Lars Andersson - Jackpot - eine Heidelberger Romanze
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***
Der Dynamo an seinem Mountainbike jaulte in den höchsten Tönen, als Theo durch die Bergheimer Straße Richtung Innenstadt strampelte. Das Schwänzen des Seminars hatte sich gelohnt. Er hatte den Puma getroffen. Und er hatte seine Telefonnummer! Theo war so euphorisch, dass er die ganze Welt umarmen wollte. In voller Fahrt brüllte er seine Freude in die Welt hinaus.
„Ich hab den Puma! Ich hab den Puma! Ich – hab – den - Puma!“
Die Autofahrer, die er an einer Ampel überholte, schüttelten den Kopf. Diese verrückten Radfahrer.
Theo bretterte über die Theodor-Heuss-Brücke und steuerte den Kiosk in der Brückenstraße an. Mit einer Vollbremsung brachte er sein Mountainbike vor dem Schaufenster zum Stehen und lehnte das Rad an seinen Stammplatz an der Scheibe. Er hatte sich angewöhnt, jeden Freitagabend hier einzulaufen, ein Bierchen zu trinken und einen Lottoschein auszufüllen. Dieses Ritual war eine Reminiszenz an seinen Vater Heinrich, der das in Theos Heimatort Gras-Ellenbach genauso gemacht hatte.
Schwungvoll drückte Theo die Eingangstür auf. Die Türglocke protestierte mit einem klagenden Gebimmel.
„Hallo Theo! Mann, du hast heute aber ein Tempo drauf!“
„Hallo Frau Urdinger! Ja, heute läuft’s wie geschmiert.“
Einige der Gäste begrüßten Theo per Handschlag. Man kannte sich. Die Lottogemeinde liebte ihre Gewohnheiten und ließ es sich auch im Zeitalter der Online-Spiele nicht nehmen, den Lottoschein ganz analog mit einem Kugelschreiber auszufüllen und in der Toto-Lotto-Annahmestelle abzugeben. Nebenbei war das auch eine wunderbare Gelegenheit für ein kühles Pils und einen kleinen Plausch.
Freitags wurde es dadurch sehr eng in dem kleinen Kiosk an der Brückenstraße, wenn manchmal zwanzig Lottospieler den Beginn des Wochenendes mit einem Tippschein in der einen und einem Glas Pils in der anderen Hand feierten. Theo liebte diese Stimmung, obwohl er mit Abstand der Jüngste unter den Stammgästen war. Es war wahrscheinlich die älteste After-Work-Party Heidelbergs.
Frau Urdinger drückte Theo ein Pils in die Hand. Sie führte den Kiosk nun schon seit vierzig Jahren. Theo schätzte sie auf 65, vielleicht 70. Seit Theo hier verkehrte, hatte sie sich um kein Haar verändert. Sie trug zeitlose, nicht mehr ganz aktuelle Kleider, deren Farben jedoch stets passend zur Saison gewählt waren. Ihr Gesicht war selbst im Winter gebräunt, und das immer freundlich lächelnde Gesicht wurde von einer schwarz gefärbten Dauerwelle umrahmt. Wahrscheinlich würde sie auch eines Tages in ihrem Kiosk sterben. Frau Urdinger war die warmherzigste Frau, die Theo kannte. Für ihn war sie die gute Seele Heidelbergs.
Wie immer drehten sich die Thekengespräche um Fußball, Promis und die zuletzt gezogenen Lottozahlen. Gerade am vergangenen Samstag war der Jackpot, der sich über einen Zeitraum von sieben Wochen aufgehäuft hatte, geknackt worden. Und wie immer hatten die Lottoexperten für Theo „todsichere“ Tipps, welche Zahlen am morgigen Samstag gezogen werden würden. Jeder hatte sein eigenes, ausgeklügeltes System, mit dem er dem Jackpot nachjagte. Theo kannte die Vorträge allesamt auswendig und hörte sie sich trotzdem geduldig an. Er würde dennoch, wie jedes Wochenende, nur ein einziges Tippfeld mit seinen persönlichen Glückszahlen ausfüllen, die er von seinem Vater übernommen hatte: 2, 3, 5, 7, 11, 13. Superzahl 1. Lauter Primzahlen. Theo glaubte nicht an die Spielsysteme der anderen Spieler. Er spielte Lotto, weil es ihm eine liebevolle Erinnerung an seinen Vater ermöglichte, der nun schon seit zehn Jahren tot war.
Sein Blick streifte das Plakat der staatlichen Lottogesellschaft: Gewinnwahrscheinlichkeit 1 zu 140 Millionen . Eins zu einhundertvierzig Millionen! Er hatte die Gewinnwahrscheinlichkeit vor Jahren zusammen mit seinem Vater ausgerechnet. Damals wurde noch eine Zusatzzahl gezogen, deshalb waren sie auf einen anderen Wert gekommen. Aber auch damals war eine so winzige Wahrscheinlichkeit herausgekommen, dass Theo den Kopf darüber geschüttelt hatte, dass sein Vater dennoch jedes Wochenende 12 Mark investierte, um einen Tag lang auf den Hauptgewinn hoffen zu dürfen.
Die Spieler um ihn herum waren aus dem gleichen Holz geschnitzt wie sein Vater. Alles einfache, aufrechte Leute, die mit harter Arbeit ziemlich wenig Geld verdienten. Das Lottospiel gab ihnen die Zuversicht, dass sich ihr Leben eines Tages mit einem Schlag radikal ändern würde. Mit dem Lottospiel kauften sie sich jeden Freitag ein Stückchen Hoffnung.
Theo glaubte nicht, dass er jemals den Lotto-Jackpot knacken würde. Das war ihm egal. Irgendwo da draußen wartete sein persönlicher Jackpot darauf, dass er die Gewinnzahlen in sein Handy eintippte. Der Jackpot hieß Lucy.
2
Nach ein paar Wochen hatte sich Lucy an den Rhythmus aus Unterricht und pädagogischem Seminar gewöhnt. Ihre Formkurve stieg wieder spürbar an. Sie war zwei- bis dreimal die Woche im Fitnessstudio gewesen und hatte fleißig an ihrer Ausdauer und Kraft gefeilt.
Eigentlich lief also alles prima. Nur der Profi, den sie beim ersten Besuch im Studio getroffen hatte, war wie vom Erdboden verschluckt. Sie hatte ihn nie mehr im Fitnessstudio getroffen, und angerufen hatte er auch nicht. Lucy hatte es wohl doch falsch angestellt.
Ihre Wohnung in der Uferstraße hatte sie sich inzwischen behaglich eingerichtet. Die Wohnung lag im ersten Stockwerk und hatte zwei große, hohe Zimmer mit Blick auf den Neckar. Frau Verdandi, ihre Vermieterin, brauchte den Platz seit Jahren nicht mehr und hatte die Wohnung nur noch als Abstellkammer genutzt, seit sie die Treppen nicht mehr gut bewältigen konnte.
Lucy hatte alle Wände frisch gestrichen und die alten Parkettböden abgeschliffen und versiegelt. Für das Schlafzimmer hatte sie sich ein 140er Bett gegönnt – breit genug für zwei, aber nicht so breit, dass man sich einsam fühlen würde, wenn man allein darin läge.
Ihren Schreibtisch, den sie aus Freiburg mitgebracht hatte, stellte sie im Wohnzimmer an das Fenster, so dass sie jederzeit den Blick auf den Neckar und die Neckarwiese genießen konnte. Sie liebte diesen Blick auf den Fluss, der immer in Bewegung war und einem fernen Ziel entgegenstrebte. Daneben hatte sie noch einen Platz für einen kleinen Esstisch in Bartresen-Optik, den sie sich zusammen mit zwei Barhockern neu gekauft hatte. An der Wand hatte Lucy eine kleine Küchenzeile aufgebaut. Zusammen mit ein paar alten Kommoden, die noch in der Wohnung gestanden waren, ergab sich so eine spannende und geschmackvolle Mischung aus neu und alt.
Für den Flur hatte sie die Bilderrahmen wiederverwendet, die in der Wohnung herumgelegen waren, und hatte darin ein paar Erinnerungsfotos ihrer Sportvereine und ihrer Familie aufgezogen.
Das Badezimmer hob sich Lucy für eine größere Renovierung auf. Die Wasserhähne waren wahrscheinlich 50 Jahre alt, die weißen Fliesen ebenfalls. Eine Duschwanne gab es nicht; dafür hatte die Badewanne Kingsize-Format. Ein bunter Duschvorhang rund um die Badewanne war das einzige Detail, mit dem Lucy das Bad verschönerte. Aber mit ein bisschen Musik und viel heißem Wasser war es in der Badewanne trotzdem sehr gemütlich. Sie war mit ihrer neuen Wohnung und ihrem neuen Leben sehr zufrieden. Einzig die vielen Gartenzwerge, mit denen Frau Verdandi den Garten gespickt hatte, störten ein wenig ihre Behaglichkeit. Aber wo steckte der Profi?
***
Theo schaute zum Fenster hinaus. Die ungehinderte Aussicht auf die sanften Hügel des Odenwalds war das Beste an seinem kleinen Zimmer im siebten Stockwerk des Studentenwohnheims. Der Anblick der Berge vermittelte ihm ein Gefühl der Geborgenheit, wahrscheinlich, weil er ihn an seinen Heimatort Gras-Ellenbach, das im nördlichen Odenwald lag, erinnerte. Er hatte das Zimmer vor zwei Jahren mit einem anderen Studenten getauscht, der durch die schattige Lage des Zimmers fast depressiv geworden war. Theo hatte ein sonniges Zimmer in Südlage gehabt und war froh, dieses gegen ein Zimmer einzutauschen, das weniger der Sonne zugewandt war. Seitdem konnte er von seinem kleinen Schreibtisch aus den Blick über den Odenwald schweifen lassen, statt sich hinter einem heruntergelassenen Rollladen vor den Sonnenstrahlen zu verschanzen.
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