Felix Leitner - TERM

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Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

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»Genau. Damit dieser Garantie- und Absicherungsstaat noch irgendwie funktioniert, arbeitet man jetzt sein Leben für die Sicherungssysteme und kurz vorm Ende für sich. Ich muss bis ich 55 bin für den Staat arbeiten, dann hab ich noch die verbleibenden Jahre, um nur für die Altersabsicherung zu arbeiten. Ohne die Boni aus der Jugend hat man keine Chance auf etwas Zeit, bevor man an einen Lebensbaum angeschlossen ist.« Sein Vater warf wütend die Gabel auf den Teller und stützte seinen Kopf auf das Kinn. Term war erschrocken, er sah so gebrochen aus.

Das machte Term noch wütender. »Dann verkaufen wir das Auto. Dafür bekommen wir bestimmt drei Tickets. Wir müssen ja nicht zurückfliegen.«

»Term!« Doch er ließ seine Mutter nicht zu Wort kommen.

»Ich werde dort sofort arbeiten. Das Geld gebe ich euch, damit wir alle gut auskommen.« Term sah sich schon unter der Sonne Brasiliens in einer Bar aushelfen. Wenn er dann 18 war, würde er Elektromechaniker werden und in einer lauten Nebenstraße täglich die E-Wagen reparieren. Abends dann kühlen Limettensaft trinken und zum Tanzen in den Club gehen – in den Club Celecao oder in die Bar Dragao oder im Calido oder wie sie hießen. Seine Eltern würden in Brasilien bestimmt Jobs finden. Sie hatten beide sehr gute Abschlüsse. »Ihr beiden könntet abends Cocktails trinken gehen. Zusammen Tanzen. Nicht wie hier, wo ihr müde nach Hause kommt und nur eure Zeit ableistet.«

»Term. Es ist genug.« Er hatte gar nicht gemerkt, wie sehr Mutters Augenbrauen aus Sorge zusammengewandert waren.

Term warf die Gabel in seinen Auflauf. Der Stuhl schabte laut über den Boden, als er wütend den Tisch verließ. Sein Vater schimpfte. Seine Mutter bat ihn, wenigstens doch etwas zu essen. Hunger müsse er doch haben! Er hatte keinen Bock auf das Minimum. Wenigstens zusammen zu sein, als Familie am Tisch. In solchen Momenten nervten ihn seine Eltern gewaltig. Sie dachten nur an den Alltag. An das, was zu tun war, was sich gehörte und worüber er nachdenken sollte. Und dann? Wollten seine Eltern nicht auch leben? Nicht einfach nur funktionieren?

Er schlug die Tür nicht zu. Theatralik lag ihm nicht. Seine Wutausbrüche verunsicherten ihn selbst schon genug. Das am Tisch war aber keiner seiner unkontrollierten Wutausbrüche gewesen, sondern einfach nur Ärger mit den Eltern.

Terms Zimmer war voll und eng. Es glich einem Urwald aus alten Zeitschriften und ein paar Büchern. Nicht mehr viele, die meisten las er elektronisch. Aber manche alten Ausgaben waren anders nicht zu bekommen. Vor allem die Naturkunde- und Reisezeitschriften. Er kaufte sie für wenig Geld online oder bei Hausräumungen. Deswegen roch es in seinem Zimmer manchmal muffig. Viel altes Papier auf einem Fleck produzierte eine abgeschmackte Luft. Er kippte deshalb immer sein Fenster. Auf den Zeitschriften, die unordentlich auf dem Boden und in den Regalen herumlagen, standen elektronische Bilderrahmen. Fotos von Urwäldern, Bergen und Küsten wechselten sich ab. Die Bilder gingen sanft ineinander über und verstrahlten ein leichtes blaues oder grünes Licht.

Term warf sich in sein Bett und starrte an die Decke. An der Decke hing sein Lieblingsposter. Es zeigte das Nachtleben von Rio de Janeiro. Term verlor sich in seinen Gedanken. Bei diesem fantastischen Poster ging das in Sekundenschnelle. Auf dem Gehsteig neben ihm tanzte ein brasilianisches Pärchen wild und leidenschaftlich. Ihr roter, geknitterter Rock flatterte laut in der Luft. Ein Cocktailverkäufer und er stießen freundlich zusammen. Die kantigen Gläser klirrten. Er war doch fast siebzehn. Wen kümmerte es? Überhaupt, wen kümmerten Regeln und Vorschriften, wenn man durch die Straßen Rios ging? Kleine Mopeds schossen an ihm vorbei, hupten, überholten sich und bogen scharf ab. Term schmeckte das Benzin in der Luft. Alle Menschen dort waren mit Leben beschäftigt, mit Lachen, mit Geld ausgeben, für das, was das Herz gerade begehrte. Hier gab es keinen Sparzwang und keinen Nahrungs- und Konsumplan für die nächsten 365 Tage. Die Nacht lebte in Rio und die Bewohner Rios lebten in der Nacht. Unter ihnen Term.

Der 99. Geburtstag

Wenn er jetzt Luks mit voller Wucht … ach mit einem leichten Kick von der Seite gegen die Schultern treten würde, müsste er nicht zum Geburtstag. Term wollte ihn wegkicken, allein damit er nicht neben diesem alten Monster stehen würde, das ihn ständig zu Recht wies und korrigierte.

»Nä«, krächzte Luks, »wir können stolz sein auf unser System. Niemand hungert und die Busse und Bahnen sind pünktlich. Das schaffen die meisten Länder in Afrika immer noch nicht.« Term hatte dem Scheusal auf seine Frage, wo er hinreisen wolle, ehrlich geantwortet. Sofort erhielt er Belehrungen von Luks, der sein Leben lang die Welt bereist hatte. Etwas, das Term niemals möglich sein würde. »Fahr nach Portugal, Griechenland oder hoch nach Dänemark und du wirst einen schönen Urlaub erleben. Dort gibt es keine bösen Überraschungen und nur Essen, das vorher auch nach ökologischen und gerechten Kriterien zertifiziert, geprüft und zubereitet wurde.«

»Dort gibt es auch keine guten Überraschungen«, entgegnete Term. Der Tritt hätte ihn ins Gefängnis gebracht. Bei einem so alten Menschen konnte die leichteste Erschütterung an Schulter, Torso oder sonst wo zu gebrochenen Rippen und Hüften führen. Die uralten Knochen mussten morsch wie gammlige Sumpfäste sein. »Sie waren schon lang nicht mehr in Afrika. Dort haben die Menschen …«

Ein kühler Lufthauch entwich aus dem Bus, der leise wie eine Schnecke an die Haltestelle gekrochen war. Term konnte ganz schwach die Kompressoren hören, als der Bus standardmäßig auf Gehsteigniveau abgesenkt wurde. Zwischen Bus und Bordstein presste sich fester, schwarzer Plastik-Elastostoff. Schnell wie ein Airbag schoss er unter der Eingangstür hinaus und füllte die gefährlichen Stolperlücken.

»Dort haben die Menschen noch quietschende Busse. Die sind erbärmlich laut und die Luft verpestet. Es kostet einen bestimmt ein gutes halbes Jahr an Leben, wenn man sich in Afrika oder Asien aufhält. Das kann die AW nicht kompensieren und daher ist es zu Recht verboten. In diese Länder reisen ist ja wie freiwillig Gift essen und atmen. Wer macht das schon?« Luks schob seinen Lebensbaum in den Bus und setzte sich auf die Unterstützungsplätze. Dort stöpselte er seinen Lebensbaum an die Energieversorgung an und ließ den Kopf in den Nacken fallen. Er sah aus, als wäre er tot.

»Früher wäre ich die Strecke gerne mit meinem Auto gefahren. Wir wären in einer Viertelstunde bei Jacqueline. Ich hatte einen Ferrari. Der war lang und knallrot. Die Zylinder haben eine unglaubliche Kraft entwickelt. Junge, bist du schon mal 200 km/h gefahren?«

»Nein. Ist verboten.«

»Wann ist denn das passiert?« Luks klang ehrlich überrascht. Aber nicht überrascht genug, um eine Regung in seinem Gesicht zu produzieren. Term war sich nicht sicher, ob das seine Gesichtsmuskeln überhaupt noch hergaben.

»Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Schaden an den menschlichen Körpern bei einem Unfall zu hoch. Sie wissen schon, dann kann man keine Organe mehr retten.« Term blickte aus dem Fenster. Sie würden für die kurze Strecke eine gefühlte Stunde brauchen. Aber der Bus durfte nicht schneller als 30 km/h fahren, da er fast ausschließlich von alten Menschen genutzt wurde. Außerdem dauerte das Ein- und Aussteigen. Es dauerte.

»Hä … klingt vernünftig.« Dann knickte Luks Kopf nach vorne und er öffnete mühsam seine Augen. »Vernunft ist wichtig. Der Verbrauch meines Ferraris war zu hoch. Auch der Lärm war zu hoch und für die Materialien wurde … wurde irgendein Volk irgendwo ausgebeutet. Das war schon okay, dass die von der Partei Sportwagen verboten haben.« Luks klang, als wäre es überhaupt nicht okay gewesen. »Nicht einmal einen Kleinwagen durfte ich mehr fahren. Nur diese Mini-Elektromobile, bei denen die Route vorher einprogrammiert wird. Zeitung soll man dann lesen oder das Mobi-TV schauen. Das ist doch kein Autofahren. Da, schau sie dir an.«

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