Angela Rommeiß - Susanna
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Ja, er liebte Geld! Susanna lachte bitter. Er war ein Geizkragen, immer rechnete er ihr alles vor. Bis auf den Cent genau musste sie ihre Einkäufe am Wochenende abrechnen. Hatte sie sich mal etwas gegönnt, ein neues Oberteil oder einen Besuch im Eiscafé mit ihrer Freundin, hielt er ellenlange Vorträge über Sparsamkeit. Selber ging er aber ständig ins Fitnessstudio oder mit seinen Kumpeln Skat spielen. Dazu musste er immer die tollsten Autos fahren, alle drei Jahre war ein neues fällig. Darüber verlor er bei seinen Vorträgen kein Wort.
Wie viel er genau verdiente und wie viel er für sich selbst ausgab, darüber hatte sie keine Übersicht. Die Kontoauszüge des gemeinsamen Kontos gingen sie nichts an. Selbst die Geldkarte für das bargeldlose Bezahlen wollte er ihr lange nicht zugestehen. Erst, als er von einem Kollegen, dessen Frau im Supermarkt an der Kasse arbeitete, darauf angesprochen wurde, dass Susanna offensichtlich nicht mal eine Geldkarte besaß, bekam sie eine. Zusammen mit einem Vortrag, dass sie eine Klatschbase sei und ihre Verhältnisse niemanden etwas angingen. Dabei hatte die Frau Susanna direkt gefragt, warum sie selbst größere Beträge immer bar bezahlte. Ganz arglos erzählte sie ihr daraufhin, die Geldkarte für das gemeinsame Konto hätte ihr Mann, und es gäbe doch nur eine pro Konto. Geschämt hatte sie sich, denn die allgemeine Heiterkeit bei der Verkäuferin und den anderen Kunden hatten ihr wieder einmal klargemacht, dass Rolf sie beschwindelt hatte.
Susanna nahm dreihundert Euro aus Rolfs Brieftasche und ordnete alle Papiere wieder ordentlich ein. Dabei fiel ihr Blick auf den Schein von der Autovermietung. Sie stutzte. Was war das? Unter dem ersten steckte noch ein zweiter Schein, auch von einem Mietwagenservice, aber aus einem anderen Ort. Zwei Mietwagen hatte Rolf bestellt? Einen Subaru für die ganze Woche, beginnend an ihrem Urlaubsanfang letzten Donnerstag, und einen Audi für den heutigen Tag. Wo war der andere Wagen? Hatte er diesen hier nur für den Absturz gebraucht und den anderen zum heimfahren? Er hatte kein Wort darüber verloren, dass er ein Auto gemietet hatte, in den Tagen, als er allein unterwegs gewesen war. Aber natürlich hatte er ein Auto gebraucht, schließlich musste er ja eine passende Schlucht ausfindig machen.
Langsam schoben sich alle Puzzleteile an die richtige Stelle.
Susanna packte die Papiere zurück und zwinkerte die Tränen weg, die ihr schon wieder in die Augen traten. Sie musste jetzt einen klaren Kopf bewahren, wenn sie am Leben bleiben wollte.
Als sie erneut ein Poltern hörte, erschrak sie heftig. Als dem Poltern ein halblauter Fluch folgte, schoss Adrenalin durch ihren Körper.
Er war da!!!
Die Geräusche waren von oben gekommen. Natürlich, er folgte einfach der Absturzspur, wo er den Wagen sicher finden musste. Mit einem Seil war das kein Problem. Wie konnte sie nur annehmen, er würde durch die Schlucht kommen? Gott sei Dank, hier standen die Bäume dicht und bildeten mit ihren Wipfeln ein sicheres Dach, sonst hätte er sie längst entdeckt. Mit hastig klopfendem Herzen sah sich Susanna nach einem Versteck um. Vorn, wo sich die Schlucht krümmte, lag ein Baum schräg über einem anderen. Die Enge des Tales hatte verhindert, dass er zu Boden fiel, nun verfaulte er eben in der Luft. Efeu und andere Rankenpflanzen hatten sich schon seiner bemächtigt und bildeten einen dichten Vorhang, der bis zum Boden reichte. Susanna kroch mehr, als sie lief, zwängte sich an Felsbrocken vorbei, schlängelte sich um Bäume und duckte sich hinter Büsche. Die Angst verlieh ihr ungeahnte Kräfte. Zum Glück hatte ihre eigene Jacke eine dunkelgrüne Farbe, das tarnte gut. Was sie verraten könnte, war ihr hellblondes Haar, doch zum Schutz der Platzwunde an ihrem Hinterkopf hatte sie schon die ganze Zeit die Kapuze getragen.
Ohne ein überflüssiges Geräusch zu machen, versteckte sich Susanna hinter dem Baum. Hier war der Untergrund weich und instabil. Als Susanna auf das dichte Gras trat, gab unter ihren Füßen der Boden nach und ließ sie tief in vermoderndes Holz einsinken. Aus einem Impuls heraus nahm sie das Moos wie einen Teppich hoch und ließ sich rücklings auf die Erde sinken. Die gelb gestreifte, zusammengerollte Decke stopfte sie neben sich, dann zog sie das Moos über ihren Körper wie eine Bettdecke. Bei den Füßen fing sie an und bedeckte sich vollständig damit. Zum Schluss legte sie auch eine dünne Schicht übers Gesicht, sodass sie gerade noch etwas sehen konnte, drückte den Arm in den Boden und hielt still. Selbst wenn jetzt jemand hinter den Baum schauen würde, wäre sie auf den ersten Blick nicht zu sehen. Auch auf den zweiten nicht, denn es war hier dämmrig.
Susanna lauschte.
Eine ganze Weile hörte sie gar nichts und dachte schon, sie hätte sich das alles nur eingebildet. Von ganzem Herzen hoffte sie, Stimmen zu hören: Fremde Stimmen, viele Stimmen – einen Rettungstrupp, von Rolf geschickt. Von einem Rolf, der unschuldig war und ihr niemals etwas angetan hatte. Von ihrem Rolf, der ihr lächelnd all die Ungereimtheiten mit ein paar einfachen Worten erklärte, so wie er es immer tat, wenn sie wieder einmal etwas nicht verstanden hatte. Sie würde ihn anlächeln, ihn lieben und ihm niemals etwas von ihrem unerhörten, dummen Verdacht erzählen.
Doch dann ertönte ein vertrautes Husten - ganz nah! Susannas Träume verpufften. Es war Rolf, und er war allein! Schlagartig war die Angst wieder da und Susanna erstarrte förmlich in ihrem feuchten Versteck, das wie ein Grab war. Die Nässe kroch allmählich durch ihre Kleidung, am Po war schon ein nasser Fleck.
Jetzt klapperte es blechern, er musste beim Wagen angelangt sein. Gleich würde er bemerken, dass sie nicht darin war. Ein Fluchen bestätigte Susannas Vermutung. Ja, es war Rolfs Stimme. Gleich würde er beginnen, sie zu suchen. Da er über die Felswand abgestiegen war, wusste er natürlich, dass sie irgendwo hier unten sein musste, denn auf ihrem Felsvorsprung hätte er sie schon gefunden.
Es knackte weiter hinten. Er suchte. Susanna wollte die Augen schließen, damit er sie nicht sähe, aber sie konnte nicht. Wie hypnotisiert starrte sie auf die Stelle, an der er auftauchen musste.
„Du blöde Kuh!“, brüllte Rolf laut, und Susanna begann zu zittern. „Wo bist du, blöde Kuh? Scheiße, scheiße, scheiße, verdammt!“
Wenn sie bis dahin noch gehofft hatte, sie würde sich mit ihrem furchtbaren Verdacht irren, so war nun alle Hoffnung dahin. Mit plötzlicher Überraschung erkannte sie, dass er in Panik war. Natürlich, er hatte schließlich einen Mord begangen - dachte er - und musste auf Nummer Sicher gehen, konnte sich keine Fehler erlauben. Schadenfreude wallte in ihr auf. Er sollte leiden, er sollte büßen!
Doch vorerst litt sie. Eine Tannennadel war in ihr Auge gefallen und es kostete sie alle Willensanstrengung, die sie aufbringen konnte, die Hand nicht zum Gesicht zu heben. Im Rücken, da wo das Unterhemd im Hosenbund steckte, begann etwas herumzukrabbeln. Hoffentlich verschwand Rolf bald wieder! Da knackte es über ihr und sein Gesicht erschien zwischen dem Efeu. Er war an einer anderen Stelle durchgekommen, als sie dachte. Susanna lag wie gelähmt und starrte zu dem verzerrten Gesicht ihres Ehemannes hinauf, dass ihr plötzlich fremd war. Rolf spähte herum. Er suchte ihre Leiche. Wenn er jetzt nach unten sähe, würde er ihr direkt in die aufgerissenen Augen blicken. Er musste doch ihre Anwesenheit spüren, ihr angstvolles Herzklopfen hören! Nach ein paar endlosen Augenblicken zog sich Rolfs Kopf zurück. Geschafft! Beinahe hätte Susanna laut geseufzt. Aber noch war die Gefahr nicht vorüber, denn er suchte überall. Vielleicht kam er noch einmal hierher und trat auf sie? Er könnte sich zu Tode erschrecken, das wäre gut!
Susanna lag und lauschte. Ignorierte die Nässe und das Krabbeln. Und endlich, endlich hörte sie das Poltern von kleinen Steinchen, welches ihr verriet, dass er wieder auf dem Weg nach oben war. Das Herz wurde ihr ein wenig leichter und sie entspannte sich etwas. Richtig sicher war sie aber erst, als sie ein erneutes Fluchen hörte, das aus der Höhe kam. Er kletterte nach oben! Aber vielleicht hatte er etwas vergessen und kehrte noch einmal um?
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