Karin Kehrer - Lilie und Drache

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Lilie und Drache: краткое содержание, описание и аннотация

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Kann ein Lied die Macht der Dunkelheit bannen?
Er ist der Oberste Wächter des Lichts – der Letzte eines einst sagenhaften Volkes. Doch sein Herz ist gefangen in der Finsternis. Kann die Liebe ihn vor dem Verderben retten, das in ihm selbst lauert?
Sie war einst mächtig und gefürchtet – doch sie hat einen unheilvollen Bund geschlossen.
Sie ist nur eine gewöhnliche Sterbliche. Doch in ihr ruht die Hoffnung auf die Zukunft der Welten. Ein magisches Pergament gewährt ihr Zutritt in ein fantastisches Reich. Ist sie bereit für die Reise in die Dunkelheit?

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Sie liebte den Geruch und die Atmosphäre in den Räumen des Theaters, den riesigen Fundus, in dem sie liebend gerne stöberten, die Fröhlichkeit Sheilas und ihren unerschöpflichen Optimismus.

Ja, sie waren wirklich ein tolles Team!

Sollte Mark nur ruhig kommen und seinen tödlichen Charme versprühen! Diesmal würde sie immun gegen ihn sein!

„Du könntest ja mal unabsichtlich eine Nadel in seiner Hose vergessen.“ Sheila schien ihre Gedanken erraten zu haben und lächelte spitzbübisch.

„Keine gute Idee. Womöglich würde ich auf der Stelle gefeuert.“ Carys grinste. Sie fühlte sich plötzlich, als wäre eine schwere Last von ihr genommen worden. Vielleicht hätte sie schon längst ihre Sorgen mit Sheila teilen sollen, anstatt ihren Kummer hineinzufressen. Und das sagte sie ihr auch.

„Ach was, dazu sind Freundinnen ja da!“ Sheila umarmte sie kurz und heftig. Dann sprang sie auf.

„Na komm! Jetzt stürzen wir uns ins Gewühl!“ Sie hakte sich bei ihr unter. Wieder einmal fühlte sich Carys ein wenig befangen. Sheila war mindestens einen Kopf kleiner als sie und sie kam sich immer ein bisschen unbeholfen neben ihr vor.

Wenig später tauchten sie in das Gewimmel auf dem Markt ein. Menschenmassen schoben sich durch die Gassen und versperrten oft genug die Sicht auf die einzelnen Stände, aber das machte Carys nichts aus. Sie genoss den Bummel, drängte sich sachte, aber bestimmt vor, wenn sie etwas Vielversprechendes entdeckte. Bald trennten sich die Freundinnen, um einzeln zu stöbern. Sie vereinbarten, sich in zwei Stunden bei Mr. Lee’s zum Lunch zu treffen, einem relativ preisgünstigen Chinarestaurant in der Kensington Park Road.

Carys streifte weiter durch die Gassen. Sie hatte kein bestimmtes Ziel, keine genaue Vorstellung, ob und was sie einkaufen sollte. Das war meistens die beste Voraussetzung, um unverhofft zu einem Schnäppchen zu kommen. Sie begutachtete einige Stoffe, die auf einem Wühltisch lagen, wurde aber nicht fündig. Die nächste Produktion in der neuen Saison, die sie ausstatten sollte, war ein Stück eines zurzeit noch unbekannten jungen Autors. Es spielte in den 1990ern, die Hauptrollen würden mit Nachwuchsschauspielern besetzt werden.

Sie schlenderte weiter und musste vor einem Antiquitätengeschäft stehen bleiben, weil wieder einmal kein Durchkommen war. Dabei fiel ihr Blick in die Auslage und blieb an einem Kästchen, offensichtlich aus Holz, hängen. Sie starrte wie gebannt darauf. Auf den ersten Blick schien es nichts Besonderes zu sein, aber irgendetwas daran faszinierte sie. Sobald die Menschenmenge sich ein wenig auflöste, ging sie näher. Die Scheibe war ziemlich schmutzig, deshalb konnte sie kaum Einzelheiten erkennen. Auf dem Deckel befand sich ein geschnitztes, rundes Motiv.

Aus einem Impuls heraus öffnete sie die Ladentür. Eine Kaskade von Glöckchen bimmelte melodisch, als sie in das dämmerige Innere trat. Überwältigt blieb sie stehen. Der kleine Raum war vollgestopft mit Unmengen von Krempel. Es mochte auch das eine oder andere wertvolle Exponat darunter sein, das war aber in diesem Durcheinander nicht wirklich auszumachen. Vor ihr stand ein Glasschränkchen, das nach Regency aussah, die beiden Stühle daneben waren eindeutig diesem Stil zuzuordnen. Daneben lehnte ein massiver goldener Bilderrahmen mit Art-Déco-Motiven. Über ihr schwebte eine ausgestopfte Eule mit ausgebreiteten Flügeln. Sie zog den Kopf ein, um nicht anzustoßen und spähte in das Halbdunkel.

„Kann ich Ihnen helfen?“

Sie zuckte zusammen, als sie die brüchige Altmännerstimme hörte, die irgendwo aus dem hinteren Teil des Ladens kam. Schlurfende Schritte näherten sich und dann tauchte der Besitzer der Stimme – und wahrscheinlich auch des Ladens – vor ihr auf. Er sah genau so aus, wie sie sich ihn in ihrer Fantasie gerade ausgemalt hatte. Ein schmächtiger Mann mit vollem weißem Haar und einer goldgefassten Brille auf der Nase.

„Ich … entschuldigen Sie, aber ich interessiere mich für das Kästchen in der Auslage.“

Der alte Mann hob die buschigen weißen Augenbrauen. „Ein Kästchen?“

„Ja, es steht ganz vorne links.“

„Wenn Sie es sagen.“ Er lächelte entschuldigend. „Ich fürchte, ich habe ein wenig den Überblick verloren. Seit mein Geschäftspartner gestorben ist, bin ich noch nicht dazu gekommen, hier alles zu sortieren.“

Er wandte sich ab, ohne auf ihre Antwort zu warten und sie hätte auch nicht gewusst, was sie ihm sagen sollte.

Er schlurfte zur Auslage, sorgsam darauf bedacht, nirgendwo anzustoßen und begann, herumzukramen. Dabei murmelte er Unverständliches vor sich hin. Carys sah sich ein wenig unbehaglich um. Es widerstrebte ihr, diesem gebrechlichen Mann Umstände zu machen, und das aus einer Laune heraus.

Mit einem triumphierenden Lächeln tauchte er so plötzlich zwischen dem alten Kram auf, dass sie zusammenzuckte. „Meinten Sie das?“ Er hielt ihr das Kästchen hin.

Carys nickte und nahm es in die Hand. Es fühlte sich angenehm an. Sie trat zur Tür, um es im Licht zu betrachten. Es war etwa sechs mal vier Inches groß und schlicht gearbeitet. Auf dem Deckel befand sich ein geschnitztes Wappen. Sie sah es genauer an und hielt erstaunt inne. Sie kannte dieses Motiv, aber woher? Es war rund und stellte eine stilisierte Lilie dar, die von einem Drachen umrahmt wurde. Der schuppige Leib legte sich wie schützend um die Blume. Die Krallen berührten zärtlich eine der Blütenblätter. Vorsichtig strich sie mit dem Daumen darüber. Die Schnitzerei war äußerst fein gearbeitet, aber sie konnte den Stil nicht zuordnen. Trotz des Drachenmotivs wirkte es nicht asiatisch. Ein eigenartiger Duft entströmte dem Holz. Sie hielt das Kästchen an ihre Nase und schnupperte. Ein sanfter und zugleich herber Geruch, mit einer leichten, warmen Note, wie ein Hauch aus einer anderen Welt, der etwas in ihr berührte, etwas, das sie nicht benennen konnte.

„Gefällt es Ihnen?“ Die Stimme des Mannes holte sie aus ihrer Versunkenheit.

Sie räusperte sich. „Ja. Wieviel würde es kosten?“

„Lassen Sie mal sehen.“ Er drehte es in den Händen. „Es ist mit keinem Preis ausgezeichnet, womöglich steht es nicht auf der Inventarliste. Merkwürdig.“ Der Mann runzelte die Stirn. „Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es überhaupt schon einmal gesehen habe.“

Er reichte es ihr zurück und sie suchte nach dem Verschluss, aber es gab keinen, obwohl ein schmaler Spalt darauf hinwies, dass es sich öffnen lassen musste. Vielleicht war er auch verloren gegangen, aber auf dem glatten Holz gab es keine Spuren davon.

„Ich würde es Ihnen für fünfzig Pfund überlassen, was meinen Sie?“

Carys überlegte kurz.

„Es ist sehr hübsch gearbeitet und ich glaube, es ist ziemlich alt, auch wenn ich sonst nichts darüber sagen kann“, meinte der Mann. „Also fragen Sie mich nicht, woher es stammt.“

„Ich denke, das ist ein angemessener Preis.“ Carys lächelte und der Mann nickte zustimmend. „In Ordnung. Soll ich es Ihnen einpacken?“, meinte er noch dienstfertig, als sie ihm den Fünfzig-Pfund-Schein überreichte.

Sie schüttelte den Kopf. „Es geht so, lassen Sie nur. Ich habe eine große Tasche mit.“

Aber er hielt schon ein purpurrotes Seidentuch in den Händen und schlug das Kästchen ein. „Damit es nicht zerkratzt wird.“ Er lächelte sie an. „Viel Freude damit und alles Gute für Sie.“

Sie dankte ihm, seltsam gerührt über seine Freundlichkeit.

Carys verließ den Laden und das melodische Bimmeln der Glöckchen klang in ihren Ohren nach.

Sie blinzelte ein wenig benommen im hellen Sonnenschein, so als wäre sie aus einer anderen Zeit und einer anderen Welt zurückgekehrt in ihr normales Leben. Die Menschen, die sich durch die Menge schoben, um ihren alltäglichen Geschäften nachzugehen, das ganze Treiben rings um sie her, kam ihr fremd vor. Sie gehörte nicht hierher. Ein merkwürdiger Gedanke. Sie schüttelte den Kopf über diese seltsame Anwandlung.

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