Wolfgang Konig - Mein Ostpreußen

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Martin lebt zusammen mit seiner Mutter und seinem Opa in Sprindt, nahe Insterburg in einem Siedlungshaus mit großem Garten nahe der Insterwiesen. Zum Ende des Krieges wurde das Flüchtlingsmädchen Ursula bei ihnen einquartiert. Martin zeigt ihr seine Heimat und sie verleben eine schöne Zeit bevor die Front immer näher kommt und alle fliehen müssen.
Die Rahmenhandlung ist fiktiv. Sie dient dazu, dass der Autor – welcher deutliche Ähnlichkeit mit Martin hat – seine Liebe zu seiner damaligen Heimat in vielen kleinen Details beschreiben kann. Der Titel: «Mein Ostpreußen» bedeutet, dass es dem Autor ausschließlich um seine persönlichen Eindrücke geht.

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Nun erst verstand Martin, warum sich die Strecke mit solch einer langen Brücke über das sonst recht harmlose Flüsschen schwang. Die fünf großen Bogen, durch welche bei seinem ersten Skiausflug die Sonne geschienen hatte, reichten jetzt kaum zum Durchlass der Wassermassen aus. Hätte man ihm dieses Naturschauspiel vorher geschildert, er hätte solche Ausmaße nicht geglaubt.

Dann gingen die vier zum ehemaligen Schulhof zurück. An einem danebenliegenden, erlenumstandenen Teich vergnügten sich Evas Geschwister und liefen mit anderen Kindern in einer Reihe möglichst im Gleichschritt über das mit Schmelzwasser bedeckte Eis. Biegeeislaufen nannte man das. Richtig gefährlich sah es aus, denn wo immer sich die händehaltende Kinderreihe befand, gab das Eis bedenklich nach. Sonderbarerweise brach es jedoch nicht ein. Wohl deshalb nicht, weil es wie eine von unzähligen kleinen Rissen durchzogene und dadurch elastische Haut auf dem darunter liegenden Wasser schwamm. Trotzdem wurden die Schuhe der Kinder dabei nass, aber das gehörte wohl dazu.

Noch früher als an den frostklaren Tagen davor brach die Dämmerung herein. Ursula und Martin trennten sich von den anderen und gingen nach Hause. Ein Weilchen hörten sie noch das frohe Kinderlachen vom Teich, bis es der Wind verschlang.

In Martins Zimmer war es gemütlich warm. Durch den heute recht kurzen Außenaufenthalt blieb ihnen nach den Schularbeiten noch Zeit, sich die Fotoausrüstung einmal näher anzusehen. Die Chemikalien, Schüsseln und farbigen Lampen im Keller kannte Martin ja bereits, die meisten Gerätschaften lagen jedoch, wie Ursula wusste, im Wohnzimmerschrank. Außer einigen Filmen und Platten, deren Entwicklungstermine längst überschritten waren, entdeckten sie dort neben anderen ihnen noch fremden Dingen auch ein Anleitungsbuch. Jedoch viel lesen mochten sie jetzt nicht, schöner war das Losexperimentieren.

Mit einfachen Abzügen wollten sie beginnen, aber Negative dafür fanden sie nicht. So tat es ein Scherenschnitt auf Fotopapier gelegt und belichtet schließlich auch. Im Entwicklungsbad geschah aber nichts. Bei dunkler, roter Raumbeleuchtung sah man darin als Spiegelbild nur ihre enttäuschten Gesichter. Lag es an dem überalterten Bad, oder hatten sie versehentlich die Rückseite des Fotopapiers genommen? Die Zeit verging. Mutter rief zum Abendbrot, das ihnen heute unwichtig schien.

Sie kamen nur mühsam voran. Jedoch bevor der Opa schlafen ging, lag der erste gutgelungene Abzug des Scherenschnittes noch feucht und sicherlich schlecht fixiert auf dem Küchentisch. Der alte Mann lobte ihr Werk, die Mutter aber spornte die Kinder an, doch möglichst recht bald von Martin ein schönes Foto für Vater fertigzubekommen.

In den Tagen danach führten sie das Anleitungsbuch und weitere Versuche schließlich zum Ziel. Am Sonntag darauf wurden mit einem Plattenapparat im Vordergarten die ersten Familienbilder gemacht.

Da es im Keller jetzt im Winter zu ungemütlich war, benutzten Ursula und Martin ihr Zimmer als Behelfslabor. Die fast lichtdicht schließenden Fensterläden und die früh hereinbrechende Dämmerung begünstigten das. Diesmal konnten sie mit ihren Arbeiten zufrieden sein. Das Trocknen der Negative dauerte ihnen fast zu lange.

So kam es, dass Ursulas Vater bald danach die von seiner Tochter und Martin angefertigten ersten Bildchen in Händen hielt, auf Hochglanzpapier, mit Büttenrand und auch vom fotografischen Standpunkt gar nicht schlecht.

Herr Graf sah, wie seine Frau gerade dem Briefkasten vor der Haustür erwartungsvoll die Post entnahm. Auf einem weiteren Foto guckte sich der Opa offenbar interessiert die schon größer werdenden Knospen des an der Hauswand stehenden Spalierobstes an. Ursula lächelte einfach in die Kamera. Einmal war sie allein und einmal mit Martin zusammen. Immer wieder musste er sich die ihm so vertrauten Gesichter anschauen, aber auch den Patenjungen seines Bruders, der sich nun bei seinen Lieben einzunisten begann.

Außerdem hatten ihm alle geschrieben. Seine Frau wie meistens recht sachlich und nüchtern. Vom Opa erhielt er einen herzlichen Gruß. Die Kinder berichteten ausführlich über ihr Experimentieren. Beide fanden wohl große Freude daran. Martin fragte an, ob sie die im Treppenhaus liegende, leer stehende Räucherkammer mit Opas Hilfe als ihr zukünftiges Labor einrichten dürften. Die Idee des Jungen schien ihm gut. Der Raum war dunkel und trocken sowie auch im Winter immer etwas warm. Zum Räuchern gab es schon lange nichts mehr. Natürlich sollten sie das tun!

~~~

Die Tage danach brachten den Winter zurück, diesmal jedoch ohne Schnee. Der Wind schlief ein, der Himmel brach auf, und schon in der ersten Nacht nach dem Tauwetter wurde es bitterkalt. Unzählige Sterne waren zu sehen. Die noch immer überschwemmte Inster überzog sich mit einem kaum überschaubaren, glatten Panzer.

Anfang März wärmte um die Mittagszeit die Sonne schon schön. Ursula und Martin trafen sich wieder bei Brauns im Schulwäldchen und schnallten dort ihre Schlittschuhe an. Mit Eva zusammen holten sie Rudi Thielert ab und benutzten dazu die Abkürzung über das im hellen Licht blinkende Eis.

Martin kam auf den Bogenschlittschuhen, die Ursulas Vater gehörten, zuerst nur langsam voran. Weil sie keine Spitzen hatten, fiel ihm das Abstoßen schwer. Aber schon bald mussten die anderen nicht mehr auf ihn warten. Er bekam immer größeren Spaß daran, auf der riesigen Eisfläche schnell ferne Ziele erreichen zu können.

Zuerst ging es zur langen Eisenbahnbrücke. Sie wagten sich jedoch nicht bis unter die Brückenbogen, denn durch die große Strömung an dieser Stelle war das Eis hier noch nicht fest. Um mehrere, riesige Steinbrocken quirlte sogar noch blankes Wasser. Die Trümmer lagen seit dem Weltkrieg hier, als man den Vorgänger dieser Brücke beim Heranrücken der Russen sprengte. Im Sommer hinderten sie beim Bootsfahren sehr, aber zum Fortschaffen waren sie zu schwer.

Ihre Tour ging weiter nach Insterblick und dann in östlicher Richtung das Flussbett hinauf, dessen Verlauf nur die aus dem Eis herausragenden Büsche markierten. Das breite, überschwemmte Instertal glich einem langgestreckten, aus der Unendlichkeit kommenden, erstarrten See.

Am Südufer blieb der Ort zurück, das dem Schulwäldchen ähnliche Badewäldchen, die Wochenendhäuser am ansteigenden Hang und schließlich auch Urbschats Gehöft. Immer näher kamen sie dem Ersten Wald. Die Kinder liefen nebeneinander fast ohne zu reden in großen Schwüngen auf ihn zu, die Köpfe weit nach vorn geneigt. Ihre Schlittschuhe verursachten dabei ein rhythmisches, surrendes Geräusch.

Am Ersten Bach, der im Wald hinter der hölzernen Brücke entsprang und sich zwischen Weidenbüschen bis zum Flussbett wand, machten sie Rast. Ihr Atem war in der kalten Luft zu sehen. Martin fragte nach den eigenartigen Bezeichnungen. Wurde denn hier alles nummeriert?

Der große Eichwalder Forst besaß mehrere Förstereien. Das von hier ca. 5 Kilometer entfernt liegende Forsthaus Wengerin war das erste von ihnen. Wald und Bach, die dazugehörten, trugen deshalb diese Zahl in ihren Namen.

Sie liefen weiter. Bald war das Forsthaus auf einer Lichtung am ansteigenden Flussufer zu sehen. Von dort oben hatte man bestimmt über Tal und Wiesen

einen herrlichen Blick. Wie schön musste es da erst im Sommer sein!

Hinter der Lichtung begann der Zweite Wald. Ursulas Eltern hatten in einem kleinen Dorf darin Bekannte wohnen. Zu den drei einsamen Gehöften führte ein Hohlweg hinauf. Jedoch so weit wollten sie heute nicht laufen. Martin bekam das zunächst nur erzählt und danach, als sie schon auf dem Nachhauseweg waren, auch die Sage vom Ritter Neusaß, der hier in der Nähe irgendwann auf einer Burg gelebt haben sollte. Die Burg war verschwunden, jedoch der Berg, auf dem sie vielleicht einmal gestanden hatte, wurde noch heute zum Kiesabbau genutzt. Dadurch war an einer Stelle ein kleiner Teich entstanden, in dem an warmen Sommerabenden manchmal geheimnisvoll eine Glocke läutete. Das konnten natürlich auch nur die im Teich lebenden Unken sein. Auch der einsame Friedhof mit den alten Gräbern lag in der Gegend. Wie viele Geheimnisse barg wohl noch dieser große Wald?

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