Angela Rommeiß - Susanna

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Nach einem Lottogewinn macht ein Ehepaar aus Weimar eine Urlaubsreise ins Öztal, die sich schnell zum Horrortrip für die junge Frau entwickelt. Schließlich muss sie aus eigener Kraft und zudem heimlich versuchen, wieder nach Hause zu gelangen. Sie stellt ihre bisherige Lebensstrategie in Frage und sieht ihr Umfeld und die Menschen, die ihr bisher nahe waren, allmählich mit anderen Augen. Schließlich ändert sie ihr Leben radikal – trotz Verlusten – und wird endlich glücklich.

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Mechanisch fuhren ihre Finger auch in die andere Innentasche, die zusätzlich noch eine kleine Reißverschlusstasche hatte. Darin steckte etwas Hartes. Es war ein kleines Pillenfläschchen, das mit runden, gelben Tabletten halb gefüllt war. Als sie es drehte, kam das Etikett zum Vorschein: ‚Mephapro‘.

Susannas Erleichterung verpuffte augenblicklich und wandelte sich in sprachlosen Schrecken. Die Wahrheit sickerte nur langsam in ihr Verständnis, aber irgendwann war sie darin angekommen.

Diese Tabletten... das bedeutete doch... konnte das denn wirklich wahr sein? Susanna hatte plötzlich gar keine Kraft mehr in Armen und Beinen und sank in sich zusammen.

Sie kannte dieses Fläschchen. Mephapro, verschrieben von einem gewissen Doktor Ackermann für eine gewisse Susanna Berger gegen depressive Verstimmungen – vor sechs Jahren. Depressive Verstimmungen, in die sie gefallen war, nachdem sie ihren Kinderwunsch begraben musste. Sie hatte damals nächtelang geweint und war am Tage zu nichts fähig, hing nur lustlos herum, so dass sie Rolf schließlich zum Arzt geschickt hatte. Der redete lange mit ihr und verschrieb ihr schließlich ein Medikament. Die Tabletten hatten aber bei ihr starke Nebenwirkungen hervorgerufen, so dass sie sie nicht mehr nehmen konnte. Nebenwirkungen, die sich in heftigen, migräneartigen Kopfschmerzen äußerten, die einen halben Tag lang anhielten und sie völlig handlungsunfähig machten.

Susanna saß da und starrte die Pillen ungläubig an. Sie war ganz und gar fassungslos.

Sie erinnerte sich daran, wie der Arzt ihr noch gesagt hatte, die Wirkung der Tabletten erhöhe sich nach dem Geschlechtsverkehr, wegen der stärkeren Durchblutung. Rolf und sie hatten sich darüber lustig gemacht.

Mit einem bleischweren Gefühl im Herzen dachte Susanna an die ersten drei Tage ihres Urlaubes. Jedes Mal war Rolf vor ihr aufgestanden, obwohl er doch sonst immer so gerne ausschlief. Jedes Mal hatte er das Frühstück hereingebracht, hatte Kaffee eingeschenkt und sogar umgerührt, obwohl er sich zu Hause eher bedienen ließ. Und jedes Mal... Susanna schluchzte... jedes Mal hatte er anschließend mit ihr geschlafen. Danach hatte es dann keine Viertelstunde mehr gedauert, bis die höllischen Kopfschmerzen eingesetzt hatten.

Er musste die Tabletten mit dem Zucker in den Kaffee gerührt haben.

Warum? Wie konnte er ihr so etwas Hundsgemeines antun – und dabei so freundlich zu ihr sein, sogar mit ihr schlafen? Warum wollte er sie ausschalten? Hatte er vielleicht diese drei Tage gebraucht, um die Gegend zu erkunden und diese einsame Schlucht zu finden, wo er seinen Plan, sie umzubringen, in die Tat umsetzen konnte?

In Susanna wuchs ein Zorn, der ihr durch alle Gliedmaßen kroch. Dieser Schuft, dieser gottverdammte, hinterhältige Schweinehund! Wie konnte er ihr das nur antun? Sie liebten sich doch, führten eine gute Ehe ohne Streit oder gar Gewalt. Sie tat doch alles für ihn, lebte praktisch für ihn. Und jetzt das. Warum? Hatte er eine andere? Oder war es etwa wegen dem Geld? Warum wollte er sie loswerden, warum?

Mit den Fäusten schlug sie auf seine Jacke ein, dann sackte sie weinend zusammen, lag schluchzend am Boden.

Als sie sich etwas beruhigt hatte, versuchte sie ihre Gedanken und Gefühle zu ordnen. Vielleicht irrte sie sich. Es blieb immer noch die Tatsache, dass seine Jacke da war. Und dass sie ihm überhaupt nichts angemerkt hatte: Keine Gefühlskälte, keine Ablehnung, nichts. Im Gegenteil, netter und freundlicher als je zuvor war er in letzter Zeit gewesen.

Um sie in Sicherheit zu wiegen? Oder hatte sie nur Hirngespinste, war durch den Unfall traumatisiert und spann sich deshalb solche Verschwörungstheorien zusammen?

Aber die Tabletten, der Schraubenschlüssel mit dem Blut, der fehlende Rucksack – und der fehlende Rolf? Das alles sprach doch eindeutig gegen ihn!

Susanna erhob sich mit zitternden Knien und lehnte sich schwer atmend an das Autowrack.

Es gab drei Möglichkeiten. Die erste war: Es hatte einen Unfall gegeben, den sie überlebt hatte und Rolf nicht. Dann musste sie sich auf eigene Faust in die Zivilisation durchschlagen.

Die zweite Möglichkeit war, dass Rolf den Unfall überlebt hatte und oben am Hang herausgeklettert war. In diesem Falle würde er Hilfe holen und versuchen, sie zu finden.

Die dritte Möglichkeit war absurd, aber nicht ausgeschlossen. Was, wenn ihr Mann tatsächlich beschlossen hatte, sie umzubringen? Es war ihm misslungen. Das wusste er aber nicht. Würde er kommen, um sich zu vergewissern? Er würde allein kommen. Wenn er sie lebend fand, würde er dann sein Werk vollenden, sie mit einem Stein erschlagen oder erwürgen?

Susanna fasste sich an den Hals und schluckte schwer.

Da fiel ihr Blick auf die Jacke mit der Brieftasche. Angenommen, die letzte Möglichkeit war die zutreffende, dann würde er auf jeden Fall kommen, um seine vergessene Jacke zu holen. Für einen geübten Kletterer wie Rolf war diese Schlucht kein Problem. Er würde kommen, seine Tat vollenden und die Jacke an sich nehmen. Im Frühjahr des kommenden Jahres, wenn man ihre Leiche neben dem Autowrack fand, würde jeder an einen Unfall glauben.

Es bestanden also drei Optionen: Dass niemand kam, dass eine Rettungsmannschaft kam oder dass Rolf allein kam.

Es war in jedem Fall besser, nicht hier zu sein, falls Rolf allein kam. Und es wäre auch besser, wenn er nicht merkte, dass sie hier gewesen war - lebendig. Das bedeutete, dass sie verschwinden musste, so bald wie nur möglich, und dass sie nichts mitnehmen durfte. Jedenfalls nicht zu viel.

Auf einmal hatte es Susanna sehr eilig. Er konnte jeden Moment hier sein! Hastig verstaute sie das Pillenfläschchen wieder in der Reißverschlusstasche. Die Jacke warf sie auf den Beifahrersitz. Dann öffnete sie erneut den Kofferraum mit Hilfe des Hebels, kletterte nach hinten und packte das Essen wieder aus dem Rucksack aus.

Moment: Sie brauchte aber Vorräte! Susanna überlegte, ob sie Rolf den Korb hatte öffnen sehen. Nein, die Küchenfrau hatte ihnen den Korb lächelnd an der Restauranttür übergeben, sie hatten sich überschwänglich bedankt und waren dann gemeinsam auf den Parkplatz hinausgegangen. Dort hatte Rolf den Korb und die Rucksäcke in den Kofferraum gestellt. Dabei hatte er gelächelt und sie angesehen.

„Mach‘ dir nichts draus...“, sagte er und meinte damit den Nebel, „deine Überraschung kriegst du heute auf jeden Fall!“

Susanna erschauerte, als ihr die Doppeldeutigkeit dieser Worte klar wurde. So ein Schweinehund!

Aber von dem Essen konnte sie etwas mitnehmen, er würde es nicht bemerken. Sie nahm die heile Orangensaftflasche, einen Apfel, eine Banane und drei Brötchen heraus, den Rest der Sachen schüttete sie in den Kofferraum zurück. Ihren Rucksack konnte sie auch nicht mitnehmen, das würde ihn misstrauisch machen. Schade. Aber das Regencape und die Wechselsocken nahm sie an sich, denn er hatte nicht gesehen, ob sie etwas eingepackt hatte. Ihren Ausweis, das Portemonnaie und Taschentücher hatte sie in den Jackentaschen. Die Decke hätte sie gern dabei, wenn sie die nächste Nacht draußen verbringen müsste! Nach kurzem Zögern wickelte sie die Vorräte in die Decke ein. Sie würde einfach den Kofferraum offen lassen, dann sähe es so aus, als wäre die Decke herausgefallen. Zur Verstärkung dieses Eindruckes verstreute sie einiges von dem Essen hinter dem Auto. Die Kaffeekanne trank sie leer, bevor sie den Deckel und die Kanne ins Gebüsch warf.

Susanna zuckte zusammen: Hatte sie da nicht Steine poltern hören? Panisch sah sie sich um, ob sie noch irgendetwas verraten könnte. Dann kletterte sie nach vorn, um auf demselben Wege zu verschwinden, den sie gekommen war. Doch dann zögerte sie. Vielleicht liefe sie ihm direkt in die Arme? Susanna horchte. Nein, da war nichts. Das Poltern musste ja nicht von ihm ausgelöst worden sein. Erneut schaute sie sich um. Seine Jacke hing halb aus der Tür. Sie wollte sie gerade weiter hineinwerfen, als ihr etwas einfiel. Sie hatte nicht viel Geld bei sich, aber in Rolfs Portemonnaie steckten mehrere hundert Euro.

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