Johann Benos - Gelehrte Frauen der Antike - Ein Lexikon
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Die Frauen bewegten sich in dorischen Städten ungezwungen, auch auf dem Markt, und diskutierten mit Männern. Da die Arbeit Periöken und Heloten verrichteten, hatten beide spartanische Geschlechter viel Freizeit. Sparta oder Kreta besaßen keine Hochschulen, da für die Männer die beste Kriegsführung das Ideal war und für Frauen, ihre Kinder zu den besten Soldaten zu erziehen. Ihr Gesprächsstoff war deshalb sehr mager. Politisieren war nicht möglich, denn das Land regierten zwei Könige unter der Aufsicht von 5 Ephoren, die zwar gewählt wurden, aber Parteien und politische Richtungen gab es nicht. Spartanische Frauen war es per Gesetz erlaubt, falls ihr Ehemann keine Kinder bekommen konnte, mit einem anderen Mann ihrer Wahl Kinder zu zeugen, die ihr Ehemann akzeptieren musste. Die anderen Griechen, vor allem die Athener, fanden das Benehmen der Spartanerinnen schändlich und sprachen von Sparta als einer „Weiberherrschaft“. Es ist nicht verwunderlich, dass es dorische Frauen waren, die das Frauenverbot der olympischen Spiele brachen. Kalipateira aus Rhodos und Kyniska aus Sparta mit ihrem Wagen. Jedoch gab es auch in Sparta Einschränkungen. Frauen durften nicht zum Militär, nicht für hohe Staatsämter kandidieren oder als Ephoren gewählt werden.
[1] Baumgarten et al, S. 93
[2] Xenophon, Λακεδαιμονίων Πολιτεία, Ι, 3
2.1.5.5. Hetären, die emanzipierten Frauen der klassischen Antike
Der Terminus Hetäre tauchte erst in dieser Zeit in Attika auf und bedeutet einfach „Freundin“. Genannt wurde so jede Frau, die mit einem Mann lebte, ohne verheiratet zu sein. Man darf sie nicht „Kurtisane“, nennen wie es heute getan wird.[1] Es waren die emanzipierten Frauen dieser Zeit, die sich die Freiheit nahmen, das zu tun, was sie wollten. Sie waren auch die intelligenteren unter den Frauen, die nicht das brave Püppchen spielen wollten. Allerdings gab es Verbote in Berufen und sportlichen Veranstaltungen. Ansonsten waren die gebildeten Hetären geachtet, und die Philosophinnen waren begehrte Diskussionspartner. Hetären konnten heiraten, wenn sie wollten, und das machten auch etliche und gründeten Familien. Sie konnten ihren Beruf weiterhin ausüben, wenn sie wollten, denn sie hatten meistens verständige Männer ausgewählt. Sie wurden von allen Bürgern ihrer Heimatstadt, ja sogar von ganz Griechenland verehrt, wenn sie auf künstlerischem, wissenschaftlichem oder sogar „militärischem“ Gebiet große Taten vollbracht hatten. Nicht wenige Städte haben für berühmte Hetären Statuen aufgestellt und Dichter ihre Errungenschaften besungen. Dies geschah mit einer „ewigen“ Ehefrau nie. Nur und meistens nach dem Tode auf Grabsteinen wurden ihre Treue zu ihrem Ehemann und ihre Tugend gelobt und hervorgehoben. Hetären waren trotz Verleumdungen der Konservativen, der Ewiggestrigen, die es immer schon gab, von der Gesellschaft voll anerkannt. Sie verhielten sich nicht anders als die heutigen jungen Frauen. Trotzdem sind die meisten Frauen Hausfrauen geworden und keine Hetären. Deren Zahl blieb klein, denn die erfolglosen Hetären drifteten langsam in die Prostitution als einzige Lebensmöglichkeit ab. Davor hatten wahrscheinlich die meisten Mädchen Angst, blieben „brav“ zu Hause und ließen den Familiendruck über sich ergehen. Sie heirateten meist einen ungeliebten Mann, nur um Kinder zu zeugen, denn oft sahen sie den Ehemann nicht, da er sich mit Prostituierten vergnügte oder auf der Agora diskutierte. Aber die Angst vor dem unbekannten Leben kann nicht der alleinige Grund dafür sein, weshalb nicht viele Mädchen Hetären wurden. Vielmehr kam der mächtige Druck der Familie hinzu, der ihnen keinen anderen Weg ließ als den der langweiligen Hausfrau. Die Töchter der Reichen lockte das weitere bequeme Leben, aber die Mädchen der Mittelschicht hatten die Wahl und die armen nur einen Weg, den einer Arbeiterin oder den einer Hetäre. In den Reinigungsdienst oder als Dienerinnen konnten sie wegen der vielen billigen Sklavinnen nicht leicht einsteigen. Sie wählten oft den Beruf einer Artistin, Tänzerin, Flötenspielerin, Sängerin, Akrobatin u.a., die ebenfalls den Ruf hatten, Prostitution zu betreiben. Einige wurden Kurtisanen oder offizielle Prostituierte (gr. Porne). In Kleinasien und Korinth gab es auch die „Hierodulen“, die Tempelprostituierten, die, wenn sie nicht mehr „arbeiten“ konnten, als Alterssitz den sicheren Aufenthalt in der Tempelanlage erhielten. Sie darf man nicht Hetären nennen, wie manche es tun.[2] Aristophanes, der als Quelle zitiert wird, nennt die Hierodulen nie Hetären.[3]
Es war kein leichtes Leben, Hetäre zu sein, und trotzdem haben es etliche auf Grund ihrer Intelligenz geschafft, sich zu bilden, gesellschaftlich aufzusteigen und berühmt zu werden.
[1] Paoli, Die Frau, S. 81
[2] Paoli, S. 80
[3] Strabon, Geographika, VIII, 378
2.1.5.6. Die Hochschulen und ihre Studentinnen
In der Klassischen Zeit entstanden mehrere Hochschulen. Berühmt wurden vor allem die Athener platonische Akademie und etwas später die der Peripatetiker von Aristoteles. Die Akademie bildete auch Frauen aus. Bekannt und berühmt sind vier platonische Philosophinnen: Axiothea, Archeanassa, Diotima und Lasthenia, aber alle waren keine Athenerinnen.
Die Epikureer-Hochschule nahm sogar jedes studierwillige Mädchen auf. Ihr Sitz war aber nicht in Athen. Berühmt wurde die Gelehrte Leontion aus Athen. Auch die Kyniker des Diogenes und seiner Nachfolger nahmen Frauen auf. Die bekannteste Vertreterin dieser Philosophenschule war Hipparchia, die von Diogenes Laertios unter den großen Philosophen eingereiht wird. Die Kyrenäer hatten in Phila aus Elis ihre bekannteste Vertreterin.
Allerdings lehnten es die Peripatetiker des großen Aristoteles, der sich selbst ansonsten menschenfreundlich zeigte und allen seinen Sklaven in seinem Testament die Freiheit schenkte und sogar eine Sklavin geheiratet hatte sowie seine Nachfolger ab, Frauen in seine Philosophenschule aufzunehmen, weil sie nach Meinung ihres Meisters „keine begabten Wesen seien“. Die Stoiker des Zeno aus Zypern, wahrscheinlich mit griechisch-phönikischen Vorfahren, verhielten sich ähnlich, weil sie „Frauen für keine gleichberechtigten Menschen“ hielten.
2.1.5.7. Sport und Frauen
Im Gegensatz zur mykenischen Zeit, in der die Mädchen und Frauen sportlich tätig waren und an vielen Wettspielen teilnahmen, wurde die Beteiligung der jungen Frauen an diesen Aktivitäten vom Staat Athen nicht gefördert. An den Panhellenischen Spielen (Olympia, Pythia, Nemea, Isthmia), an denen ausschließlich Griechen teilnehmen durften, war eine Teilnahme den Frauen verboten, nicht einmal als Zuschauer durften sie dabei sein. In Olympia wurde den Frauen während der Spiele unter Androhung der Todesstrafe sogar das Überschreiten des Flusses Alpheios untersagt, der Grenze zu den Stätten der olympischen Wettkämpfe. Sie sollten gegebenenfalls als Strafe vom hohen Felsen Tympäon in die Tiefe gestürzt werden. Allerdings schreibt Pausanias ist außer Kallipatera, die nicht bestraft wurde, keine Frau erwischt worden. Bedeutet dies, dass keine anderen Frauen gegen das Gesetz verstoßen hatten, oder blieben sie nur unentdeckt, weil man sie einfach nicht entdecken wollte? Jedenfalls wurde nie eine bestraft.[1]
Es gab aber auch in Olympia zu Ehren der Göttin Hera einen uralten Frauensportwettbewerb, Herea genannt, an dem alle jungen Griechinnen teilnehmen konnten und der getrennt von den Männern zu einem anderen Zeitpunkt alle fünf Jahre stattfand. Er wurde in mykenischer Zeit begründet, nach Pausanias von Hippodamea, der Ehefrau des sagenhaften Königs Pelops, des Namengebers der Peloponnes. Die einzige Disziplin war der 150 Meterlauf für drei Mädchengruppen, jeweils in Altersgruppen aufgeteilt. Die Mädchen trugen einen kurzen Chiton bis übers Knie, mit einer freien Schulter und offenes Haar. Die Organisation der Spiele übernahmen 16 Frauen aus den vornehmsten Familien von Elis. Die Siegerinnen durften ihre Abbildung im Tempel der Hera in Olympia aufstellen.
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