Johann Benos - Gelehrte Frauen der Antike - Ein Lexikon
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Die hohe Stellung der Frau dieser Zeit beweist der Mythos, dass Athena, die Göttin der Weisheit und der Wissenschaften, Tochter von Zeus, aus seinem Kopf geboren wurde. Die neun Musen der Wissenschaft, Kunst und Literatur waren ebenfalls Frauen, und die Weissagungen für Apollon, den Sonnengott, taten Frauen kund, nämliche Pythia und Sybillen. Sie blieben auch bei den späteren Griechen in Geltung, „ein weiterer Beweis für die Anerkennung und Würdigung weiblicher Umsicht und Weisheit“.[2]
In archaischer Zeit erfand man die Geschichte von Epipole, Tochter des Trachion aus Karystos in Euböa, die in Troja in Männerkleidung tapfer mit den Achäern gegen die Trojaner gekämpft hatte. Als man ihre Verkleidung erkannte, töteten sie die Achäer zur Strafe, weil sie ein männliches Territorium, Krieg und Schlacht, entweihte. Die Frau muss existiert haben, aber ihr Lebensende ist lediglich eine phantastische Legende. In dieser Zeit gab es genug Frauen als Kriegerinnen, die Amazonen. Sie waren kein eigenes Volk, sondern Frauen von Stämmen im heutigen Russland und Kleinasien, die mit den Männern zusammen kämpften oder sogar eigene weibliche Abteilungen unterhielten.
Über Literatur, Künste und Wissenschaft wissen wir leider kaum etwas. Die Dichter Homer und Hesiod lebten an der Grenze zur archaischen Zeit (9. oder 8. Jh. v. Chr.) und vermischten in ihren Werken die Realität mit der Mythologie. Sie nutzten zwar Quellen aus mykenischer Zeit, aber sagten nicht die volle Wahrheit über die Frauen ihrer Vorzeit. Homer soll sogar ganze Passagen von Gedichten und Überlieferungen aus mykenischer Zeit in seine „Ilias“ übernommen und eventuell verändert haben.
Am Ende der mykenischen Zeit im 12.-11. Jh., dem „heroischen“ Zeitalter der „Helden“, der Krieger und Gewalttäter, gab es für gelehrte Frauen und Männer keinen Platz. Aber es gab viele selbstbewusste und starke Persönlichkeiten, Herrscherinnen und Prinzessinnen wie Medea, Klytemnestra, Antigone, Elektra, Iphigenie u.a., die noch Jahrhunderte später die Männer fasziniert haben, entweder bewundernd oder verteufelnd.
[1] Licht, Sittengeschichte, S. 34.
[2] Gleichen-Russwurm, Kultur und Sitte in Hellas. Bd,1, S. 456.
2.1.4.1. Ionien
Auf eine unruhige Zeit folgte in Griechenland eine längere Phase relativer Ruhe. Zuvor war als Folge der kulturellen und gesellschaftlichen Umwälzungen wie der dorischen Einwanderung etc. eine völlig neue Kulturepoche entstanden. Neue Städte wurden geegründet und alte verschwanden. Vor den einwandernden Nordwestgriechen wichen die Achäer und Ionen aus und besiedelten die kleinasiatische Küste und ihre Inseln, die zu Ostgriechenland wurden. Im 7. Jh. entstanden im griechischen Osten die ersten philosophischen Schulen Griechenlands, eine Art Universitäten, allerdings nicht nach Fakultäten eingeteilt, sondern die Studenten durchliefen zunächst ein Studium Generale und spezialisierten sich erst später. Wichtigstes Zentrum war die Kulturstadt Milet, die bereits die Kreter vor über tausend Jahren gegründet hatten und der die Ionen zu neuer Blüte verhalfen. Thales von Milet gründete eine naturwissenschaftliche Schule mit wissenschaftlicher Forschung und schuf so die erste Universität der Welt mit vier Fakultäten: Physik, Astronomie, Chemie und Philosophie. Ob bei ihm Frauen studiert haben, wissen wir nicht. Eventuell ja. Die Frauen der Ionen bzw. Achäer müssen von ihrer ftüheren Position nicht viel eingebüßt haben. Auch die Dichtung erlebte einen Aufschwung, vor allem auf den Kykladen-Inseln. Die verschiedenen Dichtungsarten wurden erfunden und erlebten ihren Höhepunkt: die jambische Dichtung mit Archilochos aus Paros, die erotische Dichtung von Hipponax aus Ephesos und die elegische Dichtung von Mimnermos aus Kolophon. Die meisten Dichterinnen widmeten sich der Lyrik. Diese Dichtungsart passte mehr zu den Frauen, weil sie emotional ist, und so traten sie hier besonders hervor. Die berühmteste Lyrikerin war gewiss Sappho aus Lesbos, die „zwölfte Muse“, die sogar alle Männer ihrer Zeit übertroffen hatte.
2.1.4.2. Griechisches Sizilien
Im 6. Jh. v. Chr. verließen viele geistige Größen der Griechen und Griechinnen ihre Heimat Kleinasien, weil dieses erst die Lyder und dann die Perser besetzten und dort Tyrannen einsetzten, die jede freie geistige Aktivität stoppten. Die Gelehrten, die die Tyrannen nicht beweihräuchern wollten, konnten nicht unter einer Diktatur leben, lehren und forschen und fuhren Richtung Westen und Norden. So verbreiteten sich Künste und Wissenschaft auch auf dem griechischen Festland und in Italien, wo Westgriechenland (Unteritalien und Sizilien) entstand, so dass ganz Griechenland an den Kulturereignissen teilhaben konnte. Eine der frühen philosophisch-wissenschaftlichen Schulen war die bereits im 6. Jh. entstandene Hochschule der Pythagoreer, gegründet von Pythagoras aus Samos in der Griechenstadt Unteritaliens Kroton (heute Crotone). Dort wurde Mathematik, Geometrie, Medizin, Musikwissenschaft, Religion, Astronomie und Ethik gelehrt. Pythagoras und seine Frau Theano predigten außer den Wissenschaften nicht nur die Gleichberechtigung, sondern auch die Gleichstellung aller Menschen. Er nahm Frauen nicht nur als Studentinnen auf, sondern bildete sie in seinem engeren Kreis zu Philosophinnen aus. Der britische Althistoriker Michael Grant schreibt, dass „Pythagoras unter seinen Schülern siebzehn Frauen zählte“.[1] Auch im Originaltext von Iamblichos, der die Biographie seines Meisters verfasste, steht, dass sich unter den Schülern 17 Frauen befanden, die aus ganz Griechenland stammten und die allerberühmtesten (epiphanestatai) pythagoreischen Philosophinnen waren, was bedeutet, dass zu seinen Schülerinnen auch nicht bekannte Philosophinnen und einfache Studierende gehörten, die keine Philosophinnen wurden, sondern andere Berufe ergriffen und sich dort lediglich bildeten. Die Anzahl der Studentinnen muss demnach viel höher gewesen sein. Dazu kamen die Studentinnen anderer pythagoreischer Lehrer. Wahrscheinlich belief sich ihre Zahl insgesamt auf mehrere hundert.
In den Staaten, in denen die Pythagoreer herrschten: Kroton, Taras/Tarent und Metapontion war die Frau gegenüber den Männern gleichberechtigt und konnte sich entfalten wie sie wollte. Ehebruch der Männer wurde bestraft und Misshandlungen von Frauen mit Ausschluss aus der Gemeinschaft. Die Mädchen konnten sich frei auf dem Markt bewegen und den Mann ihrer Wahl heiraten. Und es gab viele weitere Vergünstigungen für Frauen. Pythagoreer hatten aber auch strenge Lebensvorschriften. Man duldete keine sexuellen oder andere leibliche Exzesse, auch keine vor- oder außerehelichen Beziehungen. Luxus war nicht erlaubt, und alle sollten ein einfaches Leben führen. Auch Essvorschriften gab es mit einem Verbot von Saubohnen bzw. braunen Bohnen (κύαμος), die eigentlich keine Bohnen sind und bei Menschen, denen ein bestimmtes Ferment im Körper fehlt, schwere Reaktionen hervorrufen können, den Κyamismus, der sogar tödlich verlaufen kann. Pythagoras verbot, nicht alle Bohnen zu essen (Weiße Bohne=φάσηλος oder φασίολος), wie mancher heutige Autor behauptet.
[1] Grant, Von Alexander.., S. 281
2.1.4.3. Äolien und Lesbos 2.1.5.Klassische Zeit (500 – 323 v. Chr.)
Die Äolier, ein alter griechischer Stamm, lebten in Thessalien und in mykenischer Zeit auch in Böotien, bevor sie von den Böotiern vertrieben wurden. Viele von ihnen wanderten nach Lesbos und an die gegenüber liegende Küste (Äolien und Troas) aus. Die Stellung der Frau in archaischer und klassischer Zeit war in Thessalien die gleiche wie in der mykenischen Zeit. Die Frau hatte also viele Rechte wenn auch nicht die vollkommene Gleichberechtigung. Später kamen auch andere griechische Stämme hinzu und veränderten den äolischen Charakter Thessaliens. Lesbos und Äolien blieben bis in die hellenistische Zeit die wichtigste äolische Region. Die Stellung der Frau war hier hoch; nirgendwo sonst gab es so viele Schulen für Mädchen wie auf Lesbos, sämtliche geführt von gelehrten Frauen, die alle literarisch tätig waren (Sappho, Andromeda, Gorgo, Mika). Sie hatten auch die ersten Mädchenschulen für die höhere Bildung der Mädchen gegründet. Die Frauen genossen große Freiheit, was im Athen der klassischen Zeit unvorstellbar gewesen wäre, so dass die Athener der dortigen Frauen die lesbische Liebe andichteten, insbesondere wegen der Mädchenschulen. Sport unter Frauen war wahrscheinlich verbreitet. Eine Statuette, die in Pyrra auf Lesbos gefunden wurde, zeigt eine nackte Frau bei gymnastischen Übungen. Wahrscheinlich beeinflusst von der neuen Zeit, gab es auch bedeutende Dichter, die frauenfeindliche Gedichte schrieben wie Simonides aus Amorgos. Auf Lesbos blieb jedoch die Bedeutung der Frau sehr hoch. Leider brach diese günstige Entwicklung später wieder ab.
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