Felix Leitner - TERM

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Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

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Am Bus flitzten ein paar Mini-Es vorbei. Wie kleine silberne Fische machten sie einen engen Bogen um den dicken, dunklen Bus, der sich wie ein Wal durch die Wohngebiete schob. Term mochte die Fahrzeuge. Wenn man den Bordcomputer ausschaltete, konnte man die Mini-Es sogar selbst steuern. Das machte Spaß … war aber nicht erlaubt. Er zuckte Luks gegenüber die Schultern, er hatte diesen Verbots- und Besserwisserwahn nicht begonnen. Luks tat ihm nicht leid. Term kannte es nicht anders.

»Wie lang muss ich denn bei Ihnen bleiben?« Seine Blicke folgten den kleinen Flitzern, die jetzt vor dem Bus fuhren. Würden sie noch schneller fahren, würden die Kameras sofort ihre Geschwindigkeitsübertretung aufzeichnen und ein paar Stunden später eine elektronische Nachricht an den Postkasten der Fahrzeughalter senden.

»Bis die Feier vorbei ist.«

Jetzt legte Term den Kopf in den Nacken und stöhnte laut. »Feier? Sie werden Kuchenkapseln zu sich nehmen und über längst vergangene Zeiten reden, als Sie noch laufen und lachen konnten. Wenn Sie sich überhaupt noch an alles erinnern können.«

»Du hast gerade mal 16 Jahre in deinem Kopf gespeichert und schon die ersten vier bis sechs Jahre verloren. Die Babyjahre verliert der Mensch immer zuerst. Warte ab bis du acht oder neun Mal so viele Erinnerungen hast.«

»Ich hätte lieber Erlebnisse als Erinnerungen.« Luks gab nur ein verächtliches »Hä« von sich.

Term war der erste aus dem Bus. Er sprang über den schwarzen Plastik-Elastostoff und half Luks beim Aussteigen. Die drei silbernen Flitzer hatten auch gehalten. Term beobachtete, wie eine gläserne Seitentür nach oben klappte und ein Mädchen in seinem Alter sich athletisch mit den Beinen voran aus dem Wagen schälte. Sie war etwas über einen Meter achtzig groß, trug einen silber-glänzenden Jeansrock und ein schwarzes Oberteil. Ihre feinen, schwarzen Haare gingen ihr bis zu den Schultern und waren gestylt. Term musste an die Federn eines Raben denken. Das Mädchen steckte ihren Kopf zum Abschied in die Fahrertür und ging dann zielstrebig auf ein großes Restaurant zu.

Das Restaurant »Zum Liliengarten« war ein breites, einstöckiges Gebäude mit zwei Flügeln an der Ost- und Westseite. Es war weiß gestrichen und hatte großzügige Fenster, die von hellem Holz umrahmt waren. Die Kellner trugen weiße Handschuhe und dunkle Jacketts. Ihre Augenbrauen waren genauso gerade wie ihre schmalen Münder. Die Geburtstagsfeier war leicht zwischen den wenigen älteren Pärchen zu finden, die hier still wie Statuen vor sich hin aßen.

»Gabriela. Du siehst so gesund aus wie vor zehn Jahren«, versuchte Luks sich in einem Kompliment.

Die Angesprochene war tatsächlich die vitalste aller Anwesenden. Term wusste, dass sie auf die hundert Jahre zu ging, da er die Einladungskarte gesehen hatte. Von ihrem Gesicht her hätte er es nicht erschließen können. Auch nicht von ihrem Gang. Sie bewegte sich wie eine gesunde 75-Jährige. Das war beachtlich. Ab der 90 spätestens schob die Mehrheit der Senioren Rollatoren oder einen Lebensbaum. Aber Gabriela in rotem Blazer und gelockten braunen Haaren zeigte nicht die offensichtlichen Folgen des Alters.

»Raphael. Schön, dass du dein Home-Entertainment-Studio für mich verlassen hast. Das ist ja eine richtige Ehre.« Nach einer äußerst vorsichtigen Umarmung, ohne dass sich beide tatsächlich berührten, setzte sich Luks zur Gesellschaft.

»Nun sag schon, wie machst du das?«, bohrte Luks mit seiner üblichen Penetranz nach.

Stolz hob Gabriela ihr linkes Armgelenk und schob den Ärmel des roten Blazers nach unten. An ihrem Unterarm blinkten grüne und gelbe Lichter. Der dürre Knochen, der ihr Arm eigentlich war, wurde von silbernem Metall und grauem Plastik eingefasst. Es war ein überdimensionaler Unterarmreif, der vom Handgelenk bis zum Ellenbogen mit ihrem Arm verschmolzen war. Ein Raunen ging durch die versammelten Gäste, ein sehr leises.

»Ein ElderCareManager, oder ECM. Dieser schicke Armreif regelt all meine Körperfunktionen. Jede Nahrungsaufnahme, jeder Stoffwechsel … einfach alles wird gespeichert und ausgewertet. Jede geringfügige Änderung bis hinunter zum Sauerstoffgehalt und den Enzymen wird so gehalten, als wäre ich 75. Das Gerät macht im Endeffekt dasselbe wie eure Lebensbäume und die täglichen Scans, nur rund um die Uhr. Dadurch, dass der ECM mit meinen Nervenbahnen und Blutbahnen verbunden ist, bekomme ich noch genauere Daten geliefert und die Software reagiert sofort. Im ECM sind genug Medikamente und Stoffe für eine Woche gespeichert. Ich habe tatsächlich dieselben Biowerte, wie mit 75 Jahren. Ist das nicht fantastisch?«

»Aus dem Weg.« Neben ihm stand das schwarzhaarige Mädchen. Ihre schmalen Augen blickten ihn angenervt an. Term sprang zur Seite.

»Aber ich habe kein Alzheimer.« Das sonderbare Mädchen schob eine alte Dame zum Tisch, ohne auf Term Rücksicht zu nehmen.

»Sicher, Frau Gonelli.« Das Mädchen hatte eine schöne Stimme, aber sie klang flach wie ein Stein, den man übers Wasser springen ließ. Sie betonte wenige Vokale, aber diese besonders.

»Ich hatte immer ein anderes Mädchen …«, schnell wurde die alte Dame im Versorgungsstuhl unterbrochen.

»Frau Gonelli freut sich heute hier zu sein. Der Motor muss ausgefallen sein, deshalb habe ich sie hergebracht«, ergriff das Mädchen das Wort. Gabriela nickte freundlich und deutete auf eine Lücke am Tisch.

»Ich könnte schwören, dass er heute Morgen noch ging.«

»Ja, ja, Frau Gonelli. Manchmal geht ein Teil kaputt und schon geht nichts mehr. Aber dafür haben Sie ja mich.« Term beobachtete fasziniert wie das Mädchen die alte Frau mit breitem Mund anstrahlte und den Kopf leicht zur Seite neigte.

»Aber ich kenne die Menschen hier gar nicht«, versuchte es die alte Frau erneut.

»Wen bringst du mir da, Mädchen«, wollte die Jubilarin wissen. Ihre grauen Augenbrauen schwangen nach außen und dann über ihrer Nase nach oben und sie funkelte das sonderbare Mädchen an.

»Erinnern Sie sich nicht mehr an Frau Gonelli, Frau Peskic«, entgegnete ihr das Mädchen selbstbewusst.

»Nein, ich kenne alle meine Freunde«, verlautete sie in einem herablassenden Ton und sah die Gesellschaft am Tisch mit einem aufgesetzten Seufzen an. »Kind, du musst bei deinem Lebensunterstützerdienst sorgfältiger sein.«

»Frau Gonelli hat mit Ihnen in der Lübecker Versicherungsgesellschaft gearbeitet. Sie war zwei Zimmer neben ihnen. Zehn Jahre lang.« Mühsam nahm Frau Peskic ihr Kinn nach unten und zwang ein glückliches Lächeln auf ihr Gesicht.

»Frau Gonelli, so schön, dass Sie an mich gedacht haben.« Frau Gonelli wurde mit einer Umarmung beschwichtigt und als Geburtstagsgast aufgenommen.

Das Mädchen ging zu Term, der aufhörte der Geburtstagsgesellschaft zuzuhören. Jemand am Tisch bemerkte, wie schön der ECM-Armreif gestaltet worden sei.

»Verwandt oder verpflichtet?« Der Mund des Mädchens war schmal und aus der Nähe wirkte ihr Haar wie Federn, die über ihren Ohren tanzten. Als Term nicht sofort reagierte, wiederholte sie ihre Frage.

»Der alte Sack mit den langen Fingern, der neben dem sitzt, bei dem sich die Lippen unabhängig vom Gesicht bewegen«, beschrieb Term die Sitzanordnung.

»Ein Lippenzitterer meinst du. Dein Zombie sieht mit seinem langen dünnen schwarzen Mantel wie eine Mischung aus Rachegeist und Comicfigur aus. Diese Dienstaufgaben sind doch große zermscheiße. Ich hasse sie dafür, dass sie mir meine Zeit klauen.« Term sah sie baff an, ihre kalte Wut ließ ihn die Schultern hochziehen.

»Sag das nicht so laut. Bist du wahnsinnig. Denk an die Strafen.«

»Pff, das ist mir scheißegal. Dir etwa nicht?« Ihre dunklen Augen warteten.

»Nun …«, eigentlich nicht, dachte sich Term. Tatsächlich war sein Vergehenskonto sowieso schon im roten Bereich. Es schien, als könne er die Unbekannte damit beeindrucken. Deshalb sagte er, »… für mich ist es eh schon zu spät. Niemand hat mehr Maluspunkte als ich.«

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