Adrian Klahn - Die blinde Passagierin

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Eine blinde Passagierin?
Die Reise aus dem Schattenleben ins Panama des Jahres 1952.
Atemberaubend. Bunt. Verwegen.
Im Bauch eines Frachtschiffes gelingt einem Mädchen mit sonderbarem Aussehen die Flucht vor dem einzigen Menschen, den sie liebt. Dafür muss Fenia nicht nur das Berliner Antiquitätengeschäft namens Seinerzeit zurücklassen, sondern auch der Bitte ihres toten Vaters nachkommen, der in einem Brief etwas schier Unmögliches verlangt.
Nicht nur die lebendige Ladung und Fenias Verfolger treiben sie bis an die Grenzen. Denn sie spürt, weit draußen hinter waghalsigen Abenteuern liegen Antworten und vielleicht auch ein Wunder, das über alles Vorstellbare Hoffnung macht…
–eine Geschichte die Sie nach Hause bringt.

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“An solchen Dingen?“ Wiederholte Credo. „Der springende Punkt ist doch, dass Leute wie Ihr, Angst vor Frauen und Männern haben, die das gleiche Geschlecht lieben, obwohl es Euch eigentlich kalt lassen dürfte. Außer natürlich Ihr liebäugelt damit das Ufer zu wechseln. Wenn´s nach Euch ginge würden sie vermutlich auch den Demokratischen Frauenbund verbieten.“ „Oh hört, der Demokratische Frauenbund, Gleichberechtigung…, ist das nicht der Verein von denen die keinen abkriegen?!“, lachte die eine.

„Ist lesbische Betätigung nicht gesetzlich verboten?“

wollte die ältere wissen.

Wieder ging ein Raunen durch die Menge. Die jüngere fügte verächtlich hinzu:

„Das musst Du unsere vermännlichte Neunmalkluge hier fragen.“ Wieder ein, „Kinder, bitte!“ von John Pfeffer.

„In Eurer Überheblichkeit und Geringschätzung merkt Ihr dummen Gänse nicht, wie Ihr Euch an der Unterdrückung der Frau beteiligt. Und in all der Aufgesetztheit und dem Stumpfsinn fällt Euch gar nicht auf, dass Ihr ohne männliche Begleitung nicht mal ein Bier in dieser Bar trinken dürftet.“

„Schluss mit dem Blödsinn!“

rief dann Albert Alasker, der nur selten laut wurde und eigentlich immer den Eindruck hinterließ, er wäre die Selbstbeherrschung in Person.

Seitdem es Fenia Credolans Vater nicht mehr gab, gab es nicht viele denen sie vertraute. Die meisten Frauen mochten sie, hatten jedoch zu großen Respekt vor ihren Ehemännern, um in deren Anwesenheit mit Credo zu sprechen. So sprachen sie Credo, die hinter vorgehaltener Hand als Suffragette beschimpft wurde, nur an, wenn sie Einkäufe erledigten oder allein waren, während sich die Gatten in Kitty´s Varieté-Show vergnügten. Albert zollte man Respekt, auch wenn seine Lebensgefährtin sonderbar zu sein schien und niemals Kleider tragen wollte. Von wem aber hätte Credo lernen sollen wie sich eine Frau in diesen Jahren kleidet, hatte der Krieg ihre Mutter doch schon vor Jahren fortgespült und sie nie wieder an die Oberfläche getragen. Ansonsten gab es niemanden der ihr ein adäquates, weibliches Rollenvorbild hätte sein können. Also wäre die einzige Informationsquelle zur Petticoat-Mode der 1950er Jahre ihr Vater gewesen, der auf diesem Gebiet weder über Geschmack verfügte noch ein Mann vieler Worte war. Vielleicht so schweigsam deshalb, weil ihn jedermann nach der Herkunft seiner Frau fragte und er es eines Tages satt hatte Dinge zu erklären, die keinen etwas angingen.

„Pssst, seid doch mal ruhig!“, zischte eine Stimme im Raum und deutete auf einen klobigen Flimmerkasten am Ende des Tresens. Das Schwarz-Weißbild zeigte einen Mann mit Schürze, der aufgeregt gestikulierte.

„Wilmenrod stellt seine neue Kreation vor.“ Begeisterte sich der Barmann unter dem Schriftzug Bohème , dessen Neonröhren sein Gesicht grün ausleuchteten.

Sogleich stimmte er an, woraufhin die Gesellschaft im Raum unisono einstieg.

Don Clemente bittet zu Tisch !“

„Wussten Sie schon das Neueste?“, fragte Pfeffer, der nun einen Arm um die lebensgroße Buddy Holly-Figur gelegt hatte.

„Letzte Woche hat der Wilmenrod sich ein Messer an die Brust gehalten und damit gedroht, es sich hinein zu rammen, wenn nur einer auf der Kruste dieses Planeten existiere , der schwören könne, das Rezept für seine gefüllten Erdbeeren stamme nicht von ihm.“

„Mh, im Grunde ein Mann mit Überzeugungen“, antwortete Albert reserviert. Danach präsentierte der Kerl im Flimmerkasten eine seltsame Kreation. TOAST HAWAII.

„Wo nimmt der verrückte Italiener nur seine Ideen her?“, flüsterte Albert, um seine Begeisterung besser für sich zu behalten.

„Wilmenrod ist kein Italiener“, entgegnete Credo schmunzelnd. „Tatsächlich, Süße? Woher kommt dann bitte das Gericht, das er Pizza nennt? Ist doch wohl italienisch, oder nicht? Ach was weißt ´n du schon. Vom Kochen hast Du doch nie was verstanden.“

Hinter Alberts Rücken warf John Pfeffer einen gütigen Blick zu Credo und flüsterte.

„Wir erfolgsverwöhnten Männer sind zuweilen etwas eigen. Bei mir ist´s meine Frau, die mich mit dem Sammeltick konfrontiert und bei Albert sind es Mädchen, die ihn belehren wollen oder die Nase in seine Arbeit stecken.“

Kaum waren sie zu Hause, da zog Albert seine Verlobte zum Lieblingssessel am Kamin. Wie immer nahm er sich was er brauchte und machte keinen großen Hehl daraus. Eine Cohiba Cigarillo klemmte zwischen seinen Zähnen und während er sie geduldig paffte, entledigte er sie ihrer Kleidung.

„Fick mich schnell!“ sagte sie, da sie wusste, dass er es hören wollte.

Er öffnete lediglich seinen Hosenschlitz, quetschte sein Teil hindurch als er kurzerhand von hinten in sie eindrang.

Jetzt wo Albert auf ihr lag, sie in den Ohrensessel presste, raunte er bei jedem Stoß,

„Du hast mich heute in Verlegenheit gebracht“.

Von hinten umschlang er die Hüfte mit dem linken Arm, nahm die Cohiba zwischen Mittel-, Zeigefinger und Daumen und hielt sie nah neben ihren Lendenwirbel. Da Credo sich kurz wehrte, legte er die Cigarillo in einen Glasaschenbecher auf dem Beistelltisch. Dann packte Albert sie am Hals und stieß weiter zu.

Es war eine Zeit der Enttrümmerung, ein Anflug des Aufschwungs. Einige Familien leisteten sich wieder mehr als nur den Freitagsfisch, während andere, wie Albert und Credo, sogar in der Lage waren, ihre Wohnung neu einzurichten.

An einem Dienstag sah man an der Kreuzung Friedrich-/Ecke Taubenstraße eine Dame mit untertassenförmigem Hut einen Laden betreten, über dem ein Schild hing, mit der Aufschrift:

Seinerzeit

„Bin gleich für sie da“, begrüßte Credo die Kundin, die ihren Hut aus schwarzem Loden und Baumwollsamt selbstverständlich auf eine Kommode aus dem siebzehnten Jahrhundert legte.

„Ein paar schöne Schätzchen haben Sie hier.“ bemerkte sie überspitzt gut gelaunt, zudem mit einem spanischen Akzent. Dann zog sie ihren Lederhandschuh mit den Zähnen aus und fuhr mit der Hand über die Oberfläche eines Sekretärs. Credo war dabei Bücher in ein Regal zu stellen und wendete sich wieder ab. „Sehen Sie sich nur um…“

In das Regal sollten nur auserwählte Werke kommen, deshalb hatte Credo ein paar besonders nostalgische Bücher aus dem Keller des Antiquariats gesammelt. Sie war so sehr beschäftigt damit, auf die Anordnung von Form und Farben zu achten, dass sie ihre Kundschaft von Minute zu Minute vergaß.

„Ein signierter Bogenschützenring. Rícura.“, bemerkte die schlanke Dame laut und abrupt, sodass Credo erschrocken ein Buch fallen ließ.

„Was sagten Sie?“

„In der Vitrine, ein Bogenschützenring? Ein Schätzchen.“

„Ja das ist er. Aus weißer Jade, …so scheint es zumindest.“ „Wie darf ich das verstehen, Chinita?“ hörte die Frau neugierig auf.

„Ich hatte kürzlich einen Experten hier, der Ring ist eine Fälschung und nicht mal ein Drittel von dem wert, was mein Vater dafür bezahlte.“

„So…“, sie tat Credos Aussage mit einem Lächeln ab.

„Solche zinnoberroten Hocker sind wirklich schau, Qing Dynastie?“

„19.Jahrhundert.“

„Sie scheinen einen Faible für chinesische Antiquitäten zu haben, Chinita“, sagte die Frau die vielleicht in den Fünfzigern oder Anfang Sechzigern war, wie Credo schätzte.

„Mein Vater hat mir das Geschäft übergeben. Interessiert sie einer der Hocker? Dieser hier ist handgefertigt aus traditioneller Schnitzarbeit. Wie Sie sehen beugt sich eine schürzenförmige Schulter unter der Sitzfläche hervor, die einer Lotusbordüre gleicht. Das hier am oberen Teil sind Himmelsgeister.“

Während sich die Dame mit der leicht gebräunten Haut und dem seltsamen Dialekt weiter umsah, bemerkte sie beiläufig, „Ihr Vater lässt Sie in diesen Umständen arbeiten, Chinita?“

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