Brain Fletcher - Die Geschichte der Deutschen in den Vereinigten Staaten

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Die deutschen Auswanderer nach Amerika spielten immer eine bedeutende für die deutsch-amerikanischen Beziehungen aber auch für die Entwicklung des Landes selbst. Denn die Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika wurden bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auch von deutschen Auswanderern geprägt. Heute schätzt man, dass etwa ein Sechstel der gegenwärtigen Bevölkerung der USA deutsche Vorfahren hat. Bis 1914 verließen rund sieben Millionen Deutsche ihre Heimat in Richtung USA. Die Auswanderung begann mit einzelnen Gruppen im 17. Jahrhundert und setzte sich bis zum Beginn der Massenauswanderung im 19. Jahrhundert fort. Dieses Buch schildert unter aanderem wie und warum Deutsche Aussiedler seit Beginn der Besiedelung Nordamerikas immer wieder ihr Land verließen und welche Rolle sie in ihrer neuen Heimat spielten.

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Religiöse Minderheiten

Pennsylvania hatte in der Kolonialzeit eine besonders liberale Verfassung und zog damit Einwanderer an, die in ihrer Heimat aufgrund ihres Glaubens verfolgt oder bedrängt wurden. Das betraf nicht nur die Quäker, deren Versammlungen in England seit 1662 verboten waren, sondern auch viele religiöse Minderheiten im deutschsprachigen Raum.

1731 kamen die ersten Schwenkfeldianer nach Pennsylvania, Angehörige freikirchlicher Gemeinden, die in Schlesien nach der Lehre von Kaspar Schwenckfeld gelebt hatten, schließlich aber unter den Druck der Jesuiten geraten waren. Die Schwenkfelder wanderten in sechs Schüben ein, bis 1737, und siedelten verstreut.

1732 gründete Conrad Beissel im Gebiet des heutigen Lancaster County das Ephrata Cloister, eine halb-klösterliche religiöse Gemeinschaft, die nach urchristlichen Vorstellungen lebte. Am Urchristentum orientiert war auch die Siedlung Harmony, die der aus Württemberg eingewanderte radikale Pietist Johann Georg Rapp im frühen 19. Jahrhundert im Westen von Pennsylvania errichtete. Herrnhuter Brüder gründeten in Pennsylvania die Orte Nazareth (1740), Bethlehem (1741) und Lititz (1756).

Quäker

Schon früh siedelten sich Quäker in den heutigen USA an. In einigen Teilen der britischen Kolonien in Nordamerika wurde das Quäkertum per Gesetz verboten, so etwa 1657 in Boston. Die Quäkerin Mary Dyer wurde bei Protestaktionen gegen dieses Gesetz in Boston mehrmals verhaftet und zweimal zum Tode verurteilt. Beim zweiten Mal wurde das Urteil vollstreckt; Dyer starb am 1. Juni 1660 am Galgen.

Von 1671 an reiste William Penn in viele europäische Länder und warb für die Quäker-Kolonien in der „Neuen Welt“. Die größte Einwanderungswelle nach Nordamerika kam ab 1681, als Charles II. von England den Quäkern ein großes Landgebiet an der damaligen Westgrenze der besiedelten Gebiete überließ und William Penn zum Gouverneur des später Pennsylvania genannten Gebietes ernannte. Das „heilige Experiment“, wie es Penn nannte, war der einzige jemals existierende Quäker-Staat.

Pennsylvanias Verfassungssystem war mit dem ungewöhnlich liberalen Wahlrecht und der vollen Religionsfreiheit für alle Konfessionen seiner Zeit weit voraus. Aufgrund der Tatsache, dass Penn die Indianer vor Alkohol und ausbeuterischen Weißen schützte und sich strikt an die Landabtretungsverträge hielt, blieb Pennsylvania von indianischen Überfällen verschont. Penn hatte intensiven Kontakt mit den benachbarten indianischen Stämmen, wie den Lenni Lenape oder den Irokesen, er sprach sogar ihre Sprachen. Die Siedlung Philadelphia entwickelte sich schnell zum Zentrum der Quäkerkolonie.

Pennsylvania unterstand aber noch immer der englischen Krone, was von den Quäkern auch nie in Frage gestellt wurde. Es zeigte sich aber im Laufe der Zeit, dass es für die Quäker zu einer moralischen Zerreißprobe wurde. Denn England erwartete von Pennsylvania, dass es sich mit einer eigenen militärischen Streitmacht an Konflikten beteilige.

Stattdessen beschloss das Yearly Meeting der Quäker in England 1693, dass die Entrichtung einer Kriegssteuer kein Verstoß gegen das historische Friedenszeugnis der Quäker von 1661 bedeuten würde, so dass die Abgeordneten in Pennsylvania beschließen konnten, der Königin 2000 Pfund für die Ausrüstung einer Expedition gegen das französisch okkupierte Kanada zu gewähren.

Nachdem diese Zahlungen mehrmals erfolgt waren, vertraten Teile der Quäker in Pennsylvania die Auffassung, dass dies doch im Widerspruch zum Friedenszeugnis stehe. In der Konsequenz gaben die Quäker 1756 ihre Sitze im Abgeordnetenhaus auf, womit das „heilige Experiment“ nach 85 Jahren doch gescheitert war.

Die Versammlung von Philadelphia beschloss 1758 als erste Jahresversammlung die Aufhebung der Sklaverei in ihren Reihen und bestrafte Verstöße dagegen mit dem Ausschluss aus der Religiösen Gesellschaft der Freunde.

Mennoniten

Mennoniten sind eine evangelische Glaubensgemeinschaft, die aus den Täuferbewegungen der Reformationszeit hervorgegangen ist. Der Name leitet sich von dem aus Friesland stammenden Theologen Menno Simons ab. Als täuferische Kirche sind die Mennoniten geschichtlich eng mit den Hutterern und Amischen verbunden.

Bekannte mennonitische Kirchen in Nordamerika sind die 2000 gegründete Mennonite Church Canada und die 2002 gegründete Mennonite Church USA. Neben diesen gibt auch mennonitische Brüdergemeinden (Mennonite Brethren Churches), die von den Tunkern beeinflussten Brethren in Christ und konservativere Gruppierungen wie die Altmennoniten (Old Order Mennonites) und Altkolonier (Old Colony Mennonites). Die letzten beiden Gruppen weisen zum Teil Gemeinsamkeiten mit den Amischen auf. Zentrum der mennonitschen Auswanderung nach Amerika war in den ersten Jahren vor allem Pennsylvania.

Amische

Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft. Sie haben ihre Wurzeln in der reformatorischen Täuferbewegung Mitteleuropas. Im Jahre 1693 spalteten sich die Amischen von der Gruppe der Mennoniten ab. Im Jahr 2010 lebten sie in 28 Staaten der Vereinigten Staaten sowie im kanadischen Ontario in 427 Siedlungen und 1826 Gemeindedistrikten.

Amische führen ein stark im Agrarbereich verwurzeltes Leben und sind bekannt dafür, dass sie viele Seiten des technischen Fortschritts ablehnen und Neuerungen nur nach sorgfältiger Überlegung akzeptieren. Die Amischen legen großen Wert auf eine heterosexuelle Familie mit klar vorgegebenen Geschlechtsrollen, Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Wie andere täuferische Kirchen praktizieren die Amischen ausschließlich die Bekenntnistaufe und lehnen entsprechend der Bergpredigt Gewalt und das Schwören von Eiden ab. Sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen oder Deutschschweizern ab und sprechen untereinander meist Pennsylvaniadeutsch.

Der Name „Amish“, „Amische“ entwickelte sich aus dem Namen von Jakob Ammann, der Ältester, also Gemeindeleiter, einer Mennonitengemeinde in der Schweiz war und sich 1693 mit Gleichgesinnten vom Hauptzweig der Mennoniten abtrennte.

Im Englischen werden die Amischen als „Amish“ bezeichnet, wobei das „A“ wie das deutsche A ausgesprochen wird. Korrekterweise müsste von „Old Order Amish“ gesprochen werden, da dies die Gruppierungen kennzeichnet, die allgemein mit diesem Begriff assoziiert werden, denn „Amish“ alleine bezieht sich auch auf liberale Gruppen wie zum Beispiel „Beachy Amish“. Old Order Amish bezeichnen sich selbst als „Altamische“ oder „amische Leit“.

Der Großteil der Amischen wanderte im 18. Jahrhundert nach Pennsylvania in Nordamerika aus, weil sie dort nicht verfolgt wurden. Sie gehören dort zur Bevölkerungsgruppe der Pennsylvania Dutch. William Penn, Quäker und Sohn des Namensgebers des Staates Pennsylvania (Admiral Sir William Penn), wollte in Amerika ein „holy experiment“ starten und lud alle Glaubensverfolgten ein, nach Amerika zu kommen. Dies war für viele Gruppen die einzige Möglichkeit, in Ruhe und Frieden zu leben, so dass ab 1683 auch die deutsche Einwanderung in Amerika offiziell begann, mit 13 Krefelder Quäker- und Mennonitenfamilien nach dem später so genannten Germantown zu ziehen, das heute Stadtteil von Philadelphia ist. In deutschen Landen waren damals Flugblätter im Umlauf und Werber unterwegs, die dazu aufriefen, das Land zu verlassen.

Viele Kleinstaatenfürsten ließen ihre Bevölkerung gerne gehen, nahmen ihnen aber auch vieles vorher ab. Die ersten bedeutenden Gruppen erreichten Lancaster County zwischen 1720 und 1730. Noch heute findet man in Lancaster County eine große Siedlungsdichte an Amischen, es leben dort ca. 25.000. Von diesem Landkreis aus begann die Besiedlung anderer Gebiete Amerikas, so etwa auch die nur wenig später entstandenen Siedlungen in Ohio (Holmes County, Wayne County, Tuscarawas County, Stark County und die nächstgrößere Siedlung in Geauga County, Ohio) sowie LaGrange County, Indiana. Mittlerweile sind Amische in über zwanzig US-Staaten und Ontario, Kanada zu finden. Außerhalb Nordamerikas gab es Versuche, in Mittelamerika und in Paraguay Siedlungen zu bilden, diese waren aber zumeist nicht von langer Dauer. Die Amischen leben nicht in geschlossenen Siedlungen bzw. Dörfern. Zwar gibt es Gebiete, wo sie dominieren, aber oft leben sie neben „englischen“ Nachbarn.

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