„Alle mal herhören, jetzt wird der Brautstrauß geworfen. Also alle Mädels aufstellen“, forderte Frank auf.
Die Mädels stellten sich schnell vor Janine auf. Janine drehte sich um und warf den Strauß. Reflexartig fing Iris den Brautstrauß.
„Oh, eigentlich hätte ihn ja jemand anders ihn fangen müssen. Ich würde da einige kennen. Wo soll ich so schnell einen Mann herzaubern“, lachte sie.
Es wurde sehr spät, als sich langsam alle verabschiedeten. Die Freunde verabredeten sich für den nächsten Nachmittag zum Aufräumen. Jerome und Stella wollten ihr kleine Tochter aus dem Bettchen holen, als Frank ihnen anbot hier zu übernachten.
„Ihr könnt das Gästezimmer benutzen. Du weißt ja wo. Dann könnt ihr morgen früh mit uns zusammen frühstücken. Und eure Kleine kann in Ruhe weiterschlafen. Außerdem hast du ja auch etwas getrunken.“
„Danke Frank, dass wäre nicht übel. Was meinst du, Stella?“
„Ja, danke. Dann muss ich Samantha nicht quälen. Sie wird sich freuen, morgen früh noch mit Dirk spielen zu können. Aber nur, wenn es für euch in Ordnung ist?“
„Aber ja“, ich freue mich, dich noch etwas näher kennenzulernen“, stimmte Janine zu.
Jerome war überrascht.
Janine fand Stella wirklich sehr nett. Sie konnte ja auch nichts für die Sache zwischen ihr und Jerome, deshalb hatte sie zugestimmt. Es war bestimmt gut so, dass man ganz normal miteinander umging. Damit fange ich jetzt an, dachte sie. Alle gingen zu Bett. Jedoch so einfach war es nicht. Jerome dachte an Janine, Janine an Jerome.
Am nächsten Morgen waren beide Frauen die ersten, die aufwachten, weil sie zu ihren Kindern wollten, die schon herumtobten und lustig mit dem Kindermädchen brabbelten.
„Hallo Janine, auch schon wach?“
„Guten Morgen, Stella. Ja. Auch auf dem Weg zu den Kleinen?“
Stella nickte.
„Ich wollte nochmal Danke sagen, weil ihr mich und meine Tochter so liebevoll aufgenommen habt. Überhaupt habt ihr ganz tolle Freunde. Ich habe mich sofort wohlgefühlt. Hatte es mir schwieriger vorgestellt.“
„Guten Morgen Sandra, wir holen die Rasselbande ab.“
„Guten Morgen Frau Heller. Die Kinder machen keine Schwierigkeiten. Sie sind wirklich lieb. Ich habe beide schon fertig gemacht. Aber Hunger könnten sie jetzt schon haben“, lachte das Kindermädchen.
„Sandra, sie können für heute Schluss machen. Ab jetzt übernehmen wir. Meine Schwiegereltern würden gern später was mit Dirk unternehmen, so lange sie noch da sind. Wir sehen uns dann morgen früh.“
„Ok. Danke, Frau Heller. Dann bis morgen und noch einen schönen Tag ihnen allen.“
Als Stella und Janine mit ihren Kleinen in die große Küche kamen, hatten die Männer schon das Frühstück zubereitet. Sie setzten sich an den großen Tisch und eine lustige Unterhaltung begann. Janine und Jerome schauten sich kaum an, aber wenn sich ihre Blicke trafen, verrieten sie alles. Zum Glück bemerkten es Frank und Stella nicht. Stella wollte unbedingt wissen, wie sich alle kennengelernt hatten und warum sie sich so gut verstanden.
Kapitel 4 Janine kann Jerome nicht vergessen
„Zuerst waren wir nur eine kleine Gruppe“, erzählte Frank.
„Ja, dass waren Frank, Moritz, Jan, Christoph und ich“, fiel ihm Jerome ins Wort.
„Und dann kamen nach und nach die Mädels hinzu. Zuerst waren es Janine und Marina. Dann kam Gunther. Christoph brachte Selina mit. Holger und Max fingen bei Jerome im Büro an. Holger brachte Christine mit. Max lernte Katrin kennen usw.“
„So wurde die Gruppe so groß, wie sie jetzt ist“, fuhr Frank fort.
„Und bis jetzt sind wir eine eingeschworene Gemeinschaft. Die keiner, glaube ich, missen möchte“, warf Janine ein. Alle nickten. Die Unterhaltung ging noch etwas weiter. Dann verabschiedete man sich von einander.
„Wir sehen uns“, winkte Jerome und sein letzter Blick galt Janine, als Frank nach Dirk schaute.
Ich habe es geschafft, mir nichts anmerken zu lassen, dachte Janine insgeheim. Dann gingen sie wieder zurück ins Haus. Nachmittags kamen die Freunde um aufzuräumen. Mit so viel Hilfe war bald alles wieder so wie vorher. Eine Weile saßen sie noch zusammen. Dann war es ruhig im Haus. Franks Eltern hatten den Kleinen zum Ausflug mitgenommen. Frank und Janine waren allein. Sie unterhielten sich über das Fest.
„Es war ein tolles Fest und du sahst bezaubernd aus“, küsste Frank Janine.
„Du hast auch nicht schlecht ausgesehen“, zwinkerte sie ihm zu.
„Ja es war sehr schön. Alles hat prima geklappt und die Stimmung war super.“
Frank nahm Janine in die Arme und küsste sie.
„Endlich sind wir zusammen. Uns kann nichts mehr trennen. Ich liebe dich, Janine. Sehr.“
Dann nahm er ihre Hand und verschwand mit ihr im Schlafzimmer. Er wollte ihr zeigten, wie groß seine Liebe zu ihr war.
„Wir müssen leider aufstehen, deine Eltern werden bald zurück sein“, küsste Janine Franks Oberkörper.
„Es war wunderschön. Schade, dass wir es beenden müssen. Aber es kommt ja noch die Nacht, da können wir weiter machen, wo wir jetzt aufgehört haben“, zog er sie nochmal an sich.
„Das tun wir. Und jetzt raus oder muss ich nachhelfen?“, lachte Janine.
„Warum nicht, Süße.“
„Besser nicht, ich sehe dir an, was dann passiert.“
Janine sprang schnell unter die Dusche. Ja sie war glücklich. Frank machte sie glücklich. Frank betrat das große geräumige Bad. Er sah sie nackt vor dem Spiegel stehen und kam näher.
„Du hast einen wundervollen, verführerischen Körper. Ich möchte dich gar nicht loslassen.“
„Frank. Wir haben alle Zeit der Welt. Etwas musst du jetzt noch warten.“
Sie küsste ihn und kleidete sich schnell an. Enttäuscht stieg Frank unter die Dusche.
In den nächsten Tagen suchten Jerome und Stella ein Kindermädchen für Samantha. Auch Stella musste eine neue Arbeitsstelle haben. Jerome hatte sich ein paar Tage frei genommen, damit sie noch verschiedene Angelegenheiten erledigen konnten. Stella war von Beruf Innenarchitektin. Jerome hatte alle Freunde gebeten sich nach einer Stelle für Stella umzuhören. Auch Frank bemühte sich bei verschiedenen Firmen ein Bewerbungsgespräch zu arrangieren. Nach ein paar Tagen rief Christoph bei Jerome an.
„Hallo Jerome. Ich hätte zwei interessante Angebote für Stella. Wenn sie sich da mal vorstellen möchte. Hab mich schon mal dort umgehört, da ich einige Leute kenne, die dort arbeiten. Die eine Firma würde, denke ich, Stella gut gefallen. Es sind junge Inhaber. Ich schick dir mal die genauen Angaben.“
„Super Christoph, ich gebe sie gleich Stella. Vielen Dank, bis dann.“
Jerome überbrachte die gute Nachricht Stella. Am nächsten Tag rief sie an und bekam sofort Gesprächstermine. Stella stand mit Herzklopfen vor dem ersten Termin. Sie wurde freundlich empfangen. Ein freundliches Paar empfing sie. Einzelheiten wurden besprochen und Stella erzählte von ihrer alten Arbeitsstelle und was ihre Vorstellungen waren. Es war ein junges modernes Unternehmen, dass das jüngere Paar aufgebaut hatte. Und sie führten es erfolgreich. Sie machten einen sehr netten Eindruck auf Stella. Nach einem intensiven Gespräch waren alle Unklarheiten beseitigt.
„Wir werden uns kurz beraten. Einen Moment bitte.“
Stella hoffte auf eine Zusage. Hier würde sie sich bestimmt wohlfühlen.
„Vielen Dank.“
Die beiden kamen kurz darauf zurück und strahlten sie an.
„Wenn sie wollen, Frau Kinsley, können sie sofort anfangen. Wir würden uns sehr freuen, denn wir glauben, dass sie eine Bereicherung für unser Unternehmen sind und wir gut zusammen arbeiten werden. Was sagen sie?“
Freudig stand Stella auf und hielt ihnen die Hand zum Dank hin.
„Ja gerne. Natürlich sage ich ja. Ich freue mich riesig.“
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