Adrian Klahn - Die blinde Passagierin

Здесь есть возможность читать онлайн «Adrian Klahn - Die blinde Passagierin» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die blinde Passagierin: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die blinde Passagierin»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Eine blinde Passagierin?
Die Reise aus dem Schattenleben ins Panama des Jahres 1952.
Atemberaubend. Bunt. Verwegen.
Im Bauch eines Frachtschiffes gelingt einem Mädchen mit sonderbarem Aussehen die Flucht vor dem einzigen Menschen, den sie liebt. Dafür muss Fenia nicht nur das Berliner Antiquitätengeschäft namens Seinerzeit zurücklassen, sondern auch der Bitte ihres toten Vaters nachkommen, der in einem Brief etwas schier Unmögliches verlangt.
Nicht nur die lebendige Ladung und Fenias Verfolger treiben sie bis an die Grenzen. Denn sie spürt, weit draußen hinter waghalsigen Abenteuern liegen Antworten und vielleicht auch ein Wunder, das über alles Vorstellbare Hoffnung macht…
–eine Geschichte die Sie nach Hause bringt.

Die blinde Passagierin — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die blinde Passagierin», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Wollen Sie Ihr Spielchen wirklich fortsetzen, Fräulein?“

„Für Sie FRAU Credolan.“

„Sieh an, sind wir jetzt verheiratet?“ gab Kommissar Montag zynisch von sich.

„Ich brauche keinen Mann um als Frau anerkannt zu werden.“

Charlie Montag nahm seinen Bleistift zur Hand als er ihr gegenüber Platz genommen hatte und machte Notizen auf seinen Unterlagen. Credo beugte sich aufmerksam vor, um mitlesen zu können.

Alter des Tatverdächtigen: 27

Burschikoser Typ.

Mögliches Motiv: Ausgeprägter Hass auf das männliche Geschlecht.

„Machen Sie sich nicht lächerlich, Herr Kommissar. Oder soll ich Sie Charlie nennen? Charlie, ist das eigentlich ein gängiger deutscher Name?“

Charlie Montag lief um den Tisch des Verhörzimmers herum und krallte sich mit seiner rechten Hand in ihr kurz geschnittenes Haar, sodass er ihre Schweißperlen ganz deutlich auf der Nase sehen konnte. Dann flüsterte er:

„Meinen Sie etwa eine Pferde-Lederjacke und Ihr rotziger Ton genügen, um in der Männerwelt bestehen zu können?! Glauben Sie das?“

Lange blickte ihr Kommissar Montag in die Augen. Beinahe etwas zu lang oder wenigstens von solcher Dauer, dass Credo irritiert war. Dennoch wich sie nicht zurück.

„Was ich glaube, wollen Sie gar nicht wissen, was ich weiß ist was Sie interessiert. Und das werde ich Ihnen sagen. Am kommenden Sonntag, zwölf Uhr. Dreifaltigkeitsfriedhof. Ich weiß, dass der Senat Dr. Alasker etwas schuldig ist nachdem was er für diese Stadt getan hat. Aber glauben Sie mir, Sie wissen nicht mit was für einem Menschen Sie es zu tun gehabt haben. Ich führ´ Sie zu den Forschungsunterlagen, auf die Sie in Wirklichkeit ein Auge geworfen haben. Und auch zu den prekären Dokumenten mit all den wichtigen Namen. Am Sonntag dann werden Sie auch ihn kriegen, oder was von ihm übrig ist, sollte er Ihnen dann überhaupt noch nützlich sein.“

„Verstehe, Sie machen also ein Geheimnis draus. Vielleicht wollen wir mit einem leichteren Thema einsteigen und Sie sagen mir was Sie mit dem alten Schlitzauge zu tun haben, das wir halbtot geprügelt gestern auf der Müllkippe gefunden haben und der nichts außer ihrem ungewöhnlichen Namen von sich gab, bevor er abtransportiert wurde?“

Credo spürte einen dumpfen Schlag in ihrer Magengrube, wobei sie niemand berührt hatte und sie musste sich anstrengen sich nicht auf dem Verhörtisch zu übergeben.

„Wenn ich rauskriege, dass Sie was damit zu tun haben…“ zischte sie, „...mach ich Sie fertig! Ich wusste, dass man Euch nicht trauen kann. Sobald ich wieder aus dieser Wache raus bin…“ unterbrach sie sich selbst als sie das Lächeln des Kommissars bemerkte.

„Aber gnädiges Fräulein, wie kommen Sie denn darauf, dass Sie sich auf einem Polizeirevier befinden? Sie sind in der geschlossenen Abteilung der Nervenheilanstalt Lichtenberg, die Sie, in den nächsten zwanzig Jahren, mit Sicherheit nicht verlassen werden.“

Nur ihr Glaube verlieh Credo nun die Kraft durchzuhalten, weil sie etwas wusste, an dass die Meisten nicht einmal zu glauben wagten. Antworten, die eine Wahrheit enthielten, die sie vielleicht mit ins Grab nehmen würde.

Seinerzeit

1952

Albert und Credo setzten sich an einen Rundtisch im Lokal am Schauspielhaus, welches sich in einer dunklen Gasse am Hinterausgang des Theaters befand. Am Eingang der Bar war ein großes Schild an die Tür genagelt.

„Eintritt in Lederwesten, Bluejeans und unordentlicher Kleidung NICHT GESTATTET!“

Zu den Freunden des gepflegten, blondgelockten Albert zählten renommierte Schauspieler, aber auch etablierte Künstler der Berliner Szene. Ihnen war es wohl geschuldet, dass Albert Alasker sich in diese dunkle Bar verirrte. Auch Politiker gaben sich gern mit ihm ab, mieden das Ambiente doch, da man oft eine zu lockere Zunge pflegte und hier auch Bühnenarbeiter verkehrten. Noch unangenehmer als die jedoch war die Presse, die immer auf der Suche nach einer vernichtenden Story war.

Credos Verlobter nickte rüber, zu dem bekannten Psychiater John Pfeffer, der mit einem Martini-Glas neben einer Wachsfigur von Buddy Holly stand, die wiederum ein Elvis-Mikrofon in der Hand hielt.

Zu Pfeffer schien Albert eine lockere und unklare Beziehung zu haben, die nach außen als Freundschaft deklariert wurde, allerdings oft so wirkte als stünde etwas zwischen ihnen.

Albert Alasker begrüßte seine Bekannten zurückhaltend, wie es sich seiner Meinung nach gehörte. Dennoch strahlte Alasker wie immer Präsenz und Energie aus, die die meisten Menschen als anziehend empfanden, und nur böse Zungen als Aura des Getrieben-Seins beschrieben.

Der renommierte Mediziner gab Credo einen vorsichtigen Kuss auf die Wange, gefolgt von einem charmanten Lächeln. Woraufhin sie ihm einen vielsagenden Blick zuwarf, sich seinem Ärmel zuneigte und lang an ihm roch. Albert aber entgegnete entsetzt:

“Hier?“

Sie bestätigte durch eine leichte Kopfbewegung. Worauf Albert ihre Lust mit einem „dafür könnten wir verhaftet werden“, ausbremste. Als sich die Blicke von ihnen abwendeten flüsterte er ihr ins Ohr.

„Kannst froh sein, dass wir uns in ´ner Kaschemme befinden, Süße und Deine knabenhafte Kleidung nicht auffällt.“

Während sie damit beschäftigt war sich den Schmerz, den seine Worte verursachten, nicht anmerken zu lassen, wendete er sich ab, um mit den Herren am Tisch über seine Arbeit zu sprechen.

Zu ihnen hatten sich zwei modische Mädchen gesellt, die in Albert nur zu gern einen Junggesellen sahen. Die noch jüngere blickte Credo abschätzig an und raunte ihrer Freundin zu.

„Ich frag´ mich, was sie überhaupt zu bieten hat. Ihr graues Gesicht kann´s nicht sein. Was findet ´n Mann mit Namen wie er nur an einer wie der?“

„Er soll ja einer sein, der dabei das Licht ausmacht.“ Antwortete die Ältere flüsternd.

„Vielleicht schämt er sich für seine Lustmuskete.“

„Er schämt sich eher für sie.“

Kicherte die andere.

„Er hat ja eine schon großartige Karriere hinter sich.“

„Und sicher eine noch größere vor sich. Vielleicht macht er eines Tages Politik.“

„Ich bin sicher er ist schon dabei.“

Die Nase rümpfend stierte Credo in ihr Glas bis sie laut sagte. „Tja, oft sieht das Hamsterrad von innen aus wie ´ne Karriereleiter.“

Was die Übrigen in der Runde zum sofortigen Schweigen brachte.

„Vielleicht habe ich nie einen Beruf gelernt. Die einzigen Menschen, die mir was beigebracht haben waren die, die mich geliebt haben. Ich bin nicht klug, aber eins kann ich mit Sicherheit sagen. Ich habe wahrhaftig geliebt. Ich habe mich nie verstellt und vorgetäuscht jemand zu sein der ich nicht bin. Das ist wahrscheinlich mehr als Ihr Schnepfen jemals von Euch behaupten könnt.“

Dass Albert Alaskers Hand, die für einen Mediziner ungewöhnlich kräftig war, in diesem Augenblick ihren Oberschenkel zusammenpresste, ignorierte Credo gekonnt.

Da lenkte das ältere Mädchen kampfbereit ein.

„Dass sie wahrhaftig geliebt hat glaub ich ihr auf´s Wort. Ein Blick auf dieses Kostüm oder wie man die Bluejeans mit dem Obenrum nennt, zeigt eindeutig, an welches Geschlecht sich ihre Liebe richtet.“

„Und wenn schon? Wo ist das Problem?“ schoss Credo zurück, die entsetzten Blicke am Tisch ignorierend und fuhr fort.

„Von Anbeginn der Menschheit existiert Liebe unter Frauen und Männern. Wollt Ihr jetzt darüber richten? Außerdem, was bleibt manchen denn übrig beim Frauenüberschuss in der BRD?“

Als ein Raunen durch die Menge ging. Doch bevor Albert Gelegenheit bekam wütend zu werden, lenkte John Pfeffer ein. „Also bitte, Kinder. Alle hier wissen, dass Fenia mit Albert liiert ist und kein Interesse hat an solchen Dingen.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die blinde Passagierin»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die blinde Passagierin» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die blinde Passagierin»

Обсуждение, отзывы о книге «Die blinde Passagierin» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x