Adrian Klahn - Die blinde Passagierin

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Eine blinde Passagierin?
Die Reise aus dem Schattenleben ins Panama des Jahres 1952.
Atemberaubend. Bunt. Verwegen.
Im Bauch eines Frachtschiffes gelingt einem Mädchen mit sonderbarem Aussehen die Flucht vor dem einzigen Menschen, den sie liebt. Dafür muss Fenia nicht nur das Berliner Antiquitätengeschäft namens Seinerzeit zurücklassen, sondern auch der Bitte ihres toten Vaters nachkommen, der in einem Brief etwas schier Unmögliches verlangt.
Nicht nur die lebendige Ladung und Fenias Verfolger treiben sie bis an die Grenzen. Denn sie spürt, weit draußen hinter waghalsigen Abenteuern liegen Antworten und vielleicht auch ein Wunder, das über alles Vorstellbare Hoffnung macht…
–eine Geschichte die Sie nach Hause bringt.

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Als sie ihre Sachen abgelegt hatte und in die Wärme des Wohnzimmers glitt, rückte Albert seinen chestnut-braunen Rollkragen zurecht und kam ihr schnellen Schrittes entgegen. „Ich bin davon ausgegangen, dass Du arbeiten bist?!“ wollte Credo überrascht wissen.

„Ich nehme mir den Samstag mal frei, sollen andere für mich arbeiten.“ antwortete er mit einem überschwänglichen Lächeln. Dann küsste er Credo auf die Wange und sagte in seiner gewohnt charmanten Art: „Hallo Süße“.

Begleitet von einem rohen Beigeschmack ambivalenter Gefühle warf sie einen unsicheren Blick über Alberts Schulter, zu einer eleganten Dame im karmesinroten Petticoat.

„Hillie kam spontan zu Besuch, wir haben gerade davon gesprochen, wie viel Einfluss ihre Arbeit auf die Politik haben könnte.“

Die Dame im Cocktailsessel machte keine Anstalten sich zu erheben, während sie die Flammen des Kamins genoss. Freundlich lächelte sie Credo zu. „Hallo Schätzchen! Schickes Outfit.“

„In letzter Zeit trägt Fenia häufig diese Motorradkleidung. Im Grunde auch nur ein verzweifelter Versuch sich zu emanzipieren. Mein Fall ist es ja nicht aber, wenn sie sich darin wohlfühlt.“ seufzte er gespielt tolerant, während er ihre Mütze vom Kopf zog.

„Albert war schon immer ein Chauvinist“, schob Hillie keck ein, in dem Wissen, dass er ihr sowas durchgehen ließ. „Ne im Ernst, mir gefällt was Du trägst, hat´s ´ne Bedeutung?“ fügte sie an ohne auf eine Antwort zu warten.

Credo war ihr bisher nur wenige Male begegnet. Ihre gemeißelte Haltung und die Selbstbeherrschung faszinierte Credo, machte sie aber auch gleichermaßen nervös. Eine Strähne rutschte Hillie aus ihrer Hochsteckfrisur und ein wenig Wimperntusche war verwischt. Aber auch diese Tatsachen ließen ihren Glanz nicht bröckeln oder sie gewöhnlicher wirken. Sie schob die Strähne mit einer groben Handbewegung wieder hinters Ohr, stand auf und ging am betagten Klavierflügel vorbei auf Credo zu. Im Anschluss daran küsste, die nach süßem Patschuli duftende Schauspielerin, Credo auf die Lippen. Dabei machte sie eine Bemerkung über Credos Armband, das Hillie dennoch keines Blickes würdigte. Hillie stand mit dem Rücken gewandt zu Albert, so konnte er nicht sehen wie ihre liebreizende Miene einer düsteren Härte wich und ihr Blick starr auf der Bürotür, auf der anderen Seite des Raumes lag. Credo wirkte irritiert. Die Situation wurde immer unangenehmer, also ließ sie den Blick nach unten auf Hillies Bein fallen, an dessen Knöchel eine winzige Tätowierung hervorstach. Vielleicht so etwas wie ein Spiralmuster. Normalerweise kannte sie Tätowierungen nur von Seeleuten oder Gefangenen. Bei Hillie allerdings überraschte sie auch das nicht, da sie sich scheinbar selbst für das anmutigste aller Lebewesen hielt. Trotzdem erschien ihr die Frau zunehmend skurriler. Alsdann entschuldigte sich Hillie im Gehen, dass sie spät dran sei, sie aber das nächste Mal mehr Zeit zum Plaudern mitbringen würde.

Nachdem Albert die Wohnungstür geschlossen hatte und Hillie fort war, folgte er Credo in die Küche. Teewasser begann zu köcheln während sie auf die weißmatten Kacheln an der Wand sah.

„Was hat sie hier gewollt?“ erkundigte sie sich vorsichtig. „Was soll die Frage? Das habe ich Dir doch gesagt.“ „Normalerweise arbeitest Du samstags.“

„Und heute tu ich es nicht, wo ist das Problem?“

„Warum so gereizt, ich meine ja nur.“

„Du meinst eine ganze Menge, doch im Grunde sagst Du nichts!“

Nervös wich Credo Alberts durchdringenden Blicken aus und zog einen Zettel aus ihrer Tasche, um die Anspannung zu lockern. „Das wollte ich Dir zeigen. Von meinem Papa.“ Widerwillig, schwer atmend nahm Albert den Brief an sich und überflog ihn.

„…Hillie ist eine wunderschöne Frau.“

„Was soll das Fenia, willst Du mir irgendwas unterstellen?“

„Fühlst Du dich etwa ertappt?“

Affektiert lachend ließ er den Brief ihres Vaters auf den Küchentisch fallen und fügte an.

„Du und Deine lächerliche Eifersucht. Deine unverhohlene Gepflogenheit ständig Deine Haut zur Schau zu stellen. Und dann diese blöde Büchse im Schuppen, sieh Dich doch an!“

Taktvoll entgegnete Credo.

„Man muss sich seines Körpers nicht schämen, Albert.“

„So ein erbärmlicher Kappes kann nur aus Deinem Mund kommen!“

„Das ist im Übrigen ein Zitat von Deiner Hillie.“

Daraufhin winkte er affektiert ab und hielt nicht dagegen.

Sachte setzte Credo an: „Manchmal frag´ ich mich ob Du mich eigentlich…“. Aber Alberts Schweigen durchbrach ihren Satz.

Während sie heißes Wasser in eine Porzellan-Kanne füllte wurde er lauter.

„Das wird mir langsam zu dumm. Du… wirst mir langsam zu dumm!“ Woraufhin sie sich umdrehte und erschrak, weil Albert so nah vor ihr stand, dass sie seinen Atem spüren konnte. Passiv versuchte sie die Teekanne auf die Arbeitsplatte zu stellen, konnte seinem durchdringenden Blick aber nicht ausweichen. So entglitt ihr das heiße Porzellangefäß und zerschellte am Boden, sodass etwas vom kochenden Wasser über seine Hand sprühte. Albert erschrak wie ein kleiner Junge. Er holte aus und schlug ihr mit der flachen Rechten ins Gesicht. Dann hielt er sie mit der linken Hand am Hals fest und drohte.

“Wir sind nicht verheiratet und ich habe, Gott sei Dank, immer noch die Schlüsselgewalt.“

Schon oft hatte er sie verunsichert, aber ihr noch nie so eine Angst gemacht wie heute. Etwas war anders und regelrechte Panik keimte in ihr auf.

Reflexartig zog sie ihr Knie hoch, traf ihn damit direkt zwischen die Beine. Ihr Verlobter ging zu Boden und krümmte sich, zwischen dem zersprungenen Porzellan, vor Schmerz.

„Tut mir leid, das wollte ich nicht!“ rief sie und beugte sich über ihn. Ein paar Mal räusperte er sich, kurz darauf sprang er auf und schleuderte Credo an den Schultern über den Küchentisch, sodass sie ein elektrisches Rührgerät mitriss und mit dem Rücken auf den Kacheln landete. Eine Vase und drei kitschige Flötengläser gingen dabei zu Bruch. Nun sah sie direkt auf seine handgefertigten Lederschuhe und er sie herablassend an, wischte sich sein schönes, lockiges Haar aus dem Gesicht, um sich mit einem Satz abzuwenden:

„Und ich wollte das nicht“.

Noch auf den kalten Fliesen kniend schob sie den Ärmel ihres aschegrauen Winterpullovers nach oben und strich sich mit dem rechten Zeigefinger über eine kleine, runde Brandnarbe auf der Innenseite des linken Unterarms. Dann glitt sie mit der Hand nach unten und umfasste ihr Handgelenk mit dem Lederarmband, welches ihr ihr Vater geschenkt hatte, kurz bevor ihn der Speiseröhrenkrebs dahinraffte. Sie wendete das gebogene Holzplättchen daran und überstreifte die gestanzten Buchstaben, mit ihren Fingerkuppen. Pro Mundi Beneficio.

In den vergangenen fünf Jahren hatte dieser großzügige und erfolgreiche Mann so viel für sie getan. Alberts Vermögen hatte sie zu verdanken, dass sie das Antiquitätengeschäft ihres Vaters behalten durfte. Durch Alberts Unterstützung und seinem Einfluss war es ihr möglich autonomer zu leben als fast jede andere Frau dieser Stadt, zu arbeiten, ohne dass sie verhaftet würde und sie wusste, er allein könnte ihr all das wieder entreißen. Dank seines Einflusses war es möglich, dass die beiden zusammenlebten, ohne nach dem Kuppelei-Paragraphen verhaftet zu werden, weil sie nicht verheiratet waren.

Klar war sie ihm dankbar für die Zeit in der der gutaussehende Junggeselle sie umworben hatte, ihr immer wieder beteuerte wie ernst er es meine, sie raus aus dieser Bar holen wollte in der er sie zum ersten Mal traf, weg vom Tresen und primitiven Kerlen, die trotz Credos kurz geschnittener Haare nur eines mit ihr im Sinn hatten. Während ihre Frauen nebenan im Damensalon verharrten. Dank ihm hatte man die Pfändung des Inventars rückgängig gemacht, dank ihm hatte sie einen Platz, einen Ort an den sie gehörte. Dank ihm war sie nie allein.

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