Helmut Lauschke - Hundert Jahre - Antwort und Verantwortung

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Eine Familiengeschichte, die über vier Generationen geht, wobei jede Generation durch zum Teil schwerste äußere und innere Unruhen hart getroffen wird. Eine Zeitgeschichte, die auf dem schwankenden Boden des Daseins nachgezeichnet wird. Darunter sind menschliche Schicksale, die außerhalb jeglicher Normalität liegen, dass die Frage nach der Ethik und Vernunft zwar gestellt werden, die eingeforderte Antwort aber nur schwer zu geben und noch schwerer zu verstehen ist. Dabei bekommen die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Gesellschaft solche Weiten und Tiefen, die auch philosophisch reflektiert und auf den angelegten Denkgeraden verfolgt werden, an ihren Enden aber weder zu fassen noch zu übersehen sind. Was immer kommen mag, es ist der Mensch, der seinen Stempel der Zeit aufdrückt und die Richtung und Geschwindigkeit des Wandels in seiner Bewegungspermanenz bestimmt. So ist es die Entgleisung mit der Angst und dem Gefühl der Verlorenheit und Zwecklosigkeit, wo der psychiatrische 'Spiegel' ansetzt und zur Erhellung der Ursache seinen Beitrag zu leisten hat.

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Er erinnerte sich an bestimmte Vorlesungen und Übungen im Studienverlauf, so an das Thema: "Der Römerbrief und seine Bedeutung als Botschaft an den Menschen der Gegenwart". Es war das Thema einer Hausarbeit im dritten Studienjahr, das ihm bei der Ausarbeitung Kopfzerbrechen und bei Rückgabe mit der unbefriedigenden Note, vollgespickten Randnotizen kritischer Art und der niederschmetternden Beurteilung einen länger anhaltenden Kopfschmerz bereitet hatte. Ein anderes, allgemein gehaltenes Thema: "Ist der Mensch zum Glauben noch fähig?", das für eine Klausurarbeit im vierten Studienjahr gestellt wurde, brachte ihm dagegen die Note "Vorzüglich". So konnte die Bandbreite der Benotung nicht größer sein, in der Eckhard Hieronymus hin und her schwankte, im Ringen um die Wahrheit des Glaubens hin und her taumelte. Dieses weitgrätschige Taumeln war eigentlich nie mehr zur Ruhe gekommen, die Bewegung im kritischen Überdenken blieb, teils zermürbend heftig, die Sache mit dem Zweifel hatte sich nie wieder gelegt, der Bammelfaden hatte sich nie ausgebaumelt. Er erinnerte sich an solche Fäden, an denen unten etwas angehängt war, sei es ein Kringel mit einem Tier oder Tierkopf, oder eine Glocke oder eine Weihnachtskugel, an der, wenn der Abstand stimmte, er als Kind mit der kindlichen Neugier sein Gesicht zur Grimasse verzog, es zum Lachen oder traurig fand, je nachdem wie groß Nase und Mund hervortraten und von dem einen oder andern, seitlich und nach oben weggerutschten Auge mit dem langgezogenen Mongolenschlitz entfernt waren. Auch gab es Fäden mit der elastischen Ziehstrippe, die nach unten gezogen wurden und beim Loslassen von allein nach oben zurückschnellten, Fäden, die, wenn unten keine Klingel dran war, um die Küchenfee zum Wechseln der Teller oder zum Abräumen des Tisches zu rufen, vielfache Verwendung bei Puppenspielen und ernsterem Theater mit Puppen Verwendung fanden, weil man das Strippeziehen mit dem automatischen Zurückschnellen beim Loslassen mit richtigen Menschen nicht machen kann.

Der Versuch, doch noch Schlaf zu finden, wurde zur Versuchung mit einer Berg- und Talfahrt, dem Rauf und Runter mit dem Riesenrad, dem schaukelnden Hin und Her der Achterbahn. Die Versuchung kam auf, nachdem er sich so gut wie sicher war, dass er seinen Beruf liebte, er den richtigen Beruf gewählt hatte, er nicht nur ganz, sondern auch fest im Glauben stehe und als Pastor dem Herrn dienen, die Heilsbotschaft weitergeben und den Menschen einen guten Dienst erweisen werde. Er sehe ihre Irrwege und versuche mit aller Kraft, sie vor dem Absturz zu bewahren und sie auf den richtigen Weg zurückzurufen, die Schwächsten, die Blinden, Tauben und sonst wie Sprachgestörten, die Witwen und Waisen, die Verkrüppelten und was es sonst noch an Behinderten gab und alle, die sich verloren glauben und feststeckten, dabei unter die Arme zu greifen und sie, wenn es sein muss, auf den Wagen der Heilsbotschaft zu heben und den vollen Wagen zu schieben oder zu ziehen, bis sie das Licht sehen und im Licht die gute Botschaft erkennen.

Die erste Frage, die ihm in der Versuchung gestellt wurde, war die, ob er denn kräftig genug sei, um so viele Menschen von den Irrwegen zurückzuholen und auf den richtigen Weg zu führen, kräftig genug, so viele Menschen auf den Wagen zu heben und sie vor dem Abgrund zu bewahren, indem er den vollgeladenen Wagen vom kritischen Spalt wegschiebt oder wegzieht, was um so schwerer sein würde, wenn die Räder bereits im Morast eingesunken sind. Die zweite Frage war die mit der Freiheit des Menschen, ob der Mensch denn nicht für sich selbst entscheiden könne, welchen Weg er gehen wolle, der beim Treffen der Entscheidung nicht bevormundet werden will. Diesbeüglich sei schon genug Unheil angerichtet worden, wenn um Glaubensdinge Dekrete erlassen, Kriege geführt und Millionen gutgläubiger Menschen enthauptet, verbrannt oder anderswie auf bestialische Weise getötet wurden. Schließlich habe die Menschheit, zumindest auf der westlichen Halbkugel, die Schwelle der Aufklärung überschritten, beschäftige sich bereits eingehend mit der Materie, treibt eine fortgeschrittene Mathematik und Physik, denkt existenzphilosophische Exkursionen durch und hat es zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gebracht, die atemberaubend sind und bis vor kurzer Zeit undenkbar waren. Die dritte Frage ging um die Beweisführung, dass der christliche Glaube der richtige sei, obwohl er doch über der Vernunft throne, unantastbar für jegliche Kritik und dem Verständnis trotz Zuwendung der hoch entwickelten Intelligenz enthoben ist.

Mit den Versen des 8. Kapitels aus dem 1. Korintherbrief, um dessen zeitgemäße Auslegung sich Eckhard Hieronymus für seine Jungfernpredigt am bevorstehenden Sonntag bemühte, ja um sie rang, weil er an diesem Text vom Superintendenten und Konsistorialrat Braunfelder gemessen würde, wie sich der Herr Konsistorialrat ausdrückte, kam nun außer der Mitteilung, dass er, wenn alles gut verläuft, in einigen Monaten Vater werden würde, die erneute Versuchung mit den drei Fragen hinzu, die jede für sich einem Gebirge gleichkam, an dem man hangeln und klettern, den Gipfel besteigen und abstürzen konnte. Es waren gewaltige Massive von großen Höhen, die nicht zu übersehen, geschweige denn wegzuschieben oder einzuebnen waren. Die Fragen zusammengenommen waren Ausdruck hoher Intelligenz mit der dialektisch schillernden Freude an der wissenschaftlichen Analyse, waren gleichzeitig aber auch Beleg für die rasante spirituelle Vereinsamung und Verarmung mit der Bodenlosigkeit bei der Glaubensverwälzung, wo der Glaube als kindlich naiv, unzeitgemäß, reaktionär bezeichnet, abgetan, über den nächstbesten Hang weggeschoben, weggerollt, der Gläubige in seinem Bekenntnis als Dummkopf oder als nichtintellektueller Schwachkopf verlacht und verspottet wird. Es ging an die Substanz, denn wieder musste hart gerungen werden. Dazu kam die Falle mit der Freiheit, die der moderne Mensch für sich in Anspruch nimmt, als wäre sie sein persönliches Eigentum, der sich selbst für seinen Weg entscheidet, was immer er unter Entscheidung versteht. So stand der hohe "intellektuelle" Weizen den verfaulten "spirituellen" Kartoffeln gegenüber.

Es war das Babylon der Neuzeit, und Eckhard Hieronymus hörte den Engel sagen: "Komm, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an vielen Wassern sitzt, mit der die Könige auf Erden ihre Unzucht treiben. Die, die auf Erden mächtig sind, trinken vom Wein ihrer Unzucht." Der Engel trug ihn in die Wüste, wo er die Hure auf einem scharlachroten Tier sitzen sah, das viele lasterhafte Namen, sieben Häupter und zehn Hörner hatte. Es war eine schöne, verführerische Frau, deren seidene Kleider mit Purpur und Scharlach bestickt und übergoldet waren, dazu mit Perlen und Edelsteinen besetzt. Sie hielt den goldenen Becher in der Hand, der voll Gräuel und Hurenflat war. Auf ihrer Stirn trug sie den Namen Babylon, und sie war die Mutter der Hurerei und aller Gräuel. Eckhard Hieronymus erschrak, als er sah, dass diese Hurenmutter vom Blut der Heiligen, der Zeugen des Herrn Jesus Christus, trank. Da sprach der Engel zu ihm: "Verwundere dich nicht, ich will dir das Geheimnis des Weibes und des Tieres verraten. Das Tier, das du gesehen hast, wird aus dem Abgrund emporsteigen und in die Verdammnis fahren. Es wird die Mächtigen und alle die mitnehmen, deren Namen nicht im Buch des Lebens stehen. Das ist der Sinn, zu dem die Weisheit gehört! Die sieben Häupter sind die sieben Berge, auf denen die Hure sitzt, und die zehn Hörner sind die zehn Könige, die ihr Reich nicht empfangen, aber die Macht empfangen für eine Stunde mit dem Tier. Diese Könige sind schlecht, weil sie sich dem Tier überlassen, aus dem sie ihre Kraft und Macht nehmen. Sie werden gegen das Lamm streiten, doch das Lamm wird sie überwinden, weil das Lamm der Herr ist, der über allen Königen steht. Und die, die sich zum Lamm bekennen, sind die Auserwählten dieses Herrn."

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