Elsa Mason - Kalte Schatten

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Regine lebt lange schon in einem versteckten Winkel Englands und ist überzeugt davon, mit ihrer Vergangenheit und Familie in Deutschland endgültig abgeschlossen zu haben. Doch dann kommt der Anruf, dass ihre Nichte Julia tot aufgefunden wurde. Julias Freundin Karen glaubt nicht an Selbstmord und bittet Regine um Hilfe. Schweren Herzens reist Regine nach München und sieht sich mit schockierenden Ereignissen und Alpträumen ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Warum musste Julia sterben? Wovor fürchtet sich ihre Mitbewohnerin Karen? Allmählich wird Regine immer tiefer in Julias tragische Lebensgeschichte hineingezogen. Bis sie endlich begreift, dass Julia nur Teil eines mörderischen Plans war, in dem sie von Anfang an keine Chance hatte.

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Gut, vielleicht hatte sie bisher beruflich nicht genügend zurückgeschraubt und sich zu wenig um die Kleine gekümmert, sie zu viel ihrem Mann und der Nanny überlassen. Aber das würde sich von nun an ändern. In ihrem Leben würde sich einiges ändern, das hatte sie nun klar vor Augen. Eine Chemo kam gar nicht in Frage. Sie würde diese Krankheit mit eigener Kraft besiegen, nun, da die Quelle des Übels herausgeschnitten war. Sollte der Krebs zurückkehren, hatte ihr der Onkologe erklärt, hätte sie keine Chance mehr. Dann würde alles sehr schnell gehen.

7

29. Januar 2012

REGINE

Schneematsch spritzt auf, als das Flugzeug auf der Landebahn aufsetzt. Mein Herz hämmert. Hitzewellen überfluten mich. Ich hasse Landungen, besonders im Winter. Meine Hände zittern, als ich Reisetasche und Mantel mühsam aus dem Gepäckfach über dem Sitz herauszerre. Verstohlen wische ich mir den Schweiß von der Oberlippe.

„Grüß Gott“, sagt der Beamte an der Passkontrolle. Seine Augen verschwinden fast zwischen Schlupflidern und Tränensäcken. Er mustert mich prüfend und vergleicht mein Gesicht mit dem Passfoto, auf dem ich wie Ulrike Meinhof aussehe. Ohne mit der Wimper zu zucken, erwidere ich seinen Blick.

Ich reise leicht, nur mit Handgepäck, weil ich hoffe, nur wenige Tage in München zu bleiben. Deshalb laufe ich zielstrebig zum Ausgang, vorbei an den vor den Monitoren der Gepäckausgaben Wartenden. Nicht viel hat sich hier verändert in den letzten zehn Jahren. Aber Flughäfen gleichen sich ohnehin in ihrer sterilen Anonymität. Wie auf Autopilot finde ich meinen Weg hinunter zu der S-Bahn.

Eine Bahn zur Stadtmitte wartet mit laufenden Motoren. Ich suche mir in einem leeren Wagen einen Platz fern der Tür, stelle die Reisetasche zwischen die Beine und die Handtasche auf den Sitz neben mich, um meine Privatsphäre deutlich abzustecken, und ziehe den Mantel fest um mich. Prompt lässt sich zwei Minuten später ein junger Mann, das dunkle Haar fast kahl rasiert, auf den Sitz mir gegenüber fallen. Menschen sind leider Gruppentiere. Er streckt die Beine breit von sich und schließt die Augen. Verärgert starre ich in die Dunkelheit hinaus, um seinen Anblick und die kratzenden Geräusche aus seinen Kopfhörern auszublenden.

Bilder steigen in mir auf, lange verdrängte Erinnerungen an das letzte Mal, als ich Julia gesehen habe. Da war sie dreizehn Jahre alt, und zwischen uns hatte sich über die letzten Jahre eine liebevolle, kumpelhafte Freundschaft entwickelt. Sie durfte mich mittlerweile sogar in München besuchen kommen.

Aber etwas geschah an diesem Tag, und im Bruchteil einer Sekunde zerbrach unsere Freundschaft für immer. Natürlich war alles meine Schuld. Nicht zum ersten Mal zerstörte ich das Leben Anderer. Allerdings hatte ich diesmal einen Mittäter, was natürlich nichts entschuldigte. Von erwachsenen, verantwortungsbewussten Menschen sollte man etwas anderes erwarten.

Zwischen Joachim und mir hatte es zu der Zeit längst wieder angefangen, seit einer ganzen Weile schon. Das Spiel mit dem Feuer hat mich schon immer gereizt. Mona war wieder schwanger, im sechsten Monat. Mit einem Baby, das keine Zukunft hatte. Aber das wusste Mona zu dem Zeitpunkt noch nicht. Sie war noch mehr aufgedunsen, aber strahlte vor Glück. Denn das Wesen in ihrem Bauch war ein richtiges Wunschkind, auf das sie schon lange hingearbeitet hatte. Ob auch ein Wunschkind für Joachim, wusste ich nicht. Er sagte mir, sie habe ihn immer wieder unter Druck gesetzt. Ist ein Mann unter Druck fähig zum Sex?

Ich schrecke hoch, als die Bahn bereits zum Stillstand gekommen ist. Verwirrt versuche ich, mich zu orientieren.

„Ist das hier der Marienplatz?“, frage ich mit lauter Stimme den Mann mit den Kopfhörern, und als der nicht einmal die Augen öffnet, schnappe ich mir kurzerhand meine Taschen, springe auf und stürze im letzten Moment hinaus, ohne zu wissen, ob dies die richtige Haltestelle ist. Auf dem Bahnsteig stelle ich fest, dass mein Instinkt aus der Vergangenheit mich richtig geleitet hat. Jetzt nur noch die Bahn Richtung Münchner Freiheit, dann bin ich an meinem Ziel angelangt.

Während die Rolltreppe mich an die Oberfläche befördert, überlege ich kurz, für das letzte Stück ein Taxi zu nehmen. Blödsinn, für die paar Minuten Fußweg, denke ich, bereue meine Entscheidung dann aber schnell. Der Schneeregen durchnässt mich innerhalb weniger Augenblicke. Die Hose klebt an meinen Waden, und die Schuhe reiben meine Füße auf, als ich die Leopoldstraße entlanglaufe, geblendet vom Neonlicht der Geschäfte, Kinos, Kneipen und Schnellimbisse.

Vermummte Passanten hetzen an mir vorbei. Der Schirm einer Frau verfängt sich in meinen Haaren.

„Ja Kruzi!“, schnauzt die Frau und zerrt an ihrem Schirm. In der anderen Hand schleppt sie mehrere prallgefüllte Plastiktüten.

„Vorsicht! Nicht so wild ...“, rufe ich, woraufhin die Frau nur noch fieberhafter herumfuchtelt.

Ich lasse die Reisetasche fallen und löse mein Haar aus dem Schirmgestell. Die Frau schnaubt und stapft dann schimpfend weiter, ohne sich zu entschuldigen. Ein alter Mann redet laut mit sich selbst, während er an mir vorbeischlurft. Johlende Jugendliche taumeln aus einer Kneipe; ich presse mich an eine Hauswand, um sie vorbeizulassen, ohne angerempelt zu werden.

An einem Kebab-Verkauf drängelt sich eine Gruppe kichernder junger Japanerinnen, während hinter der Theke ein dunkelhaariger Mann in T-Shirt mit einem Säbelmesser Fleischstreifen von dem Spieß herunterschneidet und die Kundinnen amüsiert mustert. Der Geruch von Grillfleisch und Knoblauch mischt sich mit dem der Abgase der Autoschlangen vor den Ampeln. Das Gebräu von Gerüchen, Lärm, Neonlicht und Menschenmengen verursacht mir Schwindel und Übelkeit. Wehmütig denke ich einen Moment lang an den sternenklaren, von keiner Straßenlampe verunreinigten Nachthimmel in unserem Nest in Norfolk.

Dann biege ich endlich ab. Lärm und Glitter der Hauptstraße ersterben plötzlich. Ein düsterer Häuserwall umgibt mich, nur von heruntergelassenen Rolläden durchbrochen, aus denen Lichtspitzen dringen. Ich erreiche das Haus mit der türkischen Änderungsschneiderei im Erdgeschoss. Während ich zurücktrete, werfe einen Blick hinauf zu den erleuchteten Fenstern im dritten Stock. Einen Moment lang zögere ich, bevor ich auf die mit “Winterfels/Glashauser“ beschriftete Klingel drücke.

„Ja bitte?“, meldet sich eine heisere Stimme.

„Regine hier, Julias Tante.“

„Nehmen Sie den Lift bis zum dritten Stock“, sagt die Stimme. Der Türöffner summt, und ich trete in die Halle.

Eine junge Frau in Jogginganzug, dicken Socken und mit kurzem Haar lehnt in der Wohnungstür gegenüber dem Lift.

„Karen. Kommen Sie herein“, sagt sie und streckt mir die Hand entgegen. Ihr Händedruck ist fest, aber gleichzeitig schiebt sie mich unmerklich fort. Sie nimmt mir den nassen Mantel ab und hängt ihn über einen Heizkörper im Flur.

8

Mit solchem Wetter habe ich nicht gerechnet. In England ist es wärmer“, sage ich, während ich aus den Schuhen schlüpfe.

„Es schneit schon seit zwei Tagen. Und der Kälteeinbruch in den Bergen ist wirklich extrem“, sagt Karen.

Sie führt mich durch das Wohnzimmer in die Küche. Niemals würde ich mich hier wohlfühlen. Die niedrige Decke scheint sich auf mich herunterzudrücken, ein Eindruck, der durch den vollgepfropften Raum noch verstärkt wird. Keine Wandfläche ist sichtbar. Überall verteilen sich Regale voller Bücher und Schnickschnack, als hätten die Bewohnerinnen Angst, Lücken zu lassen. Durch das Fenster schimmert auf dem Balkon der verschneite Lenker eines Fahrrads. Ein Cello lehnt in einer Ecke des Wohnzimmers.

Das erinnert mich an Zimmer in Wohngemeinschaften meiner Studentenzeit. Wo sonst findet man noch diese Art von Futonsofa mit Holzgestell, dessen darübergeworfene Matratze ständig verrutscht, weil sie nicht zu befestigen oder einfach zu schwer ist. Diese Dinger können niemals ordentlich aussehen. Ich habe gedacht, sie seien längst aus der Mode gekommen. Wahrscheinlich lässt sich das Sofa zum Bett ausklappen, hoffentlich nicht für mich heute Nacht.

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