Felix Leitner - TERM

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Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

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»Du bist noch zwei Stunden siebzehn Minuten hier. Lass uns besser mit der Arbeit anfangen.« Luks klang, als hätte er Terms Beleidigung nicht gehört. Term nahm an, dass sie gar nicht in seinem Gehirn angekommen war. Gestrandet auf einer toten Synapse.

»Was soll ich denn hier arbeiten? Sie haben eine Küche, die Sie nicht benutzen.« Luks starrte ihn an. Das Gebiss hing ihm offen entgegen. »Sie werden von Nahrungsmischungen ernährt, die Sie durch einen Katheder zu sich nehmen. Die Verpackung werfen Sie weg. Sie schauen fern, sitzen so, dass Ihr Lebensbaum Sie mit genug Flüssigkeit versorgt und brauchen in vielleicht zwei Stunden einen frischen Beutel.« Angestachelt durch Luks Schweigen fuhr Term fort. »Selbst diesen Wechsel könnten Sie gerade noch alleine machen. Es gibt nichts für mich zu arbeiten. WAS SOLL ICH HIER?«

Term hatte nicht gemerkt, wie er lauter geworden war. Erst als er den Alten anschrie, merkte er, dass seine Wut sein Sichtfeld schon wieder verdunkelte. Luks gaffte ihn an wie ein Idiot und tippte mit seinen langen, unverkrümmten Fingern auf der Tastatur. Früher hatten sehr alte Menschen meist zu Ballen geformte Hände oder krumm und schief abstehende Finger, wie bei einer Hexenpuppe. Das wurde längst ab dem 100. Geburtstag von der AW standardmäßig behandelt.

»Ich habe einem Psychologen eine E-Mail wegen deiner Wutanfälle gesandt. Das muss behandelt werden.«

Term konnte gar nicht verschnaufen und brüllte sofort wieder los: »Das können Sie nicht machen. Zermscheiße noch einmal, du stinkender Zombie, ich brauche keine Selbstanalyse.« Term fühlte sich aggressiv wie ein junger Bulle. Er war kein Freund von Beleidigungen, er war nicht mal gerne wütend. Was war nur los mit ihm? Er wollte Bücher aus Luks‘ Regal reißen. Sie dem Alten an den Kopf werfen … das wäre aber dann wirklich versuchter Mord gewesen. Zum Glück gab es keine offenen Regale und auch keine Bücher in der Wohnung. Überhundertjährige durften nur ausgebildete Betreuer anfassen. Lebensunterstützer wie er durften nur den Notfallknopf drücken. Auf keinen Fall mehr, war ihm in der Vorbereitung beigebracht worden. Die ganze Vorbereitung war eine überkorrekte Zermscheiße gewesen, Term wäre beinahe erstickt. Schnell verdrängte er die Erinnerungen, da sich seine Lunge nicht richtig mit Luft füllte. Er hatte zu viel Wut eingesogen.

»Eine Kopie ging an deinen Lebensunterstützer Erdogan Lächner und dessen Vorgesetzten und natürlich an die drei ÖSP-Berater für dein Wohnviertel.« Es piepte, als er die Ökologische Sozialistische Partei erwähnte. Luks bewegte seine Augen wie festgefahrene Scheinwerfer auf sein Infopad und dann wieder langsam hoch. »Mein Vorschlag wurde von den Beratern gerade bestätigt und angenommen.« Klang Luks triumphvoll? War das ein erstes Anzeichen von Emotionen, fragte sich Term.

»Du musst mir helfen, mein Fotoalbum vorzubereiten«, fuhr Luks langsam fort. »Nächste Woche treffe ich mich mit Bekannten aus dem Gerohap-Komplex.« Sein Mund bewegte sich mit der Geschwindigkeit einer uralten, überschweren Stahllock.

»Ein Fotoalbum vorbereiten!« Terms Wut stieg schon wieder an. Angestrengt kontrollierte er seine Atmung. Die Wut ebbte leicht ab, aber lauerte darauf, wie eine Flut zurückzukehren. »Das geht alles elektronisch. Sie rufen ihren HomePc mit der Stimme auf. Öffnen die Ordner per Stimme und wählen per Touchscreen die Bilder aus. Was soll ich da machen?«

»Zuschauen und lernen.« Term drehte sich um und ging in die Küche. »Komm zurück«, befahl Luks vergeblich. Er klang beinahe flehend. Term sah in den Kühlschrank. Wie er es befürchtet hatte, nur Flüssignahrungspackungen. Eine Packung Butter lag seltsamerweise dazwischen. Was wollte der alte Mann damit? Er konnte kein richtiges Brot kauen. Butter zum Braten brauchte er auch nicht. Sein Kochvorgang war ganz simpel: er steckte die Essenspackung seiner Wahl an den grünen Schlauch und die Flüssigkeit tröpfelte in seinen halb-künstlichen Magen.

»Wofür ist die Butter?«

»Wenn du mich noch einmal anschreist und mir nicht hilfst, werde ich dir kein Mittagessen zuteilen und eine weitere Meldung für deine Akte schreiben. Wer sich nicht in der ökologisch-gerechten Gesellschaft einbringt, der soll auch nicht essen. Du kennst die Devise.«

»Ja.« Term schaltete ab und stellte sich neben Luks. Jetzt war es an ihm, den lebendigen Zombie zu spielen. Der Alte fing wieder an im Schneckentempo einer Dampflock … Term kannte den Begriff nur aus dem Unterricht und fand es faszinierend, dass die Menschen früher in Zügen gefahren waren, aus denen vorne Dampf gekommen war. Aber er bevorzugte die neuen modernen Züge: schnittig, leise und extrem schnell. Er hatte sich einmal mit neun Jahren in den Zug gesetzt und war in den Norden und wieder in den Süden Deutschlands gefahren. Alles an einem Tag. Er liebte die hohe Geschwindigkeit. Als ihn seine Mutter angerufen hatte, war er schon weit über fünfhundert Kilometer gefahren. Der Ärger war heftig gewesen, aber Term einfach glücklich … »hier waren meine Freunde und ich in Ägypten. Das ist die berühmte Unterwasser-Party-Kugel auf dem Boden des Roten Meers. Das ist Pier, Frederick, da bin ich.« Term sah dreißig bis vierzig Jahre alte Männer in weißen Anzügen, die Champagner tranken und anscheinend tanzten. Die seltsamen Verrenkungen hatte er mal in einer Dokumentation gesehen. So hatte man früher getanzt.

»Hier. In dem Ordner habe ich das Neuland in Grönland besucht. So viel grün, wer hätte das gedacht? Dafür mussten wir Dämme in Bangladesch errichten …«. An der Grenze hatten sie ihn aufgehalten. Ein neunjähriger Junge ohne Begleitung und ohne Pass war dem Schaffner aufgefallen. Die blöde automatische, elektronische Reiseüberprüfung hatte das Personal erst aufmerksam gemacht. Zum Glück hatten sie ihm geglaubt, dass er einfach seinen Halt verpasst hatte und keinen Bericht geschrieben. Für solche ungemeldeten Bewegungen konnte man im Heim landen, hatte er gehört. Sogar die Eltern konnten bestraft werden, sagte man. Daher hatte er seinen Eltern davon nicht erzählt … »…das ist der Amazonas übrigens.«

Term unterbrach seinen Nickrhythmus im Minutentackt. »Sie waren in Brasilien?«

»Ja. Das hier sind Pier, Frederick und Adgan, der kam damals in unsere Abteilung. Wir vier haben mehr Gewinn für das Unternehmen reingeholt als alle anderen Abteilungen. Da hat uns der Chef eine First-Class Reise geschenkt. Alles Spesen. Hä Hä.« Sein Lachen klang mehr wie das Krächzen einer überfahrenen Krähe.

»Wie ist Brasilien?«

»Viel Urwald, Menschen, alte Lastwagen und große Busse … und laut war es. So unsagbar laut.« Intensiv beobachtete Term den Alten. Auf den Bildern sah er Luks, wie ihm eine grün-braun gefleckte Schlange um den Hals gelegt wurde. Er hatte eine Flasche exotischen Biers zwischen den Lippen. Ein anderes Bild zeigte ihn und seine Arbeitskollegen vor Spaß in die Kamera brüllend mitten auf einer befahrenen Kreuzung. Die Kreuzung faszinierte Term. Da waren LKW mit Planen und Holzbeschlag. Kleine Mopeds aus deren Auspuffen schwarzer Qualm aufstieg. Straßenverkäufer hielten Sandalen oder Orangen in die Höhe und schrien ihre Preise über die rumpelnden Motoren.

Es war fantastisch. Luks und seinen Saufkumpanen schien es auch gefallen zu haben. Sie mussten ihre Zeit sehr genossen haben, denn sie lachten frei in die Kamera. Luks sah auf dem Bild nicht aus, als würde ihn der Lärm stören. Im Gegenteil, sein Kinn war nach unten geklappt und gesunde weiße Zahnreihen formten ein massives Grinsen.

»Speichern unter Brasilien ‘23«, befahl Luks der Software. Wie Rollladen, die sich schlossen, verschwanden die Bilder in einem neuen Ordner. Term gefiel das Design, er hatte dieselbe Software auf seinem PC. Aber diesmal ging der Speicher- und Verschiebevorgang zu schnell für seinen Geschmack. »Das ist genug für heute. Ich bin müde.«

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