E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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"Eigentlich gehört es Höhler. Doch wenn ich nicht ab und zu hinausfahren würde, wäre es weggeschmissenes Geld."

"Wenn Sie sich mit einem Laien herumquälen wollen? Von mir aus können wir morgen ganz früh starten."

"Sagen wir um halb sechs", schlug sie vor, "mit dem Horch sind wir in einer guten halben Stunde draußen."

Um fünf Uhr früh lag die Stadt still, atmete aus allen Poren Sonntagsschlaf. Hallende Schritte eines einsamen Fußgängers machten die feierliche Ruhe noch deutlicher. In den Anlagen funkelten tausend kleine Sonnen im Tau. Es roch nach frischem Gras und feuchter Erde. Vera Bräutigam kam durch den breiten Mittelgang des Parks. Anton, der bereits getankt hatte, fuhr vom Garagenhof und wartete an der Bordschwelle. Er begrüßte sie und verstaute ihr Köfferchen. Sie hatte sich fein gemacht. Im Rückspiegel prüfte sie den Sitz der Frisur.

Es fuhr sich gut über die leeren Straßen. Der Asphalt sirrte unter den Reifen. Auf dem Adlergestell fuhren sie eine Weile in gleicher Höhe mit einem S-Bahn-Zug. Er war nur mäßig besetzt. Ein Pärchen schaute eng aneinandergeschmiegt aus einem Fenster, sah hinüber zu denen im Wagen.

In Karolinenhof ließ Anton den Horch auf dem geräumigen Parkplatz ausrollen. Das große, villenartige Haus lag hinter seinem Efeugrün noch im Schlaf. Der Hausvater war nicht zu sehen. Vera Bräutigam schloss im Garderobenraum ihren Schrank auf. Sie bepackte Anton mit Trainingsanzügen, Decken, Luftmatratzen, klemmte sich selbst einiges unter den Arm und ging vor ihm her zum Bootssteg. Dort legten sie ihren Kram nieder und lösten die Persenning des "Albatros".

"Donnerwetter", staunte Anton, "das ist ja ein Boot mit Kajüte."

"Darum heißt's auch Kajütkreuzer", bemerkte sie amüsiert. Sie erklärte ihm, wie das Segel aufzuziehen sei, was dann beide ganz ordentlich zuwege brachten. Bootshaken und Stechpaddeln benutzend, kamen sie ins freie Wasser, und rasch füllte die Morgenbrise fünfunddreißig Quadratmeter weißen Nesselleinens. Vorbei an der Krampenburg steuerten sie östlich ins größere Wasser des Seddinsees. Hier drückte Vera Bräutigam ihrem Begleiter Pinne und Großschoot in die Hand, und während sie die Fock bediente, erteilte sie Unterricht. Bald wusste er, wie man sanft zum Wind hin wendet und ohne zu kentern, scharf vom Wind abhalst. Und ein Tau war ein Ende, das Ende vom Tau der Tampen. Den wickelte man nicht, sondern belegte damit die Klampe. Damit es hielt, schlug man einen Seemannsknoten. Anton erwies sich als ein gelehriger Schüler.

Nach drei Stunden, der Morgenwind begann merklich abzuflauen, steuerten sie eine Landzunge an und glitten in eine stille Bucht. Schilf streifte die Bordwände. Vera Bräutigam warf den Anker.

Sie saßen dann auf Klappstühlen im Kiefernwald und tranken Kaffee. Es war still hier. Fünfzig Meter weiter links leuchtete eine schmale weiße Badestelle. Nur dort lagen noch zwei Paddelboote, deren Besitzer ein Zelt aufgeschlagen hatten. Am Tage würden wohl noch einige Boote kommen, sagte Vera Bräutigam, aber kaum Landratten, denn es gebe nur einen Weg von Müggelheim zu dieser Halbinsel, den wenige kannten.

Dies alles ist gut zu wissen, dachte Anton, man würde sich in Zukunft viel mehr die wald- und wasserreiche Umgebung Berlins zunutze machen müssen, um es der Gestapo schwerer zu machen. Vera Bräutigam suchte die Zigaretten, und er holte eine Schachtel aus dem Boot. Es war erholsam, den blauen Wölkchen nachzusinnen, die in den dunklen Kiefernkronen verschwammen. Das leise Plätschern, der frische Geruch des Wassers, lockten. Anton vergrub seinen Stummel und streckte sich. "Gehen wir schwimmen?"

Verlegen blinzelte sie ihn an. "Ob Sie es glauben oder nicht: Ich kann nicht schwimmen."

Vorwurfsvoll schüttelte er den Kopf. Faul gähnend rekelte sie sich zu einem Schläfchen zurecht.

Anton stand auf, ein bisschen die Gegend zu erkunden. Der hohe Kiefernwald der Seeseite ging weiter hinten in eine Schonung über, die von einem Jagenweg geteilt wurde. Anton hörte Stimmen, und dann sah er eine Gruppe diesen Weg heraufkommen. Es gab also doch Landratten, die diesen stillen Winkel kannten. Von einer Kussel gedeckt, beobachtete er. Es waren fünf Erwachsene und drei Kinder. Die Kinder liefen zwanzig Meter voraus, sangen, hüpften und waren guter Dinge. Die Erwachsenen unterhielten sich angeregt, es schienen interessante Dinge zu sein, die sie besprachen. Antons Sinn für Menschen und Situationen wurde rege. Die da kamen, schienen im vertraut. Er hätte schwören mögen, es seien frühere Arbeitersportler. War seine Vermutung richtig, durfte er sich durch plumpe Aufdringlichkeit nicht verdächtig machen. Anton zog sich zurück und sah dann, wie die Gruppe am Rastplatz der Paddler freudig begrüßt wurde. Bald spielten sie Faustball mit noch andern Paddlern und Ruderern, die inzwischen angelegt hatten. Irgendeinen alten Bekannten entdeckte Anton nicht. Hinter dem Faustballfeld tummelten sich Kinder, Jugendliche und Frauen beim Völkerballspiel. Deren Gesichter waren nicht klar zu erkennen. Ob ich hinübergehe? überlegte Anton. Doch hätten sie nicht allen Grund gehabt, den vermeintlichen Besitzer des Kajütkreuzers mit Misstrauen zu begegnen?

Vera Bräutigam schlummerte noch immer. Anton ging zum Wasser, schwamm schnell und lange, um seine innere Unruhe zu unterdrücken. Er kam zurück und frottierte sich genussvoll, immer mit einem halben Blick hinüber zu den sommerfrohen Menschen. Dann holte er den Petroleumkocher aus dem Boot, begann das Mittagessen zu bereiten. Er schälte Kartoffeln und lauschte hinüber. Wenn ein Name fiel, war es ein Vorname oder ein Spitzname. Als die Kartoffeln gar waren und das Gulasch appetitlich duftete, weckte Anton Vera Bräutigam. Voll des Lobes über seine Umsicht und Kochkunst, half sie beim Tisch decken. In rosiger Laune entnahm sie dem Kühlbeutel eine Flasche Wein.

Beim Essen sah es Anton. Er zuckte zusammen. Ohne dass er es bemerkt hatte, waren zwei Paddelboote startfertig gemacht worden. Jetzt stieg je ein Paar in die Boote. Die Frau, die sich im rechten Boot eben niedergesetzt hatte und nun das Paddel ergriff, das war ... Die Figur, der Rücken, diese bestimmte Art der Bewegungen ... Aufstehen und rufen, das war Antons erster Impuls. Doch sein kritischer Verstand spottete: Deine Wunschträume gaukeln dir am helllichten Tag Trugbilder vor. Er saß wie gebannt. Ein Halbwüchsiger kam drüben zur Badestelle gerannt, schwenkte etwas in der Hand und rief: "Elsbeth!"

Sie legte das Paddel quer und wandte sich um. Der Halbwüchsige rief lauter: "Dein Kochgeschirr, Elsbeth!"

Gelassen rief sie zurück: "Bring es mir mit!" Dann nahm sie das Paddel wieder auf, und im Takt mit dem Hintermann versuchte sie, das andere Boot einzuholen.

Hastig legte Anton die Gabel hin. Kurz entschlossen kleidete er seinen dringlichen Wunsch in einen Scherz: "Käpt'n, wir müssen sofort in See stechen. Die da vorn schwimmt, ist meine Cousine."

"Freibeuterei ist von der christlichen Seefahrt geächtet", spottete Vera Bräutigam wenig beeindruckt.

"Seit meiner Rückkehr konnte ich sie nicht finden."

Sein Ton ließ sie aufhorchen. Sie sah ihn vielsagend an.

"Interessante Cousine, scheint's."

Anton überhörte die Anzüglichkeit und bat eindringlich: "Können wir?"

Nicht sehr erbaut, willigte sie ein. "Meinetwegen. Weil Sie so gut den Smutje gespielt haben."

Übereilig begann Anton die Sachen zum "Albatros" zu bringen, starrte immer wieder nervös über das Wasser. Die beiden Paddelboote waren unter den vielen Wasserfahrzeugen nicht mehr auszumachen. Als sie den Anker gehievt hatten, fluchte Anton innerlich über die Flaute. Aus der Bucht hinaus mussten sie den Kajütkreuzer mühselig staken.

"Wohin sind sie, in Richtung Grünau oder Schmöckwitz?" fragte Anton.

"Reines Glücksspiel." Vera Bräutigam sagte es nicht ohne Schadenfreude. Ein lauer Wind fächelte aus Osten, und so kreuzten sie auf Schmöckwitz zu. Unaufmerksam bediente Anton jetzt die Fock, aufmerksam suchten seine Augen die Wasseroberfläche ab.

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