenster grüßend, sagte er leise: "Ich behalte das im Auge." Sanft glitt der Wagen aus der Garage.

Einige Zeit später wurde Erich Balusik eingezogen, der Fahrer des Horch. Balusik war SA-Mann. Nach allem, was er erhofft und nicht erlangt hatte, reichte seine Begeisterung gerade noch für die großen Staatsfeiertage mit Flaggen Tamtam und Freibier. Unter dem Eindruck der soeben erhaltenen Einberufung suchte er Trost bei den Dreien in der Werkstatt. Die verhehlten ihre Schadenfreude nur schlecht. Anton kam hinzu, als Emmerich Kohsel gerade dozierte: "Politik bringt eben nichts ein. Da bist du marschiert, hast auf Versammlungen gesessen, hast schießen gelernt, und nun musst du los!"

"Quatsch", entgegnete Balusik ärgerlich, "wenn du mein Jahrgang wärst, müsstest du auch."

"Aber meiner ist nicht dran", beharrte Kohsel, "und bis es soweit ist, nutze ich die Zeit mit Fachschulbesuch."

"Die Fachschule nützt dir einen Dreck, wenn du im Schützenloch hockst."

"Der Führer will keinen Krieg", erinnerte Ehmsen sanft.

"Jawoll", bestätigte Barkereit, "und zwei Jahre Dienstzeit sind für einen jungen Mann nicht das schlechteste. Keine Sorge ums Essen, Schlafen, Taschengeld. Frische Luft und Gymnastik - das hält gesund."

"Da solltest du dich freiwillig melden", knurrte Balusik.

Barkereit feixte. "Würde ich, wenn ich nicht zwei Kinder hätte und wenn ich in der SA wäre."

Balusiks Seele war voll Weltschmerz. "Und für so was hält man nun den Kopf hin."

"Jede Kugel trifft nicht - immer gleich den Kopf", ergänzte Anton eins der dümmsten Worte jener Tage doppelsinnig.

Balusik nahm es für echten Trost. Er sah Anton dankbar an und bekräftigte: "Genau, Kamerad. Und ihr könnt euch drauf verlassen, dass ich meinen Kopf immer recht schön unten halten werde."

Mit diesem Gelöbnis, das den andern nicht ganz im Einklang mit SA-Heldenmut zu stehen schien, verließ er die Werkstatt und bestieg zum letzten Mal den Horch. Etwa einen Monat später war er tot. Er fiel bei der Eroberung von Warschau. Es war keine Kugel, die ihm das Lebenslicht ausblies, und es war auch nicht sein schlauer Schädel, der getroffen wurde. Den hatte der brave Balusik getreu seinem Vorsatz tief unten gehalten, als er von seinem Fouragewagen in den Chausseegraben retiriert war. Der Splitter eines Granatwerfergeschosses zerfetzte ihm die Gedärme. Und ehe das qualvolle Ende kam, hatte sein heil gebliebener Kopf noch Zeit, viel zu viel entsetzliche Zeit, darüber nachzudenken, dass eine winzige Kugel nur eine der tausend Möglichkeiten darstellt, vom Krieg getötet zu werden.

Gegen Abend fuhr Sendler seinen Ford in die Garage. Ohne viel Worte wurde Anton mit ihm einig, und Sendler sagte abschließend: "Sie wissen, dass ich Ihnen vertraue. Aber auch dem besten Fahrer kann ein Verkehrsunfall zustoßen."

Anton verstand. "Wenn einmal", fuhr Sendler fort, "dann bitte möglichst so, dass ich dabei nicht mit unter die Räder komme."

Anton drückte ihm die Hand. Jedes beteuernde Wort hätte den Eindruck bei Sendler nur abschwächen können.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge erkannte Anton, dass sich die Dinge des Berufs - auch im Hinblick auf künftige illegale Arbeit - schneller geregelt hatten als der Anschluss an die Partei. Vor zehn Jahren hatte er noch einen großen Bekannten- und Freundeskreis in Berlin gehabt. Darunter gab es kommunistische Reichstags- und Landtagsabgeordnete, mittlere und höhere Parteifunktionäre, Kommunalpolitiker und Gewerkschaftsleute. Die saßen jetzt in Konzentrationslagern, Zuchthäusern, hatten emigrieren müssen oder waren umgebracht worden. Es blieben Antons Angehörige und damals weniger hervorgetretene Genossen. Die Mutter war tot, Schwester und Schwager kamen nicht in Betracht. Alle früheren Bemühungen Antons, aus der Schwester eine Genossin zu machen, waren fehlgeschlagen, und dem Mann, den sie dann heiratete, mangelte es ebenfalls an Klassenbewusstsein. Damals wie heute lebten beide kleinbürgerlich "unpolitisch". Bei ihnen vorerst zu wohnen und gemeldet zu sein, war günstig. Aber der Schwesternliebe und seiner Sicherheit wegen musste Anton dort den "Vernünftiggewordenen" spielen. Der Vater hatte Verbindung zu einer Gruppe gehabt, durch die er hin und wieder Material bekam. Nach einer Verhaftung war der Kontakt jäh abgebrochen, und es blieb ratsam für Emil Born, sich nach dieser Seite hin tot zu stellen. Jetzt hatte der Vater auf die Bitte Antons begonnen, systematisch und vorsichtig all jene Genossen unter die Lupe zu nehmen, von denen er annehmen konnte, sie hätten noch Verbindung zur Partei. Bisher ohne Erfolg. Bei einigen war es ihm ähnlich ergangen wie bei der Suche nach Elsbeth, einige waren passiv geworden, und vom Rest stand Endgültiges noch aus, weil es oft Tage brauchte, ehe es gelang, ihnen an einem sicheren Ort unter vier Augen "auf den Zahn zu fühlen". Unter diesen Umständen war es für Anton tröstlich, an Nitte zu denken.

Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass er sich sehr sputen musste, wollte er den vor dem Kino wartenden Nitte nicht enttäuschen. Er kam dennoch zu spät, und sie versäumten die Wochenschau. Als sie nach der Vorstellung durch die abendlichen, still werdenden Straßen gingen, war Nittes Groll über die Verspätung seines Freundes längst verraucht. Anton setzte - immer die Handlung des Films zum Ausgangspunkt nehmend - die politische Schulung des Jungen fort, die er vor Kurzem begonnen hatte. Nitte, ein dankbarer Zuhörer und kritischer Frager, wuchs hinein in politische Einsichten. Er wäre erstaunt gewesen, hätte ihm jemand gesagt, er erhalte Unterricht im Abc des Marxismus, ohne die von den Nazis gehassten marxistischen Termini zu hören. Sie hätten den Unerfahrenen bei irgendwelchen Zufällen nur in Gefahr gebracht. Auch in dieser Hinsicht hätte er kaum einen besseren Lehrer finden können. Sechs Jahre hinter Mauern für die Partei wirkend, hatte Anton gelernt, "die verfluchte Sklavensprache" zu gebrauchen.

An diesem Abend spürte Nitte, dass sein älterer Freund weniger konzentriert antwortete als sonst.

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