Lars Andersson - Jackpot - eine Heidelberger Romanze

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Jackpot - eine Heidelberger Romanze: краткое содержание, описание и аннотация

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Unsere Eltern sind unsere Eltern. Oder doch nicht? Lucy und Theo sind Ende zwanzig und lernen sich in Heidelberg kennen und lieben. Als sie herausfinden, dass sie beide durch eine Samenspende gezeugt worden waren, versuchen sie herauszubekommen, wer ihre wirklichen Väter sind. Das Ergebnis ihrer Nachforschungen bringt sie in große Schwierigkeiten.

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Lucy wollte einfach wieder in Form kommen und sich müde laufen. Die vielen Prüfungen der letzten Monate hatten ganz schön an ihren Kräften gezehrt. Aber es hatte sich gelohnt: sie hatte ihr Studium mit einem Schnitt von eins Komma eins abgeschlossen und konnte sich anschließend den Ort für das Referendariat aussuchen. Während andere ein Gymnasium irgendwo in der tiefsten schwäbischen Provinz zugeteilt bekamen, durfte sie in einer der schönsten Städte Deutschlands ihren nächsten Lebensabschnitt angehen.

Ihre Eltern waren von dem Umzug allerdings nur bedingt begeistert. Warum konnte sie ihren Vorbereitungsdienst nicht in Freiburg ableisten? Dort gab es doch auch gute Gymnasien, und sie hätte zu Hause wohnen bleiben können. Aber genau das war der Grund, warum Lucy nach Heidelberg wollte, oder sonst wohin. Sie hatte einfach schon viel zu lange zu Hause gewohnt. Sie verstand sich mit ihren Eltern keineswegs schlecht, aber es war einfach Zeit für ein eigenes, neues Leben. Nebenbei war der Ortswechsel auch eine gute Gelegenheit, mit ihrem Exfreund endgültig abzuschließen, der sie nach einer zweijährigen Beziehung mit einer Kommilitonin betrogen hatte. Irgendwann hatten auch ihre Eltern eingesehen, dass Lucy nicht aufzuhalten war.

Allerdings hatte sie sich die Umstellung doch ein bisschen leichter vorgestellt. Schon die Wohnungssuche war ein Spießrutenlauf. Sie hatte geglaubt, dass sie es als angehende Gymnasiallehrerin für Mathematik und Sport leicht haben würde, eine passable Wohnung zu finden. Von wegen: die wenigen Wohnungen, die zentrumsnah und einigermaßen ruhig lagen, wurden von Maklern vergeben. Deren Fragenkatalog war so unverschämt, dass Lucy meist nicht einmal zur Besichtigung eingeladen wurde. Deshalb änderte sie bald ihre Strategie und klingelte einfach an den Türen von Häusern, in denen offen­sichtlich einzelne Zimmer unbewohnt waren. Nach wenigen Tagen hatte sie eine Wohnung in einer Jugendstilvilla in der Ufer­straße gefunden. Das Haus lag direkt an der Neckarwiese, einem parkähnlichen Grünstreifen, der sich über etwa einen Kilometer den Neckar entlang erstreckte. Für Lucy ging damit ein Traum in Erfüllung, denn sie hatte sich schon immer gewünscht, an einem Fluss zu wohnen.

Ihre Vermieterin war eine nette alte Witwe, die allein in dem Haus wohnte und sich über ein wenig Gesellschaft freute. Ihre Villa ähnelte, je älter sie wurde, immer mehr einem verwunschenen Märchen­schloss. Der Garten verwilderte, weil Frau Verdandi sich nur noch um das Nötigste kümmerte. Ihr Mann war schon vor zwanzig Jahren gestorben. Vor über neun Jahren war ihr letztes Kind aus­gezogen. Sie hatte anschließend versucht, die Wohnung im ersten Stock ihrer Villa zu vermieten und war über die Arroganz des Maklers, der ihr empfohlen worden war, entrüstet gewesen. Infolgedessen hatte sie ihren Plan, die Wohnung zu vermieten, aufgegeben; das Geld brauchte sie nicht. Seitdem war die Wohnung leer gestanden.

Der anschließende Umzug von Freiburg nach Heidelberg war für Lucy eine Kleinigkeit: Ihre gesamte Habe passte in ihren roten Golf GTI, den sie sich gleich nach ihrem Abschluss gegönnt hatte. Ihre beste Freundin Eva fuhr weiter ihren verbeulten Peugeot 205, und Laura kultivierte ihre Liebe zu einem verrosteten Fiat Uno. Als Lucy zum ersten Mal mit ihrem GTI aufkreuzte, rümpften beide die Nase. Lucy hatte keine Ersparnisse; stattdessen hatte sie das Auto finanzieren lassen. Sie hatte sich das genau ausgerechnet. Mit ihrem Gehalt als Referendarin könnte sie locker eine schöne Wohnung mieten, die Raten für das Auto bezahlen und hätte noch genug zum Leben. Also warum in einer Klapperkiste herumfahren?

Das Navigationssystem geleitete sie durch die Stadt, in der sie sich erst zurechtfinden musste. Sie genoss das sonore Motorengeräusch und die Entspannung nach dem aufreibenden Tag an der Schule. Zum ersten Mal in Ihrem Leben konnte sich Lucy vorstellen, wie sich alte Leute fühlen mussten. Noch nie war sie so ausgelaugt gewesen wie nach dem letzten Prüfungstag, und davon hatte sie sich immer noch nicht ganz erholt, obwohl dieser jetzt sechs Wochen zurücklag.

Dabei war sie immer sehr gut trainiert gewesen. Ein Trainer des USC Freiburg hatte sie für den Basketball entdeckt, als sie zehn war. Sie zu entdecken, war allerdings auch nicht schwer: sie war einen Kopf größer als ihre Schulfreundinnen. Ihre Größe war in diesem Sport natürlich ein unschätzbarer Vorteil. Deshalb war sie schon nach einem Jahr ein fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Mit vierzehn begann sie zusätzlich mit dem Volleyball. Ihr Basket­ball­trainer war darüber alles andere als begeistert, doch Lucy wollte einfach noch mehr lernen. Auch im Volleyball fasste sie sehr schnell Fuß, zumal ihre Körpergröße hier ebenfalls von Vorteil war.

An ihrem siebzehnten Geburtstag maß sie eins zweiundachtzig. An diesen Tag konnte sie sich besonders gut erinnern, weil es ein lustiges Foto davon gab. Lucy stand zwischen ihren Eltern und hatte ihre Arme über deren Schulter gelegt. Beide waren fast einen Kopf kleiner als ihre Tochter und lehnten ihre Köpfe an Lucys Schulter. Es war eine typische Geste zwischen Eltern und Kind – nur mit vertauschten Rollen. Ihr Vater Bruno machte gern Witze über den Größen­unter­schied. Er war nicht mal eins siebzig groß; sie hatte ihn schon mit vierzehn überholt.

Mit achtzehn spielte sie als Mittelblockerin in der zweiten Volleyball-Bundesliga. Sport war ihr Ding. Da war es einfach naheliegend, nach dem Abi, das sie neben den vier wöchentlichen Trainingseinheiten und den Spielwochenenden mit links erledigte, Sport zu studieren. Als zweites Fach suchte sie sich Mathematik aus, denn dieses Fach hatte sie schon seit der Grundschulzeit geliebt. Das Lehramtsstudium in Freiburg hatte Lucy genauso zielstrebig und leichtfüßig absolviert wie ihr Abitur.

Lucy fand einen Parkplatz beim Eingang. Sie hatte sich vorge­nommen, erst einmal an ihrer Ausdauer zu arbeiten. Erst in zwei Wochen wollte sie wieder mit dem Krafttraining beginnen. Dafür fühlte sie nach dem Prüfungsstress einfach zu schlapp.

***

Drei… zwei… eins… keins.

Geschafft. Vier mal 15 Bizeps-Curls waren genug. Theo hatte sich angewöhnt, die Wiederholungen an den Fitnessgeräten rückwärts zu zählen. Es motivierte ihn, einem immer kleiner werdenden Wert ent­gegen­­zustreben, bis am Ende „keins“ mehr übrig war.

Der Freitagnachmittag war eigentlich ein perfekter Tag für ein Training bei guter Laune nach einer anstrengenden Arbeitswoche. Für Theo war das Training allerdings eher eine willkommene Ablenkung, um nicht an seinem Studium arbeiten zu müssen. Seit zwei Jahren drückte er sich jetzt darum, sein Studium der Germanistischen Mediävistik abzuschließen. Seine einstigen Kommili­­tonen waren längst von der Uni abgegangen und hatten Jobs als Lehrer oder in Verlagen und Bibliotheken gefunden, zumindest die meisten. Theo dagegen hatten in den letzten Semestern immer mehr Zweifel beschlichen, ob sein Studium überhaupt zu etwas gut sein könnte. Er konnte sich nicht vorstellen, in einem Verlag zu arbeiten. Wie sollte er mit seiner Wissenschaft anderen Leuten helfen? Brauchte er nicht vielmehr selbst Hilfe? Aber was sollte er mit einem abgeschlossenen Masterstudium der Mediävistik sonst anfangen? Taxifahren? Da war eine Fortsetzung des Studiums dann doch die angenehmere Alternative. So trödelte er weiter durch sein Studium und schrieb sich ziemlich wahllos in Seminare ein, die ihn nicht wirklich interessierten. Vielleicht würde eines Tages die große Erleuchtung kommen, eine Initialzündung, die ihn in eine höhere Umlaufbahn katapultieren würde.

Bisher war die Zündung allerdings ausgeblieben. Immer öfter ertappte sich Theo dabei, wie er Veranstaltungen schwänzte und sich stattdessen den angenehmen Seiten des Studentenlebens hingab. Und so hatte er auch heute Nach­mittag das Fitnessstudio dem Seminar „Die Perzeption des Nibelungenliedes vom Mittelalter bis in die Neuzeit“ vorgezogen. Professor Emmi würde ihn nicht vermissen.

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