Lars Andersson - Jackpot - eine Heidelberger Romanze

Здесь есть возможность читать онлайн «Lars Andersson - Jackpot - eine Heidelberger Romanze» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Jackpot - eine Heidelberger Romanze: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Jackpot - eine Heidelberger Romanze»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Unsere Eltern sind unsere Eltern. Oder doch nicht? Lucy und Theo sind Ende zwanzig und lernen sich in Heidelberg kennen und lieben. Als sie herausfinden, dass sie beide durch eine Samenspende gezeugt worden waren, versuchen sie herauszubekommen, wer ihre wirklichen Väter sind. Das Ergebnis ihrer Nachforschungen bringt sie in große Schwierigkeiten.

Jackpot - eine Heidelberger Romanze — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Jackpot - eine Heidelberger Romanze», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Seit er vor drei Tagen Lucy im Fitnessstudio getroffen hatte, war Theos Hormonhaushalt außer Kontrolle. Er konnte nichts mehr unternehmen, ohne an sie zu denken.

Heute würde er zum ersten Mal ihre Nummer wählen – der Schlüssel zum Beziehungs-Jackpot. Theo hatte sich sehr gut darauf vorbereitet. Zuerst hatte er mit dem Leiter der Freizeit-Volleyballgruppe telefoniert und gefragt, ob er einmal mitspielen und eine Freundin mitbringen dürfe. Er hatte ein bisschen spekuliert und Lucy sehr gute technische Fähigkeiten angedichtet, obwohl er darüber nichts wusste. So hatte er sich eine Einladung zum nächsten Training besorgt, die er Lucy auf dem Silbertablett servieren würde.

Als optimalen Zeitpunkt für seinen Anruf hatte Theo den frühen Abend identifiziert. Er erinnerte sich, dass Lucy etwas über eine Lehramtsausbildung gesagt hatte. Also war sie wahrscheinlich tagsüber eingespannt. Theo hoffte, dass er sie in einem entspannten Moment erwischen würde.

Schließlich hatte er sich vorgenommen, ein kleines, unverfängliches Date vorzuschlagen. Er könnte Lucy ja die Altstadt zeigen, sein Revier, in dem er sich wirklich gut auskannte. Während des Grundstudiums hatte er sogar als Fremdenführer gearbeitet und sich so ein paar Euro hinzuverdient. Seine fundierten Geschichtskenntnisse, gepaart mit seinem Lokalkolorit, machten ihn zu einem gleichermaßen interes­santen wie amüsanten Guide. Der Vorschlag, Lucy die Sehens­würdig­keiten Heidelbergs zu präsentieren, würde für sie bestimmt attraktiv sein.

Trotz aller Vorbereitung war Theo ziemlich nervös. Wie immer, wenn er gestresst war, juckte es ihn zwischen den Schulterblättern. Irgend­etwas stimmte an dieser Stelle nicht mit seinem Rücken. Diese Schwachstelle hatte er erstmals bemerkt, als vor zehn Jahren sein Vater gestorben war. Damals hatte er deswegen tagelang kaum atmen können. Seitdem zwickte es ihn immer, wenn es ihm schlecht ging, zwischen den Schulterblättern, mal mehr, mal weniger. Er drückte seinen Rücken gegen die Stuhllehne und rieb ihn hin und her, um sich auf das Gespräch konzentrieren zu können.

Theo hatte sich den Verlauf des Gesprächs schon mehrmals vorgestellt und verschiedene Alternativen in Gedanken durch­gespielt. Er war auf alles, naja, fast alles, vorbereitet. Trotzdem pochte sein Herz wie wild, als er die Wähltaste drückte.

Eine Männerstimme meldete sich. Theo musste schlucken. War das vielleicht ihr Mann oder ihr Freund? Fuck!

„Äh, Entschuldigung, kann ich vielleicht Lucy sprechen?“

„Lucy?“

Theo fiel ein, dass er nicht mal den Nachnamen des Pumas kannte. Und Lucy war bestimmt auch irgendeine Kurzform oder ein Spitz­name. Theo war ratlos.

„Ja, Lucy.“

„Kenn ich nicht.“

Der Mann legte auf.

Verdammt! Hatte Theo die Nummer falsch eingetippt? Hatte er den Namen falsch verstanden? Oder hatte sie ihm absichtlich einen falschen Namen gesagt? Hatte sie ihm eine Phantasienummer diktiert? Oder die Nummer falsch im Kopf gehabt? Oder war es die richtige Nummer, und ihr Freund war rangegangen und hatte natürlich den Rivalen um die Gunst des Pumas eiskalt abgeblockt?

Theo war frustriert. Früher hätte er vielleicht sein Handy an die Wand geworfen vor Wut. Aber seit ein paar Jahren war er viel ruhiger geworden. Er saß einfach da und fraß seinen Schmerz in sich hinein. Sein Rücken schmerzte.

Von wegen Jackpot. Er hatte auf die falschen Zahlen getippt.

***

Es war Samstag. Die Wintersonne begann Mitte Februar schon wieder Kraft zu bekommen. Lucy hatte lang geschlafen und saß jetzt an ihrem Schreibtisch, um die nächsten Mathematikstunden vorzu­bereiten. Sie hatte sich vorgenommen, am Nachmittag erstmals wieder im Freien zu joggen; sie wollte einfach dem Neckar fluss­abwärts folgen und sehen, wie weit sie kam. Die Vorfreude auf den Lauf motivierte sie, ihre Arbeit konzentriert und schnell zu erledigen.

Auf der Uferpromenade spazierte eine Frau und schob einen roten Kinderwagen vor sich her. Immer wieder beugte sie sich liebevoll zu dem Baby hinunter, das dick eingepackt in dem Wagen lag. Die Mutter war jung, höchstens so alt wie Lucy. Sie sah müde, aber auch ein wenig stolz aus. Ob Lucy auch eines Tages Kinder haben würde? Im Augenblick erschien ihr das völlig undenkbar. Sie hatte noch so viel vor. Ein Kind hatte in ihren Plänen jetzt keinen Platz. Später vielleicht.

Sie wandte sich wieder ihrer Mathematik-Unterrichtseinheit zu, die sie in der kommenden Woche beginnen würde. Sie hatte vor, das Thema Stochastik in der Kursstufe mit ein paar Wahrscheinlich­keitsparadoxien einzuführen und suchte sich entsprechend skurrile Fälle heraus, die belegten, wie sehr sich der „gesunde Menschen­verstand“ irren kann, wenn es um die Abschätzung von Wahrscheinlichkeiten geht.

Lucys Freiburger Mathematikdozent, Professor Dietrich, hatte aus diesem Thema eine halbe Philosophieeinheit gemacht. Er führte gern aus, dass Menschen dazu neigen, in zufälligen Ereignissen ein Muster zu erkennen und daraus dem Geschehen einen tieferen Sinn zu verleihen. Seine Vorlesungen waren für Lucy ein Genuss, nicht zuletzt aufgrund des schweizerdeutschen Dialekts des Professors, der aus Bern stammte.

„Wenn ein schlimmes Ereignis eintritt, das eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit hat, wollen die Menschen immer ein Schicksal oder eine höhere Macht darin erkennen – alles Unfug!“ hatte er immer betont.

„Es wäre besser, sie würden an der Minimierung der Wahrschein­lichkeit eines negativen Ereignisses arbeiten, als über das Schicksal zu sinnieren.“

Gleichzeitig hatte er immer wieder darauf hingewiesen, dass die reale Welt – im mathematischen Sinne – ein chaotisches System sei.

„Der reine Zufall existiert nicht! Bei einer Abfolge von zufälligen Ereignissen kann eine minimale Abweichung in den Anfangs­bedingungen zu großen Abweichungen am Ende führen.“

Und deshalb sei es auch für den besten Mathematiker unmöglich, das Verhalten chaotischer Systeme zu berechnen.

Lucy konstruierte in ihrem Notebook die Grafik eines Ereignis­baums für das Lottospiel. Damit wollte sie den rechnerischen Teil der Unterrichts­einheit beginnen. Als sie in einer kurzen Pause den Blick aus dem Fenster schweifen ließ, sah sie, wie ein paar junge Männer auf der Neckarwiese zwei provisorische Tore aus Bierdosen ab­steckten und begannen, Fußball zu spielen. Lucy spürte, wie Adrenalin in ihre Blutbahn strömte. Fußball! Das wäre noch schöner als Joggen!

Lucy versuchte weiterzuarbeiten, aber es gelang ihr einfach nicht. Die Rufe und der sporadische Torjubel der Fußballer störten sie ein ums andere Mal auf. Immer wieder blickte sie vom Schreibtisch auf und schaute den Typen beim Kicken zu. Ihre Beine begannen zu kribbeln. Sie musste raus! Hastig zog sie ihre Sportkleidung an. Fragen konnte sie ja mal, und die Stochastik musste eben solange warten.

***

„Los, schnapp ihn dir!“

„Zu spät!“

„Tooor! Super gemacht, Richy!“

Lucy hatte dem Fußballspiel noch nicht lange zugeschaut, als das Tor fiel. Die Spieler klatschten sich gegenseitig ab. Lucy nutzte die Unter­brechung, um das improvisierte Spielfeld zu betreten.

„Hallo! Kann ich mitspielen?“

Die Männer schauten betreten auf den zerwühlten Rasen. Keiner wollte die unangenehme Aufgabe übernehmen, den Bittsteller abzu­weisen. Auf einmal kam der Profi aus dem Fitnessstudio auf sie zu. Der Typ, der ihre Nummer hatte, sie aber nicht anrief! Lucys Herz krampfte sich zusammen, aber sie ließ sich nichts anmerken.

„Hallo Lucy! Kennst du mich noch? Theo, wir hatten uns mal im Fitness First getroffen. Klar kannst du mitspielen, oder, Jungs?“

Die anderen sagten nichts, schienen aber nicht länger dagegen sein zu wollen. Lucy war es gewöhnt, dass Männer die Nase rümpften, wenn sie das erste Mal beim Fußball mitspielte. Sie wusste aber, dass sich das schnell ändern würde. Immerhin brachte sie aus ihrer aktiven Sportlerlaufbahn eine Menge Ballgefühl mit, und schnell war sie auch.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Jackpot - eine Heidelberger Romanze»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Jackpot - eine Heidelberger Romanze» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Jackpot - eine Heidelberger Romanze»

Обсуждение, отзывы о книге «Jackpot - eine Heidelberger Romanze» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x