Wolfgang Konig - Mein Ostpreußen

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Martin lebt zusammen mit seiner Mutter und seinem Opa in Sprindt, nahe Insterburg in einem Siedlungshaus mit großem Garten nahe der Insterwiesen. Zum Ende des Krieges wurde das Flüchtlingsmädchen Ursula bei ihnen einquartiert. Martin zeigt ihr seine Heimat und sie verleben eine schöne Zeit bevor die Front immer näher kommt und alle fliehen müssen.
Die Rahmenhandlung ist fiktiv. Sie dient dazu, dass der Autor – welcher deutliche Ähnlichkeit mit Martin hat – seine Liebe zu seiner damaligen Heimat in vielen kleinen Details beschreiben kann. Der Titel: «Mein Ostpreußen» bedeutet, dass es dem Autor ausschließlich um seine persönlichen Eindrücke geht.

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In einem größeren Anbau an Haus und Veranda waren der Stall und die Sommerküche untergebracht. Die Stalltür hatte unten ein kleines, verschließbares Schlupfloch. Dahinter führte eine schmale Leiter an einer ehemaligen Schweinebox vorbei zu den Hühnerschlafplätzen hinauf.

Martin erfuhr, dass sich in der Decke darüber eine Luke befände, durch die man in einen geräumigen, mit einem Dachfenster versehenen Bodenraum gelangen könne. Dort läge das Winterheu für die Kaninchen. Die Luke, verborgen in den Deckendielen, würde er allein aber bestimmt nicht finden.

In der Sommerküche würde Ursulas Mutter in der warmen Jahreszeit das beim Obstbaumschnitt anfallende Holz zum Kochen verbrauchen. Dann gäbe es auch oftmals wohlschmeckende Waffeln, weil das altertümliche, noch zu wendende Eisen auf dem in der Wohnungsküche befindlichen Elektroherd nicht verwendbar sei. Heute standen in dem kalten Raum zwei Paar Skier.

In dem Anbau lag auch das Klo. Ursulas Eltern hatten längst im Haus ein Badezimmer geplant, aber der Kriegsausbruch war dazwischengekommen.

Den Abschluss des Hofes zum Garten bildete ein geräumiger Schuppen, in dem neben Brennmaterial Opas Werkstatt untergebracht war. Martin vergaß vor lauter Interesse an deren Ausstattung ganz, dass ihr Rundgang hier noch nicht zu Ende war.

Hinter dem Schuppen, zu erreichen auf einem an Büschen und Bäumen vorbeiführenden Gartenweg, lag ein großer, hochumzäunter Hühnerauslauf. Gleich neben dessen Eingang befand sich ein auf Pfählen abgelegtes Paddelboot.

Neu für Martin war der vom Opa gezimmerte, aus 10 Boxen bestehende, an den Schuppen unter einem weitausladenden Dach angebaute Kaninchenstall. Zur Zeit bewohnten ihn nur drei rasselose Häsinnen, ein Rammler und ein sehr hübsches Angorakaninchen. Alle Tiere wurden vom Opa betreut.

Ursula setzte das Angorakaninchen behutsam neben sich und den Jungen auf eine Bank. Es beschnupperte neugierig die Kleidung der Kinder. Zaghaft strich Martin ihm über das saubere, lange Fell. Um die Kinder herum schilpte erregt das vorher von ihnen aufgescheuchte Spatzenvolk und wollte in seinen Unterschlupf vor den Ställen zurück. Sollte es warten! Erst als Mutter zum Essen rief, verließen sie ihren Platz.

In der Küche war aufgedeckt. Der Opa sprach das Tischgebet. Dann gaben sich alle die Hände und wünschten einander guten Appetit.

Nach dem Essen wuschen die Kinder ab und stellten das Geschirr in die Schränke zurück. Ursula schien dabei traumwandlerisch sicher zu sein.

Anschließend wurde Martins Zimmer aufgeräumt. Dann ging das Mädchen zum Bettenmachen in das angrenzende Elternschlafzimmer, in dem es seit Vaters Soldatenzeit neben seiner Mutter schlief.

Bei so viel häuslichem Fleiß, der von Ursula und nun sicher auch von ihm erwartet wurde, gewann Martin den Eindruck, dass Tante Käte sehr streng sein müsse. Jedoch Ursula, die er danach befragte, nahm sie in Schutz. Erst Vaters Einberufung, die für Mutter manche zusätzliche Arbeit und viele Sorgen um ihn nach sich zog, hätte sie so streng werden lassen. Beschämt durch die Antwort, versuchte der Junge dem Gespräch eine Wendung zu geben und fragte nach der Herkunft des Eisenbahnwagens neben den Äpfeln. Ursula berichtete ihm von ihres Vaters Geschenk. Martin war über eine so interessante Spielmöglichkeit sichtlich erfreut. Dann probierten beide von Tante Kätes Äpfeln.

Gleich danach sprangen sie wieder die Treppe hinab. Ursula hielt warnend einen Finger auf ihren Mund, weil der Opa auf der Couch ein wenig schlief. In der Küche saß Tante Käte vor einem an ihren Schwager gerichteten Brief. Die Nachmittagssonne schien auf den Tisch. An der Wand dahinter war auf einem, wie eine Schiebetür zur Seite rollbaren Fensterladen eine Russlandkarte angebracht. Der Frontverlauf war darauf mit buntköpfigen Nadeln markiert. Im Krieg, draußen in der Wirklichkeit, würde jetzt sicher Ursulas Vater an einer dieser markierten Stellen stehen.

Die Skier wurden aus der Sommerküche geholt. Nachdem die Bindungen des Paares, das dem Vater des Mädchens gehörte, Martins Schuhen angepasst waren, stand dieser unsicher darauf. Vorsichtig fuhr er hinter Ursula von Hof. Für ihn war es nicht leicht, die Straße zu überqueren, denn die von den Obusreifen glattgewalzte Schneedecke bot kaum einen Halt. Dahinter lagen dann jedoch ein zugewehter Graben und ein verschneites Feld. Darüber hinwegzugleiten machte schon Spaß, besonders dann, wenn der Vordermann die Spuren zog und gegen alle Anfängerdummheiten Rat und Hilfe bot.

Bald hatten die Kinder den zum Eichwalder Forst führenden Trakisweg erreicht. Die Endhaltestelle des Busses mit dem unter alten Linden stehenden Wartehäuschen lag am Anfang davon. Hinter der Haltestelle war der Weg tief verschneit. Nur wenige Schlittenspuren markierten ihn. Den Bürgersteig hatten die Anwohner jedoch geräumt

Balzats und Lobinskis wohnten hier in den letzten Doppelhäusern am Ortsausgang. Deren Kinder, nach denen Ursula fragte, waren mit ihren Schlitten im Badewäldchen auf dem Rodelberg. Martins Führerin zögerte einen Augenblick. Der Weg dorthin war nicht weit, aber der Abhang für ihn wohl noch zu steil. Auch schien ihr die dort herumtollende Dorfjugend einem Anfänger gegenüber nicht rücksichtsvoll genug zu sein. So zogen sie allein zum Ortsausgang weiter.

Sie überquerten einen kleinen Bach, der so langsam floss, dass er eine geschlossene, von Luftblasen durchsetzte Eisdecke trug. Rechts neben ihrem Weg lag ein Erlenbruch, in dem der Bach entsprang. Dahinter stiegen sie eine sanfte Anhöhe hinauf. Von hier aus sah man weit in das winterliche Land.

Im Südwesten, wo jetzt die Sonne niedrig am Himmel stand, kreuzte in der Ferne die Bahnlinie nach Tilsit das zu ihren Füßen liegende, breite Tal und den Fluss. Durch die fünf Bogen der Insterbrücke leuchtete gleißendes Licht. Jenseits des Tales, welches der Fluss in einer von Eis und Schnee bedeckten, kaum wahrnehmbaren Vertiefung in gewundenem Lauf durchzog, lag ca. drei Kilometer von ihnen entfernt das kleine Dörfchen Insterblick. Nach Osten gesehen, wo hinter dem Horizont die Inster entsprang, schien die Welt endlos zu sein. In diese weiße Ebene hinein, hinab ins Tal, führte ihr von alten Kopfweiden beidseitig umsäumter Weg bis hin zum Wald.

An die Anhöhe angelehnt, befand sich am Flussbett ein einsames Gehöft. Ursula berichtete Martin von dem darin wohnenden, betagten Ehepaar, den beiden Urbschats und dessen an der Front stehenden Sohn. Sie schilderte die drei Menschen ihrem Begleiter in einer sehr warmen Art und fügte erklärend hinzu: „Immer ist Frieden in deren Haus, ich gehe gern zu ihnen hin.“ Martin erfuhr dabei, dass Herr Urbschat nicht nur Bauer, sondern auch Fischer sei. Als Vater noch zu Hause war, hätte dort unten während der Sommermonate Grafs Paddelboot an einer Boje im Fluss gelegen. Dann wies das Mädchen noch auf das große Nest auf dem Scheunendach hin. In jedem Sommer würde darin ein Storchenpaar mehrere Junge aufziehen.

Nach dieser Schilderung gab sich Ursula auf dem abschüssigen Weg einen Schwung und glitt ins Instertal hinab. Martin blieb nichts anderes übrig, als es ihr gleichzutun. Auch er kam in der vorgezeichneten Spur unten gut an und freute sich darüber. Ursula bemerkte das und änderte ihren Plan, mit ihm zunächst nur Laufen zu üben.

Der Wald mit der davor liegenden Zigeunerwiese, die alte Holzbrücke über den auch bei strengem Frost durch sein warmes Quellwasser offenbleibenden Bach, der einsame Friedhof am Waldesrand und die Kiesgruben beim Ritter Neusaß, all das hatte auch noch Zeit. Sie stiegen wieder die Anhöhe hinauf und übten das Hinuntergleiten, bis die Dämmerung kam.

Vom Wald her näherten sich Stimmen. Bald danach hielten zwei Skiläufer, etwa so alt wie sie, bei ihnen. Ursula machte Eva und Rudi mit Martin bekannt. Dann fuhren sie noch einige Male gemeinsam ins Tal hinab, und Martin erhielt von den Hinzugekommenen ein erstes, bescheidenes Lob.

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