E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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Die Brücke am Gasthaus "Zur Palme" in Schmöckwitz war für den Mast des "Albatros" zu niedrig. Sie wendeten und kreuzten nun entgegengesetzten Kurs. Anton wahrte äußere Gelassenheit, in seinem Kopf jagten die Gedanken. Konnten sie schon so weit nach Grünau hinein sein? Wie viel Kilometer legte man pro Stunde in einem Paddelboot zurück? Wer war der Mann im Boot? War Elsbeth etwa wieder verheiratet? Weit hatte er diese Befürchtung immer von sich geschoben, heftig sprang sie ihn jetzt an.

Sie segelten bis nach Grünau hinein - ohne Erfolg.

"Und nun?" fragte Vera Bräutigam ein wenig triumphierend.

Anton gab die Hoffnung nicht auf. "Zurück", sagte er. Als sie nach gleichem Misserfolg wieder auf den Seddinsee zuhielten, schlug sich Anton gegen die Stirn. "Ich Esel. Die Leute an der Badestelle werden ihre Adresse wissen."

Sie warfen dort Anker. Anton watete an Land und ging auf eine Gruppe Männer zu, die auf der Böschung saßen und friedsam dem Treiben auf dem Wasser zuschauten.

"Verzeihung, weiß jemand, wo die Elsbeth wohnt, die vorhin hier losgepaddelt ist? Ich bin ein alter Bekannter von ihr."

Sie sahen ihn an, prüfend und schweigend. Einer räusperte sich. "Die schlanke Blonde?"

Anton bejahte erfreut.

"Tscha, so oft ist die nicht hier. Wir kennen sie bloß vom Sehen."

Die Männerrunde bestätigte mit Kopfnicken.

Anton eilte weiter. Den Halbwüchsigen mit dem Kochgeschirr musste er finden. Er war nicht mehr da. Vor einer halben Stunde mit zwei Freunden losgezogen, erfuhr Anton. Frauen, Jugendliche und Kinder fragte Anton, überall erging es ihm ähnlich wie bei den Männern. Ein junges Mädchen erinnerte sich dunkel der alten Adresse, wurde aber von ihrer Mutter korrigiert, dass Elsbeth weggezogen sei. Wohin wusste niemand.

Traurig kletterte Anton auf den "Albatros".

"So was von Cousin lobe ich mir", sagte Vera Bräutigam, "hoffentlich weiß Ihre Cousine das zu schätzen."

Anton zwang sich zur Heiterkeit, obwohl er die Hoffnung für heute aufgegeben hatte. "Falls wir sie doch noch treffen, müssen Sie es ihr selbst sagen."

Während Antons Suche hatte Vera Bräutigam in der Kombüse Kaffee aufgebrüht. Sie tranken ihn an Bord und segelten dann nach Karolinenhof. Vera Bräutigam wollte sich von der Abendflaute keine ermüdende Paddeltour aufzwingen lassen. Anton brachte sie mit dem Wagen bis vor die Wohnung. Kokett über die Schulter winkend, trippelte sie davon. Er fuhr den Wagen in die Garage und ging in verbissener Melancholie zur Hochbahn. Für heute blieb nur ein Trost, er wusste nun, Elsbeth lebt in Berlin.

LEBEN KOMMUNISTEN - LEBT DIE PARTEI

Anton fuhr vom Garagenhof, als Sendler mit seinem Ford kam und heftig winkte. Anton stoppte, Sendler stieg aus. "Sie wissen Bescheid?" fragte er, auf Anton zukommend.

"Zum Anhalter Bahnhof, Herrn Bilbisch abholen; guter alter Kunde, nimmt den Wagen diesmal pauschal für drei Tage; wünscht Tag und Nacht Bereitschaft. Nicht verärgern, Herr Bilbisch zahlt bar", schnarrte Anton herunter, die kindliche Stimme des Lehrmädchens nachahmend.

Sendler lachte. "Tüchtig die Rita, aber ich meine was anderes."

Anton horchte auf.

"Ganz alter Pg", fuhr Sendler fort, "macht auf jovial und ist scharf auf die sogenannte Volksmeinung. Redet oppositionell. Vielleicht ist's sogar echt, vielleicht aber ... Na ja, Sie sind nicht auf den Kopf gefallen. Machen Sie' s gut."

Im Wagengewimmel vorm Hauptausgang suchte sich Anton einen Platz. Er hatte noch über zehn Minuten Zeit und schlenderte durch das Portal mit den pompösen Säulen, stieg die breite Treppe hinauf. Umherschauen und die Ohren spitzen war ertragreicher als im Wagen zu dösen. Durch den Bahnhofslautsprecher wurde eine Verspätung des Münchener Zuges bekannt gegeben. Mit diesem Zug sollte Herr Bilbisch kommen. Der suchte also die Volksmeinung. Wie war sie wirklich? Keineswegs so, wie sie die Nazis darzustellen suchten. Aber auch nicht so, wie Anton sie gewünscht hätte. Fest stand, sie war nie so schwer zu erkunden gewesen wie jetzt. Alle Menschen schienen nur private Sorgen zu haben. Zum Beispiel jener Hoteldiener dort mit Schirmmütze und grüner Schürze, der seine Karre mit einem riesigen Koffer vor sich herschob, wie mochte er über die politische Lage denken? Überrascht kniff Anton die Augen zusammen, als der Mann näher kam. Kein Zweifel, das war Jule. Anton sah ihm starr ins Gesicht. Doch der Mann schien für nichts anderes Gedanken zu haben, als seine Last sicher durch das Menschengewühl zu bringen. Anton ging ihm langsam nach. Jule war älter geworden, aber wie er ging, die Schultern hielt, den Kopf bewegte, die kleinen, kaum wägbaren Dinge, all das hatte sich nicht verloren, war eher noch ausgeprägter geworden. Vor der Sperre lieferte der mit der grünen Schürze den Koffer an einen Gepäckträger ab. Als er, wieder ins Leere schauend, an Anton vorbeikam, stellte der einen Fuß vor das Rad. "Hoppla!"

Der Grünbeschürzte sah unwillig auf, Erkennen blitzte in seinen Augen, freudige Überraschung. Dann wurden seine Gesichtszüge wieder beherrscht, im Bruchteil von Sekunden suchten seine Blicke die Umgebung ab, und er sagte mit leisem Glucksen in der Stimme: "Mensch, Anton."

"Jule."

Julius Kerdelmann winkte kaum merklich mit dem Kopf in die Richtung des Ausgangs. Beide gingen schweigend nebeneinanderher und sahen sich immer wieder an wie zwei Brüder, die sich tot geglaubt und nun gefunden hatten.

Draußen dann drückten sie sich endlich die Hände, packten sich bei den Schultern.

"Wie sieht's aus, Jule?"

Julius Kerdelmann hob die Augenbrauen, atmete einmal tief ein, ohne zu seufzen. "Höchstens Drei bis Vier."

"Nanu, ein alter - äh - einer von uns und nicht hinter Schloss und Riegel, das ist doch heutzutage eher Eins bis Zwei."

"Ach, das Persönliche", sagte Jule, "aber sonst das andere. Die Bande hat zu viel Erfolge. Das schmeckt den Leuten wie Honig. Sie glauben nicht, dass sie mit Krieg bezahlen müssen."

"Den werden sie bald haben", bestätigte Anton.

"Und sie werden mitrennen wie die Hammel."

"Möglich. Doch jammern macht's nicht besser."

"Jammern?" Jule sah Anton erschrocken an, befürchtete, falsch verstanden worden zu sein. "Dann könnte man sich auch aufhängen. Aber wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Es ist verdammt schwer, die richtigen Wege zu finden, wie wir den - den Halunken besser ans Leder kommen." Er hatte die letzten Worte mit unbändigem Hass herausgestoßen. Anton lachte das Herz im Leibe. "Du warst doch draußen?" fragte er.

Jule sah wieder wehmütig ins Leere. "Bei ihrem Einmarsch in Prag haben sie mich erwischt. Dann Irrfahrt durch ein halbes Dutzend Gefängnisse, aber keinen Prozess. Sie konnten mir nichts nachweisen und haben mich entlassen. Ich stand auf der Straße mit nichts, so, wie ich damals wegmusste. Meine Frau war inzwischen gestorben, in meiner Wohnung saß ein Goldfasan."

Soso, entlassen, dachte Anton, und ein unbehaglicher Gedanke kroch ihn an. Er unterdrückte ihn und fragte: "Solltest du nicht versuchen, wieder raus ... "

"Ich bin nicht mehr gefährdet als andere auch. Mit tausend Wenns im Rucksack ist schlecht marschieren. Unter solchem Gepäck stöhnen manche Genossen. Es ist genauso schädlich wie Leichtsinn oder Illusionen."

"Ah, da ist ja die Firma Sendler", rief ein kleiner geiernasiger Mann mit grauer Reisemütze und dicker Aktentasche. Den Lodenmantel trug er über dem Arm. Er steuerte auf den Horch zu.

"Deine Adresse", zischte Anton kaum hörbar.

Ohne Hast gab Jule ihm die Hand. "Dann mach's gut, alter Junge. Ruf mich mal an, Hotel 'Anhalter Hof'!" Gleichmütig schob er mit seiner Karre davon.

"Sicher Herr Bilbisch?" begrüßte Anton den Kleinen und öffnete den Schlag. "Mein Name ist Born."

"Schön Herr Born, ich fahre Vordersitz" , sagte Bilbisch und nannte eine Nummer in der Saarlandstraße. Anton bugsierte den Wagen durch das Gehaste vor dem Bahnhof, bog in die breite Straße ein und hielt bald wieder. "Ich bin gleich zurück", sagte Bilbisch, als er ausstieg.

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