E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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Anton sann dem Wiedersehen mit Jule nach. So viele Jahre hatten sie sich nicht gesehen. Dennoch hatte Jule rückhaltlos gesprochen. Ihm war gar nicht der Gedanke gekommen, dass er, Anton, abtrünnig sein könne. Und Jule verdiente das gleiche Vertrauen. Sein persönliches Schicksal bedrückte Jule, den etwas schwerfällig wirkenden Ostpreußen, nicht halb so wie die allgemeine Lage. Wer sah das dem kleinen Hausdiener in der grünen Schürze an?

Anton war fest überzeugt, dass Jule Verbindungen zur Partei hatte, und er erwartete ungeduldig das nächste Zusammentreffen. Gleich nach Bilbischs Abreise würde er im "Anhalter Hof" anrufen.

Nachdem Bilbisch sich wieder neben Anton gesetzt und eine Adresse in Charlottenburg genannt hatte, fragte er, als wäre das Gespräch erst vor Sekunden abgebrochen worden: "Und weswegen ist Balusik geflogen?"

"Balusik ist bei der Wehrmacht", gab Anton Auskunft.

"Ach nee, der auch? Na, es wird ja bald losgehn."

"Der Führer hat's bis jetzt immer ohne Krieg geschafft", provozierte Anton.

"Gerade darum. Nach so vielen Erfolgen braucht er keine Rücksichten mehr zu nehmen."

"Wieso? Wenn wir jetzt noch Danzig friedlich kriegen, haben wir doch eigentlich alles."

Bilbisch lachte amüsiert. "Der Führer hat noch mehr Ambitionen."

Die Rollen waren vertauscht. Anton spielte den Führergläubigen, dieser alte Nazi äußerte gefährliche Ansichten. Anton bekam grimmigen Spaß daran, weiter zu provozieren. "Der Führer weiß schon, was er will."

"Ja, - die Weltherrschaft."

"Wäre das so schlecht?"

"Erst haben."

"Wir werden's schon schaffen."

"Junger Mann", sagte der kleine Graue höhnisch, "Sie waren nicht im Ersten Weltkrieg. Als der Amerikaner anfing, Tanks, Schnellfeuerkanonen, Maschinengewehre und wohlgenährte Khakiboys vom Fließband nach Europa zu spucken, da ging die ganze deutsche Kriegskunst in die Binsen."

"Aber wozu überhaupt Nationalsozialismus, wenn wir nicht endlich losmachen?"

"Mit Blumensträußen winken ist oft nützlicher als immer gleich auf die Revolvertasche klopfen."

Ach so, dachte Anton, dem wird der Nazismus noch nicht ausgebufft genug betrieben. Schadenfroh erwiderte er mit Argumenten der borniertesten Nazis. "Das Plutokratengesindel pfeift auf Blumensträuße, die kuschen bloß vorm Revolver."

Bilbisch seufzte über so viel Einfalt. "Wenn's man bloß nicht so viele wären und wir mehr Revolver hätten."

"Trauen Sie unserer Rüstung nichts zu?"

"Die andern haben auch eine. Was denken Sie, wenn der Amerikaner erst ... "

"Aber wir wollen doch nichts vom Amerikaner. Wir wollen Danzig."

Sie waren da. Bilbisch stieg aus. Ehe er sich dem Haus mit dem vornehmen Portal zuwandte, sagte er zu Anton mehr resigniert als spöttisch: "Der liebe Gott erhalte Ihnen Ihre kindliche Gläubigkeit."

Die Unterhaltung hatte Anton diebischen Spaß gemacht. Es war ein interessanter Einblick in eine bestimmte Gedankenwelt gewesen. Kreise jenes Bürgertums, die den Außenhandel und die Gebrauchsgüterindustrie repräsentierten, ließen sich den nüchternen Geschäftsblick nicht durch Phrasen trüben.

Als Bilbisch nach zwei Stunden wieder in den Wagen stieg, war er zurückhaltend. Er blieb auch in den folgenden drei Tagen wortkarg. Wahrscheinlich hielt er den neuen Fahrer für einen jener Spätgebräunten, die brav und automatenhaft von sich gaben, was täglich in sie hineingetrichtert wurde. Damit verlor er für Bilbisch jedes Interesse. Anton hielt die Warnung Sendlers für angebracht. Es mochte genug "Oppositionelle" wie Bilbisch geben, die sich durch Stimmungsberichte an die Gestapo schlau den Rücken deckten.

Nach diesem anstrengenden Dienst hatte Anton einen Tag frei. Er schlief lange, frühstückte geruhsam und ging dann hinunter, um mit Jule zu telefonieren. Gewohnheitsgemäß suchte sein Blick die Überschriften am Zeitungsstand. Er blieb betroffen stehen. "Deutsch-russischer Freundschaftsvertrag!" schrie es ihm triumphierend entgegen. Kopfschüttelnd, ungläubig trat er näher und kaufte sich einen "Völkischen Beobachter". Seine Hände zitterten, als er das Blatt auf einer Parkbank entfaltete. Hastig las er den knapp gefassten Inhalt des Paktes sowie die mit breitem Behagen geschilderten üblichen diplomatischen Zeremonien. Es war wie ein Faustschlag. Ein neuer Nazibluff? suchte seine Betroffenheit einen Ausweg aus der verwirrenden Situation. Aber da war das Bild des sowjetischen Außenministers Molotow am Fenster des D-Zug-Wagens, kurz vor der Rückfahrt nach Moskau.

Langsam faltete Anton das Blatt zusammen, starrte in den Kies. Freundschaft der Sowjetunion mit den Henkern und Todfeinden der Arbeiterklasse? Wieder schlug er die Zeitung auf und las alles noch einmal. Wort für Wort.

Nüchtern betrachtet war dieser angebliche Freundschaftspakt ein Nichtangriffspakt. Einen landlüsternen Räuber mit dessen eigener Unterschrift die Hände zu binden versuchen, bewies doch keine freundschaftlichen Gefühle für den Räuber. Dass die Nazis es anders darstellten und überheblich ironisch zwischen den Zeilen ausdrückten, die Sowjets seien gezwungen, die Freundschaft der Braunen zu suchen - das war nur zu begreiflich.

Anton hatte sich nach diesen Überlegungen etwas von dem unverhofften Schlag erholt. Er ging hinüber zur Telefonzelle und rief Jule an. Dessen Nachtdienst war in einer halben Stunde beendet. Sie verabredeten, sich in einer Stunde am Kottbusser Tor zu treffen.

Unterwegs überlegte Anton die "erste Vereinbarung", konspiratives Gesetz für jeden Treff. Das hieß, für jedes Zusammenkommen harmlose Gründe parat halten, die sich auch beweisen ließen. Dass sich Jule und Anton als alte Kommunisten kannten, war heute kaum noch nachzuweisen. Solch eine Tatsache allein war der Gestapo meist Grund genug, illegale Tätigkeit anzunehmen. Deshalb würden sie ihre Freundschaft aus der Weimarer Zeit bei einem möglichen Verhör niemandem auf die Nase binden. Vielleicht war diese Geschichte brauchbar: Anton hatte Kerdelmann am Anhalter Bahnhof geholfen, einen Koffer auf die Karre zu laden. Nachdem waren sie ins Gespräch gekommen. Für das Gespräch gab es den Zeugen Bilbisch. Der hätte auch bestätigen müssen, dass der Fahrer Born forsch die offizielle Staatsmeinung vertreten hatte. Aus welchem Grund hatten sich Born und Kerdelmann danach wieder getroffen? Weil Born den Arbeitskameraden aus der Gaststättenbranche wegen einer Stellung ...? Keineswegs überzeugend. Nervös fuhr sich Anton durch das dichte Haar. Da musste man einen kleinen Roman erfinden, nur um das Zusammenkommen mit einem alten Freund abzusichern.

Aber ging es umgekehrt nicht glaubhafter? Dem älteren Kerdelmann wurden Kofferschleppen, Nachtarbeit, überhaupt das aufreibende Hotelleben zu schwer. Darum hatte er den gefälligen Jüngeren gefragt, ob er nicht eine leichtere Arbeit für ihn wisse, vielleicht als Fahrer oder so. Der hatte versprochen, sich umzutun. Da sie neulich durch die Ankunft Bilbischs keine Zeit mehr dazu hatten, wollten sie heute besprechen, wie Kerdelmann ins Fahrerfach hinüberwechseln könnte. Das würden sie, entsprechend weitergeführt, noch bei künftigen Treffs verwenden. Es war unrationell, bei jeder Zusammenkunft einen neuen Roman erfinden zu müssen.

"Jetzt haben die Banditen noch mehr Oberwasser", fluchte Jule, nachdem sie sich begrüßt hatten.

"Ja", sagte Anton, "es werden viele an den Schwindel von der Freundschaft glauben."

Sie gingen zum Café am Oranienplatz. Anton entwickelte Jule die erste Vereinbarung, und Jule war einverstanden. Der Vorgarten war jetzt am Vormittag völlig leer. Von ihrem Ecktisch aus hatten sie eine gute Übersicht. Die Serviererin verschwand, nachdem sie den Kaffee gebracht hatte. Jule kam ungeduldig auf das Thema zurück. "Mancher ehrliche Arbeiter und Genosse wird verwirrt sein, weil er die Taktik der Sowjetunion nicht begreift."

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