Johann Benos - Gelehrte Frauen der Antike - Ein Lexikon
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Im realen Leben sah es etwas anders aus. Fanatische Mönche tyrannisierten in Predigten mit ihrer „Ideologie“ das Volk. Überall sahen sie Sündhaftes, und vor allem hatten sie es mit den Frauen. Die Frauen trügen an allem die Schuld, und Untreue, Unehrlichkeit, Betrug und vieles mehr seien ausschließlich weibliche Eigenschaften. Für diese Fanatiker waren sie die Personifikation des Teufels. Um sich vom Höllenfeuer zu retten, sollten Frauen ununterbrochen beten und am besten nie heiraten, sondern ins Kloster gehen und keusch leben. Denn in ihren Augen war Keuschheit das oberste Ziel des Menschen. Gewiss kümmerte sie dabei weniger die Keuschheit der Männer, sondern die der Frauen. Auch verheiratete hätten keusch zu leben, denn Ehe sei eine Sünde und diene nur der Zeugung der Kinder, allerdings ohne Vergnügen.[3] Nicht wenige verhielten sich so und sperrten ihre Töchter ein. Mit den Ehefrauen konnten sie dies nicht tun, denn sie hatten Angst vor Theodoras Gesetzen. Die Fanatiker versuchten es jedoch auch anders, nämlich über die Religion. Mancher traute sich sogar, die Genesis in der Bibel zu verdrehen. Eva trieb sich im Paradies herum und traf die Schlange. Wäre sie bei Adam geblieben, hätte sie die Schlange nicht getroffen und es hätte keinen Sündenfall gegeben. Und die Moral von der Geschichte? Also, „Frauen bleibt zu Hause und geht nicht aus, auf das ihr nicht sündigt“. Viele Mädchen und Frauen waren davon überzeugt und gingen in eines der Klöster, die wie Pilze aus dem Boden sprossen.
Ein anderer Teil der Bevölkerung ließ sich aber nicht einschüchtern und lebte, wie es ihm passte. Ausschweifungen und rauschende Feste waren an der Tagesordnung. Monogamie war gesetzlich verankert, galt aber nur für Frauen. Die Männer vergnügten sich mit Prostituierten.
Das 7. Jh.war eine schlimme Zeit für das Reich. Es verlor die Hälfte seines Territoriums an die Araber und zwar die reichen Provinzen Ägypten, Syrien, Palästina, Nordafrika und Südspanien. Flüchtlinge strömten in die verbliebenen Länder und in die Hauptstadt. Das Geld wurde knapp, und Armut machte sich breit. Die Fanatiker hatten nun freie Hand, denn sie schoben alles auf die „Sünde“ der Frauen, und die schützende Hand der Theodora fehlte, denn sie war längst gestorben.
Andererseits waren die Zentren des orientalischen Fanatismus verschwunden. Ihre Anhänger wurden weniger und das griechisch-antike Kulturgut kam wieder zum Vorschein, wenn auch sehr zaghaft. Es gab wieder eine Lockerung der Strenge im Leben. Ehe wurde nicht mehr länger als Sünde angesehen, und romantische Liebesvorstellungen kamen wieder hervor. Erotische Romane auch sexuellen Inhalts tauchten auf, obwohl sie dem Klerus ein Dorn im Auge waren, sexuelle Beziehungen waren keine Sünde mehr, aber nur Verheirateten erlaubt.
Das 8. Und 9. Jh.änderte nichts an der Lage der Frau, nur der Druck der Fanatiker ließ nach.
[1] Runciman, Byzanz, S. 46
[2] Beck, Erotikon, S. 59-60
[3] Beck, S. 58
2.2.1. In der Römischen Republik (201 v.Chr. – 1 Jh. n.Chr.)
Über die Zeit des Königreiches Rom verfügen wir kaum über verlässliche Informationen. Erst seit der Einführung der Republik wissen wir mehr über die römische Gesellschaft. Der Vater hatte das absolute Recht über die Söhne und Töchter. Er durfte sie bestrafen, einsperren, in Ketten legen, verkaufen, schlagen und sogar töten, ohne dass er dafür belangt worden wäre. Seine „absolute Macht“ erstreckte sich auch auf seine erwachsenen Kinder und die Enkelkinder. „Kein Gesetz beschränkte seine Willkür, kein Alter, kein Stand, nur sein Tod erlöste davon.“[1]. Er konnte den Sohn wegen Ungehorsams bestrafen und sogar dann, wenn der Sohn im öffentlichen Leben hohe Achtung genoss. Die ganze Familie und gewiss auch die Ehefrau waren Besitz des pater familiae.
Für freie römische Bürger gab es drei Arten rechtsgültiger Ehen: die confarreatio, wobei die Gattin vollständiges Eigentum ihres Mannes wurde, und war während der Anfänge der Republik die älteste und wahrscheinlich einzige Art der Eheschließung, und die coemtio, eine zivilrechtliche Angelegenheit. Der Ehemann hatte nur das Nutzrecht über das Vermögen der Frau, das sie im Falle einer Scheidung zurückbekam. Geschlossen wurde die Ehe mit einem Vertrag. Ususwar die dritte Art. Sie entstand automatisch nach einjährigem Zusammenleben der Partner. Konkubinatenannte man das Zusammenleben eines römischen Bürgers oder einer römischen Bürgerin mit einem Nichtbürger/in oder Sklaven/in.
Mädchen erhielten wie die Knaben am neunten Tag nach der Geburt in einer Feier ihren Namen und blieben bis zu ihrem 5. Lebensjahr in der Obhut der Mutter. Die Knaben erhielten in wohlhabenden Familien eine umfassende Ausbildung durch Pädagogen. Die Mädchen wurden nur auf die Haushaltsführung vorbereitet. Während der junge Mann dann eine Bildungsreise nach Griechenland unternahm, blieben die Mädchen zu Hause und wurden streng überwacht. Allerdings war das Verhältnis der beiden Geschlechter ungezwungener, wenn die Mädchen nicht heiraten wollten und das Haus verließen. Diese Frauen konnten mit Männern sogar geschlechtliche Beziehungen unterhalten, hießen dann allerdings „ Amica“ (Freundin, wie in Athen Hetäre).[2] Wie in Athen auch gab es die Meretrices( griech. Pornai), die ihre Freier nicht selbst auswählen konnten (Bordelle bzw. lupanariagab es in jeder größeren Stadt in Mengen), im Gegensatz zu den Libertinen, die wie die Hetären der hellenistischen Zeit ihre Liebhaber wählen konnten.[3] Den Männern war außerehelicher Verkehr erlaubt. Auch Homosexuellen-Bordelle gab es, obwohl Homosexualität per Gesetz verboten war. Im Gegensatz zu Athen beerbten die Frauen ihren Mann, wenn Kinder fehlten.[4]
[1] Corvin, Bd. II., S. 327
[2] Ebd. S. 334
[3] Ebd. S. 335
[4] Howald, S. 135
2.2.2. Im römischen Imperium
Im römischen Imperium erleichterte sich das Schicksal der römischen Staatsbürgerin. Die Sitten wurden lockerer, die Ehe nur nach der Coemtio geschlossen. Etliche der Nichtrömer/innen und Freigelassenen erhielten das Bürgerrecht und wurden in die Gens ihres früheren Herren oder Adoptivväter aufgenommen. Die verheirateten Frauen durften sogar an den Symposien teilnehmen. Es gab auch Ehefrauen, die heimlich Ehebruch begingen. Dies geschah so häufig, dass der Sohn Senecas, ebenfalls Philosoph, übertrieben sagte: „eine verheiratete Frau, die nur zwei Liebhaber hat, ist ein Musterbeispiel an ehelicher Treue.“[1] Allerdings betrafen die sexuellen und anderen Ausschweifungen nur die verdorbene Aristokratie. Aber da die Heirat nicht aus Liebe stattfand, waren viele Frauen der Meinung, dass sie ihre Pflicht getan hatten, „wenn sie die Mitgift dem Gatten und ihren Leib dem Liebhaber überließen.“[2]Es war eine Frauenemanzipation der höheren Gesellschaft. Der eingebildete römische Historiker der Kaiserzeit Cornelius Nepos schreibt in der Einführung seines Buches „Welcher Römer scheut sich, seine Frau zu einem Symposium mitzunehmen? Wessen Ehefrau nimmt nicht den ersten Platz im Hause ein und bewegt sich in aller Öffentlichkeit? Das ist in Athen ganz anders“[3] Beim mittleren und unteren Stand blieb alles beim alten. Der untere Stand hatte sich sowieso nicht um Konventionen gekümmert, die Armut zwang ihn, andere Wege zu nehmen.
[1] Will Durant, Bd. VIII. Das Prinzipat, S. 293
[2] Ebd. S. 294
[3] Howald, S. 135
2.2.3. Die gelehrte römische Frau
Zur Zeit der Anfänge der Republik gab es fast keine gelehrten Männer. Erst die Berührung mit den Griechen führte dazu, sie nachzuahmen, um nicht von den Besiegten verspottet zu werden. So stellt Ernst Howald die Situation dar: „Solange sich die Römer mit Lateinern, Samniten, Etruskern und Galliern herumschlugen, war diese Realität ausreichend; sie bedurfte keines geistigen Programms. Als aber Völker, die höhere Ansprüche hatten, in den Machtbereich des römischen Volkes gelangten, stellte sich zwangsläufig das Bedürfnis nach einer geistigen Propagandamöglichkeit ein, die dem Siegervolk als Rechtfertigung für seinen Sieg dienen sollte. Es dauerte bis zum Staat des Augustus, bis eine wirkliche Verschmelzung der römischen Realität mit der griechischen eingetreten war.“[1] Erst ab dieser Zeit begannen sich die Römer mit Literatur, Kunst und Wissenschaften zu beschäftigen. Die ersten waren jedoch von der Abstammung Griechen, die Latein schrieben, wie Aelius Aristides oder Ennius. Vor allem in der nachfolgenden Kaiserzeit, als es fast Pflicht war, dass jeder gebildete Römer eine Bildungsfahrt nach Griechenland unternahm und sogar in Griechenland studierte gibt es ethnisch römische Gelehrte. Aber wie sollen unter den genannten Bedingungen Frauen studieren? Ihre Ausbildung war sehr dürftig, und nach Griechenland durften sie auch nicht fahren. So kennen wir keine gelehrte römische Frauen aus der Zeit der Republik und nur sehr wenige aus der Kaiserzeit. Die höher gestellten Frauen der Kaiserhäuser benutzten ihre hohe Intelligenz für Intrigen und Giftmischerei oder dazu, mehr Macht im Staate zu erlangen. Es gab jedoch einige Römerinnen die dichteten oder Briefe schrieben.
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