Johann Benos - Gelehrte Frauen der Antike - Ein Lexikon
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2.1.5.1. Athen (6. Jh.)
In diesem Jahrhundert herrschten weigehend die Bräuche der archaischen Zeit. Die Frau lebte wie ihre Zeitgenossinnen im kleiasiatischen Ionien. Die Eltern erlaubten ihren Töchtern, sich ihren Ehemann selbst auszusuchen, wie Herodot von einem Vater aus dem Athen dieser Zeit erzählt, Kallias, der beiden Töchtern erlaubte, die Athener zu heiraten, die sie auserwählt hatten.[1] Wahrscheinlich gab es schon Tendenzen, dies zu ändern und wieder die Väter über ihre Töchter bestimmen zu lassen.
[1] Herodot, VI, 122.
2.1.5.2. Athen (5. Jh.)
Die Athener begannen, die Rechte der Frauen einzuschränken. Warum? Durch die Geschichte ist dies nicht zu erklären. Alexander von Gleichen-Russwurm glaubt, die Demokratisierung der ionischen Staaten und das Interesse der Männer an Politik habe zu unterschiedlichen Interessen zwischen Männern und Frauen geführt und zur Zurücksetzung der Frau.[1] Das kann jedoch unmöglich der Grund dafür sein. Gerade der ionische und der athenische Frauenstand zeigen orientalische Züge.[2] Haben die kleinasiatischen Ionen von ihren Nachbarn orientalische Bräuche übernommen und an die Athener weiter gegeben, wenngleich, wie später Aristoteles sagte, bei den Hellenen in „abgeschwächter Form“ im Vergleich zu den Barbaren? Er meint der Stand der Frau war nie gleichgesetzt mit demjenigen von Sklaven!! Wahrscheinlich eher etwas besser!!
[1] Gleichen-Russwurm, Bd. 3, S. 444
[2] Βaumgarten, et al., S. 289
2.1.5.3. Athen (4. Jh.)
Im vielbewundernden Staat der Athener, den „Erfindern“ der Demokratie, hatten die Frauen der klassischen Antike nicht die gleichen Rechte wie die Männer und sogar weniger als die anderen Griechinnen. Der Autor Ermippos aus Smyrna (3. Jh. v.Chr.) schrieb, dass angeblich der Philosoph Thales aus Milet gesagt haben soll „der Mann soll unteranderen den Götter Dank verpflichtet sein dass er Mann und nicht Frau geboren ist.[1] Die Frauen konnten als weiblicher Herkules zwei Wege wählen, den „ehrenhaften“ ewig langweiligen als Hausfrau und Mutter und zu Hause fast eingesperrt[2] oder den „unehrenhaften“ einer emanzipierten Frau, die mit den Männern zwanglos umging, einen Liebhaber haben oder in „wilder Fhe“ leben und sich künstlerisch oder wissenschaftlich betätigten. Diese Frauen wurden etwas abfällig „Hetären“ (Freundinnen) genannt, die fast jeden „nichtmännlichen“ Beruf ergreifen und auch Philosophinnen werden konnten. Beispiele hierfür gibt es genug, obwohl einige moderne Historiker etwas anderes behaupten. Frauenmisshandlungen waren jedoch in Athen verboten und wurden streng bestraft.
Da in Athen Bildung Privatsache war und der Staat lediglich die Aufsicht über Schulen und Lehrer führte, konnte jeder Bürger, wenn er wollte, seine Töchter von Privatlehrerinnen ausbilden lassen und zwar zuhause. Eine umfassende Bildung wie in Lakonien oder Äolien erhielten die Mädchen nicht. Manche Athener Autoren machten deswegen böse Witze über Frauen dort und die weibliche Intelligenz.
Die Ehefrauen und die zur Heirat bestimmten Mädchen der wohlhabenden Bürgerfamilien blieben meistens zuhause eingesperrt, führten den Haushalt mit Hilfe der vielen Sklaven und Sklavinnen und wohnten in einem abgetrennten Teil des Hauses (γυναικών). Sie beschäftigten sich ansonsten mit Weben, Sticken, Stricken, Spinnen u.a., blieben aber vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Der Ehemann besuchte seine Frau meistens nur zwecks Geschlechtsverkehrs bzw. Kinderzeugung und blieb nicht einmal die ganze Nacht bei ihr. Der deutsche Historiker Wilhelm Wägner (Ende des 19. Jh.) findet trotzdem diese Ehe „für beide Teile sehr beglückend.“[3] Wer weiß, was er dabei dachte. Vielleicht war er dafür, dass Derartiges auch in Deutschland eingeführt worden wäre. Gewiss gab es aber auch Liebespaare unter den Eheleuten, wie z.B. Xenophon[4] und Platon[5] berichteten.
Die Mädchen erhielten Unterricht in Tugend, nur Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben, Singen, Tanz und Musik und ausführlichere Unterweisung in den üblichen Frauenarbeiten wie Kochen, Weben u.a. und immer von Lehrerinnen, die gebildete Haussklavinnen waren.[6] An religiösen Festen oder an Opferzeremonien durften vornehme Frauen und Mädchen teilnehmen, allerdings verhüllt und mit Schleier. So kamen sie wenigstens für kurze Zeit aus dem Haus. Hetären und armen Frauen war eine Teilnahme untersagt. Vielleicht durften sie aber zumindest zuschauen. Heiraten durften Athenerinnen nicht entsprechend ihrer persönlichen Wahl, von Ausnahmen aufgeklärter Eltern abgesehen, und im Erbrecht wurden sie benachteiligt. Thukidides postuliert: „der Name der ehrbaren Frau sollte, wie sie selbst, zu Hause verschlossen bleiben“. Unter diesen Bedingungen war es den meisten Frauen, die geistige Werke geschaffen hatten, fast unmöglich, sie bekannt zu machen, es sei denn, dass sie „darauf pfiffen“, als anständig zu gelten. Nur sehr tapfere Frauen wagten dies. Leider gibt es viele Ethnologen und Historiker, die, wenn sie über griechische Frauen schreiben, die Ansicht vertreten, die Athenerin stelle ein Beispiel für alle griechische Frauen dar. So entstand nämlich der Eindruck, alle Griechinnen lebten so wie die Athenerinnen. Das stimmt gewiss nicht. Es gab auch in Athen Männer, die mit dieser Art der Behandlung der Frau nicht einverstanden waren. Der Historiker Plutarchos schreibt – allerdings 400 Jahre später – dass er mit der Meinung Thukidides nicht einverstanden sei, sondern vielmehr wie auch der Sophist Gorgias aus Athen (5. Jh. v. Chr.) glaube, „die körperlichen Vorteile einer Frau sollten den meisten nicht bekannt sein, aber ihr Ruhm“. Plutarchos schreibt weiter, „warum werden Frauen nicht gleichwertig behandelt? Männer wie Frauen haben den gleichen Wert. Ihre Malwerke sind genau so gut wie die von den Männern, ebenso ihre Dichtkunst sowie ihre Weissagungen und auch ihre Tapferkeit“.[7]
[1] Ermippos, Fragmenta Historicorum Graecurum, iii 39
[2] Gleichen-Russwurm, Bd. 3, S. 32-33
[3] Wägner, Hellas, S. 250
[4] Xenophon, Das Gastmahl, 8, 3
[5] Platon, Gastmahl, 179, b-c
[6] Flabellifère, S. 82-85
[7] Plutarchos, Frauentugenden, 243-244, A-D
2.1.5.4.Sparta und Kreta
Die Dorer waren zwar sehr konservativ, was ihre Bräuche anbelangt, und führten ein anderes Leben als die Athener, aber anderseits war bei den Dorern die Stellung der Frau sehr hoch. Nach Fritz Baumgarten et al. war Sparta „das einzige Land des Altertums, wo der Gedanke verwirklicht wurde, den Frauen dieselbe Erziehung zuteil werden zu lassen wie den Männern“.[1] Diese hohe Stellung der Frau im Kerngebiet der Dorier, in Lakonien und Kreta, blieb seit dem 8. Jh. bis mindestens zum 2. Jh. v. Chr. die gleiche. Andere dorische Gebiete wie in Sizilien oder auf Inseln wie Rhodos änderten gewiss ihre Bräuche, denn sie standen unter dem Einfluss unterschiedlicher griechischer und ausländischer Strömungen.
In der alten dorischen Welt hatten die Frauen wie gesagt, die gleichen Rechte wie Männer. Frauen konnten die Männer beraten oder sogar tadeln. Frauen konnten erben und mit ihrem Erbteil machen, was sie wollten. Der Umgang zwischen den Geschlechtern war ungezwungen. Mädchen und Jungen verkehrten zusammen, auch wenn sie inzwischen erwachsen geworden waren. Es änderte sich nichts, unabhängig davon, ob sie verheiratet waren oder nicht. Tänze und Spiele führten sie seit der Kindheit zusammen. Allerdings war die Erziehung der Kinder Staatssache. Schulbildung war Pflicht für beide Geschlechter. In Athen nicht. Der Athener Xenophon, der das spartanische Gesellschaftssystem bewunderte und das der Athener kritisierte „So (wie in Athen) die Mädchen erzogen werden, wie sollen sie etwas Großartiges vollbringen?“[2] Ab dem 7. Lebensjahr wurden die Kinder in Sparta in Lagern untergebracht, wo sie gemeinsam lebten. Die Mädchen schliefen jedoch getrennt von den Jungen. Der Unterricht war aber der gleiche. Die Teilnahme an Sport für Knaben und Mädchen, auch für Jugendliche, war Pflicht. Die Mädchen kämpften in den gleichen Sportarten wie die Knaben, auch in Ringen, Lauf, Diskuswerfen, Speerwerfen u.a., gewiss unter sich und in Altersgruppen aufgeteilt. Auch gab es Wettspiele zu Ehren der Göttin Artemis. Die Mädchen nahmen an den Wettspielen aber leicht angezogen teil, wahrscheinlich weil sich unter den Zuschauern auch Männer befanden. Wie zwei Statuen zeigen, waren sie bekleidet mit einem kurzen Chiton, der die rechte Schulter und Brust frei ließ. Ähnliches geschah auch in anderen dorischen Orten und auch auf der ionischen Insel Chios.
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